Compoundbögen für Einsteiger
Dein erster Compoundbogen
Der Compoundbogen als eine komplizierte, hochtechnische Konstruktion mag auf den ersten Blick vielleicht etwas einschüchternd wirken, aber gerade für Technik-Fans ist ein Compound aus diesem Grund auch besonders faszinierend und genau die richtige Wahl. Als Einsteiger ist man zwar leicht mal überwältigt von der Fülle des Angebots an Bögen und Zubehör. Doch der Compoundbogen überzeugt durch sein äußerst modernes Design und hohe Pfeilgeschwindigkeiten. Das von seinen Cams hervorgerufene Let Off spart dir deine Kräfte und so kannst du in aller Ruhe dein nächstes Ziel ins Auge fassen.
Um dir den Einstieg und die Auswahl des zu dir passenden Compoundbogen zu erleichtern, haben wir einige tolle Sets geschnürt, mit denen du gleich loslegen kannst. Speziell für Anfänger bieten viele namhafte Hersteller tolle Bögen, die durch ihre hohe Variabilität mit deinem Können mitwachsen. So lassen sich Auszug und Stärke des Zuggewichts problemlos auch daheim ohne eigene Bogenpresse an deine Bedürfnisse anpassen und auch bei schnellen Trainingsfortschritten hast du lange Freude an deinem Bogen. Selbst „Ready to shoot“ darfst du bei unseren Bögen gerne wörtlich nehmen: Einfach bestellen & dann direkt loslegen und durchstarten!
Thomas Sillmann erklärt:
Unsere Empfehlungen für den leichten Einstieg
- bestellbar
Der Compoundbogen - Ein ganz besonderer Bogen
In der Tat bedarf es schon einiges an Bemühungen, um in diesem hochtechnischen Gerät einen Sportbogen zu erkennen. Kabel, Sehne und Umlenkrollen an den Enden der Wurfarme sowie das futuristische Design machen es schwer, Ähnlichkeiten mit dem zu finden, was man sich unter einem typischen Bogen vorstellt. Dank des ausgefallenen Äußeren ließen auch nicht ganz ernst gemeinte Vergleiche mit einem Fahrrad auf sich warten. Doch wenn Du Dich mit diesem besonderen Modell eines Bogens einmal etwas genauer beschäftigst, wirst Du schnell die Finessen sowie die technischen Besonderheiten und Vorteile des Compoundbogens kennenlernen.
Aus diesem Grund ist es auch keine Wunder, dass der Compoundbogen nach seiner Erfindung im Jahre 1966 seinen Siegeszug begann und mittlerweile zu einem der beliebtesten Bogenarten geworden ist.
Doch woran liegt das? Der Compoundbogen sieht sehr speziell aus. Das erkennt man auf dem ersten Blick. Die eigentliche Überzeugungsarbeit liefert aber das besondere Zusammenspiel der einzelnen Komponenten des Compoundbogens.
Was ist der Compoundbogen genau?
Solltest Du einmal die Möglichkeit haben, einen Compoundbogen in den Händen halten zu dürfen, wird Dir schnell die kompakte Bauweise bewusst werden. Mit einer Bogenlänge zwischen 30 bis 40 Zoll ist der Compoundbogen nur ungefähr halb so groß wie ein typischer Lang- oder auch sportlicher Recurvebogen. Neben der geringen Bogenlänge sind Dir bestimmt auch schon die außergewöhnlichen Rollen an den Enden der Wurfarme aufgefallen. Diese Rollen werden als Cams bezeichnet. Und diese sogenannten Cams haben wohl den größten Einfluss auf die besonderen Eigenschaften des Compoundbogens.
Doch bevor Du die überlegenden Eigenschaften des Compoundbogens zu spüren bekommst, muss auch dieser Bogen zuerst ausgezogen werden. Bis dahin gibt es keine großen Unterschiede zu den anderen Bogenarten. Denn auch der Compoundbogen kann nur die Energie an den Pfeil weitergeben, die zuvor durch das Ausziehen des Bogens in den Wurfarmen gespeichert wurde.
