Recurvebögen

Recurvebögen sind die vielseitigsten Bögen im modernen Bogensport und eignen sich für Anfänger ebenso wie für olympische Wettkampfschützen. Unser Sortiment bei BogenSportWelt umfasst Einsteigermodelle, leistungsstarke Turnierbögen und modulare Systeme für jeden Anspruch. Finde deinen passenden Recurvebogen und starte mit dem richtigen Equipment in dein nächstes Bogensport-Abenteuer.
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Kurz zusammengefasst

  • Typen: Vier Bauarten, sportlicher Einsteiger-Recurve (68 bis 70 Zoll), olympischer Recurve (Distanzen bis 90 Meter), traditioneller Recurve (58 bis 62 Zoll) und kompakter Jagdrecurve.
  • Aufbau: Dreiteilige Take-Down-Bögen nutzen das ILF-System, Wurfarme verschiedener Hersteller passen in kompatible Mittelstücke, ein neues Wurfarmpaar kostet 50 bis 300 Euro.
  • Zuggewicht: Einsteiger starten mit 20 bis 24 Pfund (Frauen) und 22 bis 28 Pfund (Männer), Steigerung maximal zwei Pfund pro Monat.
  • Bogenlänge: 68 Zoll passen für Körpergrößen von 165 bis 185 cm und Auszüge von 26 bis 29 Zoll, im Zweifel länger wählen.
  • Zubehör: Armschutz und Fingertab sind von Beginn an Pflicht, Visier, Button, Stabilisatoren und Klicker kommen mit steigendem Können dazu.
  • Pfeile: Carbonpfeile für Einsteiger und Fortgeschrittene, der Spine muss zum Zuggewicht passen, sonst fliegt der Pfeil ungenau.

Recurvebögen kaufen, der Klassiker im Bogensport

Der Recurvebogen ist die beliebteste und vielseitigste Bogenart der Welt. Ob du gerade erst anfängst, seit Jahren im Verein schießt oder olympische Ambitionen hast, für jeden Schießstil und jedes Level gibt es den passenden Recurve. Was alle Modelle eint, ist die charakteristische Form, bei der sich die Enden der Wurfarme nach vorne weg vom Schützen biegen. Diese Gegenkurve verleiht dem Bogen seinen Namen und seinen entscheidenden technischen Vorteil. Im Vergleich zum Langbogen überträgt er bei gleichem Zuggewicht mehr Energie auf den Pfeil und schlägt dadurch mit weniger Handschock ab. Neben Recurvebögen findest du bei uns in der Bögen-Kategorie alle weiteren Bogenarten von Compound bis Reiterbogen.

Die verschiedenen Typen vom Einstiegsbogen bis zum Olympia-Setup

Der Recurvebogen ist unheimlich vielseitig und facettenreich, denn ob traditionell einteilig, als variabler Take Down oder moderner olympischer Bogen - jeder Recurve hat seine Eigenheiten und Thomas wird in einer neuen Serie darauf eingehen. Definiert wird jeder Recurve durch seine geschwungenen Wurfarme. Aber was ist eigentlich deren Besonderheit?! Thomas erläutert es euch anhand der Auszugskurven von Recurve und Langbogen im Vergleich.

Recurvebögen sind keine einheitliche Kategorie. Die Unterschiede liegen in Bauweise, Bogenlänge und dem Zubehör, das sich montieren lässt. Bei BogenSportWelt findest du das komplette Spektrum in unseren Unterkategorien Sportbögen und Sets, Traditionelle Bögen und ILF-Bögen.

Sportlicher Einsteiger-Recurve

Das ist der Bogen, den du in den meisten Bogensportvereinen findest. Typisch sind 68 bis 70 Zoll Länge und ein dreiteiliger Aufbau mit abnehmbaren Wurfarmen. Er ist fehlerverzeihend, lässt sich mit Visier, Pfeilauflage und Stabilisatoren ausrüsten und wächst durch Wurfarmtausch mit deinem Können mit. Die erste Wahl für alle, die ernsthaft einsteigen wollen. Fertige Sportbögen-Sets bündeln alles Wichtige für den Start.

Olympischer Recurve

Der olympische Recurvebogen ist die High-Tech-Variante im Recurve-Bereich. Dazu gehören ein Metall- oder Carbonmittelstück, ein Visier für präzises Zielen auf große Distanzen, Mono- und Seitenstabilisatoren sowie ein Klicker für reproduzierbaren Auszug. Diese Bögen sind nach dem Regelwerk von World Archery konstruiert und auf Distanzen bis 90 Meter ausgelegt. Sie sind für ambitionierte Wettkampfschützen gedacht, nicht für den Einstieg.

Traditioneller Recurve

Der traditionelle Recurve verzichtet bewusst auf technisches Zubehör. Du zielst instinktiv oder über die Pfeilspitze, ohne Visier. Typische Bauformen sind 58 bis 62 Zoll, oft aus Holzlaminaten gefertigt. Dieser Typ spricht Schützen an, die das authentische, puristische Bogenschießen suchen, auf dem 3D-Parcours oder im Wald. Unser Sortiment an Traditionellen Bögen deckt dabei alle Preisklassen ab.

