Die Förderung des Bogensports ist uns eine Herzensangelegenheit. Deshalb unterstützen wir Bogensportvereine über unser Vereinskonto mit bis zu 20% Einkaufsrabatt und darüber hinaus auch bei der Ausrichtung von Turnieren. Talentierte Einzelschützen fördern wir im Rahmen unseres Sponsoring-Programms bereits seit 2012 in ihrer sportlichen Laufbahn mit dem zum Schützen passenden Bogensport-Equipment, mittlerweile umfasst unser Sponsoring-Team mehr als 30 Schützen. Alle in’s Gold/Kill wünscht das gesamte Team BSW!

Erlebt
2019

Bogenlaufen – Niederländische Meisterschaft und Europacup in Nove Mesto 2019

Unsere Bogenläufer Jenny Kröcher und Marco Kreische punkteten zum Saisonabschluss international mit dem Run Archery Team des DSB

Bogenläufer am Start in Zoetermeer

Niederländische Meisterschaft Bogenlaufen 28.09.2019

Recurveschützin Jenny Kröcher

Siegerehrung im niederländischen Zoetermeer

Am 28.09. fand die Holländische Meisterschaft in Zoetermeer statt. Insgesamt nahmen 50 Teilnehmer aus den Niederlanden und einige aus Deutschland und Russland teil. Für mich war dies das erste Bogenlaufturnier in den Niederlanden. Der Wettkampfmodus unterscheidet sich dort vom deutschen Regelwerk. So musste ich zunächst einen Qualifikationslauf von drei Mal 800 Metern absolvieren, um mich für den Finallauf zu qualifizieren. Trotz strömendem Regen während meines Laufs und einiger Strafrunden erreichte ich das Finale. Im Finallauf konnte ich mir nach einem spannenden letzten Schießen die Silbermedaille sichern.

Für den abschließenden Staffellauf bildetet ich mit meinen Teamkollegen vom Nationalteam, Marko Kreische und Tom-Florian Borrack, eine Staffel. Der Modus beim Staffellauf orientiert sich am europäischen Regelwerk, nach dem jeder 400 Meter läuft und anschließend vier Ziele mit sechs Pfeilen treffen muss. Für jede nicht getroffene Scheibe wird eine Strafrunde von 60 Metern gelaufen. Der Abschlag auf den nächsten Staffelläufer erfolgt nach dem Schießen bzw. nach den Strafrunden. Ich traf alle Scheiben und konnte strafrundenfrei übergeben. Auch meine zwei Teamkollegen schossen schnell und genau, sodass wir uns den Sieg sichern konnten.

Recurveschütze Marco Kreische

Am 28. September 2019 fand im holländischen Zoetermeer die offene niederländische Meisterschaft im Bogenlaufen statt, die gleichzeitig der vierte von fünf Wertungsläufen der jährlichen niederländischen Cup-Serie war. Im verregneten Qualifikationslauf am Morgen konnte ich mich fehlerfrei und als Zeitschnellster für das Finale am Nachmittag qualifizieren. Im Finale geriet ich durch einen Fehlschuss in der ersten Schießserie zunächst in Rückstand, lief mich aber nach und nach wieder an den führenden Russen Vladislav Kiriutin heran. Als dieser nach der letzten Schießserie ebenfalls eine Strafrunde lief, nutzte ich die Chance, ließ alle 4 Klappscheiben kippen und spurtete nach einer spannenden Schlussrunde mit wenigen Sekunden Vorsprung ins Ziel. Teamkollege Niklas Krause kam auf Rang 4 und DBSV-Team-Neuling Florian Brösicke gewann auf Anhieb die Jugendwertung. Bei den Damen räumten Sandra Szulc, Jenny Kröcher und Cornelia Borchers Platz 1 bis 3 ab und auch der Sieg in der abschließenden Sprintstaffel ging dank Tom-Florian Borrack, Jenny und mir an Deutschland.

Europacup Bogenlaufen in Nove Mesto

Recurveschützin Jenny Kröcher

Zum Bogenlaufen braucht man flinke Füße!

Am 12. und 13.10. fand dann der diesjährige Europa-Cup im Bogenlaufen in Nové Msto nad Metují statt. Dort gingen 50 Teilnehmer aus Russland, Frankreich, Tschechien und Deutschland an den Start. Am Samstag fanden die Sprintläufe statt, bei denen drei Mal 400 Meter gelaufen und zwei Mal auf je 4 Ziele à 16 cm Durchmesser geschossen wird. Für mich war diese Sprintdisziplin neu, da es sie im deutschen Regelwerk nicht gibt. Im Qualifikationslauf konnte ich mich für das Halbfinale qualifizieren. Im Kampf um den dritten Platz und damit um die Qualifikation für das Finale musste ich mich allerdings meiner Kollegin Sandra Szulc geschlagen geben.

Am Sonntag folgte der Einzellauf über die vier Mal 1000 Meter. Hier konnte ich trotz vier Strafrunden den 5. Platz hinter der starken Konkurrenz aus Russland und Tschechien belegen. Für die Gesamtwertung bedeutete dies der 7. Platz, mit dem ich angesichts meiner Premiere beim Europa-Cup zufrieden bin.

Recurveschütze Marco Kreische

Der Europacup im Bogenlaufen der World Archery Europe fand vom 11. bis 13. Oktober 2019 im tschechischen Ort Nove Mesto nad Metuji statt. Nachdem der Europacup in den letzten Jahren aus getrennten Events in jeweils zwei Ländern bestand, gab es 2019 nur ein Event. Ort und Termin standen erst kurzfristig fest, sodass lediglich 30 Teilnehmer der Teams aus Tschechien, Russland, Frankreich und Deutschland angereist waren - der harte Kern der Bogenlauf-Szene.

Bereits im Sprintwettbewerb war festzustellen, dass das sportliche Niveau darunter nicht litt. Mit strafrundenfreien Qualifikationsläufen sicherte ich mir zunächst einen Platz im Sprintfinale. Beim Versuch dort mit den russischen Nachwuchstalenten Oskar Shaimuratov und Vladislav Kiriutin mitzuhalten fiel ich aber auf Rang 5 zurück. Sandra Szulc, der es bei den Damen ähnlich erging, war anschließend genauso entschlossen wie ich, den Tag nicht ohne Medaille enden zu lassen und so liefen wir strafrundenfrei auf Platz 1 der 9 angetretenen Teams.

Am folgenden Wettkampftag nahm ich es im Langdistanzwettbewerb erneut mit Oskar und Vladislav auf. Obwohl beide mehr Strafrunden als ich schossen, konnte ich läuferisch nicht mit Oskar Schritt halten, schaffte es aber auf Platz 2 und sicherte mir damit Bronze in der Gesamtwertung. In der Männerstaffel holte ich mit Florian und Tom-Florian Rang 4. In der Nationenwertung kam das deutsche Team hinter Russland auf Rang 2. Zum Ausklang des heiteren Wettkampfwochenendes wurde die Zeit bis zur Siegerehrung kurzerhand mit einem internationalen Fangespiel überbrückt, das jeder Teilnehmer am Ende auf 4 Sprachen beherrschte. Im von Sandra organisierten Teambus rollten wir anschließend heimwärts und ließen uns eine große Sahnetorte des Veranstalters schmecken, die wir gewonnen hatten. 2020 wird der Europacup erneut in Nove Mesto stattfinden, dann ganz sicher mit mehr Teilnehmern.

Das deutsche Run Archery Team des DSB in Nove Mesto
Erlebt
2019

Europameisterschaft Feldbogen

Feldbogenschützin Daniela Klesmann holt bei der Europameisterschaft Feldbogen der WA in Mokrice, Slowenien Silber mit dem Damenteam und den 5. Platz im Einzel

EM Feldbogen in Mokrice, Slowenien

Europameisterschaft Feldbogen der WA in Mokrice, Slowenien

Recurveschützin Daniela Klesmann

Vom 01.10.2019 - 05.10.2019 fand die Europameisterschaft Feldbogen in Mokrice/Slowenien statt. Da der offizielle Anreisetag der Sonntag 29.10 war, bin ich schon morgens an den Frankfurter Flughafen gereist. Von ihr startete ein Teil des DSB-Teams zusammen im Flieger zur EM. Wir flogen von Frankfurt nach Zagreb in Kroatien und dort ging es dann mit einem Bus in‘s ca. 50km entfernte Mokrice in Slowenien. Es war doch schon spät am Abend und so ging es noch vor dem Beziehen der Zimmer zur Akkreditierung. Das Wetter schien wieder gut zu werden, wenn auch nicht ganz so heiß wie vor zwei Jahren im August.

Am nächsten Morgen stand das offizielle Training und die Bogenkontrolle auf dem Programm. Der Bustransfer brachte uns auf‘s ca. 10 min entfernte Gelände, welches normal ein Golfplatz rund um das Schloss Mokrice ist. Es standen viele Scheiben und ein Zelt für jede Nation bereit. Es war auch wieder das gleiche Gelände wie vor zwei Jahren, daher hieß es wieder: Einschießen nur bergauf…

Daniela zeigte im Einzel und Team überzeugende Leistungen!

Dienstags wurde es nun endlich ernst. Nach einem kurzen Einschießen wurden die Gruppen eingeteilt und ins Gelände gebracht. Es gab 3 Parcours - einer für Blankbogen, einer für Compound und einer für Recurve. In jedem Parcours wurden 48 Scheiben unbekannt geschossen. Es war der erste Tag der Qualifikationsrunde. Die Scheiben waren schön gestellt, nicht sehr steil aber dennoch anspruchsvoll. Es war wie ich später erkannte, der schwerere der drei Kurse. Ich kam sehr gut in den Wettkampf. Das Wetter machte mit, es war relativ windstill und sonnig. Die Entfernungen waren gemischt gestellt und es waren auch kurze Scheiben dabei. So hatte ich am Ende des Tags meine persönliche Bestleistung auf einer unbekannten Runde geschossen. Mit 349 Ringen lang ich bei den Damen Recurve auf Platz 3.

Der Unbekannte Teil der EM war beendet, ab nun steht die Entfernung dran. Mittwoch war Tag 2 der Qualifikationsrunde. Mit meinem 3. Platz hatte ich nun einen Startplatz in der Führungsgruppe und war von Profis umgeben. Ich war anfangs etwas nervös und startete etwas unsicher. Aber das legte sich bald. Der ganze Tag lief gut und ich war wirklich zufrieden. Lediglich die 60m wollten nicht so treffen…Wie schon das ganze Jahr. Ich habe mich mit 345 Ringen gut in der der Führungsgruppe behauptet und hielt meinen 3. Platz. Mit der Gesamtringzahl von 694 Ringen war ich super zufrieden. Es ist mein zweithöchstes Ergebnis, was ich je geschossen habe. Und das bei einer EM. Nur 3 Ringe mehr und ich wäre direkt fürs Halbfinale gesetzt gewesen. Das ärgerte mich, denn das wäre sicher noch drin gewesen bei 48 Scheiben.

Daniela und das deutsche Team hatten alles gut im Blick

Am nächsten Tag standen dann die Eliminationsrunden als Poolmatches an. Ich kam in der letzten Runde rein und musste 2 Matches gewinnen um ins Halbfinale einzuziehen. Das erste Match gegen Elin Kattstroom lag von Anfang an in meiner Hand und ich führte ab der ersten von sechs Scheiben. Mit einer 6 als letzten Pfeil des Matches gewann ich mit 88 zu 83 und war somit Poolsieger. Meine nächste Gegnerin war ebenfalls Poolsiegerin. Ich hatte am Ende dieses Matches sogar mehr Ringe als im vorherigen Match und steigerte mich von Scheibe zu Scheibe, doch Chiara Rebagliati schoss zu diesem Zeitpunkt so unglaublich gut, da hätte mancher Compounder sogar eingepackt. Daher habe ich dieses Match leider mit 89 zu 98 verloren. Letztendlich kam ich damit in der Einzelplatzierung auf den 5. Platz bei dem Damen Recurve. Damit bin ich sehr zufrieden. Ich habe das geschossen, was ich kann und der Rest ist halt das Spiel :-)

Die EM war ja noch nicht zu Ende. Freitag stand noch das Mannschaftsschießen auf dem Programm. Meine Mannschaftskolleginnen Teresa Wellner und Nora Kipferler waren im Einzel ebenfalls nach der Quali gut vorne mit dabei, so dass wir in der Mannschaftswertung auf Platz 2 lagen. Somit waren wir fürs Halbfinale gesetzt :-) Das hieß, wir schießen auf jeden Fall ein Medalmatch :-) Während die anderen Teams ihr ¼ Finale schossen, durften wir schon mal eine Trainingsrunde mitschießen und unsren Rhythmus finden, damit wir nachher keinen Nachteil hatten. Anschließend ging‘s auch direkt ins Halbfinale. Wir hatten den ganzen Tag etwas Rückstand vom Zeitplan und so versuchte man, etwas Zeit reinzuholen damit auch abends das Goldfinale noch im Hellen stattfand. Im Halbfinale mussten wir gegen Frankreich schießen und gingen an der zweiten von vier Scheiben deutlich in Führung. Das war auch gut so, denn die letzten zwei Scheiben kamen wir mit diesem Vorsprung noch über die Runden und zogen damit mit 55 zu 54 ins Goldfinale ein. Die Medaille war uns sicher.

Daniela erzielte mit dem Damen-Team EM-Silber - unseren Glückwunsch!

Nun begann das Warten. Keiner wusste so recht, ob wir die Goldfinale noch schießen oder sie auf den nächsten Tag verschoben wurden. Das Licht wurde dunkler und die Temperaturen kühler. Wir hatten aber genug im Zeitplan eingeholt und wir durften noch auf‘s Finalfeld. Zur freudigen Überraschung durften wir endlich mal wieder Bergab schießen :-) Unser Gegner war Italien. Sie hatten die gleiche Mannschaft wie die Jahre davor und zeigten uns ihre Stärke sofort an der ersten Scheibe. Eine 18 auf 20 Meter Spots. So ging es auch weiter. Wir holten zwar kurz etwas von unserm Rückstand auf, aber an der letzten Scheibe war doch deutlich, wer hier der verdiente Sieger war. Italien gewann mit 64 zu 51 deutlich Gold. Wir waren mit Silber trotzdem Happy! In der Konstellation hatten wir noch nie geschossen, meine zwei Mitschützinnen haben das erste Mal überhaupt Mannschaft geschossen und wurden mit einer Medaille belohnt :-)

Wir ließen die EM noch mit einer Abschlussfeier am Abend ausklingen, bevor es am nächsten Mittag mit dem Flieger zurück nach Deutschland ging.

Erlebt
2019

Letzte Freiluftturniere der 2019er Saison

Die BSW-Schützen zieht es auch bei herbstlichem Wetter noch an die frische Luft und zu den letzten Freiluft-Turnieren der Saison 2019

Heiko Kirchner auf dem Kulchturnier in Hergisdorf

Rasselbockturnier in Könitz

Recurvebogenschützin Silke Müller

Treffer, versenkt!

Schon früh am Morgen hieß es auf nach Könitz zum alljährlichen Rasselbockturnier. Könitz liegt von uns aus ca. 1,1/5 Stunden entfernt. Mit weiteren Vereinskollegen fuhren wir also zum Treffpunkt. Die Wettervorhersage lautete Sturm aber kein Regen. Ein bisschen frisch war es noch am Morgen, hatte es doch die Tage zuvor geregnet. Im Könitzer Wald angekommen, wurden wir gleich begrüßt und man freute sich uns zu sehen. Schnell angemeldet, eine schöne Gruppe ausgesucht und dann hieß es erstmal Frühstück. Der SV Stahl Unterwellenborn hatte im Wald auf einer Lichtung ein großes Zelt aufgebaut und da gab‘s eine tolle Verpflegung. Ca. 100 Bogenschützen waren angereist und pünktlich 9:30 Uhr gab‘s die Begrüßung.

Und schon ging‘s los zu unserem Startziel 25 und 10.00 Uhr war Schießbeginn. Eine Gruppe von Rehen stand da in einer Lichtung und die Sonne fiel darauf. Erster Pfeil drüber, zweiter Pfeil drunter und dritter Pfeil getroffen. Schon ging das Ärgern wieder los. Aber ich wollte mich doch nicht ärgern, also ablenken und auf zum nächsten Ziel. Und erster Pfeil... Kill. Geht doch. Und so lief es dann auch weiter. In einer ausgelassenen und lustigen Stimmung lief es super. Bis zum vorletzten Ziel, da hatte ich mich doch nochmal ganz schön verschätzt und handelte mir ein M ein. Aber egal, das letzte Ziel nochmal ordentlich konzentriert, Abschluss ein X-Kill. Ein super schönes Turnier. Das Wetter hielt, kein Regen, der Sturm nur in den Wipfeln der Bäume zu hören, leckeres Essen und eine tolle Truppe. Nach dem Zusammenzählen der Punkte war es für mich eine neue persönliche Bestleistung mit 346 Ringen auf 28 Ziele, davon 15mal Kill. Ich freute mich und hatte damit auch das Rasselbockturnier in der Klasse der Damen Blankbogen gewonnen.

Kulchturnier in Hergisdorf

Recurvebogenschütze Heiko Kirchner

Heikos neuer Bogen: Der Bloodstone von Jackalope Archery

In Hergisdorf in Sachsen- Anhalt fand am 12. und 13.10.19 das Kulchturnier mit über 100 Bogenschützen statt. Bei sommerlichen Temperaturen war es mein erstes Turnier mit dem neuen Jagdbogen Bloodstone. Ich war sehr gespannt, wie ich mich mit dem neuen Bogen in der gut besetzten Jagdbogenklasse schlagen werde. Das Gelände hatte von allem was dabei und der Veranstalter hatte einen schönen Parcours in die Landschaft integriert. Auch die Verpflegung war super und einem schönen Turnier stand nichts im Weg.

Die ersten Ziele war ich doch etwas aufgeregter als sonst und trotzdem bin ich gut gestartet. Je länger das Turnier dauerte, umso sicherer bin ich geworden. 28 Ziele waren gestellt und ich habe mir leider ein M und nur 2 zweite Pfeile geleistet. 359 Punkte standen zum Schluss auf dem Scorezettel und ich war sehr gespannt, wo ich bei 25 Jagdbogenschützen landen würde.

Über einen guten 5. Platz war ich mehr als zufrieden, weil ich auch wusste, dass das M nicht nötig war. Noch was zum Bogen, der Jagdbogen Bloodstone von Jackalope Archery sieht nicht nur gut aus, sondern schießt sich auch sehr gut. Ich bin sehr gut zurechtgekommen und freue mich schon auf die nächsten Turniere damit.

AAA Cup-Finale beim BSC Sagitta St. Johann in Pongau/Salzburg

Compoundbogenschützin Franz Reinprecht

Am Freitag den 4. Oktober reisten wir nach St. Johann in Pongau, wo der BSC Sagitta das Cup-Finale durchführte. Insgesamt werden für diesen Cup 5 Turniere geschossen mit einen Streich Resultat. Bei diesen Cup-Turnieren ist es immer perfekt gelaufen, somit konnte ich aus 4 Turnieren die volle Punktezahl von 120 Punkten mit ins Finale nehmen.

Am Freitag bei der Anreise hatten wir perfektes Wetter: Sonnenschein und für diese Jahreszeit tolle 23 Grad. Aber leider schlug das Wetter in der Nacht auf Samstag um. Am Samstagmorgen hatten wir leichten Regen. Geschossen wurde auf einer Alm Seehöhe 1200 Meter. Um 07:00 Uhr fuhren wir zum Parcoursgelände bei leichten Regen und starken Nebel. Ich sagte zur Tochter: „Das schaut heute nicht perfekt aus, da werden wir mal wieder nass werden.“ Nach einer Fahrzeit von ca. 15 Minuten kamen wir am Parcoursgelände an, wo schon um diese Zeit reges Treiben herrschte.

Es hatte nur 4 Grad, Wind und sehr viel Nebel, das war eine gewaltige Umstellung von der Temperatur vom Freitag. Wir gingen zur Anmeldung, da noch 1 Stunde Zeit war bis zum Start. In der Zwischenzeit wurde der Regen immer stärker. Um 08:30 Uhr ließ es ein wenig nach. Wir holten unsere Bögen und gingen zum Einschießplatz, um ein paar Pfeile zu schießen. Um 09:00 Uhr wurde die Begrüßung und die Scheiben Einteilung bekannt gegeben, Start bei Scheibe 28.

Nach der Begrüßung begaben wir uns auf den Parcours. Der Regen hatte in der Zwischenzeit deutlich nachgelassen, aber der Nebel wurde immer dichter. Bei Scheibe 28 angekommen, wurde der Regen wieder etwas stärker. Jetzt galt es, das Visier trocken zu halten, damit wir gut durch den Parcours kommen bei diesem Wetter. Bei Scheibe 28 war ich als erster an der Reihe, ein Wildschein auf ca. 32 Meter. So 09:30 Uhr Start, wir wünschten uns gegenseitig alles Gute, wenn der erste Schuss passt dann wird‘s schon laufen. Perfekter Beginn - gleich mal eine 11. Zu bewältigen waren 28 Ziele und eine 1 Pfeilrunde, das wird nicht so lange dauern. Das Wetter war komplett verrückt - einmal hatten wir Regen, dann zog wieder der Nebel auf, dass man nicht mal die Ziele erkennen konnte, dann kam wieder die Sonne und im Handumdrehen kam immer der Regen. Da wir 3 Compounder und ein Armbrustschütze in der Gruppe waren, kamen wir sehr zügig voran. Nach 2 Stunden hatten wir schon mehr als die Hälfte hinter uns. Zu diesem Zeitpunkt lag ich super im Rennen und hatte einen Vorsprung von 20 Punkten, so jetzt noch brav fertig schießen, dann kann nichts mehr schief gehen.

Siegerehrung mit Franz auf Paltz 1 in Pongau

Um 13:30 Uhr hatten wir die 28 Ziele abgeschossen, und der Regen wurde auch wieder stärker, aber jetzt ist es Wurst. Ab zum Start und hinein in die warme Stube. Im Lokal rechneten wir unsere Scorezettel ab, die durch den Regen etwas in Mitleidenschaft geraten sind, aber man konnte noch alles lesen. Nach einer halben Stunde wurde die Ergebnisliste ausgehängt, ich konnte an diesem Tag den höchsten Score erreichen und somit den Tagessieg mit nach Hause nehmen. So jetzt ab in die Unterkunft und unter die heiße Dusche.

Um 17:00 Uhr trafen wir uns mit zwei ehemaligen Vereinskollegen zu einem Plauderstündchen. Gegen 22:00 Uhr kamen wir wieder zurück in die Unterkunft es war ein netter Abend. So jetzt Nachtruhe morgen nochmal 28 Scheiben und danach das Finale, bin guter Dinge da mein Vorsprung so groß war, dass mich keiner der Schützen noch einholen könnte. Morgen wieder gleiche Startzeit wie heute.

07:00 Uhr Frühstück und Abmarsch zum Parcours, Anmeldung und so geht’s. Das Wetter sah viel versprechend aus: kein Regen aber noch etwas trüb. Begrüßung, Scheiben Einteilung und Start bei Scheibe 25. Auch heute wieder der erste zum Anfangen auf einen Dachs und auch wieder so ca. 32 Meter. Der Verein hat sich alle Mühe gemacht und den ganzen Parcours umgepflockt, so hatten wir wieder alles neue Entfernungen. Natürlich hatten sie wieder einige so befindliche Schüsse dabei. Ein schwarzer Bär und schwarzer Hintergrund. Die Gruppeneinteilung vom Vortag ist gleichgeblieben. Da das Wetter schön war und teilweise auch die Sonne vom Himmel lachte, kamen wir sehr zügig durch den Parcours und waren eine Stunde schneller als am Vortag. Schade, dass einige Kollegen von unserer Klasse heute nicht mehr kamen, daher konnte ich auch kein Finale mehr schießen, denn es müssen 6 Schützen anwesend sein.

Ich konnte auch am Sonntag den höchsten Score erreichen von allen Schützen und den Tagessieg. Es war ein tolles Turnier mit einem sehr anspruchsvollen Parcours auch auf Grund des Wetters am Samstag. Um 15:00 Uhr wurde die Siegerehrung durchgeführt, ich hatte auch am Sonntag den Tagessieg sowie den Gesamt Cup gewonnen. So konnte ich mit einem gewaltigen Punktevorsprung zweimal den Tagessieg und den Gesamt-Cup für mich verbuchen.

Erlebt
2019

Deutsche Meisterschaft 3D & Feld und Wald 2019

Der nationale Saisonabschluss der Freiluftsaison sind die Deutschen Meisterschaften – Richard und Heiko berichten von den Deutschen Meisterschaften DSB 3D in Delmenhorst sowie Feld und Wald in Chemnitz.

Richard Klesmann ist Sieger der DM 3D 2019

Deutsche Meisterschaft 3D 2019 des DSB in Delmenhorst

Blankbogenschütze Richard Klesmann

Am letzten Wochenende wurden die Deutschen Meisterschaften 3D in Delmenhorst ausgetragen. Da es letztes Jahr eine Panne mit meinem Hotelzimmer gab, rief ich vorher noch einmal an, um sicher zu gehen, dass ich ein Bett und ein Frühstück hatte. Somit stand diesbezüglich nichts dagegen, den Versuch zu starten meinen Titel vom letzten Jahr zu verteidigen. Die Anfahrt verlief sehr zäh. Aus den geplanten 7,5 Stunden für die 650 km, mit zwei gemütlichen Pausen wurden 9 Stunden mit einer kurzen Pause. Ich hatte auf die Pausen verzichtet, da ich noch die Anmeldung und die Bogenkontrolle hinter mich bringen wollte. Dies würde mir am Wettkampftag noch die Zeit für ein gemütliches Frühstück einbringen und ich müsste nicht schon um 7:00 Uhr am Wettkampfort sein. Aber leider waren die Staus zu lange und auf dem Gelände niemand mehr vorzufinden als ich ankam.

Richard Klesmann auf der DM 3D in Delmenhorst

Nach einem kürzeren Frühstück machte ich mich um 7:00 Uhr auf zum nahe gelegenen Gelände. Mir war das Gelände ja bekannt, da ich schon zwei Feldbogenwettkämpfe dort bestritten hatte. Da das Gelände relativ klein ist, hatten sie die Anmeldung und den Verpflegungsstand auf das Nachbargrundstück ausgelagert. Also musste ich schon eine kleine Wanderung vom Auto zur Anmeldung und danach zum Einschießplatz mit Bogenkontrolle zurücklegen. Das Einschießen fand auf Feldscheiben und danebenstehende 3D-Tiere statt. Somit war das Schätzen der Entfernungen nicht wirklich nötig. Die Gruppeneinteilungen und der Start der einzelnen Gruppen ging dann wieder vom Nachbargrundstück mit dem Verpflegungsstand aus.

Meine Sechsergruppe startete am Tier Nummer 13. Damit hatten wir das Glück, genau zur Hälfte am großen Verpflegungsstand vorbei zu kommen. Das Gelände, dass ich durch die Feldturniere annahm zu kennen, erwischte mich eiskalt. Das für ein Feldturnier „flache“ Gelände überraschte mich mit Bodenwellen, Gräben und Licht und Schattenspiel. Die Ziele waren für das Gelände sehr gut platziert. Nach den ersten Zielen war ich total durcheinander. War es das Schätzen oder das Schießen, das nicht so klappen sollte wie gewünscht. Meine Gruppenmitglieder zogen an mir vorbei und ich musste mir was einfallen lassen. Ich verließ mich nun mehr auf mein Gefühl und nicht mehr zu sehr auf das Schätzen über den Boden. Und siehe da, es wurde wesentlich besser. Ich konnte bessere Treffer in der 10 und 11 setzen und holte kontinuierlich auf. Leider warf mich ein Schuss in ein Horn, der als Fehlschuss gewertet wurde, wieder etwas zurück. Zur Halbzeit war ich im Mittelfeld meiner Gruppe angelangt, aber noch mehr als 10 Punkte hinter dem Gruppenführenden, der super schoss und wenige Fehler machte.

Die Pause war sehr entspannt und so konnte ich ausgeruht die zweite Hälfte des Parcours in Angriff nehmen. Außer einer Fahrkarte knapp über den Rücken eines Bibers, der mich sehr ärgerte, da ich meiner ersten Eingebung über die Entfernung nicht folgte und ein paar Meter dazu gab, lief es super. Ich setzte meine Treffer und konnte am Führenden meiner Gruppe vorbeiziehen. Ihm lief es leider nicht mehr so gut wie in der ersten Hälfte. Am Ende des Tages konnte ich noch 424 Punkte erzielen und war gespannt, wie weit ich damit kommen konnte.

Ich war überrascht, denn es kamen wenige ungeschoren aus dem Parcours. Das vermeintlich flache Gelände hat doch seine Opfer gefunden. Ich konnte, obwohl ich anfangs nicht mehr daran glaubte, meinen Deutschen Meistertitel 3D erfolgreich verteidigen. Somit hat sich das Training davor und vor allem die Teilnahme am Jackalope Summer Hunt-Turnier gelohnt. Die 50 Tiere am 1. Tag und die 30 Tiere am 2. Tag waren ein gutes Training für mich.

3D Turnier in Arnstein

Compoundbogenschütze Marten Hecht

Am 14.9.2019 fand in Sylda das 3. 3D Turnier am Arnstein statt. Es wurde vom Schützenverein Sylda ausgerichtet. Es waren ca. 130 Schützen angetreten. Ich startete in der Bogenklasse Compound U18 als Einzelstarter. Es gab einen fliegenden Start und ich startete mit meiner Gruppe bei tollem Wetter um 9:45 Uhr.

Auf dem ca. 7 km langen Parcours rund um die Burgruine Arnstein waren 32 3D Tiere Im Wald, auf Wiesen und Feldern gestellt und es wurde nach DSB Regeln geschossen. Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder zurück, um auf die Auswertung zu warten. Ich erreichte 408 von 480 Ringen und bekam eine Goldmedaille.

Deutsche Meisterschaft Feld und Wald in Chemnitz

Langbogenschütze Heiko Kirchner

Heiko Kirchner sicherte sich DM-Gold und Silber

Die deutschen Meisterschaften Feld und Wald fanden am 21.09. und 22.09.2019 in Chemnitz Rabenstein statt. Der ausrichtende Verein hat auf einem sehr schönen Gelände einen anspruchsvollen Parcours gestellt. Schön in das Gelände integriert und nicht einfach zum Einschätzen der Entfernungen. Die Verpflegung und Organisation waren gut und das Wetter hätte nicht besser sein können.

Am Samstag war die DM Feld, ich bin gut in das Turnier gestartet, die erste Hälfte war ich zufrieden, von den Punkten her hätten es ruhig ein paar mehr sein können, aber es hatte jeder so seine Probleme. Die 2. Hälfte war nicht mehr ganz so gut. Ich habe auf einigen einfachen Scheiben zu wenig Punkte gemacht. Mit dem 3. Platz und 205 Punkten bin ich dennoch sehr zufrieden.

Am Sonntag freute ich mich sehr auf die Waldrunde und auch dieses Mal startete ich gut in das Turnier. Zur Hälfte hatte ich 176 Punkte und war auf einen guten Weg, leider konnte ich es wieder nicht bis zum Schluss durchhalten. Mit dem Vizemeistertitel bin ich dennoch sehr zufrieden. An beiden Tagen hatte ich eine super Gruppe und es hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist immer wieder schön, alte und neue Bekannte und Freunde zu sehen.

Hirschfelder Blide

Langbogenschütze Heiko Kirchner

Heiko landete bei 89 Startern auf Platz 15

Am 14.09.19 fand im brandenburgischen Hirschfeld das Turnier der Hirschfelder Blide statt. Dieses Turnier wird von traditionellen Bogenschützen sehr gern in den Terminkalender aufgenommen. Das Gelände ist anspruchsvoll, die Ziele werden immer jagdlich gestellt. Die Verpflegung ist super und das Rahmenprogramm nach dem Turnier ist kaum zu toppen.

Auch in diesem Jahr war dieses Turnier sehr schnell ausgebucht und man ist immer froh, noch einen Platz ergattert zu haben. Der Verein unterscheidet nur in drei Klassen, Kinder und Jugend, Frauen und Männer. Die jungen Sportler schießen alle vom gelben Pflock. Die Frauen und Männer schießen alle vom roten Pflock und am Ende wird alles durch einen Umrechnungsfaktor verrechnet.

In der Männergruppe waren Primitivbogen, Langbogen mit Holz- oder Carbonpfeilen und Jagdbogen unterwegs, insgesamt waren es 89 Starter. Ich kam schwer in das Turnier, die ersten Pfeile trafen zu selten, weil ich mich mit der Entfernung einige Male verschätzt habe.

Ich konnte mich nach einiger Zeit besser darauf einstellen und mein Punktekonto wuchs dementsprechend an. Zum Ende hin wurde ich immer besser und ging mit 340 Punkten aus den Parcours. Was das wert war, wusste ich natürlich noch nicht. Ich belegte den 15. Platz von 89 Startern und es waren nur 3 Langbögen vor mir. Ich war mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, gerade auch weil es nicht einfach gestellt war und alle Bogenklassen zusammen waren.

Erlebt
2019

Ostdeutsche Meister & European Club Teams Cup 2019

Die letzten Freiluftwettkämpfe WA sind mit der Ostdeutschen Meisterschaft in Glindow und dem European Club Teams Cup in Mokrice, Slowenien erfolgreich bestritten.

Moritz Wieser auf dem European Club Team Cup 2019

European Club Teams Cup 2019

Recurveschütze Moritz Wieser

Vom 13. bis 15. September fand der European Club Teams Cup in Catez/SLO statt. Ich nahm an dem Wettkampf mit meinem Verein FSG Tacherting und meinem Bruder Felix Wieser sowie meinem Teamkollegen der Bundesligamannschaft Johannes Meier teil. Am Freitag reisten wir um 10:00 bei uns Zuhause ab, um pünktlich zum offiziellen Training in Catez anzukommen. Um 16:00 startete somit das offizielle Training, mit dem ich sehr zufrieden war. Freitagabend war noch die Eröffnungsfeier, bei der wir traditionell mit einer Lederhose erschienen. Samstag startete der Wettkampf mit der Qualifikationsrunde um 9 Uhr. Ich kannte den Platz und somit auch die Windverhältnisse vom European Youth Cup, der auch in Catez ausgetragen wurde. Mit meiner Vorrunde war ich sehr zufrieden. Ich platzierte mich auf Platz 6 mit 660 Ringen (333, 327). Mit dem Team standen wir auf Platz 8. Nach einer kurzen Mittagspause begann die Gruppenphase.