So musst Du erst das am Compoundbogen eingestellte Zuggewicht überwinden, bis die oben angesprochenen Cams ihre Stärken ausspielen können. Erst kurz bevor Du den Compoundbogen voll ausgezogen hast, bewirken die Cams im Zusammenspiel mit den Kabeln und der Sehne eine Art Hebelwirkung. Das Zuggewicht nimmt abrupt ab und Du hast zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Bruchteil des Zuggewichtes auf Deinen Fingern.
Das blitzartige Nachlassen des Zuggewichtes nennt man Let-Off. Dieses Let-Off wird in den technischen Eigenschaften eines jeden Compoundbogens in Prozent angegeben. Die vom Bogen abhängigen Werte spielen sich meist in einem Bereich von 60% - 80% ab. Das bedeutet, dass das Zuggewicht beim Einsetzen des Let-Offs um den jeweiligen Prozentsatz reduziert wird. So hätte Dein 60 Pfund starker Compoundbogen mit einem Let-Off von 70% im Vollauszug nur noch ein Zuggewicht von ca. 18 Pfund.
Das stark reduzierte Zuggewicht im Vollauszug lässt Dich den Bogen wesentlich ruhiger halten. So kannst Du dich vollends auf Deine Technik und das anvisierte Ziel konzentrieren. Die Vorteile eines Compoundbogens liegen auf der Hand. Das Let-Off und die diversen Möglichkeiten verschiedenste Anbauteile wie Visiere, Pfeilauflagen und Stabilisatoren zu montieren, lassen den Bogen aktuell zu einem der präzisesten Bogenarten werden.
Compoundbögen für Einsteiger
Aber welcher Compoundbogen soll es eigentlich sein? Die großen Hersteller wie HOYT, BowTech, PSE und FRED BEAR scheuen keine Kosten und Mühen, um Dich mit ihrer großen Auswahl an Compoundbögen für sich zu gewinnen. Tolle Designs, immer bessere Leistungsdaten und neue Features machen Dir die Entscheidung nicht gerade einfacher. Aus diesem Grund ist es unvermeidlich, dass Du Dich vor dem Kauf eines Compoundbogens informierst, um so das für Dich perfekte Modell zu finden.
Zuvor solltest Du wissen, was eigentlich einen guten Einsteiger-Compoundbogen ausmacht. Zusammen mit einem angemessenen Preis und einer überzeugenden Verarbeitung sollte der Compoundbogen vor allem sehr variabel sein. Das bedeutet, dass der Compoundbogen optimal auf den Schützen eingestellt werden kann, ohne das dieser zuvor genau weiß, welche Vorgaben für ihn optimal sind. Neben einem hohen Einstellbereich des Zuggewichtes von beispielsweise 5-60 Pfund, kann so auch der Auszug einen großen Bereich von möglichen Einstellungen abdecken.
Zusätzlich zu der großen Einstellbarkeit, solltest Du auch darauf achten, dass die Compoundbögen über ein sogenanntes RTS-Set verfügen. RTS steht für “Ready-to-Shoot” und sagt Dir, dass der Compoundbogen mit einem umfangreichen und auf den Bogen abgestimmten Zubehör-Set ausgeliefert wird. So kannst Du sofort loslegen und musst Dich nicht erst um die Beschaffung weiterer Anbauteile und Zubehör kümmern.
Neben dem beliebten Einsteiger Set DRAKE Gecko RTS von STRONGBOW steht vor allem der Infinite Edge Pro von BowTech, der Stinger MAX von PSE und der FRED BEAR Cruzer G-2 hoch im Kurs. Eine Top-Verarbeitung, viel Zubehör und eine hohe Einstellbarkeit machen diese Modelle zur ersten Wahl für anspruchsvolle Compoundbogen Einsteiger.
Wie schießt man einen Compoundbogen?
Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass ein Compound-Bogenschütze meist ein kleines Hilfsmittel verwendet, um seinen Bogen auszuziehen. Der Compoundbogen wird nämlich nicht direkt mit den Fingern, sondern mit einem sogenannten Release ausgezogen. Das Release ähnelt einer kleinen Zange, die mit einer Abzug geöffnet werden kann. Je nach Modell wird das Release direkt in der Hand gehalten oder mittels einer Schlaufe um das Handgelenk befestigt.
Aber egal, für welches Release Du dich letztendlich entscheidest. Die grundlegende Funktion ist immer identisch. Vor dem Auszug des Bogens wird das Release in ein D-Loop eingehangen. Bei diesem Loop handelt es sich um eine kleine Schlaufe, die sich mittig auf der Sehne des Compoundbogens befindet. Das Release greift also nicht direkt in die Sehne, sondern in das sogenannte Loop. So kann das eingehakte Release nicht ungewollt verrutschen und die Sehne wird nicht unnötig durch die Verwendung des Releases beansprucht.
Die Nutzung eines Releases bietet Dir gleich mehrere Vorteile. Da die Compoundbögen eine recht kompakte Bogenlänge aufweisen, bildet die Sehne im Vollauszug einen ziemlich spitzen Winkel. Zusammen mit dem recht hohen Zuggewicht des Compoundbogens, wäre ein direktes Ausziehen des Bogens mit den Fingern auf Dauer sehr schmerzhaft. Ebenso würden die Finger der Sehne beim Lösen unweigerlich eine seitliche Bewegung mitgeben. Das ist nicht zu verhindern. Mit dem Release wird diese ungewollte Beeinflussung auf ein Minimum reduziert.
Mit BogenSportWelt.de zu Deinem Compoundbogen
Natürlich stehen wir Dir mit Rat und Tat zur Seite, um Dich bei der Wahl des für Dich passenden Compoundbogens zu unterstützen. Neben einem umfangreichen und gut sortierten Sortiment an Compoundbögen bietet Dir BogenSportWelt.de eine auf Dich abgestimmte Beratung, die keinen Platz für Fehlkäufe lässt.
Für das Ermitteln deiner Auszugs- und Pfeillänge schau dir die Video-Tipps in unserem Youtube-Kanal an. Weitere Fachbegriffe kannst du dir im Compound-ABC erläutern lassen und für alle offenen Fragen zu Pfeil und Bogen, Zielscheibe und passender Schutzausrüstung stehen wir dir gerne unter unserer Hotline +49 (0)3971 241960 oder via unserem Supportcenter zur Seite. So wirst auch du bald ein versierter Compound-Schütze!
Häufige Fragen zum Compoundbögen für Anfänger
Was ist ein Compoundbogen und wie funktioniert er?
Ein Compoundbogen ist ein moderner Sportbogen, bei dem an den Enden der Wurfarme Rollen, sogenannte Cams, montiert sind. Im Zusammenspiel mit Kabeln und Sehne erzeugen diese Cams einen Hebeleffekt: Beim Ausziehen musst du zunächst das volle Zuggewicht überwinden, kurz vor dem Vollauszug lässt der Widerstand jedoch schlagartig nach. Dieser Effekt heißt Let-Off und wird in Prozent angegeben. Ein 60-Pfund-Bogen mit 70 % Let-Off hat im Vollauszug nur noch ca. 18 Pfund auf der Sehne. Alle verfügbaren Compoundbögen findest du in unserem Sortiment.
Ist ein Compoundbogen auch für Einsteiger geeignet?
Ja, absolut. Das Let-Off ermöglicht es, den Bogen im Vollauszug ruhig zu halten, ohne schnell zu ermüden. Das ist ein großer Vorteil beim Erlernen der Technik, da du dich voll auf Anschlag, Zielen und Auslösen konzentrieren kannst. Außerdem sind viele Einsteiger-Compoundbögen sehr variabel einstellbar, sodass der Bogen mit deinen Fähigkeiten und deiner Körpergröße mitwächst, ohne dass du frühzeitig ein neues Modell kaufen musst.
Worauf soll ich beim Kauf eines Einsteiger-Compoundbogens achten?
Drei Punkte sind entscheidend: erstens ein großer Einstellbereich für Zuggewicht (z. B. 5–70 lbs) und Auszugslänge, damit der Bogen lange zu dir passt. Zweitens ein RTS-Set (Ready to Shoot), das Visier, Pfeilauflage, Stabilisator und Release direkt mitliefert. Drittens eine solide Verarbeitung von einem etablierten Hersteller. Bewährte Modelle für Einsteiger sind u. a. der DRAKE Gecko RTS, der BowTech Infinite Edge Pro, der PSE Stinger MAX und der FRED BEAR Cruzer G-2.
Was ist ein Release und warum brauche ich es beim Compoundbogen?