Wir hatten eine sehr gute Gruppe und mussten gegen den 1., 9., und 16. Platz schießen. Die Windverhältnisse wurden immer schlechter und wir fanden anfangs nicht in den Wettkampf rein. Wir konnten das erste Match mit 5-5 ausgleichen und hatten somit 1 Punkt ergattert. Das Zweite Match konnten wir für uns entscheiden. Jetzt hieß es alles oder nichts. Wir mussten gegen den Gewinner der Vorrunde schießen und siegen um ins Halbfinale zu kommen, denn unsere Gegner hatten durch die zwei vorher gewonnenen Matches 4 Punkte und wir 3. Wir konnten sehr gut starten und schossen mit 58 Ringe an und führten 2-0. Den 2. Satz gewannen wir ebenfalls mit 55:53 Ringen. Jetzt verloren wir einen Satz und lagen aber trotzdem noch 2 Punkte vorne. Den letzten Satz konnten wir für uns entscheiden, gewannen somit unsere Gruppe und qualifizierten uns für das Halbfinale. Der Wettkampf für Samstag war somit vorbei. Wir verbrachten den restlichen Tag am Pool.

Der Sonntag startete ebenfalls um 9:00 mit dem Wettkampf und unserem Halbfinalmatch. Wir waren sehr gut drauf und machten es kurz und schmerzlos. 6-0 für Tacherting mit 56,55,57 Ringe. Wir waren im Goldfinale! Wir mussten mehrere Stunden warten, da das Finale erst um 12:30 begann. In dieser Zeit räumten wir das Zimmer, da wir am gleichen Tag noch abreisen mussten. Eine Stunde vor Finalbeginn machten wir uns warm und fingen an, uns einzuschießen. Leider waren auf der Trainingsscheibe andere Windverhältnisse als auf den Finalscheiben. Wir kamen gar nicht gut in das Match rein und wir verloren direkt den ersten Satz. Nach einem Patzer unserer Gegner glichen wir auf ein 2-2 aus. Der 3. und 4. Satz wurde jeweils ein Unentschieden womit es 4-4 stand und ein Stechen entscheiden sollte, wer die beste Mannschaft Europas wäre. Leider verloren wir das Stechen mit 27:25 Ringe und gewannen somit die Silbermedaille. Wir freuten uns trotzdem riesig über unsere Platzierung auf dem Treppchen. Für mich war es ein sehr schönes Erlebnis und eine super Erfahrung.

Ostdeutsche Meisterschaft in Glindow

Recurveschütze Kilian Düwel

Silber und ein neuer Landesrekord M-V für Kilian

Am 21. und 22.09.2019 fanden in Glindow die Ostdeutschen Meisterschaften statt. Die Jugendklassen starteten komplett am Sonnabend. Das bedeutete für mich wieder früh aufstehen. Bereits um kurz nach 6:00 Uhr saß ich im Auto Richtung Glindow. Die Anfahrt gestaltete sich etwas schwer, weil wir durch eine Baustelle auf der Autobahn einen Umweg fahren mussten. Erst 20 Minuten vor dem Einschießen erreichten wir den Bogenschießplatz. Nach der Anmeldung und dem Aufbau des Bogens musste ich noch bei der Bogenkontrolle anstehen. So verpasste ich die erste Passe des Einschießens, was mich aber nicht aus der Bahn warf. Ich startete in der Klasse Recurve Schüler B männlich als einer von 12 Schützen.

Mit dem Einschießen war ich recht zufrieden. Das Turnier startete pünktlich und das Wetter schien noch einmal alles zu geben. Den ersten Durchgang beendete ich nach 36 Pfeilen mit 327 Ringen und hatte mir so einen Vorsprung von 10 Ringen geschossen. Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Stärkung ging es in den 2. Durchgang. Hier konnte ich mich nochmal steigern und erzielte 336 Ringe. Mit den 663 Gesamtringen konnte ich meinen Vorsprung sogar noch auf 48 Ringe ausbauen. Für mich neu war dann das anschließende Finalschießen. Die besten acht Schützen machten den Turniersieg unter sich aus.

Ich hatte im Viertelfinale etwas Glück, weil mein Gegner nicht angetreten ist. Ich zog somit mit 6:0 Punkten in das Halbfinale ein. Trotzdem nutzte ich das Viertelfinale und schoss meine Pfeile, um mich auf diesen Modus einzuschießen. Im Halbfinale konnte ich mich mit 7:3 durchsetzen und zog in das Finale ein. Mein Gegner im Finale schoss, entgegen der Qualifikationsrunde konstant hohe Ringzahlen. Den ersten Satz konnte ich für mich entscheiden und ging mit 2:0 in Führung. Der zweite Satz endete unentschieden. Den dritten Satz verlor ich etwas unglücklich, als mir 4 Sekunden vor Ende der Schießzeit der letzte Pfeil von der Auflage rutschte und ich so nur 2 Pfeile auf die Scheibe setzen konnte. Der vierte Satz endete dann wieder unentschieden und es stand 4:4. Im fünften Satz hat mein Gegner dann stark mit einer Zehn und zwei Neunen vorgelegt. Bei mir reichte es leider nur zu drei Neunen und ich verlor das Finale knapp mit 4:6. Als fairer Verlierer gratulierte ich noch an der Scheibe meinem Gegner zum Turniersieg.

Auch Elsa erzielte einen neuen Landesrekord

Nach meinem sehr guten Ergebnis in der Qualifikation war ich natürlich etwas traurig, nicht auch noch den Titel gewonnen zu haben. Ich nehme aber trotzdem eine Menge aus diesem Turnier mit, welches mir sicher bei anderen Wettkämpfen weiter helfen wird. Zur Siegerehrung war meine Traurigkeit dann auch verflogen und ich nahm meine Urkunde und Medaille stolz entgegen. Mit meiner erreichten Ringzahl konnte ich außerdem noch den bestehenden Landesrekord M-V aus dem Jahr 2010 um 9 Ringe erhöhen. Jetzt geht es in die Halle und es heißt sich ordentlich auf die Wintersaison vorzubereiten.

Herbstpokal in Wannsee am 15.09.2019 vom DSB

Recurveschützin Elsa Neumann

Bereits zum 2. Mal fand im diesem Herbst das Schießen um den Herbstpokal in Wannsee statt. Im Vergleich zum letzten Jahr war das Turnier auch viel besser besucht, sodass ich nicht alleine, sondern immerhin zu viert in meiner Altersklasse schießen durfte. Die Anzahl der Teilnehmer war so groß, dass wir in 2 Gruppen eingeteilt wurden und ich zum Glück erst um 13 Uhr da sein musste.

Eigentlich war das Turnier nur als Spaßturnier gedacht, aber das Ergebnis war hervorragend: im ersten Durchgang auf 60m wurden es bereits 311 Ringe. Als ich mich dann in der zweiten Runde, trotz zunehmenden, böenartigen Wind, um 8 Ringe auf 319 und somit eine Endringzahl von 630 steigern konnte, brach ich an diesem Tag sogar noch den Landesrekord und wurde Erste in der Altersklasse Jugend weiblich Recurve. Im Prinzip war es also ein erfolgreiches Ende der Sommersaison und mein letztes Turnier auf 60m. Im Allgemeinen ist das Turnier sehr empfehlenswert, denn der Platz ist geschützt und die Pausenversorgung echt lecker.

Landesjugendsportfest in Mainz

Recurvebogenschütze Noah Pop

Noah erzielte den zweiten Platz

Am 7. September 2019 habe ich in Mainz am Landesjugendsportfest teilgenommen. Ich bin mit 613 (298/315) 2. geworden. Die Bedingungen waren mies, wir hatten viel Regen und es war kalt. Am meisten jedoch haben die dicken Klamotten gehindert, weil sie mich davon abhalten, richtig in Linie zu kommen.

Trotz den Umständen habe ich mein bestes Ergebnis seit der letzten Außensaison geschossen und gefühlt war das Schießen seit 2 Jahren nicht mehr so angenehm. Schmerzen hatte ich auch keine, ich bin also sehr zufrieden mit diesem Turnier und bin froh, die Saison mit einem guten Gefühl abzuschließen, dies war das letzte Turnier auf 60m für mich bis zur nächsten Saison.

Schlossturnier in Erfstadt

Recurvebogenschütze Noah Pop

Mit der ganzen Family macht's gleich nochmal soviel Spaß

Am 14. September 2019 habe ich das Schlossturnier in Erfstadt auf 30m geschossen. Ich bin mit 675 (343/332) Erster geworden. Insgesamt ein schönes Turnier, das Wetter war optimal, warm und doch eine leichte Brise zum Abkühlen. Ich hatte viel Spaß, das Schießen hat sich größtenteils gut angefühlt.

Am Ende hatte ich die Zahlen zu sehr im Kopf, weil ich mehr haben wollte als im ersten Durchgang, und dies hat mich gut 10 Ringe gekostet, nächstes Mal werde ich versuchen die Zahlen aus dem Kopf zu halten, was leichter gesagt ist als getan. War auch schön mit meiner kleinen Schwester zu schießen und etwas rum zu albern :) Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und habe also alles aus dem Turnier rausgeholt. Jetzt geht’s auf in die Vorbereitung auf die Hallen-Saison. Vielen Dank für die Unterstützung, Noah

Erlebt
2019

Deutsche Meisterschaft berittenes Bogenschießen 2019

Wehende Mähnen, donnernde Hufe und fliegende Pfeile – unsere Reiterbogenschützin Johanna Pfister aus dem Steigerwald berichtet von einer äußerst erfolgreichen DM inkl. neuem deutschen Rekord!

Johanna Pfister und das Team Steigerwald

Deutsche Meisterschaft berittenes Bogenschießen 2019

Bogenreiterin Johanna Pfister

Am dritten Septemberwochenende fand auf dem Gelände des Reit- und Rennvereins Walldorf bei Heidelberg bei perfekten Wetter: strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die 14. Deutsche Meisterschaft der berittenen Bogenschützen der Steppenreiter e.V. statt.

Berittenes Bogenschießen ist eine junge, spannende Disziplin im Pferdesport. Es kommt auf Konzentration und Schnelligkeit, Bewegungsgefühl und Koordination, Rhythmus und Balance, sowie Vertrauen zu seinem Partner Pferd an. Die Schwierigkeit beim berittenen Bogenschießen besteht darin, dass sich die Entfernung zum Ziel permanent ändert und man gleichzeitig die Bewegung des Pferdes ausbalancieren muss.

Nur wenn Pferd und Reiter eins sind, trifft der Pfeil ins Ziel… Um sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren ist die Teilnahme an mindestens 2 Wettkämpfen und das Erreichen einer Mindestpunktzahl nötig. Aus dem Steigerwald ist die Familie Pfister mit einem Team von 4 Pferden und sechs Startern angereist.

Bei der ersten Disziplin, dem ungarischen Wettkampf, wird auf einem Scheibenturm nach vorne, zur Seite und nach hinten geschossen. Der Schütze darf beliebig viele Pfeile schießen, dabei zählen Treffer und Zeitpunkte. Bei den vorderen Plätzen war die Spannung groß

Der Meistertitel bei den Erwachsenen geht in den Steigerwald mit Johanna Pfister auf der Haflingerstute Lu, der Vizetitel an Max Kleinbauer aus dem Saarland und Platz 3 an Joachim Rudloff dem Lokalmadator. In der Jugendwertung holte sich den Meistertitel Lukas Pfister (15 Jahre) auf seinem schnellen Norweger Kjartan aus dem Steigerwald, Vizemeister wurde Lene Freewell (13 Jahre) und Platz 3 geht an Paul Pfister (13 Jahre) aus dem Steigerwald.

Die Sieger des Koreanischen Wettkampfes

Beim Koranischen Wettkampf am Sonntag wurden Scheiben entlang der Bahn mit nur einem Pfeil beschossen. Die Pfeile müssen aus einem Köcher gezogen werden. Dieser Wettkampf wird sehr schnell geritten, da das Zeitlimit mit 16s auf 150m eng gesteckt ist.

Den Meistertitel holte sich auch hier souverän Johanna Pfister auf LU mit 87 Punkten ** Deutscher Rekord (Senioren), gefolgt von Max Kleinbauer mit Frisko und auf Platz 3 Jens Vogt auf Flo aus der Eifel.

Bei der Jugend hatte Lukas Pfister mit Kjartan wieder die Nase vorn! Und holte den Meistertitel in den Steigerwald mit 84 Punkten **Deutscher Rekord (Junioren). Vizemeister wurde Jonas Friedrich ebenfalls auf Kjartan und für den Steigerwald am Start. Platz 3 geht an Lene Frewell auf Moritz aus der Eifel.

Johanna Pfister auf dem Weg zum Sieg

Damit war es aber noch nicht zu Ende mit der Erfolgsserie der Steigerwälder – Johanna Pfister konnte auch den Steppenreiter Supercup für sich entscheiden. Um überdurchschnittliche Leistungen bei der Qualifikation wertzuschätzen, wird der Sieger des Steppenreiter Supercup ermittelt. Dabei zählen die besten beiden Läufe des Ungarischen und des Koreanischen Wettkampfs der Qualifikation und der Deutschen Meisterschaft. Dieser Titel geht an Johanna Pfister und Platz 2 an Lukas Pfister, wobei hier nicht zwischen Erwachsen und Jugend unterschieden wird. Wenn die Steppenreiter international vertreten sind (z.B. bei der WM nächstes Jahr in Frankreich), geht das Auswahlverfahren über die Supercup-Liste.

Lukas Pfister konnte an diesem WE ebenfalls eine Dreifachserie hinlegen, denn er wurde auch Juniorenmeister im Qabaq. Bei dieser Disziplin, in der es ein in 6m Höhe hängendes Blech zu treffen gilt, wird der deutsche Meister nicht in einem Finale, sondern aufgrund des besten Einzelergebnisses im Laufe der Saison ermittelt. Zweiter und dritter bei den Junioren wurden Jonas Friedrich und Paul Pfister (alle vom Trainingszentrum Bogenparcours Steigerwald). Bei den Senioren gewann Andrea Seidel aus Sachsen vor Johanna Pfister und Johannes Pilz.

Auch die Pferde werden an dieser Veranstaltung geehrt. Der Titel Steppenpferd des Jahres geht an die 10jährige Haflingerstute Lu, die das ehemalige Steppenpferd Kjartan auf Platz 2 verdrängte. Somit geht auch dieser Titel wieder in den Steigerwald.

Insgesamt konnten sich die Steppenreiter über einen sehr gelungenen Jahresabschluss freuen, der nochmal die Motivation mitgibt, im Winter fleißig zu trainieren, an der Ausrüstung zu basteln und sich mit den Steppenreiterkollegen auszutauschen, bis dann der Winter vorbei ist und der Startschuss zur Saison 2020 endlich fällt.

Wer sich für das berittene Bogenschießen interessiert, kann dann im Steigerwald Bogenparcours bei Kursen, Trainings und Qualifikations-Wettkämpfen die Pfeile fliegen lassen! Wir sind dabei - bis bald!

Erlebt
2019

Deutsche Meisterschaft Bogenlaufen 2019

Die diesjährige DM Bogenlaufen fand in Torgau statt – es gab jeweils Gold für Jenny Kröcher und Marco Kreische im Einzel, somit erzielte Marco seinen 9. Titel in Folge!

Jenny Kröcher auf dem Weg zum Deutschen Meister

Deutsche Meisterschaft Bogenlaufen 2019

Bogenläuferin Jenny Kröcher

Die Deutsche Meisterschaft im Bogenlaufen ist mit seinen 100 Teilnehmern seit vielen Jahren das jährliche Highlight in der Bogenlaufszene Deutschlands. Auch in diesem Jahr reisten rund 100 Sportler aus ganz Deutschland und einige Teilnehmer aus dem tschechischen und russischen Nationalteam an. Ausgerichtet wurde das Turnier vom SSV 1952 Torgau.

Jenny Kröcher und Marco Kreische

Wie bereits bei den Deutschlandcup-Läufen ging ich in meinem Einzellauf am Samstag für den SV Dallgow 47 an den Start. Schon nach der ersten Laufrunde und dem ersten Schießen konnte ich mich trotz einer Strafrunde etwas gegenüber meinen Verfolgerinnen absetzen. Im weiteren Verlauf konnte ich trotz weiterer drei Fehlschüsse den Vorsprung sogar noch weiter ausbauen und gewann damit Gold im Einzellauf.

Nach der Siegerehrung und vor dem traditionellen Nudelessen mit den Bogenläufern meines zweiten Vereins, dem BSC Hohen Neuendorf, blieb mir am Samstagabend dann noch etwas Zeit, um mir die Torgauer Altstadt anzusehen. Torgau ist eine sehenswerte Stadt mit über 1000-jähriger Geschichte und einem sehr hübschen Schloss.

Das abschließende Highlight jeder DM sind die Staffelläufe der Kinder und Erwachsenen am Sonntagnachmittag. Leider war ich in diesem Jahr jedoch die einzige erwachsene Starterin aus meinem Verein, sodass eine Staffel, des SV Dallgow nicht zu Stande kam. Um dennoch am Staffellauf teilnehmen zu können, bildete ich mit Tom-Florian Borrack vom TSG Lübbenau und Christoph Niederbröker vom MTV Dannenberg ein Team, das allerdings außerhalb der DM-Wertung antrat. Tom ging als Startläufer in die erste Runde und konnte sich schon nach der ersten Laufrunde deutlich von den Läufern der ersten Staffel absetzen. Dank seiner fehlerfreien Schießleistung baute er den Vorsprung sogar noch aus und übergab mit über einer Minute Abstand zur zweiten Staffel an mich. Mit einer Strafrunde konnte ich den Vorsprung halten und übergab an Christoph, der mit einer ebenfalls sehr guten Schieß- und Laufleistung den ersten Platz in der offenen Wettkampfwertung sicherte.

Ein riesiges Lob gilt den Organisatoren und Helfern des SSV 1952 Torgau, die allen Bogenläufern eine großartig organisierte Meisterschaft ermöglicht haben.

Bogenläufer Marco Kreische

Im 60. Jubiläumsjahr des Deutschen Bogensportverbandes fand die Verbandsoffene Deutsche Meisterschaft im Bogenlaufen beim SSV 1952 im sächsischen Torgau statt. Rund 120 Starter/innen traten dabei am 14. und 15. September 2019 im Hafenstadion nach Alters- und Bogenklassen geordnet gegeneinander an.

Im Lauf der Standardbogen-Herren am ersten Wettkampftag ging es für mich um die Fortsetzung einer rekordverdächtigen Siegesserie - es wäre für mich der 9. DM-Titel dieser Klasse in Folge. Seit den Läufen des Deutschland-Cup Bogenlaufen 2019, den ich gewonnen hatte, war jedoch einige Zeit vergangen, sodass ich wenig über den Trainingszustand der Konkurrenz wusste. Schnell nach dem Start wurde klar, dass nur der tschechische Gast Oldrich läuferisch ebenbürtig war. Um den Anschluss zu behalten suchten die übrigen Läufer ihr Glück in schnellerem Schießen, wobei Teamkollege Tom und der russische Gast Maxim früh zurückfielen. Einzig meinem Nationalteamkollegen Niklas gelang zunächst die Verfolgung. Als ich nach einer Strafrunde in der dritten Serie mein Lauftempo verschärfte um Oldrich unter Druck zu setzen, musste Niklas jedoch abreißen lassen. Die letzte Schießserie konnte ich anschließend fehlerfrei für mich entscheiden und gewann so das Rennen. Bei einer Vollmond-Übernachtung unter freiem Himmel genoss ich anschließend die Naturromantik Torgaus auf einem Campingplatz. Am Morgen wurde ich gebührend von Kranichen und dem platschenden Geräusch springender Fische am Seeufer geweckt.

Im Lauf der traditionellen Herren am zweiten Wettkampftag vergab ich eine mühsam erarbeitete Führung durch 2 unnötige Lösefehler in der 3. Schießserie und kam hinter meinen Nationalteamkollegen Tom und Nico (U20) als dritter ins Ziel.

Im abschließenden Staffelwettbewerb zauberte ich mit meinem gewohnten Standardbogen dann wieder eine fehlerfreie Leistung auf die Scheibe und sicherte dem Team der Werderaner Bogenschützen damit die Goldmedaille im Staffelwettbewerb. Schneller war nur das gemischte Team mit Jenny (SV Dallgow), Tom (TSG Lübbenau) und Christoph (MTV Dannenberg), das außerhalb der Vereinswertung antrat.

Weiter geht es mit dem Bogenlaufen bei der offenen niederländischen Meisterschaft am 28. September in Zoetermeer sowie beim Europacup Run Archery der WAE am 11.-13. Oktober in Tschechien.

Erlebt
2019

Die erste Jackalope Summer Hunt in M-V

Die erste Summer Hunt von Jackalope Summer Hunt war ein abwechslungsreiches und spannendes 3D Turnier und unsere Schützen Mika und Richard waren erfolgreich mit von der Partie.

Mika Kochanowski auf der Jackalope Summer Hunt

Jackalope Summer Hunt in Neuendorf - 31.08.-01.09.19

Recurvebogenschütze Mika Kochanowski

Am Freitagabend ging es los nach Mecklenburg Vorpommern zum Jackalope Summer Hunt Turnier. Meine Mutter und ich hatten die Nacht direkt am schönen Tollensesee auf dem Campingplatz verbracht.

Am nächsten Morgen sind wir um 7:45 Uhr zum Einschießplatz gefahren und haben mich angemeldet. Danach habe ich mich noch etwas eingeschossen und gegen 10:00 Uhr war Begrüßung und dann ging es direkt in den Parcours bei traumhaften 32 Grad und Sonnenschein. Die Umgebung war sehr schön und der Parcours war auch recht nett. Die Ziele fand ich alle etwas dicht dran, aber so konnte ich meine kurzen Schüsse mal wieder gut üben. Es lief bei mir richtig gut. Ich hatte am Ende des Tages bei 50 Zielen von 810 möglichen Punkten, 759 Punkte geschossen. Ich benötigte nur 2-3x meinen zweiten Pfeil, sonst waren es fast alles nur Kill´s. Ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung. Abends sind wir wieder auf den Campingplatz gefahren und haben den schönen Tag mit einem kühlen Bierchen ausklingen lassen.

Die Summer Hunt war ein Mords-Gaudi!

Am Sonntag sind wir erst gegen 9:00 Uhr zum Einschießplatz gefahren und bekamen dann kurz die Ergebnisse vom Vortag zu erfahren. Ich war mit meiner Punktzahl der Turnierbeste. Das freute mich sehr und daraufhin wollte ich versuchen, die Hunterrunde noch besser zu schießen. Gegen 10:30 Uhr war Schießbeginn und wir hatten eine Hunterrunde mit 30 Zielen vor uns. Das Wetter spielte auch wieder mit und die Stimmung in der Gruppe war auch gut. Es lief bei mir wieder richtig gut und ich beendete die Runde mit 391 Punkten. Es waren wieder alles Kill´s bis auf zwei Ziele, da waren es leider nur Körperschüsse. Ich hatte insgesamt 1150 Punkte bei dem Turnier erschossen und war Turnierbester geworden und belegte den 1. Platz.

Nach der Siegerehrung war dann noch das Finalschießen für den Jackalope Bogen, 3D Tier oder einen Gutschein. Alle 1., 2. und 3. Platzierten durften um die Preise kämpfen. Und ein Schütze, der beim Jackpot-Schießen gewonnen hatte, durfte auch mit drum kämpfen. Es war eine lustige Sache. Wir mussten mit unseren Bogen ein Stück um die Wette rennen und danach auf einen Luftballon schießen. Wer den Luftballon getroffen hatte, war einen Runde weiter. Mit 15 Schützen haben wir also um die Wette geschossen und nur die letzten drei blieben am Ende übrig und gewannen die Preise. Ich war leider schon in der ersten Runde ausgeschieden, da ich mir beim Schießen zu viel Zeit gelassen hatte und mein Mitläufer den Luftballon vor mir traf. Ich hatte aber trotzdem eine Menge Spaß und war mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Das Turnier war echt gelungen und ich freue mich schon auf das nächste Turnier von euch.

Blankbogenschütze Richard Klesmann

Am letzten Augustwochenende hat die BogenSportWelt das erste Jackalope Archery-Turnier in Neuendorf bei Neubrandenburg durchgeführt. Da mich die BogenSportWelt schon einige Zeit mit Bogenmaterial unterstützt, war es für mich selbstverständlich, mir die Zeit zu nehmen und der Einladung zu folgen. Der Versuch ein Wohnmobil zu mieten, um auf dem Campingplatz zu übernachten, scheiterte leider an den 1750 km an den vier Tagen. Für die Strecke sollte ich das Wohnmobil zumindest eine Woche mieten. Also suchte ich ein Hotel in der Nähe. Mit dem Landgasthof Alte Schäferei wurde ich am Ort fündig und dies gab mir die Möglichkeit, zu Fuß zum Einschießplatz zu gehen.

Am ersten Tag waren 50 Ziele in einer Dreipfeilrunde mit Skandinavischer Wertung zu absolvieren. Für mich war das dahingehend eine Herausforderung, da ich bisher mit dem Blankbogen nur beim DSB die 3D-Meisterschaftrunden mitgeschossen hatte, die es seit 2017 gibt und im Blankbereich bis zu 30 Metern geschossen wird. Ob das Schätzen der Entfernungen über 30 Meter funktioniert, wird sich herausstellen. Bei der Begrüßung und der Gruppeneinteilung wurde ich noch sehr angenehm überrascht. Es freute mich sehr, dass die Gastgeber an meinen Geburtstag gedacht hatten und mir gratuliert haben. Was mir sehr gefallen hat, war die Gruppeneinteilung über alle Klassen. Das heißt, es waren Lang-, Jagd- und Blankbögen in einer Gruppe. Da die meisten Ziele nicht so groß und auch nicht so weit entfernt waren, klappte es mit dem Schätzen und Schießen ganz gut. Es waren auch Tiergruppen gestellt, auf die dann jeweils ein Pfeil geschossen werden musste. Bei den weiten Entfernungen habe ich mir auch den ein oder anderen Fehlschuss geleistet. Die 50 Ziele hatten auch eine konditionelle Herausforderung, die Wegstrecke war schon anspruchsvoll. Einen größeren Stau gab es nur vor den letzten Zielen auf der Wiese. Da wir aus Organisatorischen Gründen erst die Ziele im Wald geschossen haben, kamen nun alle Gruppen ziemlich zeitgleich an das Wiesengelände. Bei strahlendem Sonnenschein mussten wir hier über eine Stunde warten, um dann die letzten Ziele in Angriff zu nehmen. Der erste Tag ging dann mit einer Grillparty am Campingplatz zu Ende.

Am zweiten Tag wurde eine Hunterrunde mit nur einem Pfeil auf 30 Ziele geschossen und anschließend eine Finalrunde durchgeführt. Vor dem Abmarsch wurden die drei Führenden jeder Klasse bekannt gegeben. Ich lag Ringgleich mit einem Schützenkameraden in Führung und die nachfolgenden Platzierten waren in Schlagdistanz. Es sollte ein spannender Tag werden. Mir lief es auch den zweiten Tag gut und ich musste nur einen Fehlschuss auf ein mir zugewandtes Reh hinnehmen, das den Kopf senkte und den Trefferbereich auf dem Hals hatte. Leider ist mein Pfeil am Hals abgeprallt. Das Gelände war für ein 3D-Bogenturnier genial. Es gab reichlich leichte An- und Abstiege und die Tiere wurden auch durch manches Geäst geschützt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Nachdem die Auswertung nach den zwei Tagen abgeschlossen war, konnte ich mich über meinen Sieg sehr freuen. So hatte sich auch die Anfahrt mit einem Mietwagen gelohnt, da mir mein Auto einen Tag vor der Abreise seinen Dienst verweigerte und es die Werkstatt auch nicht auf die Reihe bekam. Nun wurde auch der Ablauf des Finalschießens bekannt gegeben. Es kamen die ersten drei aus jeder Klasse ins Finale und wurden paarweise zugelost. Danach ging es in den KO-Modus. Das jeweilige Paar musste eine Strecke von ca. 50 Metern zum Abschusspflock zurücklegen und hatte drei Versuche, auf einen Luftballon zu schießen. Der erste, der trifft kam eine Runde weiter. Ich durfte mich mit dem Sieger aus der Langbogenklasse messen. Mir war klar, dass ich durch mein Schießsystem zeitlich unterlegen war. Also hatte ich, wovon ich ausging nur einen Schuss, wenn mein Gegner den ersten Schuss verfehlte. So kam es dann auch, der Luftballon bewegte sich im Wind und mein Gegner gab mir die Chance, die ich erhofft hatte, da er mit dem ersten Schuss nicht traf. Leider konnte ich die Chance nicht nutzen und verfehlte ebenso knapp den Ballon. Da der Ballon nun, bedingt durch die zwei Pfeile zur Ruhe kam, nutzte mein Gegner die Chance und hat mit dem zweiten Pfeil sicher getroffen, als ich gerade dabei war, meinen Bogen anzuheben. Somit war ich raus und konnte das Spektakel aus der Zuschauerperspektive beobachten.

Insgesamt haben mir die zwei Tage viel Spaß gemacht und ich habe es nicht bereut, die doch weite Anfahrt auf mich zu nehmen.

Erlebt
2019

Compounder bei der WM der Jugend in Madrid

Von der WM der Jugend in Madrid bis zur DM der Jugend in Karlsruhe – unsere Schützen sind auch zum Ende der Freiluft-Saison noch fleißig am Start.

Das deutsche Bogenschützen-Team bei der WM der Jugend in Madrid

WM der Jugend in Madrid 17.-25.08.2019

Compoundschütze Domenic Kiehl

Ein großes Ereignis stand nun für mich an. Ich durfte mit der Jugendnational-Mannschaft nach Madrid/ESP zur WM fliegen. Insgesamt waren wir 13 Teilnehmer aus Deutschland in den unterschiedlichen Disziplinen. Für uns alle ging es schon am 17. August los. Mein Flieger ging um ca. 6.30 Uhr von München nach Frankfurt. Von dort aus flogen die komplette Mannschaft und die Trainer/Betreuer nach Madrid. Wir kamen am frühen Nachmittag dort an. Das Wetter war super, aber sehr heiß (34-36°C). Dies sollte auch die ganze Woche so bleiben.

Nun mussten wir nur noch auf unsere Ausrüstung warten. Hoffentlich kam auch alles heil und pünktlich an. Und das tat sie auch, Gott sei Dank! Vom Flughafen ging es als erstes in unsere Unterkunft, diese war in der Universität in Madrid. Als wir dort ankamen, bekamen wir ein kleines Begrüßungsgeschenk und dann wurden wir auf unsere Zimmer verteilt. Leider waren die Unterkunft und das Essen nicht so toll, aber das mussten wir so hinnehmen.

Nachdem ich mich dann erst einmal eingerichtet hatte und alles soweit erkundete, gingen wir alle am späten Nachmittag auf das Trainingsgelände. Dies war gleich neben unserer Unterkunft. Die ersten beiden Tage dienten ja zur Eingewöhnung. Denn es war ja alles neu und ungewohnt (Klima, Leute, Stadt… usw.!)

Die offizielle WM-Starterkarte

Am Montag den 19. August ging es dann offiziell los. Als erstes bekamen wir unsere sogenannten „Eintrittskarten“, denn nur mit dieser Karte bekamen wir Zutritt auf die verschiedenen Gelände. Danach waren das offizielle Training und die Ausrüstungskontrolle (Bogen, Pfeile...) dran. Das Training fand gleich auf dem Wettkampffeld statt, und zwar gleich auf dem Scheibenplatz, den man dann im Wettkampf hat. Bei mir war es die Scheibe 62A.

Am Abend gingen wir dann auf die Eröffnungsfeier. Das war echt gigantisch, 584 Teilnehmer aus 60 Nationen und die ganzen Offiziellen waren dort anwesend, insgesamt ca. 1000 Menschen. Alleine das mal zu erleben war super. Danach hieß es ab ins Bett, denn am nächsten Tag ging es ja los. Qualifikationsrunden!

Am nächsten Tag fuhren wir am Nachmittag an das Wettkampffeld, da ich ja erst später schießen durfte. Ich fühlte mich eigentlich recht gut, aber ich war schon nervös. Klappte alles, konnte ich dem Druck standhalten, konnte ich mein Können abrufen usw. usw. Dies ging mir alles durch den Kopf. Mit dem Einschießen wurde es etwas leichter und ich konnte mich immer mehr auf das Schießen konzentrieren. So langsam fand ich meinen Rhythmus.

Nach dem Einschießen ging es nun endlich los - Junioren WM, darauf habe ich das ganze Jahr hingearbeitet! Die ersten Wertungspfeile gingen auf die Reise und ich konnte gleich mit einer 57 beginnen. Das war nicht schlecht, aber die Nervosität wollte sich nicht ganz legen. Es lief dann auch nicht ganz so rund weiter - 56/56/56, aber in den letzten beiden Passen hatte ich dann doch noch 58/58. Insgesamt holte ich mir 341 Ringe.

Voller Motivation ging es in Runde zwei. Diese fing auch gleich mit 58 gut an. Nur dann verlor ich irgendwie meinen Rhythmus und ich schoss 55 und 53. Das tat weh und ich ärgerte mich auch richtig. Aber ich packte mich dann auch gleich an der eigenen Nase und sagte zu mir: “Reiß dich zam, du kannst es!“. Und siehe da, meine Antwort darauf war auch gleich eine 60, gefolgt von einer 56 und 57, am Ende waren es dann 339 Ringe in diesem Durchgang. Insgesamt schaffte ich 680 Ringe und landete auf Platz 43 in der Quali. Ich ärgerte mich zwar, dass an diesem Tag nicht mehr drin war, aber ich war weiter. Ich hatte es in die Matches geschafft und das sogar noch mit einem Freilos für das erste Match. Also war ich gleich in Runde zwei. Mit der Mannschaft schafften wir es auf Platz sechs mit 2052 Ringen. Für den ersten Tag nicht schlecht.

Am Mittwoch ging es dann in die Matches. Als erstes waren die Einzelmatches dran. Mein Gegner hieß Egemen Uslu und kam aus der Türkei. Nun ging es also los - Mann gegen Mann! Ich war wieder nervös, aber das ließ mich eher kalt. Denn ich wollte heute unbedingt gewinnen. Nach dem ersten Durchgang lag ich leider mit 28/29 einen Ring hinten dran. Aber das war mir egal, ich kämpfte weiter und wollte es schaffen. Nach dem zweiten lag ich dann mit 58/57 einen Ring in Führung und das sollte dann auch so bleiben. Ich baute meine Führung weiter aus und gewann dann 144/140. Ich freute mich riesig, wieder eine Runde weiter.

Nach einer Pause ging es am Nachmittag für mich mit der Mannschaft weiter. Ich und meine Teamkollegen Tim Krippendorf und Paolo Kunsch wollten dieses Match gewinnen. Es ging für uns gegen Canada und das ist normal ein starker Gegner. Aber das sollte uns nicht beeindrucken.

Das Match war dann sehr ausgeglichen: 1. Runde 57/56 Deutschland | 2. Runde 115/114 Canada | 3. Runde 174/173 Canada

Nun kam es auf die letzte Runde an. Wir lagen immer noch einen Ring hinten dran, aber wir gaben nicht auf. Am Ende hieß es dann 230/232 für Deutschland und wir hatten es geschafft, eine Runde weiter! Am Abend gingen wir alle dann noch etwas essen und dann ab ins Bett, neue Kräfte sammeln für den morgigen Tag.

Am Donnerstag den 22. August ging es früh für uns los. Es fanden wieder Einzel-Matches und Mannschafts-Matches statt. Heute wollte ich es wissen - ich fühlte mich super und ich wollte wieder eine Runde weiterkommen. In meinem Einzelmatch ging es gegen Emircan Haney aus der Türkei. Dieses Match war sehr anstrengend und mein Gegner stark. 1. Runde 28/30 für mich, 2. Runde 58/58 Gleichstand und dann passierte mir nochmal ein kleiner Fehler und ich lag dann mit 88/87 einen Ring hinten. Ich kämpfte weiter, aber leider sollte es bis zum Schluss bei diesem einem Ring bleiben und ich verlor mit 147/146.

Was für ein Match!!! Ich war zwar enttäuscht, dass ich nun leider ausgeschieden bin, aber das war eins meiner besten Matches, die ich je geschossen habe. Somit kam ich im Einzel dann insgesamt auf Platz 17, als einer der jüngsten in meiner Klasse.

Die Compound-Junioren bei der WM in Madrid

Nun hieß es nicht lange Trübsal blasen, denn ich durfte ja noch mit der Mannschaft ran. Am Nachmittag ging es los und unser Gegner hieß MEXICO! Auch diese Mannschaft wollten wir schlagen, nur wir drei merkten, dass die letzten Tage etwas an unserer Konzentration zehrten. Aber wir waren immer noch motiviert und kämpften. Das ganze Match lief für uns sehr durchwachsen. 1. Runde 57/56 Mexico | 2. Runde 115/114 Gleichstand | 3. Runde 174/173 Mexico | 4. Runde 227/227 Gleichstand

Ohhhh nein! Wir mussten ins Stechen. Nun kam sie wieder, meine Nervosität. Jeder von uns durfte nun noch einen Pfeil schießen und dieser entschied über Sieg, oder Niederlage. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite und wir verloren das Match im Stechen 30/29. Somit war Mexico weiter und wir waren raus. Wir drei waren alle sehr enttäuscht, denn wir hatten uns mehr erhofft. Nun sind wir mit der Mannschaft auf Platz 7 gelandet.

Trotz der Enttäuschung war/bin ich total glücklich und stolz auf mich, denn ich konnte mich als einer der Jüngsten gut behaupten. Ich bin auch total dankbar, dass mein National-Trainer Holger Hertkorn immer an mich geglaubt und mich dann auch mitgenommen hat. Dadurch konnte ich viele tolle und nette Leute kennenlernen, Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse sammeln, die mir hoffentlich für die nächsten Jahre helfen werden.

Am Ende freue ich mich riesig über diese letzte Saison in der Jugendklasse und hoffe, dass ich in der Juniorenklasse an meine Erfolge anknüpfen kann. Hoffentlich darf ich noch an vielen solchen Events teilnehmen, um noch mehr Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.

Compoundschütze Tim Krippendorf

Die WM startete für mich ziemlich früh. Ich musste mich bereits Samstag um 2:30 Uhr auf den Weg nach Leipzig machen, um meinen Flug nach Frankfurt zu bekommen. Auf dem Flug nach Frankfurt und auf dem Flug nach Madrid lief aber aller reibungslos. Ich habe zwar versucht, auf den Flügen etwas zu schlafen, aber das hat nicht wirklich funktioniert. Wir sind dann um ca. 11:45 in Madrid gelandet und wurden dann sofort in unsere Unterkunft gefahren. Die Zimmer und das Essen waren zwar nicht so toll, aber ich hab versucht das Beste daraus zu machen. Immerhin war das Wettkampffeld gleich gegenüber. Wir haben Samstagnachmittag auch gleich noch die Gelegenheit genutzt und etwas auf dem Trainingsfeld geschossen, genauso wie dann am Sonntag.

Das Compound-Team an der Schießlinie

Montag war dann das Offizielle Training auf dem Wettkampffeld. Wir konnten uns also schon ein wenig an den Platz gewöhnen. Das Training lief aber ziemlich gut und ich war motiviert für die Quali am nächsten Tag. Unsere Qualifikationsrunde hat erst am Nachmittag begonnen, sodass wir zumindest ausschlafen konnten. Meine erste Hälfte war mit 349 Ringen ziemlich gut, allerdings wurden dann in der Pause die Platzierungen durchgesagt und als ich erfahren habe, dass ich zu dem Zeitpunkt auf Platz Sieben war, bin ich etwas nervös geworden. In der zweiten Hälfte schoss ich dann nur noch 335 Ringe - nach der Qualifikation war ich dann also auf Platz 36.

Am Mittwoch hatte ich dann mein erstes Einzel Match gegen einen Mexikaner. Ich habe mich an dem Tag gut gefühlt und konnte das Match dann auch mit 148 Ringen für mich entscheiden. Am Abend hatten wir dann auch unser erstes Team-Match gegen Kanada, welches wir auch in der letzten Passe für uns entscheiden konnten. Leider haben wir dann am nächsten Tag im ¼ Finale gegen Mexico im Stechen verloren. Und auch im Einzel habe ich dann im 1/36 Finale verloren und war somit raus.

Alles in allem war es ein guter Wettkampf mit guten Ergebnissen. Im Einzel wurde ich 17er und im Team 7er. Ich konnte Erfahrungen sammeln und weiß, wie ich es beim nächsten Mal besser machen kann. Und auch das Wetter war die gesamte Woche sehr gut, mit ca. 36°C fast etwas zu warm.

Vereinsmeisterschaft SV-HU Ulzburg Archers in Mönkloh

Recurvebogenschütze Mika Kochanowski

Am Sonntagmorgen den 08. September ging es nach Mönkloh zur Vereinsmeisterschaft vom SV-HU Ulzburg Archers. Wir hatten uns um 8:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück getroffen, danach hatten wir uns eingeschossen und um 10:30 Uhr war Schießbeginn.

Wir hatten nur 20 Ziele vor uns, damit die ganz kleinen Kids auch ihren ersten Turnierparcours überstehen konnten. An erster Stelle sollte der Spaß bei dem Turnier stehen, alles andere war Nebensache.

Mika Kochanowski auf der Vereinsmeisterschaft der Ulzburg Archers

Wir waren in 5er Gruppen unterwegs. Der Parcours war teilweise für die Großen knifflig gestellt, aber so kam wenigstens bei uns auch etwas Spaß auf.

Ich war nicht gut in Form, da ich die Nacht vorher etwas doll gefeiert hatte. Das merke ich natürlich auch an meinem Schießen Aber dafür kam ich am Ende trotzdem noch auf 298 Punkte. Und wurde sogar vom Turnier auch noch Punkthöchster. Ich holte mir meinen Vereinsmeistertitel für dieses Jahr also wieder.

Gegen 13:30 Uhr waren alle mit den Parcours durch und dann hatten wir gemeinsam nett zusammen gesessen und lecker gegrillt. Im Anschluss war die Siegerehrung und danach hatten wir alle gemeinsam zusammen abgebaut. Es war ein entspanntes Turnier mit schön sonnigem Wetter.

Deutsche Meisterschaft Jugendklassen DBSV in Karlsruhe - 31.08.-01.09.2019

Recurvebogenschütze Kilian Düwel

Als einer von drei Schützen vom Landesverband MV qualifizierte ich mich für die DM in Karlsruhe. Ich hatte mich als Vierter qualifiziert und bin ohne große Erwartungen an den Start gegangen. Um ausgeruht in das Turnier zu gehen, habe ich mich entschieden bereits am Vortag anzureisen. Glücklicherweise gab es für mich eine Schulfreistellung und für meinen Vater Urlaub.

Freitag Früh ging es dann auf die knapp 1000 km und wir erreichten ohne große Probleme nach knapp 11 Stunden unser Hotel. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, fuhren wir zum Bogenschießplatz. Unsere Unterkunft lag nur ca. 15 km vom Turnierort entfernt. Die Anlage des 1. BSC Karlsruhe war bereits hergerichtet und so konnte ich meine Scheibe und die Umgebung inspizieren. Das nahm mir schon ein bisschen Nervosität vor meiner 1. Deutschen Meisterschaft Freiluft. Am Abend ging es zeitig ins Bett, um wirklich optimal ausgeruht an den Start zu gehen.

Nach einem leichten Frühstück und noch etwas Freizeit ging es am späten Vormittag auf den Bogenplatz. Um 12:00 Uhr begann das Turnier mit Anmeldung, Bogenkontrolle und Eröffnung. Punkt 13:00 Uhr stand ich das erste Mal an der Schießlinie und hatte schon beim Einschießen ein gutes Gefühl. Das Wetter war bestens und die knapp 34 Grad machten mir Nichts aus. Auf meiner Scheibe schossen auch noch die drei vor mir qualifizierten, was sich aber im Nachhinein eher als Vorteil rausstellte, motivierte es mich doch, vorne mitzuhalten.

Den ersten Durchgang beendete ich völlig überraschend mit einer persönlichen Bestleistung auf 30m. Ich erzielte 334 von 360 Ringen und hatte 10 Ringe Vorsprung. Nach einer kurzen Pause ging es in den 2. Durchgang. Mit 321 Ringen konnte ich nicht an die Leistung des 1. Durchganges anknüpfen und büßte etwas von meinem Vorsprung ein. Den ersten Turniertag beendete ich mit 655 Ringen. Nach einer ersten Stärkung am Imbiss auf dem Bogenplatz fuhren wir, vom Zwischenergebnis überwältigt, in die Unterkunft und ließen den Tag ausklingen.

Kilian Düwel verbesserte mit seiner Leistung mehrere Landesrekorde

Am zweiten Tag standen 2 Durchgänge auf 20m Entfernung auf dem Programm. Die Temperatur pegelte sich bei 26 Grad ein, viel angenehmer als am Vortag.

Nach dem Einschießen hatte ich wieder ein gutes Gefühl und so ging ich ohne Anspannung in den 3. Durchgang. Ich schoss 327 Ringe, was für mich ein gutes Ergebnis war. Leider büßte ich die Führung ein und lag zu Beginn des 4. Durchgangs mit einem Ring in Rückstand auf Platz zwei. Das Zwischenergebnis ließ ich mir aber nicht sagen, um mich nicht vor dem letzten Durchgang zu doll unter Druck zu setzen. Ich nahm mir vor, noch einen guten Durchgang zu schießen und mich von keinem und nichts ablenken zu lassen. Im letzten Durchgang passte dann noch einmal alles und die Pfeile flogen fast wie von selbst ins Gold. 335 Ringe standen dann auf dem Schießzettel. Damit hatte ich insgesamt 1317 Ringe geschossen, ein für mich unfassbares Ergebnis. Durch den starken letzten Durchgang wandelte ich den Rückstand noch in eine 13 Ringe-Führung um.

Langsam wurde mir bewusst, was das bedeutete. Ich hatte es nicht nur auf das Treppchen geschafft, sondern durfte überglücklich die Goldmedaille in Empfang nehmen. Nach der Siegerehrung machten wir uns wieder auf den Heimweg und landeten fertig, aber glücklich nach knapp 9 Stunden Fahrt am nächsten Morgen wieder zu Hause.

Nachträglich stellte sich dann noch heraus, dass ich mit meiner Leistung einige, bereits seit fast 10 Jahren bestehende Landesrekorde eingestellt habe. Das macht es für mich noch unglaublicher. Es war ein rundum gelungenes Turnier. Das Wetter, der Platz, meine Leistung, es hat irgendwie alles gepasst.

Drachenjäger 3D Turnier in Volkmarsen

Wolfgang Menzel vom BSC Vellmar

„Ich habe noch nie so ein tolles Wochenende verbracht“, sagte die 12jährige Emma nach dem Bogenturnier. Das was Jutta und Frank Humme von Bumblebee Archery in Volkmarsen den Kindern und Jugendlichen geboten haben, war wirklich sehenswert.

Interessante Schusspositionen sorgten für Abwechslung

Das 1. Drachenjäger 3D Turnier am Samstag, den 31.8.19 fand nur für Kinder und Jugendliche bei herrlichem Wetter rund um die Burgruine Kugelsburg statt. Die meisten der 54 teilnehmenden Kindern reisten am Freitag an. Jedes Kind erhielt bei Eintreffen ein Geschenk. Ein toller Bogenhandschuh aus Leder, eine Drachenjägermedaille und einen Anhänger mit einem Drachenauge - super.

Nach Zeltaufbau direkt auf der Burg gingen einige noch auf den mit 20 Stationen permanenten Parcours, um noch ein wenig zu trainieren für das Bogenturnier am nächsten Tag. Anschließend bei Dunkelheit führte Frank Humme die Kinder bei einer Nachtwanderung durch den Wald. Schon aus der Ferne sah und roch man das Feuer. Dort konnten die Bogenschützen Stockbrot backen.

Es gab verschiedene Sorten Stockbrot-Teig (Natur, mit Röstzwiebel, mit Speckwürfeln etc.), sehr lecker. Es waren auch mehrere Feuerstellen vorhanden, so konnte bei der hohen Teilnehmerzahl jeder ohne zu warten sein Stockbrot backen. Nach netten Gesprächen ging es wieder zurück zum Schlafen in den Zelten.

Die Nacht war früh zu Ende. Gemeinsamer Waschgang, frühstücken und sich vorbereiten auf das Bogenturnier. 15 Stationen rund um die Kugelsburg galt es zuerst in einer 3Pfeil-Runde zu bewältigen und anschließend eine Hunter Runde.

Großen Wert wurde daraufgelegt, dass die Kinder und Jugendlichen selbstständig durch den eigens für das Turnier aufgebauten Parcours gehen und sich zurecht finden (ohne „nervige“ Erziehungsberechtigte). Bei den „Mini´s“ ging das natürlich nicht, bei unserer Jugend war es kein Problem, und so ging es für unsere fünf Drachenjäger mutig auf die Strecke. Die Aufgaben waren in der Gruppe eingeteilt: Schriftführer, Pfeilsucher, Pfeilzieher.

Die Nachwuchsschützen waren mehr als begeistert

So ging es von Station zu Station, und die Drachen wurden gejagt. Kindgerecht gestellt, wurden Drachen, Fabeltiere und Einhörner „erlegt“. Die Schüsse, u.a. von einem Hochstand und von einem Holzpferd waren schon reizvoll. Es gab sogar einen echten Drachen, später ein begehrtes Fotomodell!

Das machte natürlich hungrig und durstig, da war es eine willkommene Abwechslung als man bereits auf der ersten Runde am Catering Wohnwagen vorbei kam. Hier gab es kalte Getränke und frische belegte Brötchen und Schnucke.

Nach 15 Stationen wurden die Schießzettel der ersten Runde zur Auswertung gebracht, jetzt ging es zur 1 Pfeil Hunter Runde. So langsam machte sich auch das Wetter bemerkbar, 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Die kalten Getränke gingen gut weg.

15:00 Endspurt, unsere Drachen Jäger sind FERTIG und GLÜCKLICH, alle Drachen erlegt. Dann Bögen abbauen, zusammen packen und bei kleiner Ruhepause auf die Sieger Ehrung warten. 16:00 pünktliche Siegerehrung durch den Veranstalter Frank Humme (Bumblebee Archery).

Jedes Kind hat noch eine Urkunde mit der Platzierung bekommen, die Punkte wurden bewusst nicht erwähnt, weil auf dieser Veranstaltung der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund standen. Hoffentlich findet dieses Turnier nächstes Jahr wieder statt, es hat allen sehr gefallen.

Erlebt
2019

Gold & Silber bei DM 3D DBSV 2019 in Hohegeiß

Gold und Silber bei der DM 3D DSBV in Hohegeiß für das Team BSW – 800 Punkte für Compounder David Ris verschaffen ihm den Titel Deutscher Meister.

Mika Kochanowski auf der DM 3D in Hohegeiß

Deutsche Meisterschaft 3D des DBSV in Hohegeiß

Compoundschütze David Ris:

Nach den für mich von den Platzierungen her guten, von den geschossenen Punkten her aber eher enttäuschenden Landesmeisterschaften in Thüringen und Hessen stand die Deutsche Meisterschaft 3D des DBSV an. Und wie schon im letzten Jahr ging es nach Hohegeiß in den Harz. Also machten meine Frau Amke und ich uns auf den langen Weg durchs Ruhrgebiet in Richtung Osten. Nach knapp fünf Stunden kamen wir an der Ferienwohnung an. Am Abend wurde noch mit ein paar Bekannten gegrillt und dann ging es ins Bett. Am Turniermorgen war es recht kühl und starke Windböen pfiffen über die Freiflächen. Nach einem guten Frühstück ging es dann zur Anmeldung und zum Einschießen. Das lief alles gut. Mein Bogen, an dem ich in den letzten Wochen viel getestet hatte und einiges verändert hatte – Stabisetup, Gewichte, Let-Off – lief super. Mit gutem Gefühl ging es nach der obligatorischen Ansprache in den Parcours.

David Ris auf der DM 3D

Der Parcours war schön gestellt, hatte durchaus einige „Gemeinheiten“ auf Lager. Dabei waren es weniger die Distanzen, die waren durchweg fair gewählt, sondern viel eher die teils steilen Winkel. Aber wer Müllenborn und Kopp in der Eifel gewohnt ist, den schreckt der Harz nicht. Und so lief es wirklich rund. Schätzen und Schießen, beides funktionierte. Die Arbeit am Bogen – Haltegewicht ändern, Auszug verlängern, Stabisetup anpassen – hatte sich wirklich gelohnt. Das intensive Training mit meinem Stan PerfeX Resistance zahlte sich ebenfalls aus. Erst in der zweiten Hälfte schoss ich bei einem Keiler einen Körper. Der war geschickt gestellt, die ersten 30 Meter durch einen grünen Tunnel und dann der Rest nicht einsehbar. Das hat mich dazu gebracht, fünf Meter zu wenig einzustellen. Einen weiteren Körpertreffer musste ich ausgerechnet am letzten Ziel hinnehmen. Da waren es ein paar Meter zu viel und der Pfeil bohrte sich in die Rückenlinie. Mit nur sechs unter Voll und dabei 20 Xern war ich aber sehr zufrieden. Lediglich ein Schütze aus der Altersklasse hatte das gleiche Ergebnis bei weniger Xern. Abends ging es mit einigen Freunden ins Restaurant und dann früh ins Bett.

Das war ein hochgestecktes Ziel, denn der Parcours war deutlich anspruchsvoller gesteckt als der erste Tag. Zu den Winkeln kamen jetzt teils knackige Distanzen dazu. Zwar musste ich an eigentlich einfachen Zielen Körpertreffer hinnehmen, aber dafür schoss ich nahezu alle schweren Tiere mitten in die 15. Das letzte Ziel des Tages war eine wirklich freundlich gestellte Gans. Der Pfeil fand sein Ziel und so konnte ich mein Tagesziel in Punktlandung erreichen. Dass der Parcours nicht ganz einfach war, konnte man an den Punkzahlen anderer wirklich guter Schützen ablesen. Teilweise zwei oder drei Nuller standen da bei einigen Konkurrenten auf dem Zettel. Am Schluss hatte ich in meiner Klasse einen Vorsprung von 33 Ringen, in der Altersklasse lag der beste Schütze 20 Ringe hinter mir. Also, Höchstpunktzahl und eine nette Goldmedaille. Endlich hatte es mal wieder geklappt! Zum Schluss konnten wir im Deutschlandpokal die Silbermedaille einheimsen. Und besonders freue ich mich natürlich für meinen Schatz Amke Hesse, die in den letzten acht Jahren bei sieben Teilnahmen sieben Mal Gold holen konnte.

Blankbogenschütze Mika Kochanowski:

Am Freitagmorgen ging es um 11:30 Uhr los in den Harz nach Hohegeiß zur Deutschen Meisterschaft 3D vom DBSV. Nach einer sehr langen Autofahrt, wegen Stau, kamen wir um 17:30 Uhr endlich dort an. Wir sind direkt zur Anmeldung und Bogenkontrolle durch gefahren und sind danach erst zu unser Unterkunft gefahren.

Mika Kochanowski freut sich über DM-Silber

Am nächsten Morgen sind wir um 7:30 Uhr bei bewölkten, sehr windigen, aber warmen Wetter zum Einschießen gefahren und um 9:00 Uhr war Begrüßung. Gleich im Anschluss wurden wir in die Parcours geführt und um 10:45 Uhr war Schießbeginn. Am ersten Tag hatten wir eine 3 Pfeilrunde mit 28 Zielen vor uns. Meine Gruppe war leider etwas anstrengend, da alle sehr langsam waren.

Es lief bei mir nicht so gut. Die Einstellung meines Bogens war nicht besonders gut und mit der neuen Pfeilauflage kam ich irgendwie auch noch nicht so wirklich klar. Ich hatte daher nur 280 Punkte in der ersten Runde erschossen und war damit gar nicht zufrieden. Die ersten fünf Blankbogenschützen U17 lagen recht eng zusammen und für den nächsten Tag war noch alles möglich.

Am zweiten Tag ging es wieder um 9:45 Uhr los zur Hunterrunde mit 28 Zielen. Das Wetter wurde zwar immer besser, aber meine Leistung dafür nicht wirklich. Ich wollte es noch bis nach ganz vorne schaffen, aber leider lief es bei mir nicht ganz so rund und mir fehlten zum Schluss nur 12 Punkte zum Sieg. Ich hatte in der Hunterrunde 196 Punkte geschossen, hatte am Ende insgesamt 476 Punkte und belegte damit nur den 2. Platz mit 12 Punkten Rückstand. Schade!!!

Ich wäre gerne auch zum sechsten Mal Deutscher Meister geworden, aber dieses Mal reichte es nur bis zum Vize Deutscher Meister 3D. Nächstes Jahr gebe ich wieder Gas und hole mir meinen Titel wieder zurück Wir haben nach der Siegerehrung trotzdem noch mit ein paar Freunden gefeiert und danach ging es gegen 18:45 Uhr wieder nach Hause.

Landesmeisterschafen 3D in Heiligenzimmern (Baden-Württemberg)

Blankbogenschütze Richard Klesmann:

Als ich letzten Samstag vom Urlaub zurückkam, durfte ich am nächsten Tag zur Landesmeisterschafen 3D von Baden-Württemberg fahren. Nach der 17 stündigen Rückfahrt aus Danzig konnte ich nicht von mir behaupten, dass ich fit war. Aber nach zwei Wochen, in denen ich keinen Bogen in der Hand hatte, freute ich mich auf den Wettbewerb. Die LM fand wie letztes Jahr in Heiligenzimmern statt.

Richard Klesmann ist Landesmeister 3D

Die Bogenkontrolle und das Einschießen verliefen ohne größere Probleme. Die Gruppe in der ich eingeteilt war, machte schon am frühen Morgen einen entspannten Eindruck und freute sich anscheinend auch auf den Tag. Das erste Ziel war nach kurzem Marsch erreicht und es konnte losgehen. Der liegende Hirsch machte uns auch schon ein paar Probleme. Die ersten zwei am Pflock schossen die Pfeile teilweise drunter und drüber. Also war ich gewarnt. Da ich das Schätzen der Entfernungen seit letztem Jahr nicht wirklich geübt hatte, war mein erster Schuss auch tief, aber er zählte, wenn auch nur 5 Punkte. Den zweiten Pfeil schoss ich anschließend knapp über den 10er Ring in die 8. Der Anfang war gemacht und es ging an den nächsten Zielen immer besser. Das Schätzen der Entfernungen klappte besser und ins Schießen kam ich nach der Urlaubspause auch wieder gut rein. Es machte Spaß und das schöne Wetter tat auch seinen Teil daran. Einzig das Auswerten an den kleineren Tieren war teilweise schwierig, da schon am vorherigen Tag die Visier- und Compound- Schützen die Trefferzonen stark beschädigt hatten.

Am frühen Nachmittag sind wir, ohne längere Pausen an den einzelnen Stationen, gut gelaunt an den Sammelplatz zurückgekommen und haben unsere Schießzettel fertig ausgewertet und abgegeben. Ich war mit meinem Ergebnis ganz zufrieden und konnte mich bei der Siegerehrung über die Goldmedaille in der Herrenklasse Blank freuen.

Nun freue ich mich auf das erste Jackalope- Turnier, das auch mein erstes 3D-Turnier werden wird. 3D-Turniere mit Skandinavischer- und Hunterwertung habe ich nur zum Anfang meiner Feldbogen- Karriere ein paar mit dem Langbogen bestritten. Da machte ich mir allerdings über das Schätzen der Entfernung keine Gedanken. Mit dem Blankbogen ist das neu, aber da bin ich mal gespannt, wie ich mit dem Schätzen über 30 Meter zurechtkomme.

7. Apfelturnier des SFT St. Tönis

Recurvebogenschützin Annika Rennett:

Annika Rennett auf dem Apfelturnier

Am Samstag den 24.08.2019 fuhr ich zum Freigelände des SFT St. Tönis zum 7. Apfelturnier. Es sollte gleichzeitig mein Saisonabschluss für die Außensaison sein. Gegen 7:30 Uhr erreichte ich das Gelände und kontrollierte meine Startposition: Scheibe 7C zusammen mit einer weiteren Schützin der Recurve Jugendklasse. Insgesamt waren wir in der Bogenklasse Recurve Jugend weiblich mit 6 Schützinnen gemeldet. Die Scheiben 1-9 hatten zu diesem Zeitpunkt die Sonne frontal bei wolkenfreiem Himmel. Das Wetter sollte sich während des gesamten Turniers nicht ändern, d.h. schweißtreibende 28-31 °C. Dies ist für das Apfelturnier wirklich eine Ausnahme. In den vergangenen Jahren hatten wir immer mindestens einen Regenschauer.

Geschossen wurde für die Recurve- und Blankbogenschützen eine Entfernung von 30 m auf eine 80er Fitascheibe. Im ersten Durchgang erreichte ich eine Ringzahl von 332 Ringen. Unter diesen extrem heißen Witterungsbedingungen lief auch der 2. Durchgang gut und ich schoss nochmal 330 Ringe. Zwischendurch gab es auch immer Sonderwertungen, die nach dem Schießen angesagt wurden. Eine davon konnte ich zu meinen Gunsten entscheiden mit drei 10ern als es darum ging, die schönste Gruppe einer Wertungszone zu bewerten. Der Preis für diese Sonderwertung war eine Pfeilröhre. Zum Ende hatte ich einen Endstand von 662 Ringen, hiermit bin ich sehr zufrieden, es reichte für den 1. Platz bei einem Abstand von 46 Ringen zur Nächstplatzierten. Beim anschließenden Apfelkönigschießen reichte es dann leider nicht mehr für die Finalrunden. Hier wurde im K.O. Verfahren auf eine Apfelbildauflage geschossen, bis der Apfelkönig ermittelt war.

ÖM und ÖSTM in Poppendorf Burgenland

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht:

Am 15. August reiste ich mit meiner Tochter, ihrem Freund und unseren Vereinskollegen ins Burgenland, wo die Staatsmeisterschaft WA 3D stattfand. Wir kamen um ca. 16:30 Uhr in Burgenland/Poppendorf an, wo wir wieder beim Reiterhof unsere Zimmer bezogen. Nachdem wir die Sachen ins Zimmer geräumt hatten, fuhren wir noch ins Parcoursgelände und erledigten die Anmeldung und Bogenkontrolle.

Danach gingen wir gemütlich Abendessen. Am Freitag hatten wir nicht viel Zeit da ja schon um 08:00 Uhr die Begrüßung und Einweisung stattfand. Um 07:00 Uhr fuhren mir zum Parcoursgelände beim Krumphof, wo schon reges Treiben herrschte. Wir mussten eine Runde mit 24 3D Zielen am Vormittag und eine Runde am Nachmittag bewältigen, geschossen wurde eine zwei Pfeilrunde. Der Einschießplatz war zu dieser Zeit schon so voll, dass man keine Möglichkeit hatte zum Einzuschießen, er war auch für 300 Schützen viel zu klein. Hinter dem Gebäude waren einige alte 3D Tiere abgelegt, wir nahmen einfach eines und gingen auf die angrenzende Wiese und schossen dort einige Pfeile. Um 08:00 Uhr war die Einweisung und danach Abmarsch ins Parcoursgelände.

Um 08:45 Uhr war Start an der Scheibe. Es hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine Temperatur von 22 Grad, im Laufe des Tages waren 35 Grad angesagt. Die Parcours waren teilweise im Wald und auf freien Flächen, natürlich wieder so aufgebaut wie vor zwei Jahren, dass man immer gegen die Sonneneinstrahlung schießen musste. Anschusspflock auf der Wiese schwarzes Tier im Wald, Sicht Null. Die erste Runde beendete ich mit 468 Punkten und die Nachmittagsrunde mit 465 Punkten. Somit schoss ich mich ins Finale für den zweiten Tag.

Franz mit seiner Gruppe im Parcours

Mit dieser Punkteanzahl konnte ich in der 1. Mannschaft für Tirol schießen. Der Zeitplan war sehr straff gehalten, Samstagvormittag Mannschaftswettbewerb und am Nachmittag Pool Schießen für die Qualifikationsrunde am Sonntag. Beim Mannschaftswettbewerb hatten wir leider Pech, da unser Langbogenschütze zwei Out kassierte, somit war es nach der ersten Runde für uns vorbei. So jetzt die Zeit nutzen für die Vorbereitung aufs Poolschiessen für die Quali-Runden.

Um 13:00 Uhr war es soweit, die vier Parcours fürs Poolschießen waren fertig und wir wurden eingewiesen. Leider fasste ich in der ersten Runde den Parcours auf der Wiese ab, keine Anhaltspunkte zum Schätzen. Also Entfernungen beim Pfeil ziehen zum nächsten Ziel genau anschauen. Super erstes Ziel ca. 10–16 Meter, da hab ich nur eine Einstellung, das ist kein Problem - einfach nur ruhig schießen. Beim ersten Ziel beide 11, auf zum nächsten, das ca. 10 Meter weiter war als das erste. Ich versuchte meinen Schuss vor meinem Gegner ins Ziel zu bringen, da einige Schützen nervös werden, wenn sie im Scope sehen, wo der Pfeil steckt. Der zweite Pfeil eine 10, mein Gegner eine 8 - zwei Punkte Guthaben. Ab diesem Schuss feuerten mich meine Tiroler Kollegen an: „Weiter so Franz!“. So auf zu Ziel 3, das noch etwas weiter weg war als das zweite, ein schräger Schuss. Nach meiner Einschätzung ca. 37 Meter, es gelang wir wieder meinen Pfeil als erster ins Ziel zu bringen, das war gut so. Mein Gegner hatte ein paar Meter zu wenig und schoss knapp unter dem Tier durch. Großer Jubel hinter mir. So jetzt ist es gelaufen - noch drei Ziele und diese sauber schießen. Erste Runde Top erledigt 58 zu 45 Punkten, auf in die zweite Runde. In der zweiten Runde lief es genau so perfekt, leider musste ich mich beim sechsten Ziel mit 11 zu 10 geschlagen geben. Im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen - zwei Top Runden geschossen, ein bisschen Glück muss man schon haben und das hatte mein Gegner. Am Ende wurde es bei dieser Staatsmeisterschaft der 17. Rang.

Europameisterschaft HDH IAA in der Slowakei/Varin vom 18.–24.08.2019

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht:

Von der Staatsmeisterschaft fuhren wir vier weiter in die Slowakei zur EM HDH IAA in der Slowakei/Varin. Da wir am Samstag alle vier aus den Qualifikationsrunden flogen, hatten wir am Sonntag keinen Stress. So ging‘s um 8 Uhr mal gemütlich zum Frühstück, anschließend zusammen packen. Um ca. 9 Uhr hatten wir unsere Sachen zusammen und traten die Anreise in die Slowakei an, vor uns lagen 450 Kilometer. So wie es der Teufel will, fiel uns auch noch die Klimaanlage aus, umso weiter wir Richtung Wien und danach über die Grenze kamen umso heißer wurde es – die Außentemperatur stieg auf 33 Grad - super heiß im Auto. Um 14:30 Uhr kam wir Schweiß gebadet in unserem Hotel an. Nach dem Zimmer beziehen fuhren wir noch ins Parcoursgelände, um die Registration durchzuführen. So super, das ist jetzt auch erledigt, somit haben wir uns einen Tag Erholung verdient, Start ist ja erst am Dienstag. Am Montag nutzen wir den Tag zum Relaxen und Entspannen, da wir ja schon ein anstrengendes Wochenende hinter uns hatten. Gegen 16:00 Uhr fuhren wir nach Varin zur Eröffnungsfeier. Uns wurde mitgeteilt, dass um ca. 20 Uhr die Startzeiten für Dienstag in Internet sind.

Da jede Gruppe bei der Scheibe 1 startete im Abstand von 10 Minuten wie bei der Weltmeisterschaft in Moosburg. Mit einer Stunde Verspätung war die Startzeit um ca. 21:00 Uhr online, wir waren zwei Österreicher in der Gruppe. Da wir nur mit einen Auto anreisten, waren die Startzeiten sehr zerrissen - letzte Startzeit 13:30 Uhr. Meine Startzeit war 10:30 Uhr, man musste 15 Minuten vor der Startzeit anwesend sein.