Ein Release ist ein kleines Hilfsmittel, das den Daumen oder die Finger beim Ausziehen und Auslösen des Compoundbogens ersetzt. Da Compoundbögen eine kurze Bogenlänge haben, bildet die Sehne im Vollauszug einen sehr spitzen Winkel, der mit bloßen Fingern auf Dauer schmerzhaft und unpräzise wäre. Das Release hängt sich in ein D-Loop (eine kleine Schlaufe mittig auf der Sehne) ein und sorgt für eine saubere, seitenfreie Auslösung. Für den Schutz deines Arms empfehlen wir zusätzlich einen Armschutz.
Was bedeutet RTS bei einem Compoundbogen?
RTS steht für "Ready to Shoot" und bedeutet, dass der Bogen bereits mit einem abgestimmten Zubehör-Set ausgeliefert wird. Typischerweise enthält ein RTS-Set Visier, Pfeilauflage, Stabilisator, Pfeilköcher, Release und manchmal sogar Pfeile. Du kannst also direkt nach dem Auspacken mit dem Schießen beginnen, ohne erst einzelne Teile nachkaufen zu müssen. Schau dir unsere fertigen Sets an, wenn du einen möglichst unkomplizierten Einstieg suchst.
Welches Zuggewicht ist für Einsteiger am Compoundbogen richtig?
Für Erwachsene Einsteiger empfehlen sich 25–40 lbs als Startgewicht. Kinder und Jugendliche starten häufig schon ab 10–15 lbs. Da gute Einsteiger-Compoundbögen einen großen Einstellbereich haben, kannst du das Zuggewicht schrittweise erhöhen, wenn deine Muskeln stärker werden. Wichtig: Starte lieber zu leicht als zu schwer, um eine saubere Technik aufzubauen, ohne Verspannungen oder Schmerzen zu riskieren.
Welche Pfeile passen zu einem Einsteiger-Compoundbogen?
Compoundbögen schießen in der Regel mit schnellem FastFlight-Sehnenmaterial und benötigen Pfeile mit passendem Spinewert. Für die meisten Einsteiger-Setups mit 25–50 lbs sind Carbonpfeile mit einem Spinewert von 400 oder 500 gut geeignet. Da Compoundbögen durch das Let-Off präziser sind als andere Bogentypen, lohnt sich schon früh die Investition in qualitativ hochwertige Pfeile, da billige Pfeile das Potenzial des Bogens limitieren.
Kann ich Zuggewicht und Auszugslänge selbst einstellen?
Bei den meisten Einsteiger-Compoundbögen ja. Viele Modelle lassen sich ohne eigene Bogenpresse zuhause mit einem einfachen Inbusschlüssel anpassen. Die genaue Vorgehensweise hängt vom Modell ab. Wenn du dir unsicher bist oder größere Anpassungen vornehmen möchtest, stehen wir dir gerne unter unserer Hotline oder im Supportcenter zur Seite.
Was unterscheidet einen Compoundbogen von einem Recurvebogen?
Der größte Unterschied liegt im Let-Off: Beim Recurvebogen hältst du am Vollauszug das volle Zuggewicht, beim Compoundbogen nur noch einen kleinen Bruchteil. Compoundbögen sind außerdem kürzer, technisch komplexer und ermöglichen durch die Vielzahl an Zubehöroptionen (Visier, Pfeilauflage, Stabilisator, Release) eine höhere Präzision auf mittlere und längere Distanzen. Recurvebögen sind dagegen leichter, wartungsärmer und im olympischen Sport verbreitet. Alle Recurvebögen findest du ebenfalls in unserem Shop, falls du beide Bogenarten vergleichen möchtest.
Wo kann ich als Einsteiger mit dem Compoundbogenschießen anfangen?
Ideal ist ein lokaler Bogenschützenverein oder eine Bogenschule, wo du unter Aufsicht die Grundtechnik erlernst. Wenn du bereits erste Erfahrungen gesammelt hast oder direkt zuhause oder im Freien einsteigen möchtest, reicht ein geeignetes Einsteiger-Set völlig aus. Für das Schießen im Garten oder auf einer Anlage empfehlen wir passende Zielscheiben und einen Köcher, damit du sofort loslegen kannst.