Sehr schlechte Vorbereitung für eine Europameisterschaft: keine Parkplätze, da im Vorfeld keine Absprachen mit den Bauern gemacht wurden. So mussten sie auf dem Parcours 3D Tiere umbauen, weil der Bauern die Polizei holte. Bei sehr schwülen und heißen Wetter, kämpften wir uns durch den Parcours. Sehr dunkler Wald und schwarze Tiere, Sicht Null aber zum Glück muss man ja nicht bei jedem Tier als erster schießen. Um 15:30 Uhr kamen wir wieder zurück, Scorezettel abrechnen und unterschreiben. Wichtig: beide Zettel vergleichen, ob das Ergebnis stimmt. Mit dem ersten Tag war ich recht zufrieden, es lief nicht so schlecht, mal sehen wo ich liege wenn das Ergebnis online ist. Da haben aber die Ungarn auch nicht sehr gut geschossen, da einige hinter mir lagen. Um 20:45 Uhr kam der letzte Schütze von unserer Gruppe aus dem Parcours, wir hatten schon einen Riesenhunger - den ganzen Tag noch nichts gehabt außer Müsliriegel und Trinken. Bei der Rückfahrt zum Hotel beschlossen wir, zuerst Abendessen und danach gehen wir erst Duschen. Da wir im Hotel nur Frühstück bekamen, mussten wir immer ein Lokal zum Essen suchen. Daher gingen wir zum gleichen wie am Montag. Nach der Dusche wie neu geboren schauten wir mal ins Internet, ob schon was online ist. Um ca. 21:00 Uhr war das Ergebnis online und ich lag auf Platz 5. Auch die Startzeiten waren online, da es am ersten Tag so lange gedauert hat wurden die Startzeiten eine Stunde vorverlegt. Meine Startzeit 08:20 Uhr auf Parcours D. Letzte Startzeit von uns vieren 10:30 Uhr also der Tag wird nicht so lang. Uns wurde auch mitgeteilt, dass es zu Parcours D ein Shuttleservice gibt, das uns auf den Parcours bringt. Um 22:00 Uhr bekam ich einen Anruf von einem Schiedsrichter aus Österreich, dass der Shuttleservice ausfällt - wurde nicht abgesprochen, wir müssen selbst zum Parcours D fahren. Gott sei Dank hat er uns das mitgeteilt, sonst hätten wir ganz schön dumm da gestanden. So jetzt ab in die Kiste morgen um 06:00 Uhr Frühstück und Abmarsch zum Parcours, Fahrtzeit ca. 30 Minuten mussten eingeplant werden, Einschießen wäre auch noch recht.

Franz konnte sich über manchen Treffer freuen

Start 08:20 Uhr bei Parcours D, Top Gruppe 3 Österreicher und ein Ungar, das passt gut. Erstes Ziel Wildschein, zweites, drittes, viertes und fünftes Tier alle Ziele über 40 Meter auf einer Wiese. Beim fünften Tier sagte Gerhard zu mir „Gibt es auch eine andere Entfernung außer nur weit?“ Zum Glück war es noch nicht so heiß wie am Dienstag, es ging immer Bergab. Aber die Krönung an diesem Tag sollte noch kommen und das bei Tier 13 und 14. Tier 13 zwei kleine Hasen von eine Größe von ca. 25 Zentimeter Höhe auf 30 Meter. Ich sagte zu Gerhard und Wolfgang das ist jetzt wohl ein Scherz. Danach weiter zu Tier 14, da schlugen wir nur mehr die Hände über den Kopf zusammen, zwei Enten auf ca. 37 Meter. Das wird heute lustig, wenn das so weiter geht. Gott sei Dank waren die restlichen 14 Tiere nicht mehr so extrem, das was nach unten ging mussten wir auch wieder hoch. Gerhard und Wolfgang fassten bei Tier 18 gleich mal ein Out aus. Dieser Parcours war so richtig einfallslos aufgebaut, da es nur weite Entfernungen gab. Den ganzen Tag zwei Schüsse auf 20 Meter und einer auf 5 Meter zwei Krapfen der Rest war zwischen 35 und 44 Meter. Da brauchte man am Visier nicht viel verstellen, da es nur weit war. Gegen 14:00 Uhr waren wir fertig. Danach unterhielten wir uns noch über diesen Parcours und sagten hoffentlich ist der morgige nicht auch so aufgebaut.

Am dritten Tag Startzeit 10 Minuten früher, also wieder um 6 Uhr raus. Das gleiche Spiel wie am Vortag - es begann wieder mit weiten Schüssen, was sich dann durch den ganzen Parcours zog. Schwarze Tier im Wald und auf der Wiese, weite Schüsse und schwer zu schätzen. Am Ende dieses Tages hatte ich trotz allem wieder mehr Punkte als am ersten Tag. Um 21:00 Uhr war das Ergebnis online und ich konnte meinen 5. Platz vom ersten Tag halten. Ich war somit der einzige Österreicher in der Compoundklasse, der sich ins Finale schoss.

Am Freitag stand der Mannschaftswettbewerb mit Gerhard, Wolfgang und Sigi an. Geschossen wurden 14 Tiere am Parcours und die ersten sechs kommen ins Finale. Nach ca. 2 Stunden trafen wir uns wieder am Ausgangspunkt und tauschten unsere Ergebnisse aus. Gerhard, Sigi und mir ging es sehr gut am Parcours, da wir alle 3 im Rahmen mit einem Punkt lagen, 133, 134 und 135.

Nur Wolfgang hat ausgelassen, er ist körperlich etwas stärker gebaut und der Parcours ging nur 5 Tiere abwärts und dann nur nach oben. Wolfgang hatte nur 119 Punkte. Das wird jetzt knapp für das Finale. Um 13:00 Uhr waren die Ergebnisse online: wir hatten es als sechster geschafft. Eines muss man dazu noch sagen: Ungarische Meisterschaft mit ausländischer Beteiligung. In Finale schossen wir gegen vier Ungarische und eine Italienische Mannschaft, aber trotz allem blieben wir auch im Finale sechster.

Nach dem Finale versorgte ich meine Sachen im Auto und ab in die Unterkunft, freute mich schon auf die Dusche da es an diesem Tag wieder mal 32 Grad hatte. Anschließend suchten wir uns ein Lokal zum Abendessen, nach dem Abendessen war ich aber todmüde und freute mich schon auf‘s Bett, musste aber noch zu warten wegen der Startzeit für‘s Finale. Und wieder wurde es 21:00 Uhr bist alles online war: Startzeit 10:30 Uhr. Danach ging ich zu Bett und weiß bis 5 Uhr früh nichts mehr - hab geschlafen wie ein Murmeltier. Um 6 Uhr stand ich auf und packte meine Sachen zusammen, da wir ja heute noch nach Hause reisten nach der Siegerehrung.

Um 10:20 Uhr war es so weit: Einzug der Finalschützen, ich musste meinen 5. Platz gegen drei Ungaren und zwei Italiener behaupten. Geschossen wurde auf einem Sportplatz, man hatte 3 Minuten Zeit, sich die Ziele an zu schauen. Da ich auf dem 5. Platz lag. startete ich bei Tier 5, das ca. 30 Meter weg war. Ich ging alle Tiere ab und schrieb die Entfernungen auf meinen Handrücken, was auch erlaubt war. Anschließend ging‘s los: 1 Minute Schießzeit, Zeit genug für einen Pfeil. Ich sah noch mal durchs Fernglas wo das Kill liegt, da bei den Eleven Tieren die Kills etwas weiter hinten liegen als bei den SRT.

Der erste Schuss gelang mir perfekt, die Österreichischen Fans jubelten hinter mir, ich ging zurück zur Wartelinie und sah durchs Fernglas - einfach perfekt, eine 12. Die Fans riefen mir zu: „Weiter so, hau sie rein.“ Und nun arbeitete ich Ziel für Ziel ab. Leider war der letzte Schuss nicht mehr so perfekt und ich kassierte eine 5. Schade, mit einer 10 wäre ich mit dem Italiener Punktgleich gewesen und es hätte ein Stechen gegeben.

Aber ich bin top zufrieden, dass ich es von 8 Compoundschützen aus Österreich ins Finale geschafft habe. Jetzt hieß es warten bis zur Siegerehrung um 17:00 Uhr. Wir nutzen die Zeit und sahen uns noch die nahe liegende Altstadt an. Melissa belegte den 3. Platz, um ca. 18:30 Uhr traten wir die Heimreise an, denn vor uns lagen noch 7,5 Stunden Fahrzeit.

26. Internationales Arrowheadturnier und 2. Rangliste des DSB in Scharnitz, Österreich

Recurvebogenschützin Daniela Klesmann:

Schon freitags reisten wir zur 2. Rangliste Feldbogen an, welche auch gleichzeitig die Ausscheidung für die Europameisterschaft im Oktober in Slowenien war. Die Ranglistenteilnehmer waren der kleinste Teil des komplett ausgebuchten Turniers in Österreich.

Daniela siegt & erhält EM-Nominierung

Das Hotel lag nur 2 Gehminuten vom Platz weg und daher gings Samstagmorgen ganz entspannt, allerdings im Regen, los. Da es ein freies Turnier war, waren die Gruppen gemischt eingeteilt. Ich hatte noch zwei Blankschützen in der Gruppe. Nach ausgiebigem Einschießen wurde nun auch endlich das Wetter besser und wir konnten in unseren Wettkampf starten. Alle hatten Angst, an diesem Wochenende Schwimmhäute zu bekommen, so wie das Wetter gemeldet war.

Auch hier wurden am ersten Tag 24 unbekannte Scheiben geschossen. Ich hatte eine gute Startposition im noch flachen Teil des Parcours. Ich konnte die ersten paar Scheiben flach schießen, kam gut rein und hatte hier später auch wieder den „Cool down“ auf den letzten Scheiben :-) Nach 6 Scheiben kam ein langer Schuss über ein trockenes Flussbett, in welchem das Tauwasser vom Gletscher kommt. Dann gings es erst so richtig los mit Feldschießen, beginnend mit 40 Grad bergauf, gefolgt von 40 Grad bergab. Die nächsten Scheiben beanspruchtenden ganzen Körper, doch es machte richtig Spaß. Das zeigte sich auch im Ergebnis. Nach 24 Scheiben stand 350 Ringe auf meinem Schusszettel, welcher Platz 1 in der Damenklasse bedeutet.

Am nächsten Morgen ging es eine Stunde früher los und es war schon von Beginnan trocken. Es standen 24 bekannte Scheiben auf dem Programm in einem zum Großteil anderen Parcour als am Vortag. Es gab nicht so viele flache Scheiben undes ging schon viel früher ins richtige Gelände. Der bekannte Kurs war natürlich weit und sehr anspruchsvoll. Da hatte auch der Kopf zu kämpfen. Ich wollte ja gerne das gute Ergebnis von gestern wiederholen. Immer mal wieder gab es kleinere Dämpfer, wie die 20 Meter Bunnys, die heute nicht so wollten. Ich gab nicht auf, konzentrierte mich immer wieder aufs Neue auf meinen Schussablauf und so kam ich am Ende des Tages auf 324 Ringe. Im Nachhinein für diesen sehr anspruchsvollen Kurs doch zufriedenstellend. Mit dem Gesamtergebnis von 674 Ringen blieb ich auf Platz 1 bei den Damen und wurde damit auch zur Teilnahme bei der Europameisterschaft nominiert :-)

Blankbogenschütze Richard Klesmann:

Vom 13.- 14.07. 2019 wurde in Scharnitz ein Arrowheadturnier durchgeführt, in dessen Rahmen die Feldbogenrangliste und die Qualifikation für die Europameisterschaften Feld in Slowenien ausgetragen wurde.

Die Anreise mit meiner Tochter und ihrer Freundin, die aus Frankfurt zu uns kam, verlief mit gemischten Gefühlen. Der Wetterbericht für Scharnitz, das zwischen dem Karwendel- und Wettersteingebirge in Tirol liegt, war nicht gerade einladend. Wenn man sich mittlerweile auf 30 und mehr Grad Hitze eingestellt hat, sind 13 Grad, Gewitter, Windböen bis 50 km/h und Regen keine guten Aussichten. Der Veranstalter war, wie wir später hörten, auch nicht davon überzeugt, ob er das Turnier beenden kann. Ich hatte meinen Koffer randvoll mit Regentauglicher und warmer Kleidung.

Der erste Wettkampftag, 24 Scheiben mit unbekannten Entfernungen begann beim Aufbau schon mit Regen. Also zog ich wieder eine Lage aus und Regenkleidung an. Während des Einschießens tauchte auf einmal Ernst Crome auf, ein ehemaliger Schützenkamerad aus dem Nationalkader. Als ich erfahren habe, dass er hier auch Mitglied ist, war meine erste Frage: Wie wird das Wetter aus Sicht der Einheimischen? Er war sich auch nicht sicher. Wenn der Berg die Wolken aufhält, wird es eventuell bei leichten Regen bleiben, wenn nicht, geht es ganz schnell mit starkem Regen. Man kann nur abwarten.

Nach einer Stunde wurde es wieder heller und zu unserer Freude etwas wärmer. Das hatte natürlich zur Folge, dass ich so langsam anfing innerlich zu dampfen. Ich beschloss die Regenjacke wieder auszuziehen und abzuwarten. Meinem Beispiel folgten einige, besonders die Brillenträger hatten Probleme, da die Brille durch den Dampf aus der Kleidung anlief.

Nach den ersten Wettkampfscheiben stellte ich fest, es war die richtige Entscheidung die Regenjacke gegen eine Wasserabweisende Weste zu tauschen. Beim Laufen durch das nicht einfache Gelände wurde es noch wärmer. Die Regenschauer, die im Laufe des Tages noch des Öfteren auftraten, fingen teilweise Wald und mein Regenschirm ab. Das Schießen lief in der ersten Hälfte des Parcours sehr gut. Allerdings standen mir die schweren Scheiben, steil rauf und runter noch bevor. Das machte sich auch dahin gehend bemerkbar, dass es sich vor den Scheiben staute. Es warteten zeitweise 4 Gruppen vor den Scheiben. Der größte Stau dauerte 1,5 Stunden. In der Zeit schafften wir gerade 2 Scheiben. Bei anschließenden kürzeren Entfernungen zog sich das Feld wieder auseinander, um sich danach wieder zu stauen. Diese Situation machte sich bei mir und auch bei meinen Mitschützen bemerkbar. Nach 20 Minuten Wartezeit 45 Meter mit 30 Grad Steigung zu schießen, ist dann kein so großes Vergnügen. Das steile Gelände und die schwierigen Schüsse verlangten von uns so einiges ab. Das Gesamtergebnis setzte sich dann am ersten Tag mit einer sehr guten ersten und einer weniger guten zweiten Hälfte zusammen. Mit 334 Ringen war ich in diesem Gelände dann aber doch sehr zufrieden.

Richard wird 2. der Gesamtwertung

Der zweite Tag mit den Bekannten Entfernungen begann wettermäßig sehr gut. Die ergiebigen Regenfälle kamen alle in der Nacht herunter. Da war Weltuntergangstimmung. Ich bekam das alles live mit, da ich kaum schlafen konnte. Das Hotelbett war eine Katastrophe! Die Matratze machte jeder Hängematte Konkurrenz. Mir tat am nächsten Morgen alles weh. Die Wetteraussichten von Ernst waren auch besser. Er meinte, wenn es sich so abgeregnet hat, ist davon auszugehen, dass es besser wird. Dem war auch so. Das Wetter war alles in allem super, wenn man es mit den Wettervorhersagen vergleicht. Ganz so viel Glück, wie mit dem Wetter hatte ich beim Schießen leider nicht. Die weiten Bekannten Entfernungen zollten dann doch Tribut. Und wenn man kein Glück hat, kommt meist auch noch ein wenig Pech dazu. Als ich einen davon rollenden Rucksack aufgehalten habe, kam ich selbst zu Fall. Dabei muss sich etwas an meiner Pfeilauflage verhakt haben, denn diese war weggebogen. Ich bemerkte es allergings erst, als ich den nächsten Pfeil aufgelegt hatte. Er lag fasst unter dem Button. Kein Problem, sagte ich zu meinen Mitschützen, ich tausche den Auflagefinger geschwind aus, dann kann es weiter gehen. Gesagt getan, nur hatte ich doch Probleme. Ich hatte auf einmal etwas Hochschuss. Erst schob ich es auf die Situation, durch das tauschen, aber ich musste meine Abgriffe an den nächsten Scheiben ändern. Da war das Abgreifen und Rechnen bei Bergab- und Bergauf- Schüssen nicht mehr ganz so einfach, wenn man vom eingefahrenen Weg abweichen muss.

Ich wechsle diesen Finger, bedingt durch die Abnutzung öfters, aber es gab bisher keine Probleme. Der einzige Unterschied war, dass ich einen neuen Auflagenfinger aus einer neuen Charge entnahm.

Einen weiteren Auflagenfinger wollte ich nicht gleich anbringen. Die Ringe die ich hatte liegenlassen, konnte ich mit einem neuen auch nicht aufholen. Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass es doch an mir lag und nicht am Material. Das wird sich im nächsten Training erweisen.

Ich beendete den Tag mit 302 Ringen und war trotz der kleinen Probleme zufrieden. Die Teilnahme an der Europameisterschaft war durch die fehlende Qualifikationsringzahl ja ohnehin nicht mehr möglich. Den zweiten Platz in der Gesamtwertung hat mich dann doch sehr gefreut, da die Kaderschützen aus Österreich, denen ich bei Europa- und Weltmeisterschaften begegnet bin, am zweiten Tag noch ein paar Ringe mehr haben liegenlassen.

Erlebt
2019

Erfolge bei Rangliste und Deutscher Meisterschaft Feldbogen 2019

Feldbogensport von Nord bis Süd – unsere Schützen waren sowohl bei der Rangliste als auch der Deutschen Meisterschaft wieder äußerst erfolgreich – Daniela Klesmann durfte sich daher sogar über eine mehr als verdiente EM Nominierung freuen.

Erfolge bei Rangliste und Deutscher Meisterschaft Feldbogen 2019

Int. Arrowheadturnier in Delmenhorst am 6. und 7. Juli 2019

Recurveschützin Daniela Klesmann:

Am Freitag den 5. Juli ging es den weiten Weg hoch in den Norden. Gerne nehme ich den weiten Weg für dieses schöne Turnier auf mich und nutze die Möglichkeit, Wettkampferfahrung sammeln zu können. Bei knappen 700 km Anreise ging‘s natürlich entsprechend früh am Morgen los und ich war dann auch froh, endlich abends um 18.30 Uhr im Hotel anzukommen.

Daniela Klesmann

Samstagmorgen ging es um 8:30 Uhr mit dem Einschießen los. Es war noch etwas kühl, es nieselte immer mal wieder und für Juli hätte man doch ein anderesWetter erwartet :-) Pünktlich um 10 Uhr startete der Wettkampf an der Scheibe. Es warteten 24 Scheiben mit unbekannter Entfernung auf mich und meine Gruppe. Ich hatte noch gar nicht so viele Scheiben geschossen, da passierte mir ein Fehler, den ich schon ewig nicht mehr hatte. Ich ermittelte die Entfernung richtig, aber stellte das falsche ein. Schwupps... ist der Pfeil abgetaucht in die 1. Danach hieß es wieder volle Konzentration und an jeder Scheibe 5x mal aufs Visier schauen :-) Natürlich gab s noch den ein oder anderen Ausrutscher aber indgesamt lief es für mich wirklich gut und ich beendete den ersten Tag sehr zufrieden mit 348 Ringen und Platz 1 bei den Damen Recurve.

Am nächsten Morgen, gleiche Uhrzeit nur etwas windiger und kühler ging es in den gleichen Gruppen auch an die gleiche Startscheibe wie am Vortag. Allerdings bestand der Parcour nun aus 24 Scheiben mit bekannter Entfernung. Die erste Scheibe war gleich eine Maximalentfernung und es holperte ein bisschen im Schießen, aber mit 12 Ringen immer noch in Ordnung. Von nun an ging es deutlich besser. Ich kam super in den Wettkampf und die Pfeile flogen nur so ins Gold. Es soll wohl so Tage geben, da könnte man rückwärts schießen und trifft. Ich denke das war so einer. Da ist mir sogar eine 18 auf 55 Meter gelungen :-)

Der Dämpfer kam erst an der letzten Scheibe. Natürlich sollte man es nicht machen, aber tut es halt doch: Rechnen. Ich wollte so gern die 700 Ringe knacken. Tja, ich bin dran gescheitert und beendete den Tag mit einer 12. Wie ichihn auch gestartet hatte (es waren auch die Einzigen zwei). So gewann ich am Ende mit 351 Ringen am zweiten Tag und somit gesamt 699 Ringen die Damenklasse Recurve.

Mal wieder eine neue Bestleistung, die ich wahrscheinlich so schnell nicht wieder knacke. Aber ich bin sehr zufrieden damit und freue mich auf den nächsten Wettkampf: Die EM Ausscheidung.

Blankbogenschütze Richard Klesmann:

Vom 05.- 06.Juli 2019 wurde das 5. internationale WA–ARROWHEAD–TURNIER in Delmenhorst durchgeführt. Ich wollte das Turnier dazu nutzen die EM- Qualifikationsnorm zu erreichen, um bei dem Ausscheidungsturnier, im Rahmen der 2. Rangliste, eine gute Ausgangsposition zu haben.

Das erste Ziel, dass ich mit meiner Tochter ansteuerte, war Frankfurt am Main, um noch eine Freundin meiner Tochter mitzunehmen. Zu Dritt und mit einem mehr als vollem Fahrzeug setzten wir die Reise fort. Der erste aber auch größte Stau erwartete uns auch gleich als wir Frankfurt verlassen wollten. Danach wurdeunsere Fahrt nur durch etwas zähen Verkehr und eine ausgiebige Kaffeepause unterbrochen. Gegen Abend kamen wir gesund, aber müde in Delmenhorst an.

Nach der Anmeldung am nächsten Tag wurden wir dann gleich auf die neue Ampel aufmerksam gemacht, die den Weg zum Einschießplatz regelt. Der Zugangzum Einschießplatz läuft direkt an diesem entlang. Wir sollten bei Rot vor der Kurve stehen bleiben, sodass man keinen Querschläger oder Abpraller abbekommt. Eine gute Lösung, fand ich, da einem beim letzten Besuch schon etwas mulmig wurde, wenn einem Pfeile entgegenkamen, bis der Kampfrichter den neuen Zulauf entdeckte und das Schießen unterbrochen hat. Ein kleines Defizit gab es aber doch, denn die Schützen, die das Einschießen verließen, hielten sich wieder mal nicht an alle Regeln und liefen los, wenn es ihnen passte.

Am ersten Wettkampftag waren ausschließlich unbekannte Entfernungen zu bewältigen. Dies wurde leider durch das trübe und regnerische Wetter erschwert. Es war bei einigen Scheiben durch das trübe Wetter in den dunkleren Ecken des Geländes schwer, die Entfernungen möglichst genau zu „Schätzen“. Somit gab esbeim ersten Pfeil öfter mal ein drunter und drüber um das Gold. Ich fühlte mich gut und ich schoss auch gut, aber am Ende des ersten Tages machten sich die ersten „Schätzpfeile“ beim Ergebnis doch bemerkbar. Mein Ziel für den ersten Tag verpasste ich um gute 10-15 Ringe. Es war zwar nicht unmöglich, aber bei den Bekannten Entfernungen noch einmal 334 Ringe zu erzielen, war auch auf dem nicht so ganz schwierigen Gelände für mich nicht so einfach. Im Training schieße ich des Öfteren über 340, aber auch ich bin von Zeit zu Zeit Trainingsweltmeister.

Der zweite Tag war zwar kälter als der Vortag, aber zumindest trockener gemeldet. Und es sah auch gut aus. Also konnte die Aufholjagd beginnen. Die Gruppen waren wie am Vortag auch die gleichen und so war auch hier der Spaß gesichert. Die ersten Scheiben liefen gut, aber das wirklich gute Gefühl stellte sich nicht ein. Ich konnte meinen Kopf leider nicht ganz ausschalten. Wenn man etwas besonders gut machen will, fehlt oftmals die nötige Lockerheit um den Pfeiloptimal vom Bogen zu lösen. So ging es auch mir. Die zusätzlichen Ringe, die ich mir selbst am Vortag eingebrockt hatte, haben leider das ausgelöst, was ich meinen Schützenkameraden immer empfehle: „nicht rechnen“. Aber genau das passierte unbewusst. Ich konnte es an diesem Tag nicht abstellen und gelöst schießen. Am Ende fehlten mir leider 20 Ringe zu meinem Ziel. Somit hat es sich mal wieder bestätigt: Locker schießen, Spaß haben und am Ende zusammenzählen!

Das Turnier konnte ich mit 643 Ringen gewinnen und habe mich auch darüber gefreut. Das Ergebnis war gut und man kann im Leben und beim Bogenschießen nicht immer alle Ziele erreichen, die man sich steckt. Aber es hindert mich nicht, nächste Ziele wieder in Angriff zu nehmen.

Recurvebogenschütze Philipp Räder:

Nach extrem verregneter, stürmischer, 10-stündiger Anfahrt aus dem Ruhrgebiet erreichten wir kurz vor Mitternacht noch unser Hotel im österreichischen Scharnitz. Am darauffolgenden Morgen des 13. Juli 2019 startete die zweite Rangliste Feldbogen des DSB, die im Zuge des internationalen Arrowhead-Turniers („Arnspitzturnier“) beim SG Scharnitz über zwei Tage ausgetragen wurde.

Die Landschaft versprach für mich als Niederrheiner ein Genuss zu werden und es drohte eine akute Sauerstoff-Überdosis. Das einzige Manko schien das Wetter zu werden, was sich nach einem verregneten Einschießen jedoch glücklicherweise als unbegründet herausstellte. Ich verbrachte beide Tage in einer super Truppe mit Yannic aus dem Nationalkader, einem weiteren Compounder aus der Schweiz und meinem Konkurrenten Thomas aus dem eigenen Landesverband.

Philipp landete auf dem 6. Platz

Die Höhenluft und die harte Anreise machten mir scheinbar zu schaffen, so dass ich mit meinem Ergebnis an Tag 1 (314 Ringe) nicht sonderlich zufrieden war. Jedoch war es ein toller Tag, ich habe viel gelernt und ging mit einem guten Flow-Gefühl am Ende des ersten Tages in den zweiten Wettkampftag. Dort konnte ich meine Leistung mit 312 Ringen im Verhältnis steigern, da die Ziele an Tag zwei auf der bekannten Runde im Schnitt weiter entfernt waren als an Tag eins auf der unbekannten Runde. Insgesamt schloss ich das Turnier mit einem für mich durchschnittlichen Ergebnis von 626 Ringen ab und landete damit auf Platz 6 von 8 Teilnehmern in der Herrenklasse Recurve.

Der Parcours stellte eine hohe Herausforderung an die Schützinnen und Schützen dar, insbesondere was die Bergauf- und Bergabschüsse angeht. Somit fühle ich mich sehr gut vorbereitet für die Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Mittenwald, die nur zwei Wochen später und nur 10 km nördlich von Scharnitz stattfinden wird.

Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Mittenwald am 27. Juli 2019

Recurvebogenschützin Daniela Klesmann:

Die Anreise am Freitag gestaltete sich doch schon recht lange, obwohl es nur 270km entfernt war. Es war allerdings Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern und so zog sich die Blechlawine weit runter in den Süden. So verpasste ich leider knapp die Startnummernausgabe. Aber halb so wild, gibt es ja samstagmorgens wieder.

Wir starteten morgens schon beim Einschießen bei sehr schönem und auch heißem Wetter (ich habe ein bisschen Sonnenbrand) in einen anspruchsvollen Parcour in Mittenwald im Militärgelände. Mit soviel Sonne hatte ich gar nicht gerechnet.

Neue Deutsche Meisterin Feldbogen: Daniela Klesmann

Der Ausrichter hat sich sehr viel Mühe gegeben und es war alles bestens vorbereitet. Es war nicht immer der steilste Schuss, aber alles auf hügeligen Wiesen, was das Ganze nicht gerade einfacher machte.

Bis auf 3 Scheiben war auch alles von den Zuschauern einsehbar und sie konnten die Schützen begleiten und anfeuern. Der Parcour war gemischt gestellt mit unbekannten und bekannten Entfernungen. Da die DM leider nur noch an einem Tag stattfindet, ist es nicht mehr anders möglich. Dazu waren auch ein paar Scheiben in der Größe angepasst.

Ich war gesundheitlich etwas angeschlagen, was sich in der Kraft bemerkbar machte. So war der Tag etwas zäh und ich hatte zu kämpfen. Aber ich wollte mein Ziel, den Titel, erreichen. Also kämpfte ich mich durch. Es lief auch alles gut. Vor allem die unbekannten Entfernungen. Kurz nach der Hälfte wollte der Wettergott aber nicht mehr so mitmachen und es fing schon an zu tröpfeln. Bis dahin hatte ich aber schon gut Vorsprung aufgebaut und auch schon zwei Scheiben voll geschossen mit 18 Ringen. Zu den Regentropfen kam noch Donner dazu. An der schwersten Scheibe des Kurses, 55m 20 Grad bergauf, an dem auch die Zeit gestoppt wurde kam zum Donner noch Sturm. Es wurde aber nicht unterbrochen und so mussten wir schießen. Das war nicht so einfach und der Wind hat mir dazu auch etwas die Pfeile verblasen. Es war meine schlechteste Scheibe an diesem Tag. Oben angekommen, an der nächsten Scheibe entschieden wir dann selbst den Wettkampf zu unterbrechen. Die Kampfrichter waren dort oben nicht zu hören. Das Gewitter war mit Donner und Blitz direkt über uns. Als es nur noch regnete schossen wir dann nach ca. 15 Minuten weiter. Es dauerte eine Scheibe bis ich wieder im Wettkampf war und dann lief es die letzten drei Scheiben wieder sehr gut. Mit 15 auf 20m Bunnys kann man nicht mosern :-)

So stand nach 24 Scheiben fest: ich hatte mein Ziel erreicht und bin Deutsche Meisterin Feldbogen in der Damenklasse Recurve mit 332 Ringen. Jetzt gönne ich mir etwas Pause bis es dann wieder trainingstechnisch Richtung EM in Slowenien geht.

Blankbogenschütze Richard Klesmann:

Am Sonntag den 28. Juli fanden die Deutschen Meisterschaften Feldbogen in Mittenwald (Bayern) statt. Die Meisterschaft wurde wie schon letztes Jahr an einem Tag mit 24 Scheiben, anstatt mit 48 Scheiben, durchgeführt. Ich als Blankbogenschütze durfte am Sonntag starten.

Ich bin am Samstag ganz gemütlich um 11 Uhr gestartet, um am Nachmitttag die letzten Scheiben der Meisterschaft des ersten Tages und die Siegerehrung noch mit zu bekommen. In Mittenwald sind die meisten Scheiben für Zuschauer sehr gut einsehbar. Mein Zeitplan hat auch sehr gut hingehauen, bis auf das Gewitter und den starken Regen als ich ankam. Durch das Gewitter wurde der Wettkampf unterbrochen und so konnte ich doch noch ein paar Scheiben ansehen und die Siegerehrung sogar bei Sonnenschein genießen.

Am Sonntagmorgen bin ich, nachdem ich mir im Hotel selbst das Frühstück machen durfte, um 6:15 Uhr losgefahren. Mit einem kleinen Umweg über den Campingplatz in Scharnitz, wo ich einen Vereinskameraden abgeholt habe, kam ich kurz nach 7:00 Uhr auf dem Gelände an.

Durch die sehr gute Organisation des Veranstalters wurde der Zeitplan für die Bogenkontrolle, das Einschießen und die Gruppeneinteilungen eingehalten.

Die Meisterschaft konnte also pünktlich gestartet werden. Als Einschiebegruppe durften wir noch ein wenig entspannen und den Sportkameraden bei der ersten Scheibe, in einiger Entfernung zuschauen. Mein Start in die Meisterschaft begann gut. Die Scheiben waren sehr anspruchsvoll in das hüglige Gelände integriert worden. Das machte sich bei den Ergebnissen auch bemerkbar. Die hohen Ergebnisse an den Scheiben waren selten. Ich hatte auch so manchen Ausrutscher an den Scheiben. Da ich mich in einer Gruppe mit guten Schützen befand, die sich bei den vergangenen DM auch schon platziert hatten, konnte ich mich ein wenig orientieren und feststellen, dass es Ihnen auch nicht besser ergeht. Ich setzte mich nach dem ersten Drittel der Meisterschaft ein wenig von meinen Mitschützen ab. Da wir die Schützen der Herrenklasse Blank vor uns und die Compound-Schützen hinter uns hatten, konnte ich aufgrund des Trefferbildes annehmen, dass es meinen Mitschützen in den Gruppen vor mir auch nicht besser erging. Die Treffer im Zentrum waren nicht so dicht beieinander. Da kam in mir doch die Hoffnung auf, dass es vielleicht doch für eine vordere Platzierung reichen konnte. Das hieß für mich weiter kämpfen und die eigene Truppe möglichst auf Abstand halten. Der einsetzende starke Regen erwischte uns am schwierigsten Bergauf-Schuss. Hier stauten sich die Gruppen ein wenig, da das Schießen steil Bergauf schwierig, aber das Hochklettern zur Scheibe sich als noch schwieriger herausstellte. Der Regen hörte bis zum Ende des Wettkampes nicht mehr auf. Meine Führung in der Gruppe konnte ich bis zum Ende erfolgreich verteidigen.

Richard Klesmann (2.v.r.) wurde Deutscher Meister Feldbogen 2019

Da es noch eine Zeit brauchen würde, bis alle den Wettkampf beendet hatten, ging ich erst mal ans Auto, legte die Ausrüstung, durchnässt wie sie war ins Auto. Zerlegen und trocknen um sie im Koffer unterzubringen war bei dem Regen nicht so gut möglich. Ich klemmte meinen großen Schirm in der Heckklappe ein und so konnte ich mich wenigstens einigermaßen im Trocknen umziehen. Es war eine Wohltat wieder ein trockenes T-Shirt auf der Haut zu spüren.

Halbwegs trocken und mit dem großen Schirm kam ich zum Wettkampffeld zurück. Mein Württemberger Schützenkamerad, der in der Altersklasse startete kam gleich auf mich zu und gratulierte mir zum Deutschen Meistertitel 2019. Ich muss ihn schon ein wenig irritiert angeschaut haben, denn so richtig konnte ich es ihm nicht glauben. Ich hatte zwar aufgrund meines Ergebnisses und dem Verlauf des Wettkampfes damit gerechnet, dass es für eine Platzierung reichen könnte, aber niemals mit dem Gedanken gespielt Deutscher Meister zu werden. Ich habe mich dann natürlich sehr darüber gefreut. Als er mir dann auch noch mitteilte, dass er in der Altersklasse auch Deutscher Meister geworden ist, war die Freude noch größer. Zwei Deutsche Meister-Titel in den Blankbogenklassen nach Baden-Württemberg, das war super.

Die Siegerehrung fand wegen des Regens leider in dem sehr beengten Zelt statt. Nachdem ich auch den Sonderpreis im Auto sicher verstaut hatte, machte ich mich auf den Heimweg. Zu Hause angekommen, habe ich nur das nötigste aus dem Auto geladen und nach einer kurzen Nachtruhe ging es weiter auf die 1300 km weite Urlaubsreise in die schöne Danziger Bucht in Polen.

Recurvebogenschütze Philipp Räder:

Am Freitag, 26.07.2019, machten wir uns auf den Weg nach Mittenwald (Bayern), wo am Wochenende des 27./28.07.2019 die Deutschen Meisterschaften im Feldbogenschießen des DSB stattfanden. Gleichzeitig war dies für meine Frau und mich der Aufbruch in unseren wohlverdienten Urlaub und nur ein Wochenende später geht es gleich weiter nach Berlin.

Die Meisterschaft war vom Team des BSC Mittenwald hervorragend organisiert, sowohl hinsichtlich der Parkplätze, des Catering, etc. als auch der Streckenführung, die sogar für Zuschauer sehr attraktiv gestaltet wurde. Diese wurden mit Informationstafeln über den Sport informiert und hatten an vielen Stellen die Möglichkeit, live dabei zu sein. Lediglich der DSB hielt sich bezüglich der Anmeldung nicht an seine offiziell versendeten Informationen. Während den Startkarten zu entnehmen war, dass Bogenkontrolle und Startnummernausgabe bereits am Freitag von 16-18 Uhr vorgenommen werden konnten, erhielten wir - als wir um 17:20 Uhr bereits zum zweiten Mal anrückten - die Information, dass der DSB die Anmeldung bereits eingestellt hatte. Somit zogen wir mit mehreren enttäuschten Startern wieder ab.

Am Samstagmorgen ging es bereits sehr früh los. Die Wetterprognose versprach von allem etwas. Besonders die Unwetterwarnung für die Mittagszeit war jedoch etwas beunruhigend. Bei der Begrüßung wurden wir daher nochmal alle instruiert, wie man sich bei einem Gewitter in den Bergen zu verhalten hat.

In den ersten Stunden des Wettkampftages konnte ich bei perfektem Schießwetter und vor einem beeindruckenden Alpen-Panorama meine Leistung zeigen. Erst sechs Scheiben vor Schluss erreichte mich ein Konzentrationstief, das angekündigte Unwetter erreichte uns letztlich doch und mit einer Unterbrechung wegen des Gewitters brauchten wir für die letzten beiden Scheiben 1,5 Stunden. Nach Abschluss des Wettkampfes schaffte ich es mit 302 Ringen noch auf Platz 14 in der Herrenklasse. Glücklich und zufrieden war ich mit dem Ergebnis leider nicht, da mich die letzten Scheiben einige Ringe gekostet haben. Besonders erfreulich finde ich, dass meine Frau Vizemeisterin geworden ist. Es war ein schöner und gebührender Abschluss der Feldsaison und nun geht‘s auf in den Urlaub und nach Berlin...

Erlebt
2019

Von Bundesliga bis Zirbelnussturnier

Der 17jährige Alexander Ortler ist nach 23 Jahren erst der 2. Brandenburger, der den DBSV-Bundesliga-Pott des punktbesten Schützen gewann – eine tolle Leistung!

Von Bundesliga bis Zirbelnussturnier

DBSV Bundesliga 3. und 4. Spieltag

Recurvebogenschütze Alexander Ortler

Alexander Ortler

Am 22. und 23. Juni 2019 fand der alles entscheidende Wettkampf statt. Wir fuhren mit einem Bus und einem Auto nach Kakenstorf. Das Wetter war eigentlich sehr gut am ersten Tag. Wir kamen ein wenig zu früh an. Das machte uns aber nix aus, wir gingen was essen auf dem Platz und bauten unsere Bögen auf. Um ca. 12 Uhr fing das Einschießen an, bei mir lief es ganz gut. Dann fing der Wettkampf an und wir fingen gut an - besonders ich hatte mir vorgenommen, auf dem Treppchen zu sein und vielleicht den Pott für das Einzel-Ranking zu holen. Wir gewannen gegen vier Mannschaften und gegen ein Team machten wir ein Unentschieden. Und ich hatte keinen Punkt abgegeben - das hieß, dass ich noch vorne mitspielen konnte und mir den Pott holen könnte. Wir wussten schon, dass wir den 2. Platz sicher hatten, aber wir wollten nochmal angreifen.

Am nächsten Tag ging es um 9:30 Uhr los. Es war sehr windig und ich hatte Schwierigkeiten mit der Technik, aber wir besiegten 3 von 4 Mannschaften. In der Einzelwertung war es sehr knapp, es kam auf ein einzelnes Stechen an. Ich war sehr aufgeregt und ging trotz Probleme in das Stechen. Zu dem Zeitpunkt war es am windigsten und ich konnte das Stechen gewinnen mit einer 10 zu 9. Ich war erleichtert und zugleich freute ich mich sehr. Ich hatte mit der Mannschaft Silber und in der Einzelwertung den Pott geholt. Und dafür muss ich mich bedanken bei den Mannschaftskameraden und meinem Sponsor Bogensportwelt.

LM 3D (DSB) in Heidmühlen

Blankbogenschütze Mika Kochanowski

Am Sonntagmorgen den 30.06.2019 ging es um 7:30 Uhr los, bei strahlendem Sonnenschein und heißem Wetter, nach Heidmühlen zur Landesmeisterschaft 3D vom DSB.

Das war mein erstes Turnier vom DSB und ich war gespannt, was auf mich zukam. Um 8:30 Uhr war Anmeldung, Bogenkontrolle und anschließend Begrüßung und Einschießen. Der Parcours war recht klein und überschaubar.

Um 10:00 Uhr war Schießbeginn für 12 Ziele mit einer max. Entfernung von 30 Metern. Wir mussten je Tier 2 Pfeile schießen und es wurden beide Pfeile gewertet. In der ersten Runde lief es recht gut bei mir, trotz neuer Einstellung meines Bogens, da der Bogen mir noch zwei Tage vorher Probleme machte und meine Pfeilauflage kaputt gegangen war. Ich hatte 150 Punkte in der ersten Runde erschossen.

Wir hatten dann von ca. 12:45 Uhr bis 14:00 Uhr eine Pause, was für mich eindeutig zu lange war. Ich war irgendwie völlig raus und in der zweiten Runde lief es dann leider nicht so gut. Dazu kam noch das heiße Wetter, alle Teilnehmer hatten damit zu tun.

In der zweiten Runde mussten wir wieder 12 Ziele mit je 2 Pfeilen schießen und da hatte ich leider nur 115 Punkte erschossen. Damit war ich nicht zufrieden.

Um 16:30 Uhr waren wir mit den Parcours durch und ich wollte nur noch nach Hause, daher sind wir auch nicht mehr bis zur Siegerehrung geblieben. Insgesamt hatte ich 265 Punkte erschossen und da wir nicht bis zur Siegerehrung geblieben sind, weiß ich auch gar nicht auf welchen Platz ich gelandet bin. Sobald ich es weiß, werde ich es noch nachreichen

Compoundschützin Jona Sophie Müller

Jona Sophie Müller

Am 22.06.2019 richtete der Verein "SV Blau Weiß 1921 Weißensee" die Thüringer Landesmeisterschaft DBSV Runde im Freien für Compound und Recurve 2019 in ihrem Heimatort aus. Circa 65 Schützen stellten sich bei schönstem Sonnenschein dem Wettkampf, allerdings hatten wir mit starkem Wind zu kämpfen. Ich habe diesen besonders auf den Distanzen 50m und 40m gemerkt. Hinzu kam dann auch noch, dass ich zum ersten Mal mit einem komplett neuen Satz Pfeile geschossen habe. Ein Materialwechsel kurz vorm Turnier ist immer eine kleine Herausforderung, man muss erstmal testen und das ein oder andere Pünktchen geht verloren... Aber ich hab mich ganz gut geschlagen.

Wie gesagt, bei 50m (283 Ringe) und 40m (296 Ringe) machte mir zusätzlich der Wind zu schaffen. Ich konnte an meinen Trainingserfolg leider nicht anknüpfen. Die 30m (309 Ringe) und 20m (337 Ringe) liefen dann wieder ganz gut. In der Gesamtrunde konnte ich meinen persönlichen Rekord verbessern (1225 Ringe). Das bedeutet unterm Strich: 2 neue Thüringer Landesrekorde in der U14 weiblich auf 30m und in der Gesamtrunde, sowie den 5. Thüringer Landesmeistertitel in diesem Jahr - JUHU!

Jetzt heißt es weiter fleißig trainieren. Ich habe mich mit meinem Ergebnis zur Deutschen Meisterschaft der Jugend in Karlsruhe gemeldet. Heute wurden die Qualifikationslisten des DBSV veröffentlicht. Ich konnte mich in der U14 Compound qualifizieren, allerdings muss ich gegen die Jungs ran - das ist wirklich eine Herausforderung. Mein Ziel wird sein, meine Leistung noch einmal zu verbessern und meine Rekorde aufzuhübschen. Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Urlaubszeit.

Fackelturnier in Ichenhausen

Talida Chrubasik

Am 06.07. ging es für mich zum Fackelturnier nach Ichenhausen. Seit Langem habe ich mich wieder an einem Spaßturnier angemeldet.

Nach starkem Regen startete der erste Durchgang mit sehr gutem Wetter. Auf 50 Meter erreichte ich 311 Ringe.

Im zweiten Durchgang, der dann auf 30 Meter im Dunkeln geschossen wurde, lief es dann wesentlich besser und ich erzielte, obwohl ich meine Pfeile nicht sehen konnte, 325 Ringe.

Sowohl mit der Mannschaft, als auch im Einzel landete ich auf Platz 1. Ich fand es sehr schön, mal wieder bei einem Fackelturnier teilzunehmen, da ich früher schon sehr oft an solchen Turnieren teilnahm.

LM World Archery im Freien

Compoundschütze Adrian Hotz

Am 30.06. fand die diesjährige Landesmeisterschaft im Fita im Freien in Karlsruhe statt.

Ich startete in der Herrenklasse Compound zusammen mit 14 weiteren Schützen.

Adrian Hotz

Mit strahlendem Sonnenschein und 30 Grad am Morgen, startete mein Tag. Dort angekommen musste ich feststellen, dass zwei Schtzen in meiner Altersklasse nicht erschienen sind.

Im Verlauf der Morgenstunden wurde der Sonnenschein immer kräftiger, sodass wir den ganzen Tag über dem strahlenden Sonnenschein bei sehr warmen Temperaturen ausgesetzt waren.

Um 9:30 Uhr startete das Turnier mit den Probepfeilen. Insgesamt wurden drei Passen geschossen.

Mein Start an diesem Tag war sehr gut, was meine Vorfreude auf das Turnier nochmal steigerte. Mit den ersten zwei Wertungspfeilen sollte die Anfangseuphorie jedoch schnell verblassen. Mit zwei „Sechsern“ war das Turnier quasi schon gelaufen. Nichtsdestotrotz konnte ich mich gegen Ende mit guten Leistungen stabilisieren. Den anfänglichen Fehler konnte ich nicht ausgleichen. Mit 321 Ringen war ich daher nur im Mittelfeld vertreten. Daher war der Anspruch für den zweiten Durchgang sehr hoch.

Nach einer Pause von 20 Minuten ging es weiter mit dem zweiten Durchgang. Unglücklicherweise ereignete sich ein ähnlich schlechter Start wie in Durchgang eins. Zwar konnte ich bei den nachfolgenden Passen den Verlauf des ersten Durchgangs wiederholen, sogar in einem etwas höheren Niveau, doch letztendlich half alles nichts. Mit 329 Ringen und einem Gesamtergebnis von 650 Ringen reichte es nur für den 8. Platz.

Insgesamt war ich über weite Strecken mit meiner Leistung zufrieden. Trotzdem gab es ein paar Fehler, die mich vor allem im Gesamtergebnis gehemmt haben.

Zirbelnussturnier in Augsburg

Compoundschütze Sebastian Siemandel

Am 23. Juni habe ich mich auf den Weg nach Augsburg gemacht, um am 3. Augsburger Zirbelnussturnier teilzunehmen. Gestartet bin ich nicht für den Landeskader des BSSB, mit dem wir einmal im Jahr ein Kaderturnier schießen.

Ich bin um 6 Uhr in Oberdachstetten losgefahren um pünktlich um 8.00 am Sportgelände des BSC Augsburg einzutreffen. Die Anfahrt war eigentlich ganz entspannt, da die Straßen zu dieser Zeit noch recht frei waren. Das Wetter war sehr gut, genauso wie die Stimmung - es herrschten also optimale Wettkampfbedingungen. Um 9:00 Uhr startete eine halbe Stunde freies Einschießen, in das ich prima gestartet bin.

Um 9:30 Uhr wurde pünktlich mit dem Wettkampf gestartet, im ersten Durchgang habe ich nicht richtig eingefunden und 342 Ringe geschossen. Auch im zweiten Durchgang hatte ich keinen optimalen Start erwischt, war aber mit 344 Ringen dann ganz zufrieden. Das war mit 686 Ringen 1. Platz in der Klasse Junioren Compound.

Die Besten 16 aus den Klassen Compound Herren, Master, Damen und Junioren haben sich für das Finale, in dem es um das Preisgeld ging, qualifiziert.

Das Achtelfinale konnte ich noch für mich entscheiden, im Viertelfinale bin ich dann leider ausgeschieden und hatte somit keine Chance mehr auf das Preisgeld. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung trotzdem sehr zufrieden.

Erlebt
2019

Von Universiade bis zur DM World Archery 2019

Neuer deutscher Rekord (696) auf 2x50m für unseren Compounder Domenic Kiehl sowie WM-Nominierung für ihn & Tim Krippendorf – alle in’s Gold in Madrid!

Sommer-Universiade in Neapel / 03.-14.07.2019

Compoundbogenschütze Leon Hollas

Im Zweijahresrhythmus findet die Sommer-Universiade als weltweit zweitgrößtes Multisport-Event statt. Gastgeber war dieses Mal Italien mit verschiedenen Sportstätten rund um Neapel. Der Bereich Bogensport war mit etwa 230 Studenten vertreten.

Leon Hollas

Die Wettkämpfe unserer Sportart starteten diesmal ein wenig später, sodass wir der Eröffnungsfeier leider nicht beiwohnen konnten. Am neunten Juli wurde die Qualifikationsrunde in einem von unserer Unterkunft eine halbe Busstunde entfernten Fußballstadion ausgetragen. Leider verlief der Wettkampf sehr durchwachsen, sodass ich lediglich 29. der Vorrunde war. Bei einem Starterfeld von weniger als 50 Compound Herren bedeutet das die untere Hälfte, welche nicht die beste Ausgangsposition für die Finals ist. Am darauffolgenden Tag startete am Morgen das Finalschießen. In der ersten Runde konnte ich mich gegen Oleg Piven aus der Ukraine durchsetzen, schied aber bereits in der nächsten Runde, dem 1/16-Finale, aus und landete somit schlussendlich auf dem 17. Platz. Alles in allem ein eher ernüchterndes Ergebnis.

Eine Mannschaft konnten wir leider nur im Recurve-Bereich stellen. Diese konnte ich dann am dritten Tag noch anfeuern.

Zum Schluss blieb uns noch Zeit, ein paar andere Sportarten anzuschauen und die Abschlussfeier am 14. Juli zu genießen, bevor wir uns wieder ins kalte Deutschland aufmachten.

Sparkassen-Cup / Fackelturnier in Ichenhausen

Compoundschütze Domenic Kiehl

Am 06. Juli 2019 fuhr ich mit meinem Verein dem BSV Pfaffenhausen e.V. nach Ichenhausen zum 22. Sparkassen Cup. Dies ist ein Fackelturnier 50m/30m. Da dies wieder kein offizielles Turnier war und ich immer eine Herausforderung brauche, trat ich wieder in der Herrenklasse an. Denn als Kadett wär ich als Einziger gestartet.

Domenic Kiehl: 1. mit der Mannschaft

Wir fuhren am späteren Nachmittag los. Unsere Laune war super, genauso wie das Wetter bis zu diesem Zeitpunkt.

Am Platz angekommen, nutze ich die Zeit um viele Bekannte zu begrüßen und etwas zu quatschen. Wie immer baute ich meinen Bogen auf und bereitete mich auf das Turnier vor. Es war zwar ein kleines, aber sehr nettes Turnier.

Um 18.30 Uhr sollte das Turnier eigentlich beginnen. Aber leider hatte sich das Wetter schnell verschlechtert. Es fing plötzlich an, wie aus Eimern zu schütten und es ging ein kleiner Sturm. Wir mussten abwarten. Aber Gott sei Dank hörte es ziemlich schnell wieder auf. Nur der Wind wollte noch nicht nachlassen. Aber nach der Begrüßung konnten wir mit den Probepfeilen beginnen.

Das besondere an diesem Turnier war, dass ich im ersten Durchgang auf 50m schoss und im zweiten auf 30m, die im dunklen bei Fackellicht geschossen wurden. Und das immer nur drei Pfeile pro Passe geschossen wurden.

Leider hatte ich am Anfang noch mit dem Wind zu kämpfen und ich war heute nicht ganz auf der Höhe. Pfeil um Pfeil schoss ich mal mehr, mal weniger aber am Ende auf 50m schoss ich 335 Ringe. Ich war nicht mit mir zufrieden.

Auf 30m ging es besser, aber durch die Dunkelheit fiel es mir schwer, die Auflage zu sehen. Aber trotzdem schoss ich 349 Ringe und das waren dann insgesamt 684 Ringe und das hieß Platz 3 in der Herrenklasse. Und mit der Compoundmannschaft wurden wir erster.

Es war mal wieder toll, ein solches Turnier zu schießen um wieder neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Nun freue ich mich auf die 2. Rangliste in Kienbaum vom 13.-14. Juli 2019.

2. Rangliste DSB in Kienbaum

Compoundschütze Tim Krippendorf:

Dieses Mal war die Anreise ins Bundesleistungszentrum Kienbaum relativ angenehm. Unser Landesverband hat einen Bus organisiert, in dem alle Landeskaderschützen und Trainer fahren konnten. Trotz ein paar Staus haben wir es geschafft rechtzeitig in Berlin zu sein, um noch eine Stunde trainieren zu können. Das Training war etwas durchwachsen und ich war nicht wirklich zufrieden mit meinem Ablauf. Nur bei der letzten Passe hatte ich ein gutes Gefühl, musste dann aber zusammenpacken.

Tim Krippendorf & Sebastian Siemandel

Das Wetter für die kommenden Tage war sehr durchwachsen gemeldet - von Regen über Wind bis hin zu Hagel war alles dabei. Aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan. Man hat zwar gemerkt, dass alle Schützen angespannt waren und ihr Bestes geben wollten, die Stimmung war aber trotzdem gut.

An dieser Rangliste waren 8 Teilnehmer in der gemischten Jugend- und Juniorenklasse. Als der Wettkampf startete, war ich anfangs ziemlich nervös, da ich wusste, dass es die letzte Chance ist, sich für die WM zu qualifizieren. Aber als die ersten Wertungspfeile geschossen habe, habe ich wieder mein Selbstvertrauen gefunden. Ich schoss in dieser Quali 693 Ringe und wurde somit erster. Auch nach der Mittagspause wurde es nicht schlechter. Ich gewann 6 von 7 Matches. Nur im Regen musste ich mich gegen Domenic Kiehl mit einem Ring Rückstand gelschlagen geben. Außerdem schoss ich meine persönliche Bestleistung in einem der Matches: 149 von 150.

Am nächsten Tag ging es gleich um 8:30 weiter mit der nächsten Qualifikation. Ich habe gut geschlafen und war guter Dinge für diesen Tag. Auch am Sonntag habe ich eine persönliche Bestleistung geschossen, 698 Ringe und somit wieder erster Platz. Dann im Viertel Finale konnte ich mit 145 Ringen gewinnen. Auch das Halbfinale gegen Sebastian Siemandel konnte ich mit 147 Ringen für mich entscheiden. Nur im Finale bin ich in der letzten Passe etwas nervös geworden und habe mit zwei Ringen Rückstand verloren.

Alles in allem war das wohl der beste Wettkampf, den ich bis jetzt geschossen habe und das Beste ist, dass ich die 2. Rangliste gewonnen habe und mich somit auf die WM qualifizieren konnte.

Compoundschütze Domenic Kiehl:

Am Freitag den 12. Juli 2019 war es wieder soweit! Ich fuhr ganz in der Früh nach Hochbrück/München, um von dort aus mit dem BSSB Kader nach Kienbaum zu fahren.

Die Fahrt war sehr lange und anstrengend. Wir kamen am späten Nachmittag in Kienbaum an. Das Wetter war noch sehr gut und darum gingen wir noch zum Training. Dort hatte ich gleich die Möglichkeit meine Bögen einzuschießen und mich an den Platz zu gewöhnen. Das Training lief eigentlich ganz gut. Und ich hatte für den morgigen Tag ein gutes Gefühl.

Nach einer guten und erholsamen Nacht und einem guten Frühstück ging es dann zum Schießplatz. Das Wetter war heute eigentlich sehr gut. Es schien die Sonne und war warm, eher schon dampfig. Aber das muss man so nehmen wie es kommt. Ich war heute voll motiviert und bereit, mein Bestes geben. Ich wollte ja meine Teilnahme zur WM sichern.

Es ging mit dem Einschießen los, aber leider musste ich schnell feststellen dass ich heute kein gutes Gefühl beim Schießen hatte. Ich versuchte alles, um in meinem Rhythmus zu kommen. Am Anfang schoss ich noch mit meinen neuen Bogen, aber irgendwie wollten wir zwei noch nicht zusammen gehören. Ich wechselte dann auf meinen Zweitbogen. Dies war dann etwas besser. Ich versuchte mich zu konzentrieren und meinen Rhythmus zu finden. Das gelang mir nur bedingt und ich schoss im ersten Durchgang 342 Ringe. Ich war nicht zufrieden und fing an, an mir zu zweifeln. Dies war nicht gut.

Der zweite Durchgang war dann noch schlechter. Nur 331 Ringe, insgesamt 673 Ringe und Platz vier in der Quali. Ich war sehr enttäuscht von mir.

Nach der Mittagspause ging es dann in die Matches. Das Wetter meinte es jetzt nicht mehr so gut mit uns. Es zog immer mehr zu und begann zu regnen. So schoss ich ein Match nach dem anderen. Dann kam es noch dicker - zu Beginn des sechsten Machtes fing es an zu hageln und wir mussten eine halbstündige Pause einlegen. Am Ende gewann ich von sechs Matches drei. Dies war ok. Aber ich war von diesem Tag sehr enttäuscht von mir und ich wusste, dass die Teilnahme an der WM in weite Ferne gerutscht ist.

Domenic Kiehl holt neuen dt. Rekord

Am Sonntag den 14. Juli 2019 ging es wieder früh los. Ich ging wieder an den Schießplatz. Nach dem gestrigen Tag habe ich mit der Teilnahme an der WM abgeschlossen und mein Ziel für heute war, dass ich das Wochenende gut abschließen wollte und somit vielleicht noch Kraft für die Deutsche Meisterschaft tanke.

Das Wetter war heute perfekt zum Schießen. Es war leicht bewölkt und nicht zu kalt, einfach ein super Wetter. Beim Einschießen merkte ich, dass es sich heute wieder besser anfühlt. Der Durchgang begann und ich fing mit einer 56 an. Mein erster Gedanke war, nicht schon wieder wie gestern. Aber dann sagte ich mir selber „NEIN“ heute wird es besser und ich sollte Recht behalten. In der zweiten Passe gleich eine 58 und da war er wieder, mein Rhythmus und das gute Gefühl. Es lief wie am Schnürchen und ich konnte diesen Durchgang mit 348 Ringen beenden. Ich freute mich riesig.

Nach einer kurzen Pause ging es in den zweiten Durchgang. Jetzt nur nicht aus der Ruhe kommen. Ich hoffte, dass ich nochmal so einen Durchgang schaffe. Und „JA“ ich schaffte es. Nochmal 348 Ringe und ein Gesamtergebnis von 696 Ringen. Ich freute mich riesig, denn das war meine persönliche Bestleistung und nicht nur das! Ich schoss an diesem Tag einen neuen DEUTSCHEN REKORD auf 2x 50m. Der Alte lag bei 694 Ringen. Wow, ich war so stolz!

Nun musste ich mich aber nochmal sammeln, ich hatte ja noch die Matches vor mir. Und diese wollte ich auch noch gut machen und dies gelang mir heute auch gut. Ich wurde Dritter. Das sollte an diesem Tag aber nicht alles sein. Nach dem Turnier wurde uns allen verkündet, wer nun zur WM nach Madrid durfte.

Wie gesagt, ich hatte damit schon abgeschlossen, aber da habe ich falsch gedacht. Nachdem ich heute so gut geschossen habe und auch über das bisherige Schießjahr gute Leistungen gebracht habe, wurde ich als dritter Schütze für die WM nominiert. Ich darf zur WM nach Madrid/Spanien. Ich freu mich riesig.

Aber jetzt kommt erst einmal noch die Deutsche Meisterschaft in Berlin und da möchte ich natürlich auch gut abschneiden. Nun heißt es noch trainieren, trainieren und sich bis dahin vorbereiten.

Compoundschütze Sebastian Siemandel:

Am 12. Juli habe ich mich auf den Weg zur Rangliste in Kienbaum gemacht ich wurde bereits um 10 Uhr in Feucht abgeholt damit wir abends rechtzeitig zum Training kommen.

Am Samstag war das Wetter in Kienbaum eher durchwachsen

Da ich seit Donnerstag Rückenprobleme hatte und eine Entzündung der kurzen Bizepsehne konnte ich nur mit Schmerzmitteln schießen und musste mich Freitag schon durchs Training kämpfen. Die erste Quali am Samstag lief dann dementsprechend schlecht mit 671 Ringen erreichte ich in der ersten Quali nur den 5. Rang, in den Matches konnte ich anschließend 4 von 7 für mich entscheiden. Sonntag war sowohl mein Arm als auch mein Rücken wieder besser, wodurch auch mein Ergebnis in der zweiten Quali wieder besser war: mit 687 wurde ich 4. Vor dem Finalschießen wusste ich, dass wenn ich das Viertelfinale gewinne, nicht mehr von meinen Konkurrenten eingeholt werden kann und mir somit der 3. Platz sicher wäre, weshalb ich auch alles in das Viertelfinale reingeworfen hab und es auch gewonnen hab. Leider habe ich dann das Halbfinale knapp verloren und wurde insgesamt 4.

Insgesamt war ich nun 3. Platz, weshalb ich eigentlich fest mit einer Nominierung für die WM in Spanien gerechnet habe, entgegen meinen Erwartungen darf nun jedoch der 4. Platzierte mit zur WM fahren.

Insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden, da ich trotz Verletzung den 3. Platz halten konnte, enttäuschend und unverständlich ist jedoch, dass der 4. Platzierte mit zur WM darf.

Allgäuer Käseturnier

Compoundbogenschütze Domenic Kiehl

Am 20. Juli 2019 fuhr ich wieder nach Isny im Allgäu zum 13. Allgäuer-Käse-Turnier. Das ist ein super Turnier. Es ging sehr früh los da die Fahrt dorthin ca. eine Stunde dauerte. Das Wetter an diesem Tag war super. Es sollte richtig heiß werden.

1. Platz beim Allgäuer Käseturnier

Meine Laune und Motivation war super und ich hatte richtig Lust heute zu schießen. In Isny angekommen, gingen wir in das Sportstadium. Hier fand das Turnier wieder statt. Wie immer baute ich als erstes meinen Bogen auf und bereitete wieder alles vor. Zuerst begrüßte ich alle meine Freunde und Bekannten und gönnte mir noch ein kleines Frühstück. Ich schoss an diesem Tag in der Juniorenklasse, sonst wäre ich wieder der einzige Starter in meiner Klasse gewesen.

Nach der Begrüßung begann pünktlich das Einschießen. Dies lief heute irgendwie nicht ganz so rund. Leider hatten wir an diesem Platz wieder Wind und ich konnte mich nicht so ganz darauf einstellen. Aber Jammern hilft nichts! Ich gab mein Bestes und versuchte mich mit allem zu arrangieren. Der Erste Durchgang lief eigentlich ganz gut und ich konnte 333 Ringe auf die Platte bringen. Im Anschluss durften wir dann noch unsere drei Pfeile für das sogenannte Finale schießen. Denn aus allen Compoundklassen gingen durch diese drei extra Pfeile die besten acht nach dem Turnier ins Finale. Das ist auch in den anderen Klassen so. Ich schoss bei diesen drei Pfeilen eine 29 und hatte mich dadurch für das Finale qualifiziert.

Jetzt war erst mal Mittagspause! Ich holte mir erst mal eine Stärkung. Das tolle an diesem Turnier ist nämlich das es dort selber gemachte Kässpätzle gibt ;-). Nach der super Stärkung ging es in den zweiten Durchgang. Und dieser war wie der erste durchwachsen aber gut. Ich schoss nochmal 332 Ringe. Ich wurde erster mit 665 Ringen.

Nun ging es anschließend in das besondere Finale. Das ganze lief etwas anders ab wie in den Finals der WA. Zuerst schießen alle drei Pfeile. Somit legte man eine Ringzahl vor, diese gilt als Puffer. Ich habe eine 27 geschossen.

Anschließend darf man immer nur einen Pfeil schießen, dieser wird dann auf die vorgelegte Ringzahl addiert. Wer dann nach der Runde am wenigsten Ringe hat, scheidet aus. Ich muss sagen, dass das ein gutes Training für Stechpfeile ist, weil dieser eine Pfeil muss passen - sonst bist du raus.

Bei mir lief es die sechs Runden immer super. Ich habe von den 100 möglichen Ringen 95 geschafft. Leider wurde ich nur Zweiter, weil der Erstplatzierte 99 Ringe von 100 hatte. Aber ich freute mich riesig, denn ich schoss gegen Henning Lüpkemann, einem Erwachsenen und sehr erfahrenen Schützen.

Am Ende war ich super stolz und glücklich, denn es war wieder mal ein tolles Turnier mit viel Spaß und guter Laune. Ich habe wieder viel gelernt und viele Erfahrungen gesammelt. Nun freu ich mich auf die Deutsche Meisterschaft vom 01.-03. August 2019 in Berlin und hoffe, dass diese gut läuft.

Jugendverbandsrunde

Recurvebogenschütze Moritz Wieser

Am 27. und 28. Juli 2019 fand das Finale der Jugendverbandsrunde in München/Hochbrück statt. Ich bin am Samstagmorgen angereist, da ich lediglich 1 Stunde Fahrt nach Hochbrück habe.

In der Juniorenklasse starteten 16 Schützen. Das Wetter war sehr angenehm, etwas windig zwischendurch aber für Hochbrück normal. Nach einer guten Qualifikation mit 322 und 328 Ringen, konnte ich mir den ersten Platz sichern und für die Mannschaft hieß es dann ebenfalls Platz 1.

Am Sonntag wurden die Finals ausgeschossen. Um 8.30 Uhr begann das Einschießen und um 9 Uhr das ¼ Finale. Dieses konnte ich mit 6-0 für mich entscheiden. Im Halbfinale hatte ich einige Probleme mit dem Wind und meiner Schießtechnik, weshalb ich anfangs 0:4 zurücklag. Jedoch konnte ich mit 27 und 30 Ringen den Ausgleich auf 4-4 schaffen. In der 5. Passe des Matches verlor ich leider mit 27-29 Ringen und qualifizierte mich hiermit für das Bronzefinale. Diese konnte ich mit 6-4 für mich entscheiden, womit ich mir im Einzel den 3. Platz der Jugendverbandsrunde sicherte.

Das Wochenende war eine gute Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft in Berlin. Vielen Dank auch an das Team Bogensportwelt für eure Gutscheine zum 1. und 3. Platz.

DM World Archery DSB in Berlin

Compoundschütze Domenic Kiehl:

Domenic Kiehl holt Gold bei der DM

Am Donnerstag den 01. August 2019 war es nun soweit. Am Mittag fuhr ich nach Berlin zur Deutschen Meisterschaft WA 720. Die siebenstündige Autofahrt war eigentlich sehr entspannt und lustig. Wir kamen am Abend in unserem Hotel an.

Am Freitag war für mich eigentlich Chillen angesagt, da ich ja erst am Samstag ran durfte. Ich fuhr an diesem Tag nur kurz auf das Schießgelände, um zu schauen wie es dort ist und um die Atmosphäre gleich aufzunehmen - diese war gigantisch! 90 Scheiben waren dort aufgestellt, was für ein Anblick. Dort konnten 360 Bogenschützen schießen. Dies war schon richtig beeindruckend.

Ich holte gleich noch meine Startnummer, damit ich in der Früh keinen solchen Stress hatte. Danach fuhr ich wieder ins Hotel.

Ich fand das aber gar nicht so schlimm. Somit hatte ich genügend Zeit mich vorzubereiten. Ich gönnte mir noch ein kleines Frühstück, baute in aller Ruhe meine Bögen auf, hörte Musik und quatschte noch mit einigen Bekannten. Meine Laune war super und ich hatte voll Bock zu schießen. Meine Motivation war sehr hoch, denn ich wollte heute nochmal die 690 Ringe erreichen.

Während das Finale der Recurver lief, hatten wir unsere Bogenkontrolle und noch genügend Zeit, um uns warm zu machen.

Nun ging das Einschießen zwar mit einer halbstündigen Verspätung los, aber es lief eigentlich ganz gut. Ich merkte aber schnell, dass an meinem Visier was nicht stimmte und ich es nicht mehr verstellen konnte. Das war ja nicht schlimm, ich hatte ja noch meinen Ersatzbogen da. Und dieser war auch griffbereit.

Um ca. 10.00 Uhr ging es los! Der Wettkampf konnte beginnen. Meine Nervosität stieg an und meine Gedanken kreisten wieder: „Lief es gut, konnte ich mein Können abrufen und hielt ich dem Druck stand?“

Der erste Wertungspfeil ging auf die Reise und er traf voll in die Zehn! Die nächsten gingen auch so weiter 10,10,9,10,10. Eine 59 zum Anfang. Ich freute mich darüber und dadurch fiel die Anspannung wieder leicht ab. Wärend der nächsten Passen fand ich immer mehr in meinen Rhythmus und ich schoss sehr entspannt meinen ersten Durchgang durch und erreichte 345 Ringe. Ich freute mich darüber und ging glücklich in die Pause.

Erfolgreicher Abschluss der Jugendklasse CP

Nach einer kleinen Stärkung und Erholung ging es in Runde zwei. Die Anspannung stieg wieder an. Hoffentlich konnte ich nochmal so eine Runde hinlegen. Der Wind hat etwas aufgefrischt, aber das war mir egal. Ich versuchte mich voll auf mein Ziel zu konzentrieren.

Die erste Passe war eine 57 und ich war etwas angespannt. Sollte es doch nicht so weitergehen? Ich versuchte diese Gedanken gleich wieder weg zu schieben und mich weiter zu konzentrieren, was mein Ziel war. Passe um Passe schoss ich meine Pfeile und die Ergebnisse waren etwas durchwachsener als im ersten Durchgang. Am Ende konnte ich dann doch noch 343 Ringe für mich verbuchen.

Dies hieß für mich, ich habe 688 Ringe geschossen und ich freute mich riesig darüber, auch wenn ich die 690 nur knapp verfehlte. Ich wurde an diesem Tag Deutscher Meister mit 19 Ringen Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Ich freue mich riesig über diese Medaille, da es ja letztes Jahr so blöd lief (Turnier-Abbruch aufgrund gesundheitlicher Probleme). Somit konnte ich mein letztes Turnier in der Jugendklasse Compound super beenden.

Aber die Saison ist noch nicht ganz vorbei. Nun laufen die Vorbereitungen für die Junioren WM. Diese findet vom 19.- 25. August 2019 in Madrid/ Spanien statt. Dort gehe ich mit meinen Teamkollegen Tim Krippendorf und Paolo Kunsch in der Juniorenklasse Compound an den Start. Wir freuen uns schon riesig darauf und würden uns auch darüber freuen, wenn viele uns die Daumen drücken.

Compoundschütze Tim Krippendorf:

Dieses Jahr fand die Deutsche in Berlin im Rahmen der Veranstaltung „Die Finals – Berlin“ statt. Hierbei fanden in ganz Berlin 10 Deutsche Meisterschaften statt, Die DM Bogen auf dem Maifeld gleich hinter dem Olympiastadion.

ngereist bin ich bereits am Freitag den 02.08, da ich am Samstag schon um 09:00 schießen musste. Ich bin schon ziemlich früh losgefahren und konnte mir somit das ganze Wettkampffeld in Ruhe anschauen.

Ein letztes Mal bin ich in der Juniorenklasse Compound gestartet. Insgesamt waren 12 Schützen in dieser Klasse am Start. Geplant war der Wettkampfbeginn um 09:00 Uhr, allerdings hat es sich um ca. eine Stunde verzögert, da am Vortag das Halbfinale der Recurveschützen wegen dem Unwetter abgebrochen worden ist. Als es dann endlich losging, war ich hochmotiviert. Im Einschießen habe ich sofort in den Wettkampf gefunden. Leider hatte ich dann in den ersten Wertungspassen einen etwas holprigen Start. Ich habe meine Fehler aber schnell gefunden und konnte mich wieder an die Spitze setzen. Den ersten Durchgang habe ich dann mit 346 Ringen beendet.

Im zweiten Durchgang habe ich dann sofort wieder angefangen zu treffen und konnte mich weiter absetzen. Leider habe ich dann in der vorletzten Passe kurz meine Konzentration verloren, sodass meine Führung von 8 Ringen auf 3 Ringe schrumpfte. Am Ende hat es trotzdem gereicht und ich bin mit 689 Ringen Deutscher Meister in der Juniorenklasse Compound geworden.

Die Stimmung während des Wettkampfes war ziemlich gut. Nach meinem holprigen Start hat sich meine Stimmung zwar etwas gelegt aber das hat sich schnell wieder geändert. Auch das Wetter war gut, es war zwar ziemlich warm aber nach der Hitzewelle in Deutschland war man das ja mittlerweile gewohnt. Es war zeitweise etwas windig, die Böen konnte man aber abwarten.

Compoundschütze Leon Hollas:

Der Höhepunkt der Außensaison, die Deutsche Meisterschaft des Deutschen Schützenbundes (DSB), wurde vom 02. bis 04. August in Berlin ausgetragen. Dabei war der Bogensport eine der zehn Sportarten, deren Deutsche Meisterschaften an diesem Wochenende in Berlin stattfanden. Eingebettet in ein solches Sportevent der Superlative war natürlich auch die mediale Aufmerksamkeit um einiges größer und konnte die DM letzten Jahres in Wiesbaden übertreffen. Knapp 700 Schützen haben sich auf dem Maifeld in Berlin getroffen, um die besten unter sich auszumachen.

Die Finalarena konnte sich sehen lassen

Ich trat Sonnabend früh, zusammen mit 54 weiteren Compound Herren, an die Schützenlinie. Der erste Durchgang verlief durchwachsen und endete mit einem für die guten Wetterbedingungen zu niedrigem Ergebnis. Nach der Pause konnte ich ein paar Ringe mehr herausholen und landete auf dem achten Platz. Die besten 16 kamen ins Finale. Das Achtelfinale konnte ich für mich entscheiden, unterlag dann aber eine Runde später und schied somit leider aus. In der Endwertung bedeutete dies Platz sechs. Die jeweiligen Gewinner des Viertelfinales durften am Sonntag auf jeden Fall noch um eine Medaille auf dem Olympischen Platz vor dem Olympiastadium schießen. Diese Begegnungen wurden auch übertragen und von einer großen Zuschauermenge auf den Tribünen begleitet.

Recurveschütze Moritz Wieser:

Vom 1.8.-4.8.2019 war ich in Berlin bei den Deutschen Meisterschaften. Diese wurden im Rahmen der Veranstaltung „die Finals 2019“ mit 9 anderen Sportarten ausgeführt und war als ein Sportevent der Superlative von Olympia Feeling geprägt.

Am Freitag begann für mich die Qualifikation um 9:30 Uhr auf dem Maifeld. Mit 636 Ringen konnte ich mich auf Platz 5 schießen. Mit dem Ergebnis war ich nicht ganz zufrieden, da ich in der 4. Passe leider ein M geschossen habe.

Nach einer kurzen Pause begannen die Finals und mein erster Gegner war Robin Uhrich. Gegen ihn konnte ich mich 7-1 durchsetzen und ich qualifizierte mich für das Viertelfinale. Mein nächster Gegner war Niklas Hamann. Ich hatte einige Probleme mit dem Wind in diesem Match, weshalb ich anfangs 4-0 zurück lag. Letzten Endes konnte ich das Match drehen und mit 6-4 für mich entscheiden. Das Halbfinale wurde wegen der schlechten Wetterbedingungen auf Samstagmorgen verschoben.

Um 8:00 startete das Einschießen und anschließend das Match gegen Jonathan Vetter. Dieses verlor ich leider 6-0. Ich freute mich aber sehr über den Einzug ins Bronzefinale gegen Adrian Scheiding.

Nach einer mehrstündigen Pause begann das Einschießen für mich und Adrian auf dem Trainingsfeld der Finalarena. Nach etwa 20 Minuten wurden wir von einem Kampfrichter zur Arena begleitet. Die Arena war mit rund 2000 Zuschauern sehr voll. Die Stimmung war Klasse. Mit 27-27 Ringen konnte ich gut in das Finale starten. In der Nächsten Passe gewann ich den Satz mit 28-26 Ringen und ich lag 3-1 vor Adrian. Ich gewann noch die nächsten 2 Punkte und Adrian startete seine Aufholjagd bis zu dem 5-5. Das bedeutet ein Stechen. Die 10 Sekunden Vorlaufzeit vor dem Stechschuss begonnen und über die Lautsprecher wurde der Sound eines Herzschlags gespielt. Ich habe ein X geschossen und war sehr erleichtert. Adrian bewies aber seine Stärke und schoss ebenfalls eine 10. Der Kampfrichter entschied dass meine 10 näher am Zentrum war und die Bronzemedaille war meine. Ich bin äußerst zufrieden mit dem Ergebnis der Deutschen Meisterschaft und meinem Saisonende.

Es war ein tolles Gefühl mit dabei zu sein bei dieser Deutschen Meisterschaft. Jetzt mach ich eine Pause bevor ich das Training für den European Club Teams Cup beginne.

Recurveschützin Talida Chrubasik:

Talida Chrubasik holte ebenfalls Bronze

Am 01.08. ging es für mich und meine Trainer zur Deutschen Meisterschaft nach Berlin. Am Freitag, den 02.08., begann mein Wettkampf. Die Qualifikation lief relativ gut und ich landete mit 609 Ringen auf Platz 4. Das Finale startete sehr gut und somit gewann ich die ersten beiden Matches. Damit war klar, ich werde am nächsten Tag in der Finalarena stehen. Da das Wetter überhaupt nicht mitspielte musste der Wettkampf abgebrochen und am Finaltag um 8 Uhr morgens fortgeführt werden. Leider musste ich mich dann gegen Elisa Tartler geschlagen geben. Das Bronzematch in der Finalarena gegen Lea Marie Schweer lief jedoch besser und ich konnte somit mit 6:2 das Match für mich entscheiden. Das heißt Bronze für mich. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und kann jetzt motiviert in die Hallensaison starten.

Recurveschütze Alexander Ortler:

Am 02.08.2019 bin ich in der Klasse Recurve Junior Männlich angetreten. Die Deutsche Meisterschaft war sehr wichtig für mich, da sie in meiner Heimatstadt stattgefunden hat. Ich war sehr aufgeregt, ich wollte viel erreichen. Das Wetter war ideal zum Schießen: wenig Wind, kein Regen und die Sonne schien. Ich bin mit den Öffentlichen zum Maifeld am Olympiastadion gefahren. Dann kam ich 7:30 an und holte mir die Akkreditierung, sodass ich auf das Schießfeld konnte. Dann fing das Einschießen um 9:30 an. Die Einschießpassen waren solide und kraftvoll geschossen. Ich war ziemlich aufgeregt und trank einen Schluck Wasser, um mich ein wenig zu beruhigen.

Dann fing der Wettkampf an und ich fing sehr zögerlich an, ich war zu aufgeregt und konnte mich nicht richtig in den Wettkampf einfügen, sodass ich in der ersten Hälfte sehr schlecht war und 301 Ringe schoss. Damit war ich nicht zufrieden. Ich wusste aber, wie ich mein Ergebnis in der nächsten Hälfte optimieren kann. Ich hatte nämlich zwei große Probleme in der Technik. Einmal hatte ich Timing Probleme, die mir schwer zu schaffen machten. Das andere Technik Problem war die Bogenschulter, die immer wieder hoch ging und die die Timing Probleme verursachte.

Dann fing die zweite Hälfte an und ich fühlte mich besser. Ich dachte an die Worte, die ich mir in der Pause gesagt hatte. Damit schaffte ich 322 Ringe und war damit auf dem 9. Platz, ich musste dann im Finale gegen den 8. Platz antreten. Ich war zufrieden, weil unter den Umständen, war das Ergebnis ok und ich ging positiv ins Finale.

Ich ging in der Pause was zum Mittag essen, um mich zu stärken. Dann fing um ca. 15 Uhr das Einschießen an. Es kam Wind auf. Ich ging positiv ins Match, aber konnte mich nicht durchsetzen und verlor 6:0. Das war eine Pleite, die ich nicht erwartet hatte, aber akzeptieren musste. Das war echt schwer. Ich kriegte viel positive Kommentare zum Beispiel: „Du hast alles gegeben“. Und die Ziele, die ich mir am Anfang der Saison gestellt habe, sind immer noch da, aber nun auf nächstes Jahr verschoben. Ich werde viel an meiner Technik und an dem Bereich des Mentalen arbeiten um mich auf die Saison 2020 vorzubereiten. Um auch in die Nationalmannschaft zukommen.

Recurveschützin Elsa Neumann:

Bereits durch die Medien groß angekündigt, fanden die Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen auf dem Feld dieses Mal mit 9 anderen Meisterschaften gleichzeitig statt und wurden zusammen groß als die „Berlin Finals 2019“ angepriesen.

Elsa Neumann beim Punkte zählen

Die Wettkämpfe der Bogenschützen begannen eigentlich schon am Freitag, aber meine Altersklasse, die Jugend weiblich Recurve, war erst Samstagvormittag an der Reihe. Als Verkehrsmittel zum Veranstaltungsort hatten mein Trainer und ich die S-Bahn gewählt, was sich aufgrund der dortigen Parkplatzsituation als beste Idee des Tages herausstellte.

Geschossen werden sollte auf dem Maifeld, einem großen Platz direkt neben dem Olympiastadion. Eigentlich waren wir schon anderthalb Stunden vorher vor Ort, doch während die Achtelfinals vom Vortag nachgeholt wurden, rannten wir, aufgrund einer nicht vollständigen Anmeldung, über dem 90-Scheiben-langen Feld umher und waren erst eine halbe Stunde vor Schießbeginn bereit zum Start.

Das Einschießen lief sehr gut. Mit der Aufregung zum eigentlichen Schießbeginn hin wurde ich aber leider wieder nervöser und ausgerutschte Pfeile verhinderten mögliche Bestleistungen. Nachdem ich letztendlich die erste Runde mit 281 Ringen abgeschlossen hatte, brachte ich es in der zweiten auf solide 278 Ringe.

Der Wettkampf an sich war für die Bogensportler meiner Meinung nach gut organisiert. Z.B. wurde der Wettkampfbereich vom Bereich der Zuschauer abgeschirmt und die Eingänge überwacht und es gab kostenloses Essen für die Bogenschützen. Mit dem Wetter hatten wir auch mehr Glück als die Sportler des Vortages: statt heftigem Gewitter hatten wir nur knallige Temperaturen. Mit insgesamt 561 Ringen und dem 21. Platz kann ich zufrieden sein, auch wenn es hätte besser laufen können, aber ich bin froh, bei so einem Event dabei gewesen zu sein.

Erlebt
2019

Sommerliche 3D Turniere, ÖM & EFAC 2019

Österreicher Meisterschaften & EFAC 2019 in den Niederlanden – das BSW-Team nahm im In- und Ausland mit Spaß & Erfolg an verschiedensten 3D Turnieren teil.

Sommerliche 3D Turniere, ÖM & EFAC 2019

Camburger Cyriakusjagd

Silke Müller

Alle zwei Jahre findet im Camburger Forst die Cyriakusjagd für traditionelle Bogenschützen statt. Da unser Verein mit dem Camburger Verein seit Jahren gut befreundet ist, sind wir der Einladung in diesem Jahr nun endlich gefolgt, und durften als Blankbogenschützen mit am Turnier teilnehmen. Wir reisten schon am Tag zuvor mit dem Wohnwagen an, da es ja doch eine Fahrtstrecke von 2 Stunden von uns aus ist.

Silke auf der Cyriakusjagd

So konnten wir schon mal am Vortag abends uns anmelden und uns in eine Gruppe eintragen. Schon jetzt merkten wir, das Gelände ist schwierig, mit den Höhenunterschieden. Wie uns gesagt wurde, so ca. 350m rauf und runter.

Naja, da mussten wir jetzt durch. Nach dem Frühstück fuhren wir bei schönstem Sommerwetter nach Camburg. An der Cyriakusruine waren viele in Mittelaltertrachten unterwegs, da ja neben dem Turnier auch ein Mittelaltermarkt aufgebaut war. Pünktlich um 9:30 wurden wir herzlich begrüßt und es gab noch ein paar Hinweise zum Turnierverlauf. Ups, da war uns doch entgangen, dass es heute eine Runde gab in der zwei Pfeile geschossen wurden, einer vom weißen Pflock und einer vom blau/weißen Pflock auf 34 Ziele. Da hieß es sich jetzt umstellen. Nach dem ersten Aufstieg zu unserem Startziel ging es auch gleich los.

Für mich, erstes Ziel, Pfeil einen halben Meter danebengeschossen. Mein erster Gedanke, an meinem Bogen stimmt was nicht. Mein Mann: „Achte auf sauberes Lösen" Und wie ich darauf achtete. Aber nichts da, immer rechts daneben. Nach Standhöhe runternehmen, Pfeilauflage prüfen... was war das? Mein Button hatte sich gelöst. Also schnell wieder festgeschraubt. Doch im weiteren Verlauf löste er sich immer wieder. Ich hielt also neben das Tier um zu treffen. Das ging dann sehr gut. Aber was mir - und nicht nur mir - zu schaffen machte, waren die ständigen Berg auf- Berg ab Führungen. Wer hochgeklettert war, durfte zur Belohnung gleich wieder runter. Nur um dann sofort noch einmal hochzukraxeln.

Fordernde Ziele

Die Ziele waren dann auch fordernd. Ein schwarzes Stachelschwein im Schatten, eine Gruppe Bisons auf der Wiese gegen die Sonne, ein liegender Steinbock auf einem Steinsockel, fliegende Hornissen beim Picknick, eine drehende Wippe mit Eichhörnchen. Bei dem allem ging mir ein Pfeil nach dem anderen kaputt. Am Ende hatte ich nur noch zwei Pfeile, einen kaputten Button, und sowas von müden Füßen.

So entschieden wir uns, doch am nächsten Tag nicht nochmal anzutreten und uns vorzeitig nach einem schönen Frühstück auf dem Campingplatz Blütengrund auf den Heimweg zu machen.

Da es nur eine Wertung mit Umrechnungsfaktor nach Lippek gab, war für uns Blankbögen keine Platzierung auf den vorderen Plätzen drin. Mit 286 Ringen war ich trotz des einen Tages doch gar nicht so schlecht und landete auf dem 40. Platz.

Wir hatten insgesamt ein schönes Wochenende und der Muskelkater in den Beinen begleitet uns noch einige Tage.

LM World Archery 3D

Compoundbogenschütze Adrian Hotz

Am 21.07.2019 fand die diesjährige Landesmeisterschaft Fita 3D in Michelbach statt. Ich startete zusammen mit vier weiteren Startern in der Herrenklasse Compound, wobei einer nicht erschienen ist.

In der Nacht zuvor hat es stark geregnet, weshalb der Parcours nass und rutschig war. Das Wetter am Tag selbst war angenehm mit Sonnenschein und blauem Himmel. Da die Kreismeisterschaft 3D nicht so verlief wie ich mir das vorgestellt hatte, war ich heute besonders motiviert.

Um 10:00 Uhr startete das Turnier im Parcours. Ich hatte Glück, dass ich ziemlich am Anfang des Parcours mit dem Turnier beginnen durfte. Mein Start verlief anfangs ganz solide. Nach einigen Tieren sank mein Niveau etwas, jedoch konnte ich mich schnell wieder fangen. Nichtsdestotrotz kamen immer wieder individuelle Fehler hinzu, die mich zurückgeworfen haben. Mit 212 Ringen im ersten Durchgang kam ich auf einen 2. Platz.

Eine wirkliche Pause gab es an diesem Turniertag nicht, doch das fand ich nicht weiter schlimm. Der zweite Durchgang gestaltete sich parallel zum ersten, auf viele gute Schüsse folgten ein paar individuelle Fehler, weshalb das Ergebnis und damit die Platzierung nicht so ausgefallen sind wie ich es mir erhofft hatte.

Mit 418 Ringen kam ich auf den 2. Platz. Damit habe ich die Qualifikation vom letzten Jahr geschossen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob das Ergebnis für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr reicht.

LM 3D des RSB

Compoundschütze David Ris

Als letzte Landesmeisterschaft der Außensaison für dieses Jahr stand am 22.07. die Landesmeisterschaft 3D des Rheinischen Schützenbundes an. Und so fuhren meine Frau und ich am Samstagmorgen gut gelaunt in Richtung Münster. Wir kamen super durch – was im Ruhrpott wirklich etwas Besonderes ist – und hatten so eine Menge Zeit, unsere Bögen startklar zu machen und ein paar alte Bekannte zu treffen. Nach der Anmeldung und einem Kaffee ging es zum Einschießen. Schon jetzt war es stechend heiß und unangenehm schwül. Für den Nachmittag waren Gewitter vorhergesagt. Mal sehen, wie schnell wir durch kommen würden. Nach der Begrüßung ging es dann mit einer sehr netten Gruppe in den Parcours.

Das erste Ziel war direkt eine schwer zu schätzende Schneeziege, über eine Kuppe und bergab. Und was soll ich sagen – zwei Achten waren nicht der beste Start in eine Doppelhunterrunde nach WA-Wertung. Die nächsten Ziele waren dann aber sehr gut, viele Elfer, ein paar Zehnen. Und keine Achter mehr. Es lief richtig rund. In der Woche vorher hatte ich den Bogen nochmal komplett eingestellt, ein höheres Haltegewicht gewählt. Scheinbar ein guter Schritt! Bis zur „Halbzeit“ leistete ich mir noch eine weitere Acht, ansonsten lief es.

Nach der ersten Hälfte des Parcours mussten wir warten. Da an diesem Tag zwei Landesverbände ihre Meisterschaft austrugen, konnten wir den zweiten Teil erst schießen, als der andere Landesverband raus war. In der Zwischenzeit bauten sich immer höhere Wolkentürme auf – da kam was auf uns zu!

David Ris wurde Landesmeister 3D

Auch in der zweiten Runde lief es sehr gut. Ich stand ruhig im Ziel, schätzte die Entfernungen gut. Auch das Lösen mit meinem Stan PerfeX Resistance klappte. Einfach schönes Schießen. Aber es wurde immer dunkler, die Tiere waren teilweise recht schwer zu sehen. So ließ ich einige Elfer liegen. Und dann kam das Gewitter. Das Turnier wurde natürlich unterbrochen. Am Ende standen 503 Ringe auf meinem Zettel. Neue persönliche Bestleistung und erster Platz bei den Herren. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und freue mich jetzt auf die Deutsche Meisterschaft in Delmenhorst!

Halali-Turnier Salzmünde

Compoundschütze Marten Hecht

Am 20.7.2019 fand in Salzmünde das Halali-Turnier, das gleichzeitig die offene Regionalmeisterschaft Ost war, statt. Es wurde von der Halleschen Feldbogengilde ausgerichtet. Es war ein 3D Turnier mit 28 Tieren, das nach der Wertung des DFBV geschossen wurde.

Am Morgen gegen 9 Uhr traf ich auf dem Gelände des Schützenvereins ein und es war angenehm warm. Es waren ca. 80 Starter angetreten. Das Gelände des Turniers war leicht bergig, aber nicht besonders anstrengend zu schießen. Interessant waren die Walk-Up Schüsse.

Ich startete in meiner Bogenklasse Compound Visier männlich U17 als Einzelstarter. Am Ende des Turniers hatte ich 536 Ringe erreicht. Das nächste Mal werde ich von der EFAC berichten.

EFAC in Doorwerth

Compoundschütze Marten Hecht

Vom 5. -10.8.19 fand in Doorwerth in den Niederlanden die EFAC 2019 statt. Wir kamen schon am 3.8. in Ede (ca. 20 km von Doorwerth entfernt) auf einem Campingplatz an. Am Sonntag, dem 4.8. war ich beim Bowcheck, bei der Anmeldung und dann noch beim Marsch der Nationen. Ich startete in meiner Altersklasse JMFU mit 6 Konkurrenten. Das Wettkampfgelände befand sich rund um das Schloss Doorwerth in den Wäldern und Auen.

Am Montag bin ich um 5:30 Uhr aufgestanden und war um ca 7:00 Uhr in Doorwerth zum Einschießen. An diesem Tag hatten wir die Field Round. Um 8:00 Uhr ging es los in die Parcours, von denen es 5 Stück gab, um 9:00 Uhr war Schießbeginn. Jeder Parcours hatte 28 Scheiben, auf denen man mit 4 Pfeilen 20 Ringe erreichen konnte. Um 17:30 kam ich aus dem Parcours und lag mit 449 Ringen auf dem 5. Platz.

Am Dienstag hatten wir die Hunter Round zu schießen. Es war ebenfalls um 9 Uhr Schiessbeginn und ich kam wieder erst um 17:00 aus dem Parcours. Mit 443 von 560 Ringen war ich immer noch 5.

Am Mittwoch schoss ich die Marked Animal Round von 9-13:30 mit 530 Ringen zwar an dem Tag punktgleich mit dem 4., war aber leider immer noch 5. Die ersten 3 Parcours waren im Wald und in bergigem Gelände. Ab dem nächsten Tag ging es dann für 2 Tage in die Niederrhein-Auen, wo ich dann am Freitag auch meinen letzten Pfeil schoss.

Am Donnerstag war ich wieder von 9-17 Uhr in der Field Round und kam mit 462 Ringen aus dem Parcours. Hier konnte ich mich im Vergleich zu Montag steigern.

Am Freitag, zur 2. Hunter Round hat es in Strömen geregnet und somit kam ich erst kurz nach 18:00 Uhr vom Feld und ich hatte 479 Ringe (auch hier konnte ich mich wieder verbessern und holte diesmal auch Punkte auf) sowie immer noch Platz 5.

Die Organisatoren haben auch eine EFAC Lotterie vorbereitet, auf der man, wenn die Nummer des Loses aufgerufen wurde, sich einen Preis aussuchen durfte. Ein anderer Schütze aus meinem Verein hatte gewonnen und für mich ein Truglo Range Rover gewonnen.

Am Samstag war die Siegerehrung. Bei den Class Awards belegte ich den ersten Platz und bekam eine Goldmedaille und in der Gesamtwertung den 5. Platz. Am Nachmittag reiste ich ab und kam am Abend wieder zu Hause an.

Jubiläumsturnier BS Lungau USC

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht

Am 13.07.2019 fuhren wir um 07:00 Uhr nach Lungau zum 3D IFAA Jubiläumsturnier. Diesmal hatten wir eine kurze Anreise von ca. 1,15 Stunden. Als wir in Lungau ankamen, herrschte schon reges Treiben im Parcoursgelände. Zu bewältigen war ein Parcours mit 32 3D Tierfiguren. Für dieses Turnier hab ich mir nichts Besonderes vorgenommen, das wird heute nur eine Trainingsrunde für die nächsten Turniere. Nachdem wir unsere Bögen zusammen gebaut hatten gingen wir zur Anmeldung, dort trafen wir wieder unsere Bogenfreunde - es sind ja immer die gleichen Mitkämpfer.

Nach der Anmeldung hatten wir noch genug Zeit, uns nach der Anreise zu sammeln und auf den Parcours vorzubereiten. Für diese Jahreszeit herrschte in Lungau ein sehr frischer Tag bei einer Temperatur von ca. 10 Grad und sehr windig. Noch schnell zum Einschießplatz und ein paar Pfeile fliegen lassen, ob das Gefühl und die Spannung passt. Nach 7 Pfeilen ließ ich das Einschießen und wir warteten auf die Begrüßung. Um 09:30 Uhr fand die Begrüßung statt, danach Abmarsch zum Parcours. Start war bei Scheibe 24, das waren schon 15 Minuten Abmarsch.

Nach 4 Zielen brachte uns der Wind den Regen von Tauern aber zum Glück hielt dieser Regen nicht sehr lange an, nach 15 Minuten war wieder alles vorbei, nur der Wind wurde stärker. Nach 12 Zielen kamen wir zur Ladestation, wo wir eine kurze Pause einlegten. Da nicht jede Scheibe am Parcours mit Schützen belegt war, ging es sehr zügig durch den Parcours. Um 14:30 Uhr hatten wir die 32 Ziele hinter uns gebracht und das Ergebnis sah sehr viel versprechend aus: 628 Punkte von 640 möglichen war nicht so schlecht. Bei der Abgabe der Scorezettel traf ich den Obmann vom Verein und wir unterhielten uns über das Parcoursgelände und den Parcours.

Es ist ein wunderschönes Parcoursgeländes und der Parcours war selektiv und anspruchsvoll aufgebaut. Das sehr kupierte Gelände war nicht einfach, die Entfernung richtig ein zu schätzen. Diesmal ließ ich mich nicht in die Allgemeine Klasse aufstufen, der Grund ich wollte auch dem Freund der Tochter mal ein Erfolgserlebnis zukommen lassen. Da ich die Compound Schützen die bei diesem Turnier anwesend waren, alle gut kenne und weiß, was für einen Score sie schießen werden. So konnte ich schon im Vorfeld sagen, wenn er brav schießt kommt er unter die ersten drei und genauso ist es ausgegangen.

Um 15:30 Uhr wurde die Ergebnisliste ausgehängt ich hatte bei diesem Turnier von den Compoundschützen den höchsten Score geschossen. Natürlich kam da gleich mal eine Meldung von den Compoundschützen, die 12 Punkte hättest auch noch schießen können. Nach der Siegerehrung traten wir die Heimreise an.

ÖM und ÖSTW WA Outdoor Klagenfurt

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht

Am 25.07.2019 um 16:00 Uhr machte ich mich auf den Weg. Bei herrlichem Sommerwetter und einer Temperatur von 37 Grad fuhr ich Richtung Klagenfurt. An diesem Tag herrschte ein fürchterlicher Verkehr auf der Straße, so verlängerte sich meine Anreise um eine halbe Stunde. Um 18:00 Uhr kam ich in Klagenfurt an, baute mein Gerät zusammen und ging zur Bogenkontrolle. Nach der Kontrolle wollte ich noch einige Pfeile schießen, da ich auf 70 Meter keine Möglichkeit hatte zu Trainieren. Aber das Training dauerte nicht lange - nach 12 Pfeilen mussten wir den Sportplatz fluchtartig verlassen. Ein Blitz und Donner und es hagelte und goss in Strömen. So das Training ist vorbei und ich machte mich auf den Weg zu meiner Unterkunft, die ca. 10 Min entfernt war, dort angekommen: kein Regen und das nur 5km weiter... Zimmer beziehen und noch gemütlich Abendessen und den Tag ausklingen lassen. Da es bei der ÖM sehr früh losgeht, muss ich schon um 06:30 Uhr frühstücken. Um 22:00 Uhr war Gitterbettsperre man muss ja morgen ausgeruht sein. Es wird ein anstrengender Tag, immerhin muss man 144 Pfeile schießen. Um 5:45 Uhr war Tagwache, seelisch vorbereiten auf Turnier und noch gemütlich frühstücken, um 07:00 Uhr brach ich auf zum Turniergelände, denn ich wollte noch ein paar Trainingspfeile schießen, fürs Training aber nur 30 Minuten zur Verfügung standen. Da ich beim eigenen Verein keine Möglichkeit habe diese Entfernungen zu trainieren, schoss ich in dieser Zeit Pfeile auf 70 Meter. Um 08:30 Uhr war die Begrüßung zur ÖM und 08:45 Uhr Start für die ersten 36 Pfeile auf 70 Meter. Nach der ersten Runde lag ich auf Platz 7 von 11 Compoundschützen in meiner Klasse. Nach einer kurzen Pause nächste Runde 60 Meter. Danach 50 Meter und zum Schluss noch auf 30 Meter, wo man Punkte gut machen kann. Aber leider passierte mir auf 30 Meter ein Missgeschick - ich hatte mein Visier nicht um gestellt und kassierte gleich mal drei Out, da ich meine Pfeile nicht sah, glaubte ich, ich hab durch die Scheibe geschossen (was auch ein paar anderen Schützen passiert ist). Aber so ist es: Dummheit gehört bestraft. Das war voll die Hitze, denn wir hatten ca. 37 Grad am Sportgelände. Am Ende dieser Runde konnte ich trotz allem den 7. Platz halten. So zusammen packen und Abmarsch, dens es war bereits 17:00 Uhr. Ich fuhr zur Unterkunft, ging unter die Dusche, Abendessen und ab ins Zimmer, denn dieser Tag hat Spuren der Müdigkeit hinterlassen. Da morgen bei der Staatsmeisterschaft ja wieder 72 Pfeile auf 50 Meter zu schießen sind. Ich legte mich aufs Bett und wurde wieder um 05:30 Uhr munter, als der Wecker abging.

Franz bestritt bei 37 Grad die Österreicher Staatsmeisterschaft

So jetzt kann die Staatsmeisterschaft kommen - perfekt aus geschlafen. Ich packte meine Sachen zusammen und ging zum Frühstück. Um 07:00 Uhr waren schon einige Schützen auf dem Sportplatz. Um 08:00 Uhr war Start, die ersten 36 Pfeile auf 50 Meter konnten fliegen. Irgendwie wollte es einfach nicht perfekt laufen, ich kam nicht richtig in Fahrt und die Rückenspannung war auch nicht perfekt, so schoss ich wieder um die 10 herum. Nach der ersten Runde lag ich von 31 Compoundschützen schon sehr weit abgeschlagen auf Platz 28. Die zweite Runde lief um einiges besser und so konnte ich 5 Plätze gut machen. Am Ende reichte es sogar noch, dass ich ins Finalschießen kann. 24 Schützen kamen ins Finale, die ersten vier hatten ein Freilos. Da wir von Tirol 8 Schützen waren, schaffte ich es auch noch in die Mannschaft, da zwei Mannschaften starten durften. Also noch immer kein Ende - am Sonntag nochmal schießen, aber Gott sei Dank nur mehr 5 Runden á 3 Pfeile im Finale. Jetzt war es an der Zeit, sich nochmal gut auszuruhen fürs Finale am Sonntag.

Am Sonntagmorgen sah das Wetter nicht sehr viel versprechend aus, es war alles bewölkt. Hoffentlich kommt kein Regen, denn Hitze hatten wir am Freitag und Samstag genug - das Thermometer ging von den 35–37 Grad nicht weg. An diesem Tag war auch wieder um 08:00 Uhr Start. Da ich wieder früh genug am Sportplatz war, konnte ich noch nachsehen, wen ich als Gegner hatte und das war ein reiner Scheibenschütze, den ich auch gut kannte. In der Zwischenzeit war es so weit: Start für die erste Runde 15 Pfeile auf 50 Meter. Die ersten drei Pfeile wollten einfach nicht in die 10, also lag ich zwei Punkte zurück, aber es sind ja noch 12 Pfeile zu schießen. Am Ende verlor ich die erste Finalrunde mit vier Punkten Rückstand. Nach dem Einzelfinale fand das Mannschaftfinale statt. Meine zwei Kameraden von Tirol hatten noch nie ein Finale geschossen. Da wir zwei Probe Durchgänge schießen konnten, sagten meine zwei Kameraden das wird sehr knapp. Drei Schützen je zwei Pfeile und nur 120 Sekunden Zeit. Ich sagte zu meinen Kameraden mach euch nichts draus wird schon gehen, man muss alles mal ausprobieren. Das Mannschaftschießen lief sehr zügig ab, am Ende verloren wir das Mannschaftschießen mit 12 Punkten Rückstand, da meine Kollegen zweimal eine 6 kassierten. Danach sagten sie: „Tut uns leid.“ Und ich: „Da kann man nichts machen, fürs erste Mal ist es ja nicht so schlecht gelaufen.“ Denn um ein Mannschaftsschießen erfolgreich zu bewältigen, muss man es in Vorfeld einige Male trainieren, denn man muss mit dem Zeitdruck zurechtkommen. Danach packte ich meine Bogen zusammen, denn für heute ist vorbei. Danach sah ich mir noch das Finale der Mannschaften an, da ja noch eine Mannschaft in Rennen war. Aber leider schieden sie in der zweiten Runde auch aus. Dann trat ich die Heimreise an, denn nach vier Tagen kommt man wieder gerne nach Hause. Im Großen und Ganzen bin ich nicht unzufrieden, es war eine neue Erfahrung ein WA Outdoor Turnier zu schießen und ich werde sicher wieder bei so einen Turnier teilnehmen. Aber vorher brauche ich auch die Möglichkeit, auf 50 Meter Trainieren zu können.

ÖM AAA 3D beim BSC Vorau

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht

Am Freitag, den 2. August machten wir uns bereit, um nach Vorau zu reisen. Da wir noch beide arbeiten mussten, konnten wir erst gegen 18:00 Uhr unsere Anreise antreten. Wir haben eine Anreise von ca. 3 Stunden und bei der war leichter Regen. Ich sagte zur Tochter: „Hoffentlich nicht die ganze Strecke.“ Bis Klagenfurt kamen wir ganz gut voran, aber von da aus war es vorbei. Von Klagenfurt bis Graz hat es geschüttet wie aus Kübeln, Reisegeschwindigkeit maximal 70 km/h. So verlängerte sich unsere Anreise um 1 Stunde, wir kamen erst um 22:00 Uhr in Vorau an. Unsere Vermieterin hatte uns in der Zwischenzeit schon angerufen, ob wir wohl noch kommen. Danach bezogen wir unsere Zimmer und anschließend gingen wir noch ein Bier trinken und ins Bett. Denn am nächsten Morgen ging es schon um 08:00 Uhr los, Anmelden und Einschießen.

Am nächsten Morgen 07:00 Uhr Frühstücken und danach ab ins Parcoursgelände. Dort angekommen, trafen wir gleich unseren Couch und Trainier Charly, der mit uns einige Male trainiert hat. Er hat unsere Fehler ausgebessert und uns dorthin gebracht, wo wir heute stehen. Nach der Anmeldung gingen wir einige Pfeile schießen, man soll das Einschießen ja nicht überbewerten. Danach plaudernden wir mit unseren Kameraden aus unserer Heimat, da wir 6 Schützen aus Tirol waren. Bei dieser ÖM konnten wir das erste Mal eine Mannschaft stellen, da man zwei verschiedene Bogenklassen braucht. Um 09:15 war es so weit: Begrüßung und Abmarsch ins Parcoursgelände, Start bei Scheibe 7. Da wir vier Senioren am Start waren und alle vier in der gleichen Gruppe, musste man schon am Ende der 20 3D Ziele, wie man im Rennen lag. Ich kannte sie alle drei sehr gut und ich wusste auch, wie sie schießen - haben sie einen guten Tag, muss ich mich anstrengen um mit zuhalten. Haben sie keinen guten Tag kann ich es locker nehmen. Mal sehen, wie es heute läuft, auf die leichte Schulter darf ich es nicht nehmen, denn Punkte hat man gleich mal verloren. Wie ich meine Mitstreiter kannte, sind sie am Parcours immer sehr locker und für Späße aufgelegt. Ich machte ihre Späße mit und wir schossen eine lockere 1. Runde auf 20 3D Ziele.

Der sehr anspruchsvolle und selektiv aufgebaute Parcours verlangte uns all unser Können beim Schätzen ab. Am Ende der ersten Runde hatte ich schon ein gutes Polster und lag mit 20 Punkten vorne. So jetzt für die zweite Runde keine Dummheiten machen und konzentriert bleiben, denn 20 Punkte sind gleich mal weg.

Nach einer Pause von einer halben Stunde ging es auf zur zweiten Runde. Das Wetter sah nicht mehr so vielversprechend aus, es zogen dunkle Wolken auf und auch der Wind wurde stärker. Im Wald ist das kein Problem, aber wir hatten auf diesem Parcours sehr viele Wiesenschüsse, die nicht meins sind. Schwer zu schätzen und keine Anhaltspunkte. Nach ein paar Zielen kam der Regen, also sofort Visier und Peep abdecken, dass es nicht nass wird. Gott sei Dank nicht lange - nach 5 Minuten war wieder alles vorbei und wir kamen trocken durch den Parcours. Auf Grund der Bewölkung wurde der Wald ganz schön dunkel und das Auge brauchte sehr lange, sich an zupassen. Ich hatte immer das Pech, das ich auf die weiten Tiere im Wald anschießen musste. So auch bei Scheibe 15: eine liegende Gämse, meiner Schätzung nach sicher über 40 Meter. Ich stellte mein Visier auf 42 Meter und sagte: „Mut kann man nicht kaufen.“ Charly stand auch bei dieser Scheibe. So jetzt gib dir bloß keine Blöße. Ich legte meinen Pfeil ein und zog den Bogen auf, dass Ziel war sehr schwer zu sehen und ich stand sicher 30 Sekunden im Auszug. Jetzt Druck nach vorne und Zug nach hinten und ab mit dem Pfeil. Der Klang war nicht schlecht, es war ein Treffer aber wo? Charly sagte: „Sauber, eine Tiefe 10.“ Ich war mit diesem Schuss mehr als zufrieden so ohne Anhaltspunkt. Die Schützen nach mir hatten es leichter, sie hatten ja meinen Pfeil als Anhaltspunkt. Die zweite Runde lief nicht so gut wie die erste, da ich um 10 Punkte weniger schoss. Aber ich konnte meinen Vorsprung trotz allem um weitere 13 Punkte ausbauen. Scorezettel anrechnen und aufs Ergebnis warten. In der Zwischenzeit kam auch meine Tochter aus dem Parcours, der es auch sehr gut gegangen ist und auch die anderen Kameraden trafen der Reihe nach ein.

Da der erste Tag auch zum AAA 3D Cup zählte, gab es zwei Siegerehrungen, denn für die ÖM muss man 3 mal 20 Tiere schießen. Nach einer halben Stunde wurde die Ergebnisliste ausgehängt. Ich hatte einen Vorsprung von 33 Punkten auf den zweiten, also einen perfekten Polster für den dritten Parcours am Sonntag. Am ersten Tag belegten wir die Plätze: 3x den 1. Platz, einmal den 2. Platz, einmal den 3. Platz und einmal den 4. Platz - ein Super Ergebnis für die Tiroler.

Danach fuhren wir in die Unterkunft und gingen Duschen und Abendessen. Am nächsten Tag geht es eine halbe Stunde früher los. Um 21:00 Uhr waren wir alle ins Bett, für diesen Tag waren wir geschafft.

Am nächsten Tag wieder um 07:00 Uhr Frühstück und danach Abmarsch ins Parcoursgelände. Dort kamen auch nach kurzer Zeit unsere Kameraden. So jetzt noch Scorezettel für die dritte Runde holen und los legen bei der letzten Runde. Noch schnell zum Einschießplatz ein paar Pfeile schießen. 09:00 Uhr Abmarsch auf den Parcours. Start bei Scheibe 4, wieder dieser blöde Fuchs, den ich schon am Vortag verschätzt hatte. Und auch an diesem Tag war es nicht viel besser, wieder verschätzt, aber Gott sei Dank noch eine 5, war sehr knapp gerade noch im Bauch. Das nächste Tier nicht viel besser aber wenigsten eine 8. Danach eine 11, aber jetzt ein Reh schätzungsweise sicher auf max. 45 Meter. Und wieder auf ein weites Tier und ich der erste, was soll das und die nächste 5, wenn das so weiter geht, werde ich meinen Vorsprung heute wohl verspielen. Aber Gott sei Dank, das war der letzte schlechte Schuss, von da an ging‘s Bergauf: eine 11 und eine 10 folgten der anderen. So schoss ich bei den 16 Tieren, die noch verblieben nur mehr 11 und 10. Der Vorsprung wurde immer größer. Zu Mittag waren wir mit den 20 Tieren fertig, es war noch das Mannschaftsschießen um 13:00 Uhr.

Unsere Mannschaft bestand aus Philipp, Bastian und mir Compound und Kurt war unser Armbrust Schütze. Geschossen wurde auf 10 3D Tiere auf einem eigenen Parcours und der war nicht ohne, sehr weit und anspruchsvoll angelegt. Kurt und ich waren in der gleichen Gruppe. Da ich als erster auf der Liste stand, musste ich auch anfangen. Ein Bär auf ca. 41 Meter, auf geht’s der erste Pfeil war weg und unsere Begleiter jubelten - ich hatte eine 11 geschossen mir fiel ein Stein vom Herzen. Weiter zum nächsten Ziel, nach einer Stunde hatten wir die 10 Tiere hinter uns gebracht, leider hatte unser Armbrustschütze Pech und schoss 2 Out. Ich sagte „Kurt, mach dir keinen Kopf, kann passieren.“ Nach der Auswertung sahen wir, dass wir trotz der 2 Out mit den ersten Punktgleich waren, sie hatten das Glück, dass sie eine 11 mehr geschossen haben als wir. So wurden wir in der Mannschaft Vize ÖM.

In August steht jetzt noch die Staatsmeisterschaft an in WA 3D und danach gleich auf die Europameisterschaft.

Erlebt
2019

Rangliste DSB, DBSV und Landesmeister WA720

Auch unsere Olympisch-Recurve-Schützen zeigten ihr Können und punkteten sowohl bei der 1. Rangliste DSB & DBSV als auch bei den Landesmeisterschaften WA 720.

Rangliste DSB, DBSV und Landesmeister WA720

1. Rangliste DBSV

Recurveschütze Alexander Ortler

Alexander Ortler auf der Rangliste in Hamm

Am Freitag, dem 14.06.2019 bin ich mit meinem Trainer und anderen Schützen zur Rangliste nach Hamm gefahren. Wir sind gut durchgekommen und kamen dann an dem wundervollen Platz in Hamm an. Dann begann das offizielle Training um ca. 15 Uhr. Ich bin in der Klasse Recurve Junior männlich angetreten. Es waren die perfekten Bedingungen: windstill, sonnig und ich hatte ein echt gutes Gefühl und war sehr motiviert. Am nächsten Tag begann der Wettkampf um 9 Uhr, ich war sehr aufgeregt. Das Einschießen war sehr gut, dann begann um 9:30 die Qualifikationsrunde. Es war sehr windig und erst kalt und dann wurde es sehr warm, aber der Wind machte mir zu schaffen. Darum schoss ich in der 1. Hälfte nur 304 Ringe und in der 2. Hälfte etwas bessere 315 Ringe. Ich war nicht so zufrieden, aber ich wusste, dass die Bedingungen schwierig waren. Ich war auf Platz 6 und bin in die Finals gekommen, aber ich hatte Schwierigkeiten mit der Technik, sodass ich nur 2 von 7 Matches gewinnen konnte. Es hing auch alles vom Mentalen ab. Ich war enttäuscht. Nach den Finals war ich immer noch 6. Platz. Am nächsten Tag waren die Karten neu gemischt und ich war motiviert das Ding zu rocken. Dann fing die Quali an und es fing gut an - das Wetter war 1a: kein Wind und sonnig. Ich war auf gutem Kurs und schoss in der 1. Hälfte ein super Ergebnis von 323 Ringen. Die 2. Hälfte war grauenvoll, nämlich war ich zu aufgeregt und kam nicht durch den Klicker mit meinem Pfeil. Trotz Schwierigkeiten hatte ich es noch geschafft 303 Ringe zu schießen. Ich musste das akzeptieren und ich kam noch ins Finale als 8. Platz. Ich schoss gegen den lieben Moritz Wieser, der in einer Top Verfassung war und ich kämpfte um alles, aber er war zu gut für mich und ich kämpfte nun um den 5. Platz, den ich aber auch verlor und dadurch 6. wurde. Zum Abschluss kann man sagen, dass ich sehr viel verbessern muss an der Technik und dem Mentalen, sodass ich bei der 2. Rangliste stabil schießen kann.

1. Rangliste DSB 14.-16.06. in Hamm

Compoundschütze Leon Hollas

Nachdem nun schon einige Turniere der Außensaison stattgefunden hatten, war auch wieder die Zeit für die erste Rangliste des DSB gekommen. Ausgetragen wurde jene diesmal auf dem Bogenplatz des Hammer Sportclub 2008 e.V., der genügend Platz und eine sehr angenehme Atmosphäre für ein solches Turnier bot. Das Wetter war das gesamte Wochenende über sehr wechselhaft. Von strahlendem Sonnenschein, über bewölkt mit kaltem Wind bis hin zu Regengüssen war alles dabei.

Aufgrund der gleichzeitig in den Niederlanden stattfindenden WM fiel das Starterfeld diesmal ein wenig kleiner aus. Neben dem großen Schießplatz ermöglichte uns dieser Umstand im Modus A/B zu schießen, was den Wettkampfverlauf natürlich allgemein beschleunigt und den Schützen einen nicht allzu frühen Schießbeginn am Morgen bescherte.

Am Samstag kam ich gut durch die Qualifikation und führte mit 698 Ringen die Klasse Compound Herren an. Aufgrund windiger Bedingungen verliefen die Matchrunden im Anschluss durchwachsen. Darauffolgend, am Sonntag, schoss ich trotz besserer Wetterbedingungen dasselbe Ergebnis nochmal. Beim Finalschießen konnte ich schließlich auch das Goldfinale für mich entscheiden und gewann damit die erste Rangliste in der Klasse Compound Herren.

Compoundschütze Tim Krippendorf

Die Anreise war wieder einmal etwas stressig. Wir sind um die Mittagszeit losgefahren und hatten vor, noch ca. eine Stunde vor Ort zu trainieren. Allerdings standen wir die fast ausschließlich in Baustellen oder Staus auf der Autobahn, sodass ich dann das Training wieder einmal nicht nutzen konnte. Wie immer bin ich in der Juniorenklasse Compound gestartet, in welcher insgesamt 9 Schützen am Start waren.

Tim Krippendorf wurde in Hamm Zweiter

Ich hatte im Wetterbericht schon gelesen, dass das Wetter eher durchwachsen sein sollte. Ich war trotzdem motiviert und wusste, was ich kann. Leider bin ich dann am Samstag nicht so richtig mit dem Wind klar gekommen und beendete die Qualifikation mit 665 und war Ringgleich mit dem Dritten. Aber auch hier hatte ich kein Glück und schon weniger 10er, sodass ich auf dem 4. Platz landete. Ich war unzufrieden mit mir selbst und meiner Leistung. Auch in den Match Runden wurde ich nicht so richtig warm und gewann nur vier von sieben. Am Ende des Tages stand ich dann auf Platz 4.

Am zweiten Tag war das Wetter etwas besser und ich konnte in der Qualifikation gute 688 Ringe schießen. Wie am Tag vorher war ich dann mit dem ersten Platz Ringgleich und er hatte mehr 10er. Im Finale konnte ich mich dann bis ins Goldfinale mit soliden Ergebnissen kämpfen. Im Goldfinale lag ich erst hinten, ging aber bis zur vierten Passe mit 2 Ringen in Führung. Ich wusste also, dass die letzten Pfeile nur noch ins Gold fliegen müssen. Beim letzten Pfeil wusste ich, das eine 9 reichen würde. Als ich dann den letzten Pfeil schießen wollte, kam etwas Wind auf. Also habe ich abgesetzt um sicher eine 9 schießen zu können. Aber wider Erwarten wurde der Wind nicht schwächer, sondern immer stärker. Mir ging langsam die Zeit aus und ich musste schießen. Ich war der letzte an der Schießlinie und schoss meinen Pfeil, als noch zwei Sekunden übrig waren. Es glich eher einem Glücksspiel, da ich keine Ahnung hatte, wo ich gelöst habe. Am Ende habe ich eine 7 geschossen und das Match um einen Ring verloren. Ich hatte mich selten so geärgert.

Insgesamt bin ich aber relativ zufrieden. Momentan bin ich auf Platz 3 der Rangliste. Die Stimmung unter den ersten vier war allerdings sehr angespannt, da alle noch sehr nah beieinander sind und wir wissen, dass 3 von uns Mitte August zur WM fahren dürfen.

Compoundschütze Sebastian Siemandel

Am 14. Juni bin ich zur Rangliste in Hamm angereist. Wir sind leider nicht früh genug losgekommen, um noch am Training teilzunehmen.

Der ersten Wettkampftag war sehr windig und das Wetter war nicht optimal, deshalb war ich mit meinen 675 Ringen in der Quali, welche den 2. Platz bedeuteten, ganz zufrieden. Dafür habe ich dann 9 Punkte für die Gesamtwertung bekommen. Am Nachmittag ging es dann mit den Matchrunden weiter, hier habe ich 4 von 7 Matches gewonnen, was am Ende des Tages Platz 3 bedeutete.

Am zweiten Tag war das Wetter besser, weshalb ich meine Ringzahl steigern konnte, aber immer wieder schlechtere Passen dabei waren. Im ersten Durchgang konnte ich 346 Ringe erzielen, im zweiten waren es 342 Ringe, was am Ende für Platz 1 in der Quali gereicht hat. Im abschließenden Finalschießen wurde ich 3. Platz. In der Gesamtwertung konnte ich den 2. Platz mit einem Punkt Rückstand auf den 1. platzierten erreichen.

Compoundschütze Domenic Kiehl

Am 14. Juni 2019 fuhr ich gegen Mittag mit meinen Eltern und meinen Kaderkollegen nach Hamm zum 1. Ranglistenturnier. Das Wetter war eher durchwachsen, aber die Fahrt war entspannt und die Laune gut. Die siebeneinhalb Stündige Autofahrt schlauchte uns alle sehr.

Wir kamen dann um ca. 20.30 Uhr endlich in Hamm an. Leider konnten wir an diesem Tag alle nicht mehr zum Training an den Platz gehen, da dieses um 18.00 Uhr endete. Aber ich habe an diesem Tag noch bis Mittag gearbeitet, darum konnten wir nicht früher los und der Verkehr war an diesem Tag auch nicht auf unserer Seite.

Am nächsten Tag ging es nach einer nicht ganz ruhigen Nacht früh los. Leider hatte sich das Wetter in der Nacht sehr geändert. Es war noch durchwachsener und es ging richtig Wind. Aber das tat meiner Laune und Motivation nichts ab, ich wollte mein Bestes geben. Am Platz angekommen, begann ich meine Bögen aufzubauen und mich herzurichten. An der Rangliste schieße ich zuerst mit den Junioren zusammen alles gemeinsam durch. Am Anfang schießen wir die Qualifikationsrunde und danach dann die Finals.

Das Einschießen lief nicht so gut! Gleich beim ersten Pfeil, ist bei unserer Nachbarscheibe ein größerer Unfall passiert. Einer Schützin brach beim Abschuss der Pfeil und Teile von diesem trafen Ihre Hand. Das machte mir ganz schön zu schaffen und dann noch der Wind, der uns allen zu schaffen machte. Leider habe ich dann noch gleich in der ersten Wertungspasse ein M geschossen. Ich versuchte mich wieder zu sammeln und trotzdem mein Bestes zu geben. Dies gelang mir dann immer besser. Am Ende der Quali hatte ich dann trotzdem 657 Ringe und stand auf Platz 6.

Nach der Mittagspause ging es dann in die Finals. Ich freute mich richtig darauf, denn ich liebe es, Finale zu schießen. Es ging an diesem Tag Mann gegen Mann. Es standen sieben Matches vor mir und ich war voll motiviert, so viele wie möglich zu gewinnen. Und das gelang mir super: Ich habe sechs von sieben Matches gewonnen und ich fühlte mich richtig gut. Der Tag hatte schlecht begonnen, aber gut geendet.

Am zweiten Tag wollte ich nochmal alles geben. Es ging nach einem guten Frühstück wieder früh los und das Wetter hatte sich wieder beruhigt, es war bewölkt und sehr angenehm und eigentlich kein Wind mehr. Das Einschießen lief richtig gut und dies ging auch so im Wettkampf weiter. Es machte mir richtig Spaß zu schießen. Das merkte man auch am Ergebnis. Im ersten Durchgang der Quali erreichte ich 347 Ringe und im zweiten lief es dann nicht mehr ganz so rund, aber ich schoss dann nochmal 339 Ringe. Ich war ganz zufrieden mit mir.

In den heutigen Finals ging es im K.O. System weiter. Mein erstes Match habe ich sehr gut geschossen und gewonnen. Im zweiten Match ging es um Gold- oder Bronzefinale! Mein Gegner Tim Krippendorf und ich schenkten uns nichts und wir kämpften hart, aber fair. Leider hieß es am Ende 144/145 für meinen Gegner Tim. Also ging es um Platz drei. Leider lief es in der ersten Passe nicht gut. Ich ging mit 5 Ringen in Rückstand. Ich kämpfte zwar weiter und holte noch einen Ring auf, aber es sollte nicht sein. Am Ende erreichte ich Platz vier im Finale. Aber ich bin trotzdem stolz auf mich, denn ich habe ja mit den Junioren gekämpft und da kann ich gut mithalten.

Am Ende der Rangliste war ich erster in meiner Klasse. Denn die Kadetten werden ja extra gewertet. Wir schießen nämlich bei den Junioren mit, damit wir auch Finale schießen können, sonst wären wir zu wenig. Ich freue mich schon auf die 2. Rangliste vom 12./13. Juli 2019 in Berlin.

27. Wanderpokalturnier BSG Ebersberg

Compoundschütze Domenic Kiehl

Am Sonntag den 23. Juni 2019 fuhr ich mit meinem Verein dem BSV Pfaffenhausen e.V. zum 27. Wanderpokalturnier nach Ebersberg. Es ging schon sehr früh für uns alle los, da wir ja ein gutes Stück fahren mussten, aber das war egal.

Das Wetter in der Früh war nicht so gut, es regnete leicht aber es war warm. Zur Hälfte des Turnieres wurde das Wetter immer besser und es kam sogar noch die Sonne raus. Ich war heute sehr motiviert und gut gelaunt, denn ich hatte mir nämlich für heute vorgenommen, mein letztes Ergebnis einer 1440er-Runde von Ismaning mit 1373 Ringen zu toppen. Ich ging bei den Kadetten Compound an den Start. Leider war ich an diesem Tag nur als einziger in meiner Klasse gemeldet.

Am Platz angekommen bauten wir erst mal unsere Bögen auf. Danach habe ich mir ein kleines Frühstück gegönnt. Wie immer habe ich mich dann auf den Wettkampf vorbereitet. Aufwärmen, nochmalige Visier, Pfeil und Bogenkontrolle.

Domenic Kiehl wird Erster in Ebersberg

Dann konnte es auch schon losgehen. Das Einschießen auf 70m lief gut und die anfängliche Nervosität ließ auch schnell wieder nach. Nun ging es in den Wettkampf und ich hoffte, dass es gut losging. Das tat es auch, Pfeil um Pfeil flog nach vorne und ich hatte richtig Spaß zu schießen und ich fühlte mich immer wohler. Am Ende des ersten Durchgangs hatte ich 333 Ringe. Die anschließenden 60m liefen auch gleich ganz gut, ich fand immer mehr in den Wettkampf und schloss diese Runde mit 345 Ringen ab.

Nun ging es auf die 50m und die Spots. Nun stieg nochmal das Adrenalin kurz an, ich hoffte den Umstieg auf die kleine Auflage gut zu meistern und dies gelang mir richtig gut. Ich schoss 344 Ringe. Leider habe ich zwei Ringe zu wenig geschossen, sonst hätte ich einen Deutschen Rekord geschossen. Aber egal, dann klappt es beim nächsten Mal. Trotzdem freute ich mich riesig und nun ging es noch in die letzte Distanz den 30m.

Der Anfang gelang mir gleich super, 59 von 60 möglichen. So konnte es weiter gehen und das tat es auch. Runde um Runde flogen die Pfeile ins Gold. 58/60/60/60. Leider ging mir in der letzten Passe das Release einmal zu früh auf und es wurde „nur“ eine 59 aber egal ich freute mich über 356 Ringe. Wieder zwei Ringe am Deutschen Rekord vorbei.

Insgesamt schoss ich an diesem Tag 1378 Ringe, was mich riesig gefreut hat. Mission Ergebnis toppen erfolgreich beendet. Und das tolle war, dass ich insgesamt das Tagesbestergebnis aller Klassen geschossen habe. Und das ich mit unserer gemischten Mannschaft noch auf den ersten Platz mit 4042 Ringen kam.

Es war wieder ein toller und lustiger Tag. Ich freue mich schon auf die nächste 1440er-Runde, aber jetzt heißt es sich wieder auf die nächste WA Runde zu konzentrieren. Das ist die Bayerische Meisterschaft in Hochbrück.

Bayerische Meisterschaft WA 720

Compoundschütze Domenic Kiehl

Am 29. Juni 2019 ging es für mich wieder recht früh los. Ich fuhr zur Bayerischen Meisterschaft nach Hochbrück. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir los. Es sollte heute ja richtig heiß werden. Ich fühlte mich an diesem Tag sehr gut, mein Tagesziel war es 685 Ringe zu schießen.

Wir kamen an der Schießanlage in Hochbrück an und ich bewunderte erst mal den neu umgebauten Schießplatz, denn dieser ist sehr schön geworden. Heute trat ich in der Jugendklasse Compound mit fünf Teilnehmern an.

Das Wetter war super und auch heiß, leider hatten wir einen starken Wind am Platz. Das schlimme an diesem Wind war, das er aus allen Richtungen kam.

Wie immer bereitete ich mich akribisch vor: Beide Bögen aufbauen, Bogenkontrolle und dann Aufwärmen. Nach der allgemeinen Begrüßung begann das Einschießen. Aber heute merkte ich schon wärend dem Einschießen, dass es ein schweres Turnier für mich werden wird. Da ich ja ein Back-Tension Schütze bin, musste ich mich sehr konzentrieren.

Glückwunsch zum Treppchenplatz!

Im ersten Durchgang ging es eigentlich relativ gut zu schießen, da der Wind noch einigermaßen ok war. Ich gab mein bestes, versuchte mich voll zu konzentrieren und den Wind zu fühlen. Das gelang mir mal mehr, mal weniger. Am Ende des ersten Durchgangs war ich Ringgleich mit 338 Ringen auf Platz eins mit meinen Mitstreiter.

Der zweite Durchgang lief dann nicht mehr so rund. Der Wind frischte immer mehr auf und kam von allen Seiten. Ich kämpfte und kämpfte aber ich lag immer so vier Ringe hinter meinem Mitstreiter.

Zum Schluss habe ich dann noch ein Paar ordentliche Passen zusammen gebracht. Am Schluss hatten wir beide dann noch 328 Ringe geschossen. Wir hatten am Ende beide 666 Ringe, aber ich hatte einen Zehner mehr und somit wurde ich erster.

Irgendwie konnte ich mich aber nicht richtig freuen über den Sieg, ich hatte mein Tagesziel von 685 Ringen nicht erreicht. Aber egal, ich schaue nach vorne auf die zweite Rangliste in Kienbaum. Dort versuche ich es besser zu machen.

Bayerische Meisterschaft im Freien (WA 720) 2019

Recurveschütze Moritz Wieser

Moritz freute sich über den Titel

Am 29.06.2019 fand die Bayerische Meisterschaft im Wettbewerb Bogen Recurve WA720 mit Finale vom Bayerischen Sportschützenbund statt. Der Wettkampf wurde auf dem neu errichteten Bogenplatz in Hochbrück ausgetragen. Mir gefällt der Platz sehr gut und es hat Spaß gemacht dort zu schießen.

Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrtzeit, waren wir gegen 8.30 Uhr am Wettkampfplatz. Nach der Gerätekontrolle und Begrüßung begannen gegen 9 Uhr die Trainingspfeile und gegen 9.30 Uhr war Wettkampfbeginn.

In meiner Recurveklasse Junioren waren 12 Schützen am Start. Wir hatten schönes Wetter, allerdings sehr heiß und etwas böiger Wind. Nach erfolgreichen Trainingspfeilen kam ich gleich gut in den Wettkampf rein. Die Qualifikationsrunde schloss ich mit 317 und 316 Ringen und damit dem 1. Platz ab.

Nach der Pause ging es mit den Finals weiter. Nach einem Sieg im ¼ -Finale gegen Schmölz Richard 6:0 und einem weiteren im 1/8-Finale mit 6:0 gegen Jahn Florian zog ich ins Goldfinale ein. Hier konnte ich mit 6:2 das Match gegen meinen Vereinskollegen und Freund Richter Noah für mich entscheiden.

Es war ein toller Wettkampf mit starken Finals und ich freue mich sehr, dass ich meinem Titel Bayerischer Meister von 2018 erfolgreich verteidigen konnte.

Recurveschütze Jakob Hetz

Am 28.-30. Juni fanden auf der umgebauten Olympia Schießanlage in Hochbrück die bayerischen Meisterschaften im Bogenschießen statt (DSB). Ich startete am Samstag in den Wettkampf.

Das Einschießen verlief den Bedingungen entsprechend gut. Der Wind war relativ stark und änderte von Pfeil zu Pfeil die Richtung. Ich hatte sehr zu kämpfen, überzeugt und mutig zu schießen, da ich in letzter Zeit sehr selten bei solchen Wind trainieren konnte. Dementsprechend kostete das Zögern viel Kraft und Selbstbewusstsein. Zur Pause hatte ich nur 304 Ringe und stand auf Platz 8. Im zweiten Durchgang ging es weiter, nur der Wind wurde noch stärker und schneller drehend, dennoch konnte ich mit 107 in den ersten 12 Pfeilen in den Durchgang starten, anschließend spielte mir der Wind wieder Streiche (anscheinend nicht nur mir). Zum Ende des zweiten Durchganges konnte ich mich auf Platz 3 mit 611 Ringen kämpfen.

Nach einer Pause ging es in die Finals, hier musste ich gegen den fünft Platzierten antreten. In einem spannenden Match über fünf Sätze konnte ich den Sieg für mich entscheiden. Im Halbfinale musste ich gegen den neuen Bayerischen Meister ran, ich fand jedoch kein vernünftiges Mittel bei dem Wind, weshalb ich 6:0 verlor. Im kleinen Finale um Platz 3 kam ich wieder besser mit dem Wind zurecht und konnte das Match in vier Sätzen gewinnen.

Mit 611 Ringen habe ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Quali für die deutsche Meisterschaft in Berlin, und hoffe dort einen guten Saisonabschluss hinlegen zu können.

LM SSB in Chemnitz

Compoundschütze Leon Hollas

Die Landesmeisterschaft des Sächsischen Schützenbundes wurde am 22. Juni auf dem Vereinsgelände des Bogensportclubs Chemnitz-Rabenstein ausgetragen. Insgesamt 58 Schützen starteten um neun Uhr in den Wettkampf. Das Wetter war zwar sonnig, aber extrem windig.

Der erste Durchgang verlief durchwachsen. Es waren sehr gute Passen, aber ebenso auch sehr schlechte dabei. Mit 339 Ringen lag ich nach der Halbzeit vor den anderen sieben Startern meiner Klasse. Leider konnte ich das Ergebnis in der zweiten Hälfte nicht verbessern, die Führung blieb mir trotzdem erhalten.

Nach einer kurzen Unterbrechung starteten die Finals. Dabei gelangte ich bis ins Goldfinale, welches ich mit 147 Ringen für mich entscheiden konnte. Nun bleibt es zu hoffen, dass ich mich für die Deutsche Meisterschaft, die dieses Jahr in Berlin zusammen mit neun weiteren Deutschen Meisterschaften anderer Sportarten stattfindet, qualifiziere.

Die LM SSB im Panorama

LM des DSB am 22.06.19 in Vielank

Recurveschützin Elsa Neumann

Und schon war es wieder so weit: die beiden Landesmeisterschaften der Draußensaison standen wieder an. Los ging es am Samstag gegen 9 Uhr in Vielank. Der Wetterbericht hatte uns vorab um die 24 °C und Sonne satt versprochen und das Wetter hatte auch vor, sich dieses eine Mal an die Vorhersage zu halten. An diesem Tag erwarteten mich 2 Runden auf 60 Meter, die ich aufgrund meines letzten Jahres in der Altersklasse U 17 weiblich Recurve genießen durfte. Während die Sonne beschlossen hatte uns allen Sonnenbrand zu bescheren, schoss ich in der ersten Runde 294 und in der zweiten Runde exakt 300 Ringe, was zusammen gerechnet 594 Ringen entspricht und für den ersten Platz reichte. Wegen der langen Anreise waren wir aber erst abends gegen 18 Uhr zu Hause.

Landesmeisterschaft des DBSV am 23.06.19 in Rostock

Recurveschützin Elsa Neumann

Auch in Rostock wurde Elsa Erste

Bereits am nächsten Tag klingelte der Wecker wieder sehr früh, denn es ging auf nach Rostock. Hier erwartet uns jedes Jahr ein 4-Runden-Turnier, und wer vom Vortag noch keinen Sonnenbrand oder keinen Muskelkater hatte, bekam jetzt noch einmal die Möglichkeit dazu, denn das Wetter hatte beschlossen, uns mit Temperaturen um die 26 °C zu ärgern.

Ebenfalls um 9 Uhr ging es für mich abermals auf 60 m mit einer 290-Ringe-Runde los, worauf ein Durchgang auf 50 m mit 314 erreichten Ringen folgte. Nach einem leckeren Mittagessen aus dort angebotenen IKEA-Hotdogs ging es mit nur noch drei Pfeilen pro Passe auf 40 und 30 Meter, welche ich einmal mit 301 und einmal mit 305 Ringen abschloss. Insgesamt waren das also 1210 Ringe und wiederum der 1. Platz in der Altersklasse U 17 weiblich Recurve.

Sommerturnier und Pokalschießen am 29.06.19 in Diedrichshagen

Recurveschützin Elsa Neumann

Ich startete dieses Wochenende beim Sommerturnier mit angehängtem Pokalschießen meines Vereins auf unserem Platz in Diedrichshagen. Bereits vor dem Start trugen alle ca. 25 Starter kurze Klamotten, denn die Temperatur sollte im Laufe des Tages auf etwa 27 °C ansteigen.

Ich ging in meiner Altersklasse U 17 weiblich Recurve leider alleine an den Start. Weil das ganze Turnier als Spaßturnier ausgelegt war, schoss ich auf verkürzte Entfernung mit größeren Auflagen. So erlangte ich auf 40 m mit einer 122er Auflage 323 Ringe und mit einer 80er Auflage auf 20 m 317 Ringe, was mich auf einen Endstand von 640 Ringen brachte.

Beim Pokalschießen denken sich die Organisatoren meines Vereins immer etwas Besonderes aus. Letztes Jahr z.B. wurde die Auflage geviertelt. Dieses Jahr schossen alle Bogenklassen gegeneinander. Es ging darum, wer von allen Startern jeweils die meisten 10en, 9en, 8en, 7en, 6en und 5en hatte und diese Leute gewannen den Pokal. Ich entschied mich für die sieben und traf diese 20 mal, was für einen weiteren Sieg an diesem Tag reichte.

Landesmeisterschaft NBSB Rostock

Recurveschütze Kilian Düwel

Am Sonntag dem 23.06.2019 machten wir uns bereits um 7:00 Uhr auf in Richtung Rostock zur diesjährigen Landesmeisterschaft des NBSB. Ausgerichtet wurde das Turnier vom ESV Rostock auf der dortigen Anlage. Das Wetter war spitze, sehr wenig Wind und Temperaturen knapp über 20 Grad.

Es wartete meine erste 144-er Runde auf mich. Die Distanzen waren 2x30m und 2x20m.

Da ich noch nie so viele Pfeile in einem Turnier geschossen habe, war ich leicht angespannt. Ich wusste nicht, ob meine Kraft ausreicht, um über das komplette Turnier eine konstant gute Leistung zu bringen. Deshalb hatte ich mir auch kein Ringeziel gesetzt. Nach den letzten Trainingsergebnissen wären 1000 Gesamtringe schon ein super Ergebnis.

Insgesamt starteten 34 Schützen in diversen Bogen- und Altersklassen. Von meinem Verein starteten 10 Schützen und wir stellten damit das größte Teilnehmerfeld.

Stolz über den Landesmeister: Kilian

Mit etwas Verspätung ging es dann in den ersten Durchgang auf 30 m. Mit meinen neuen Pfeilen von der Bogensportwelt kam ich richtig gut ins Turnier und ich konnte den 1. Durchgang mit 302 Ringen beenden. Nach einer kurzen Pause ging es in den 2. Durchgang. Auch hier war die Distanz wieder 30 m. Es lief ähnlich gut und ich beendete den Durchgang mit 298 Ringen. Zur Halbzeit standen somit bereits 600 Ringe auf meinem Konto und ich freute mich jetzt auf die kürzere Entfernung im dritten und vierten Durchgang. Vorher nutzte ich die etwas längere Pause, um mich beim Mittagessen etwas zu stärken und mir die Beine zu vertreten.

Gestärkt und etwas ausgeruht ging es in den dritten Durchgang. Auf einmal hatte ich große Probleme und meine Pfeile landeten teilweise in ungewohnten Regionen auf der Scheibe. Ich traf zwei Pfeile der Passen ins Gold, dann aber immer wieder einen ins Blau oder noch schlechter. Ich wusste nicht so recht, woran es lag und quälte mich etwas durch den kompletten Durchgang, den ich mit nur 273 Ringen abschloss.

In der anschließenden Pause ließ ich den einen oder andren Schuss noch einmal Revue passieren und schien meinen Fehler ausfindig gemacht zu haben. Da ich kraftmäßig an meine Grenze kam, habe ich unsauber gelöst und damit die Pfeile nicht sauber ins Ziel gebracht. Für den letzten Durchgang hatte ich mir dann vorgenommen, das wieder besser zu machen.

Die letzten 36 Pfeile kosteten dann noch einmal richtig Kraft. Da ich aber meine Technik wieder in den Griff bekam, waren auch die Ringzahlen wieder besser. Am späten Nachmittag, fast mit der letzten Sekunde setzte ich den letzten Pfeil auf die Scheibe und war glücklich es geschafft zu haben. Mit dem letzten Durchgang war ich sehr zufrieden, standen doch 295 Ringe auf dem Schießzettel.

Mit der Siegerehrung gegen 19 Uhr ging dann ein schöner, aber auch sehr anstrengender Tag zu Ende und ich nahm meine Medaille und die Urkunde in Empfang. Da ich in meiner Bogenklasse Schüler B Recurve als Einzelstarter angetreten war, bedeutete dies auch den Landesmeistertitel. Darüber freute ich mich riesig. Noch etwas mehr freute ich mich über die erzielten 1168 Gesamtringe, die weit über meinen Erwartungen lagen. Nach einer ruhigen Heimfahrt fiel ich zufrieden, aber k.o. ins Bett.

Sommerturnier Diedrichshagen 29.06.2019

Recurveschütze Kilian Düwel

Am Sonnabend hatte der SV 2000 Diedrichshagen zum traditionellen Sommerturnier geladen. Der Einladung waren 32 Schützen gefolgt, die bei bestem Wetter den Ferien- und Urlaubsbeginn mit einem nicht ganz so ernsten Turnier einläuten wollten.

Geschossen werden immer 2 Durchgänge auf unterschiedliche Entfernungen und ein Durchgang als Pokalschießen auf ganz speziellen Auflagen oder mit besonderen Punktewertungen. Auch in diesem Jahr hatte sich die Turnierleitung wieder etwas Besonderes einfallen lassen.

Ich startete wieder in der U12 Recurve und musste im ersten Durchgang auf 25m schießen. Noch die Anstrengungen der Landesmeisterschaft von der Vorwoche in den Knochen, wollte ich trotzdem ein gutes Ergebnis erzielen. Schon bei den Einschießpassen merkte ich, dass ich gut drauf war. So startete der erste Durchgang auch gleich mit 4 Zehnern. In den weiteren Passen konnte ich meinen Ringeschnitt halten und so standen am Ende 331 Ringe auf dem Zettel. Damit war ich sehr zufrieden, weil es mein bestes Ergebnis auf 25m war.

Nach einer kurzen Pause ging es an den 2. Durchgang. Jetzt stand die Scheibe auf 15m mit einer 80-er Auflage. Eine für mich ungewohnte Entfernung, die ich so schon länger nicht geschossen habe. Ich war trotzdem gespannt, ob ich mein Ergebnis aus dem ersten Durchgang vielleicht noch toppen könnte. Auch auf der kürzeren Entfernung saßen die Pfeile und das Schießen ging mir leicht von der Hand. Nach den 36 Pfeilen schloss ich den Durchgang mit 339 Ringen ab. Damit standen für den Turnierteil 670 Ringe auf der Habenseite und ich war super happy.

Zwar kein Pokal, aber bester Turnierschütze!

Jetzt stand eine etwas längere Pause an. In der warteten Würstchen vom Grill, Salate, Kuchen, Obst und Gemüse auf die Teilnehmer. Bei Temperaturen um die 30 Grad gehörte natürlich auch reichlich Flüssigkeit dazu. Gut gestärkt warteten alle Teilnehmer auf das Pokalschießen. Die Auflagen wurden in diesem Jahr nicht verändert, also waren alle gespannt, nach welchem Modus das Pokalschießen abläuft.

Die Turnierleitung teilte dann mit, wie die Pokalezu ergattern seien. In zwölf Passen zu je drei Pfeilen ging es darum, so viele Treffer in einem Ringwert zu landen wie möglich. Der Schütze mit den meisten Treffern einer Ringzahl hatte dann gewonnen. Zur Auswahl standen die Ringzahlen von 5 bis 10. Die Teilnehmer begannen gleich zu taktieren und sich eine vielleicht nicht so stark frequentierte Ringzahl auszusuchen. So versuchten einige nur die 5 zu treffen, andere setzten eher auf die 7 oder 8.

Ich überlegte auch. Da die Wertung über alle Alters- und Bogenklassen gemacht wurde, war es gar nicht so einfach sich festzulegen. Unsere Compoundschützen schossen auch auf etwas kürzere Entfernung und die sind immer sehr Treffsicher ins Gold. Trotzdem entschied ich mich und wollte versuchen, das Maximum an Zehnern zu erreichen.

In der ersten Passe landete ich gleich dreimal die Zehn. Als ich in der zweiten Passe wieder drei Zehnen geschossen hatte, schien es zu laufen. Ich war voll begeistert und wollte unbedingt nachlegen. Das gelang mir auch richtig gut. Nach 18 Pfeilen hatte ich bereits 16 Mal die 10 getroffen. Jetzt ließ meine Kraft etwas nach und die Zehner machten sich etwas rar. Am Ende des Durchgangs hatte ich 343 Ringe geschossen. Das war aber ja nicht die Aufgabe. Jetzt kam es zur Abrechnung. Ich war echt stolz auf meine 25 Zehner, sowas war mir noch nie gelungen. Leider hatte sich Janine, eine Compoundschützin aus meinem Verein, auch auf die 10 eingeschossen und ebenfalls 25 Treffer auf ihrem Zettel. Die Entscheidung fiel im Stechen. Janine schoss eine 9, ich leider nur eine 8.

Ich war etwas traurig, weil es trotz meiner guten Leistung nicht zum Pokalgewinn gereicht hat. Bei der anschließenden Siegerehrung wurde ich in meiner Altersklasse für den Turnierteil Erster. Bei der Pokalübergabe ging ich dann leider leer aus. Zu meiner Überraschung gab es aber noch eine Ehrung für den besten Schützen des Turniers. Meine Traurigkeit war verflogen, als mein Name aufgerufen wurde und ich den Pokal überreicht bekam.

Jetzt sind Ferien und Trainingspause. Ich werde aber trotzdem mein Training fortsetzen, weil ich hoffe, die Qualinorm für die DM in Karlsruhe geschafft zu haben. Dort möchte ich dann gerne, nach der Teilnahme an der DM Halle in Oberhausen, weitere Wettkampferfahrungen sammeln.

Erlebt
2019

3D Landesmeister und Sternturniere 2019

Es ging wieder auf 3D-Jagd und die 2019er Landesmeister TH, NS und HE stehen fest – Glückwunsch an unsere Schützen. Auch Franz in Österreich punktete

3D Landesmeister und Sternturniere 2019

LM 3D Hessen 08.-09.06.2019

Compoundschütze David Ris

Wie im letzten Jahr auch wurde die Landesmeisterschaft 3D des hessischen Bogensportverbandes in Elters in der Rhön ausgetragen. Und da meine Frau Amke und ich den Hessen – auch wenn wir mittlerweile in Bonn leben - immer noch sehr verbunden sind, hieß es auch dieses Jahr wieder: Auf in die Rhön.

Freitags punkt halb zwei sammelte mich Amke bei der Arbeit ein. Wir fuhren bei gutem, wenn auch etwas windigem Wetter und hatten wirklich Glück – von den großen Pfingststaus blieben wir verschont. Um 18 Uhr trafen wir am Parcours ein und konnten uns noch anmelden. Da sich viele Gastschützen aus anderen Bundesländern angemeldet hatten, war uns das nur recht. So hatten wir am Wettkampftag keinen Stress. Nach einem leckeren Döner ging es relativ früh ins Bett. Das Hotel in Fulda war wirklich schön.

Es galt so manches Bison zu erlegen

Am Wettkampfmorgen ging es gut gelaunt los. Großes Hallo am Treffpunkt – man kennt einfach mittlerweile einen Haufen Leute übers Schießen und trifft diese meist auf irgendwelchen Turnieren. Nach dem obligatorischen Einschießen, einem Brötchen und einem heißen Kaffee ging es in den Parcours. Und der hatte es in sich!

Es beginnt direkt mit einem Schwein auf über 50 Meter, das perfekt hinter einer nicht einsehbaren Senke steht. Ich verschätze mich um gute 4 Meter und schieße einen halben Zentimeter unter das Kill. Ich könnte mir in die Mütze beißen. Die nächsten Ziele laufen gut. Aber es ist knackig. Weite Distanzen am Stück, schwer gestellt. Viele Hell-Dunkel-Wechsel, Tunnelschüsse durch enge Gassen im dichten Waldbestand, nicht einsehbare Senken – die Parcoursbauer ziehen alle Register. Geschenkt wird einem nichts. An einem russischen Keiler, steil bergauf und in einem fiesen Winkel gestellt verschätze ich mich nochmal um 4 Meter und lande knapp über dem Kill. Schnell verdaut und weiter im Text. Jetzt kommen auch mal ein paar kürzere Distanzen. Ich nehme mir vor, keinen Körper mehr zu schießen. Das kann ich leider nicht halten. Ein Absetzfehler, ein schlechtes Schätzen und ein schlechter Haltepunkt kosten mich nochmal Punkte. Am Ende bin ich mit 405 Punkten irgendwie nicht richtig zufrieden.

Am Sonntag die Hunterrunde. Eigentlich meine Stärke. Aber irgendwie war der Wurm drin. Ein unnötiger Körpertreffer und einfach zu wenig Xer kosten Punkte. Und dann geht mir im Auszug auch noch das Release auf, weil ich die Sicherung nicht richtig gedrückt habe. Einfach unkonzentriert und eigentlich nicht entschuldbar. Irgendwie reicht es aber doch für den Landesmeistertitel. So richtig zufrieden bin ich nicht. Die Woche werde ich nutzen, um meinen Bogen nochmal perfekt einzustellen und dann mit guter Laune in die Landesmeisterschaft in Thüringen zu starten.

LM 3D in Thüringen 15.-16.06.2019

Compoundschütze David Ris

Auch dieses Jahr starte ich wieder für das Team Hessen im Deutschlandpokal. Nach dessen Reglement müssen die aus mindestens fünf Schützen bestehenden Teams an zwei Landesmeisterschaften und der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Wie schon im letzten Jahr war als zweiter Wettkampf neben der hessischen LM3D das Turnier des Thüringer Bogensportverbandes gesetzt. Und so ging es für mich – diesmal allein, da meine Frau Amke krankheitsbedingt absagen musste – freitags nach der Arbeit ins 350 Kilometer entfernte Mühlhausen. Trotz Wochenendverkehr kam ich gut durch und konnte schon am frühen Abend die Ferienwohnung beziehen. Dort traf ich einige gute Bekannte, so dass der Abend in gemütlicher Runde ausklang.

Am nächsten Morgen ging es zeitig zum nur 10 Autominuten entfernten Turnierort. Dort angekommen, ging es nach der Anmeldung sofort zum Einschießen. Und schon da merkte ich, dass bei meinen Distanzen irgendwo der Wurm drin war. Ich musste immer gut zwei Meter mehr einstellen, als die Ziele tatsächlich standen. Ärgerlich. Da hatte ich auf dem Platz beim Ausschießen wohl irgendwie mit dem Entfernungsmesser Mist gebaut. Egal. Sonst saßen die Pfeile so, wie sie sollen. Gegen 10 Uhr ging es dann los. Ich hatte großes Glück mit meiner Gruppe, denn ich schoss mit zwei guten Bekannten.

David auf der Thüringer LM 3D

Das Turnier begann gut. Die ersten Pfeile landeten alle dort, wo sie hin sollten. Bei einem liegenden Hirsch schoss ich zu knapp – Körper. Danach ging es dann richtig zur Sache. Ein springendes Reh schätzte ich mit 45 Metern an. Und lag damit knapp zu kurz. Körper Nummer 2. Die folgenden Ziele gingen wieder gut. Bis dann auf der Wiese ein Bison stand. Der darf laut Wettkampfordnung 60 Meter weit stehen. Die stellte ich ein – und schoss zu kurz. Körper! Abgeschritten waren es 65 Meter, leicht bergan. Kein Wunder, da hatte einer die WKO nicht richtig gelesen. Ärgerlich. Über der Max-Distanz standen dann auch noch ein paar andere Ziele. So kamen noch ein paar unnötige Körper dazu. Am Ende ging ich mit 402 Ringen aus Tag 1. Irgendwie nicht hundertprozentig zufrieden. Aber für den schwer gestellten Parcours ging es noch.

Tag 2, Hunterrunde. Es war nur wenig verändert worden und so schoss ich die ersten 8 Ziele mitten ins X. Das ging gut los. Beim springenden Reh, am ersten Tag noch Körper geschossen, fand der Pfeil diesmal das Kill. Dafür landete der nächste Pfeil auf einen stehenden Damhirsch im Körper. Ich weiß bis heute nicht, wo der Fehler lag. Entfernung gut, sauber gelöst, guter Haltepunkt. Irgendwie brachte mich das etwas aus dem Tritt. Auf den nächsten 6 Zielen schoss ich einen Körper und mehrere „knapp aus dem X“. Das Glück war mir nicht hold. Und dann schlug auch noch eigenes Unvermögen zu. Beim Bison war mir klar: 60 Meter. Ich stand perfekt im X, der Schuss kam sauber über Rückenspannung – und der Pfeil verschwand im Gras. Zu kurz! Ein kurzer Blick aufs Visier ließ mich an meiner geistigen Integrität zweifeln – ich hatte 50 statt 60 Meter eingestellt! Im Anschluss war ich irgendwie ein wenig aus dem Tritt. Die Luft war ein wenig raus. Es gab zwar noch ein paar gute Schüsse, aber auch zu viele normale Kills. Mit knapp 360 bin ich nicht wirklich zufrieden. Dank des hammerharten Parcours hat es am Ende doch noch für Platz eins und die beste Leistung des Turniers gereicht. Aber der fade Beigeschmack bleibt. Jetzt heißt es nach vorne schauen und nochmal das Setup überdenken. Die DM steht vor der Tür.

Compoundbogenschützin Jona Müller

Am 15./16.06. richtete unser Verein, die Speed Bow Hunters, die Thüringer Landesmeisterschaft 3D 2019 des TBSV im Stadtwald Mühlhausen aus. Knapp 240 Schützen waren gemeldet, davon haben 200 Starter auch den Weg zu uns gefunden (130 Thüringer und 70 Schützen aus anderen Bundesländern in der Gästeklasse).

Auch auf der LM darf der Spaß nicht fehlen

Am Freitag gingen die Vorbereitungen schon los - Parcours stellen, Einschießanlage herrichten, Büro und Verpflegungsstände aufbauen... Jedes Vereinsmitglied hatte eine kleine Aufgabe zu erledigen. Ich war z.B. für die Parkplatzeinweisung am Samstag früh verantwortlich.

Übernachtet haben wir im Zelt. Das allein war schon ein kleines Abenteuer, denn in einigen Gebieten wurden deutschlandweit Unwetter bzw. Gewitter vorausgesagt. Wir hatten aber Glück - es hat nur geregnet.

Samstag früh ging es um 7:30 Uhr los mit Anmeldung, Bogenkontrolle, Einschießen... Um 9:00Uhr wurde das Turnier von unserer Vereinschefin und Stellvertretender TBSV-Vorsitzenden Silke Müller eröffnet. Das Wetter war wunderbar. Die Sonne strahlte und im Wald waren die Temperaturen sehr angenehm. Ich hatte meinen neuen Compoundbogen von Bogensportwelt (Eva Shockey von Bowtech) dabei und war schon ganz gespannt, wie ich damit zurechtkomme. 3D ist ja nicht unbedingt meine Lieblingsdiziplin - aber mit meinem neuen Bogen und einer schönen Mädelsgruppe hatte ich sehr viel Spaß dabei. Die Waldrunde lief für mich sehr gut, ich habe 362 Ringe geschossen und war sogar ein bisschen besser als die Jungs in meiner Altersklasse U14 Compound.

Am Sonntag hat es dann die ganze Zeit bis ca. 13:00 Uhr geregnet. Gott sei Dank gab es kein Gewitter. Zur Jagdrunde hatte ich dann 258 Ringe auf meinem Scorezettel stehen. Hätte ja noch ein bisschen besser sein können, aber insgesamt war ich sehr zufrieden. Mein neuer Bogen ist wirklich super.

Mit einer Gesamtringzahl von 620 bin ich Thüringer Landesmeisterin in der U14 Compound weiblich geworden. Es war wieder ein sehr schönes Wettkampfwochenende...

Langbogenschütze Heiko Kirchner

Heute mein Bericht von der Thüringer Landesmeisterschaft 3D in Mühlhausen. Am 15. und 16.06.19 fanden in Mühlhausen die Thüringer Landesmeisterschaft 3D statt. Samstag zur skandinavischen Runde hatten wir sommerliche Temperaturen und einen sehr gut gestellten Parcours. Mit 230 Bogensportlern können die Speedbow Huntern einen neuen Teilnehmer-Rekord verbuchen.

Auch in diesem Jahr war das Turnier hervorragend vorbereitet und die Ziele sehr anspruchsvoll. Am Samstag hatte ich mich einige Male in den Entfernungen verschätzt, so dass einige 2. Pfeile und auch 2 M`s in den Scorezetteln zu finden waren. Nach der 3 Pfeil-Runde war ich mit 4 Punkten Rückstand auf dem 2. Platz. Sonntag hatte ich mir vorgenommen, diesen Rückstand aufzuholen. Ich kam gut ins Turnier rein und auch die Schätzfehler vom Vortag konnte ich vermeiden. 234 Punkte waren die Ausbeute in der Hunterrunde.

547 Punkte und 2 schöne Turniertage in Mühlhausen und der Landesmeistertitel 3D von Thüringen waren die Ausbeute von diesem Wochenende.

LM 3D in Hohegeiß

Blankbogenschütze Hannes Hecht

Hannes Hecht wurde LM'r Niedersachsen

Vom 15.06.19 - 16.06.19 war ich zur Landesmeisterschaft 3D des NBSV in Hohegeiß. Ausrichter war der dortige Schützenverein. Insgesamt waren ca. 100 Schützen bei diesem Turnier. Da wir schon am Freitag dort ankamen und in einem Nachbarort übernachteten, hatten wir nur ca. 5 min Fahrt zur Anmeldung und dem Einschießen. Am ersten Tag war sehr gutes Wetter, das heißt strahlender Sonnenschein bei ca. 28 Grad. Meine Gruppe war sehr nett und man konnte sich gut mit ihnen unterhalten. So schafften wir den Parcours sehr schnell, waren gegen 14.30 Uhr schon mit den 28 Zielen durch und konnten uns entspannen.

Mit meiner Punktzahl (261 Ringe) war ich jedoch überhaupt nicht zufrieden, ich hatte ja aber noch einen Tag Zeit, mein Ergebnis zu verbessern. Am nächsten Tag starteten wir mit Regen in die Hunterrunde, was ich natürlich nicht besonders schön fand. So nahmen wir uns vor, auch an diesem Tag schnell mit dem Parcours fertig zu werden, was zum Glück auch klappte. Mein Plan mit der Verbesserung meiner Punktzahl klappte bis zur Hälfte ganz gut, verschlechterte sich nach der Mittagspause jedoch wieder. So kam ich in der Hunterrunde auf schlappe 162 Punkte. Ich startete in der Bogenklasse Recurvebogen U20 und war dort leider Einzelstarter. So wurde ich mit 423 Punkten Landesmeister von Niedersachsen.

Compoundbogenschütze Marten Hecht

Am 15./16. 2019 fanden die 3D Landesmeisterschaften in Hohegeiss des NBSV statt.Sie wurden vom SV Hohegeiß ausgerichtet. Wir kamen bereits am Freitag mit unserem Wohnwagen auf dem Campingplatz am Waldwinkel an somit hätten wir am Sonnabend eine kurze Anreise.

Am Samstag war gutes Wetter und ich hatte eine gute Gruppe. Schießbeginn war um 9:30 und wir schossen 28 3D Tiere bis wir gegen 15:00 Uhr fertig waren. Am Ende des Tages hatte ich 334 Ringe.

Am Sonntag hat es sehr geregnet und wir starteten die Hunter Runde. Schießbeginn war 9:55 und wir hatten den Parcours 14:00 fertig geschossen – ich hatte 223 Ringe. Ich wurde in meiner Altersklasse Compound U17 erster und kam so erfolgreich am Abend zu Hause an.

Frühjahrssafari im Seenland

Compoundbogenschütze Marten Hecht

Am 1.6.2019 fand die 12. Frühjahrssafari im Seeland statt. Das Turnier wurde von meinem Verein Bode-Selke-Aue ausgerichtet. Ich startete in meiner Altersklasse U17 männlich Compound als Einzelstarter.

Der Wettkampf startete um 9:45 mit viel Wärme, zum Glück war ich in der ersten Gruppe auf freiem Feld und konnte so zur Nachmittagshitze im Wald schießen. Gestellt waren 30 3D Tiere, die ich bis ca.14 Uhr geschossen hatte.

Es war ein sehr schöner Parcours, der auch bei den gegebenen Temperaturen gut zu schießen war. Ich wurde mit 323 Ringen Erster. Die Auswertung ging sehr schnell, so dass wir recht zeitig die Siegerehrung hatten.

Mittelstiller Bärenfang

Recurvebogenschützin Silke Müller

Silke Müller beim Mittelstiller Bärenfang

Nach nunmehr fast einem Jahr verletzungs- und arbeitsbedingter Zwangspause im 3D Bereich zog es uns nach Mittelstille zum Bärenfang. Ein freies Wochenende, tolles Wetter vorhergesagt und mit ganz viel Freude ging es schon früh am Samstagmorgen los. Am Vortag hatte ich erstmals die Gelegenheit, so ein wenig meine Entfernungen noch mal auszuschießen. Dass die Schulter heilt, merkte ich schnell, da sich meine sogenannte 0 Linie um fast 10m verlängerte und die Kraft allmählich wieder zurückkommt.

Aber egal, heute ging es um den Spaß mit netten Leuten und dem Bogenschießen in einer der schönsten Gegenden im Thüringer Wald. Genauso sahen das auch weitere 150 Bogenschützen. Die Silent Archers richten dieses Turnier nunmehr zum 10. Mal aus. Neu ist, dass es an zwei Tagen ausgetragen wird, nach Vereinseigenen Regeln in Anlehnung an den DBSV.

Diesmal nutzte auch ich den Einschießplatz, um mir noch ein bisschen sicherer zu werden. Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann auch schon los. 32 D Ziele warteten in einem anspruchsvollen Gelände, in Wald und Wiese. Gemeinsam mit zwei Compoundschützen, meinem Mann und einem weiteren Vereinskollegen zogen wir gut gelaunt und motiviert von Ziel zu Ziel.

Leichte Abweichungen in der Linie und Lösefehler ließen mich hin und wieder auch mal einen zweiten Pfeil brauchen. Auch das Schätzen, gerade auf der Wiese, muss auch wieder geübt werden. Am Ende kein ,,M" und nur zweimal einen dritten Pfeil. Ich war super zufrieden, und wir alle waren uns einig, dass dies seit langem mal wieder ein sehr schönes Turnier für uns war. Erwähnenswert ist sicher noch, dass kurz vorm Ende, meinem Männe der untere Borderwurfarm im Vollauszug sich gespalten hat, und ihm der Bogen um die Ohren flog. Gott sei Dank ist nichts schlimmeres passiert. Er ist ja Linksschütze und hat mit dem Rechtshandbogen des Vereinskollegen noch die letzten zwei Ziele geschossen und auch getroffen. Wir fanden, eine tolle Leistung.

Am Ende des Tages standen für mich 363 Ringe und damit an diesem Tag Platz 2. Leider musste ich den nächsten Tag arbeiten und somit konnten wir nicht an der Hunterrunde teilnehmen.

WA 3D Sterntunier Gaal

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht

Am 15. Juni nahmen wir in der Obersteiermark wieder bei einem WA 3D Sternturnier teil, den der BSC Gaal veranstaltete. An diesem Tag war bereits um 05:00 Uhr Tagwache und um 05:30 Uhr Abfahrt nach Gaal, da wir eine Fahrzeit von 2,5 Stunden haben. Man kann nicht bei jedem Turnier am Vortag anreisen und sich ein Zimmer nehmen, da das ganze Hobby ganz schön in Geld geht. Wenn man das ganze am Ende des Jahres zusammen rechnet, sind das um die 6.000,- Euro, die im Jahr für Turniere drauf gehen. Andere fahren in Urlaub und liegen in der Sonne, aber das ist mir zu langweilig. Aber es ist ein schönes Hobby und man lernt auch dabei Österreich kennen, da es so viele schöne Orte gibt, die man sich sonst nicht ansehen würde. Bei den 2-Tagesturnieren ist es immer wieder eine Herausforderung, sich mit den Kameraden und Bogenfreunden zu unterhalten. Daher werde ich dieses Hobby sicher nicht so schnell aufgeben, wenn es die Gesundheit zulässt. Da auch meine Tochter mit Leib und Seele bei Bogensport ist.

Nach einer Fahrzeit von 2.45 Stunden Fahrtzeit kamen wir in Gaal an. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, noch ca. 45 Minuten bis zum Start. So jetzt rasch zusammenbauen und ab zur Anmeldung und Bogenkontrolle. Bei der WA gibt es immer wieder eine Überraschung, da sie jetzt auf einmal auch die Aufstellung der Entfernungen überprüfen und ob man nur eine Skala auf dem Visier hat. Das Fernglas wird jetzt bei der Einstellschraube verklebt, wenn eine Schrift drauf ist, denn man könnte damit laut Aussage der Schiedsrichter Entfernungen messen. So ein Käse, denn bei meinem Fernglas dreh ich zwischen 25 und 40 Meter nicht mal 3mm das Rad - wie soll man da die Entfernung messen? So jetzt rate mal - sind es 25, 30 oder 35 Meter Entfernung?! Wenn sie meinen, dann sollen sie das halt machen. Wenn das so weiter geht werde ich nur mehr Feld und WA Outdoor schießen, denn da gibt es diese Dummheiten nicht. Nach der Anmeldung und Bogenkontrolle hatten wir noch 15 Minuten Zeit, ein paar Schüsse zu machen. Danach war auch schon die Begrüßung.

Nach der Begrüßung war Abmarsch zu den Scheiben. Da der Parcours sehr weit von der Begrüßung entfernt war, konnten wir mit dem Auto ins Parcoursgelände fahren, ich startete bei Scheibe 13, das wäre ein Fußmarsch von ca. 35 Minuten gewesen. Im Parcoursgelände angekommen, hatten wir noch einen kurzen Anmarsch zur Scheibe, unsere Gruppenkollegen waren schon dort: zwei gut bekannte Bogenschützen und meine Tochter, einen Schützen kannte ich noch nicht. Nach der Begrüßung waren noch 8 Minuten bis zum Start. Und wieder war ich Schütze A zum Anfangen. Das erste Ziel ein Fuchs: Entfernung ca. 30 Meter steil Bergauf. Erster Schuss 8 hoch - ein paar Klick zurück und der zweite war perfekt. So die ersten sind weg, jetzt geht’s schon leichter. Und weiter zur nächsten Scheibe und wieder ein Schuss Bergauf. So ging es die nächsten 7 Scheiben weiter. Dann kam die Meldung von den Gruppen Kollegen, heute bekommen wir die goldene Nadel im Bergsteigen und nicht im Bogenschießen. So einen wilden und steilen Parcours hab ich bis heute noch nicht geschossen. Bergauf und Bergab Schüsse sind schon recht, aber nicht der ganze Parcours. So einen saumäßigen und schlecht vorbereiteten Parcours hab ich noch nie erlebt. Teilweise waren die Kills von Ästen oder Wurzeln verdeckt, das man sich wieder einen neuen Stand machen musste, um zu schießen. Und so sah am Ende des Tages auch das Ergebnis aus. Am Ende reichte es noch für Platz 4 in der Endabrechnung. Eines weiß ich heute schon, sollte dieser Verein wieder ein Turnier veranstalten, da fahr ich nicht mehr hin. Aber ein Highlight konnte ich mit nach Hause nehmen: meinen zweiten Robin Hood Schuss auf eine Entfernung von 40 Meter.

So jetzt ist mal eine kurze Pause angesagt, für ein Technik Training und am 29 07 2019 geht zur ÖM WA Outdoor Scheibe nach Klagenfurt. Im August auf die ÖM AAA 3D und Mitte August zur Staatsmeisterschaft.

Sternturnier Pirksee WA 3D am 8. Juni 2019

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht

Bogenschießen in den Bergen

Am 8. Juni führte der BSC Pirkdorfersee das WA 3D Sternturnier durch. Um 06:00 Uhr war Abreise nach Unter-Kärnten zum Pirkdorfersee, wo das WA 3D Sterntunier durchgeführt wurde. Um 08:15 trafen wir in Pirksee ein, wo schon reges Treiben unter den Bogenschützen herrschte. Wir packten unsere Sachen aus dem Auto und bauten unsere Geräte zusammen. Zurzeit hatten wir schon eine Temperatur von 25 Grad und das um 08:00 Uhr. Laut Wetter Meldung sollten es im Laufe des Tages 35 Grad werden. Also genug Getränk in den Rucksack packen, danach ab zur Anmeldung. Start bei Scheibe 24 mit drei zu starken Kollegen, aber das ist gut so, denn dann ist man auch selbst besser, wenn man starke Gegner in der Gruppe hat. So jetzt noch schnell zum Einschießplatz, ein paar Pfeile schießen fürs Gefühl, denn viel Zeit war nicht mehr bis zur Begrüßung.

Um 09:30 war Abmarsch zu den Scheiben, Scheibe 24 - ein Marder, sehr klein, auf einer Entfernung von ca. 12 Meter. Wir waren nur zu dritt in der Gruppe, da sich der vierte am Vortag verletzt hatte und nicht schießen konnte. Da ich Schütze A war und Hannes Schütze B, mussten wir anfangen. Visier einstellen und los geht’s, der erste Schuss war weg - Blick durch das Fernglas: eine 11, Super. Leider konnte ich keine zweite 11 schießen, Hannes war bereits mit dem zweiten Schuss fertig und fuhr mir mit seinem Stabi vor den Bogen und zu diesem Zeitpunkt löste sich auch mein Schuss. Gott sei Dank war es noch eine 8, hätte auch ein Out sein können. Bis zum Ziel 15 wechselten wir uns immer wieder ab, einmal war der eine, einmal der andere um einen Punkt vorne. Bei Scheibe 16 passierte mir ein Missgeschick, da ich ein HBX ohne Sicherung schieße ging mir beim Aufziehen der Schuss los und leider auch noch übers Ziel. Somit hatte ich das erste Out kassiert. Kann man nichts mehr machen - der Schuss ist weg, jetzt einfach sauber weiter schießen. Aber wie es der Teufel will, ist es einfach nicht mehr gelaufen und so fiel ich von Ziel zu Ziel immer wieder um ein paar Punkte zurück. Am Ende des Tages waren es dann fast 60 Punkte, die mir auf meine Teamkollegen fehlten. In der End-Abrechnung belegte ich in meiner Altersklasse nur den 7. Platz.

Mit einer tollen Truppe macht jeder Parcours nochmal soviel Spaß
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