Jagdrecurve

Jagdrecurves sind kompakter und kürzer als Sportbögen, weil im Gelände Wendigkeit wichtiger ist als maximale Stabilität. Sie werden instinktiv geschossen und sind für schnelle Schüsse auf kurze Distanzen optimiert. In Deutschland ist die Bogenjagd nicht erlaubt, in vielen europäischen Ländern jedoch schon.

Take-Down oder einteilig, die entscheidende Frage

Dreiteilige Take-Down-Recurvebögen bestehen aus einem Mittelstück und zwei abnehmbaren Wurfarmen. Das ILF-System (International Limb Fitting) ist dabei der Standard. Wurfarme verschiedener Hersteller passen in kompatible Mittelstücke, was dir maximale Flexibilität beim späteren Upgrade gibt. Unser ILF-Sortiment bietet dir genau diese Kombinationsfreiheit. Der größte praktische Vorteil ist die Anpassbarkeit. Wenn deine Muskeln stärker werden und das Zuggewicht zu leicht wird, tauschst du einfach die Wurfarme aus. Ein neues Wurfarmenpaar kostet 50 bis 300 Euro statt eines kompletten Neubogens. Außerdem lässt sich der zerlegte Bogen bequem transportieren, ideal für Vereinstraining und Reisen.

Einteilige Recurvebögen sind dagegen nur für Schützen empfehlenswert, die ihr ideales Zuggewicht bereits genau kennen. Das Zuggewicht ist fest, ein Wechsel bedeutet einen komplett neuen Bogen. Dafür bieten einteilige Modelle das ursprünglichste Schussgefühl und keinerlei Verschraubungen als potenzielle Schwachstellen.

Das richtige Zuggewicht und die passende Bogenlänge

Die häufigsten Anfängerfehler entstehen bei der Wahl von Zuggewicht und Bogenlänge. Als Erwachsener startest du am besten mit 20 bis 24 Pfund für Frauen und 22 bis 28 Pfund für Männer. Ein zu hohes Zuggewicht macht saubere Technik unmöglich und führt zu schneller Ermüdung. Steigere maximal zwei Pfund pro Monat.

Für die Bogenlänge gilt als sicherer Standard für Erwachsene eine Länge von 68 Zoll. Diese Länge passt für Körpergrößen zwischen 165 und 185 cm und Auszüge von 26 bis 29 Zoll. Ein zu kurzer Bogen führt zu Stacking am Ende des Auszugs, also einem steilen Anstieg des Zuggewichts, und zu einem spitzen Sehnenwinkel, der die Finger belastet. Im Zweifel lieber etwas länger wählen.

Zubehör für Recurvebögen

Welches Zubehör du brauchst, hängt von deinem Schießstil ab. Traditionelle Schützen brauchen wenig, nämlich Armschutz, Fingertab und die passenden Pfeile. Sportlich orientierte Schützen ergänzen ihren Bogen nach und nach mit Pfeilauflage und Button, Visier, Stabilisatoren und einem Klicker. Für alle gilt, dass Armschutz und Fingerschutz von Beginn an Pflicht sind, alles andere kommt mit dem Können.

Bei den Pfeilen empfehlen sich Carbonpfeile für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Sie sind robust, pflegeleicht und in vielen Spine-Werten erhältlich. Der Spine, also die Steifigkeit des Pfeils, muss zum Zuggewicht des Bogens passen. Ein falsch abgestimmter Pfeil fliegt ungenau und kann im schlimmsten Fall brechen.

Unser Sortiment bei BogenSportWelt

Bei BogenSportWelt findest du Recurvebögen für jedes Level und jeden Anspruch. Stöber durch unsere Kategorien und finde, was zu dir passt.

Wenn du unsicher bist, welcher Bogen und welches Zuggewicht zu dir passen, hilft dir unser Team gerne weiter.

Häufige Fragen

Ist ein Recurvebogen für Anfänger geeignet?

Ja, er ist die empfohlene Einstiegsbogenart schlechthin. Die meisten Bogensportverbände und Trainer raten dazu, das Bogenschießen auf einem Recurve zu erlernen. Die Technik, die du hier entwickelst, lässt sich später auf jeden anderen Bogentyp übertragen. Ein dreiteiliger Take-Down-Recurve mit ILF-System ist dabei die praktischste Wahl, weil er mit dir wächst.

Eine solide Erstausrüstung liegt zwischen 200 und 350 Euro. Darin enthalten sind Bogen, Pfeile, Armschutz und Fingertab. Wer mehr Flexibilität und langfristige Qualität will, investiert 500 bis 700 Euro in ein ILF-Setup mit gutem Mittelstück, das über viele Jahre als Basis dient.

Der Take-Down-Recurve besteht aus Mittelstück und zwei abnehmbaren Wurfarmen. Du kannst Wurfarme tauschen, Zuggewicht und Bogenlänge anpassen und den Bogen kompakt transportieren. Der einteilige Recurve ist ein durchgehendes Stück mit festem Zuggewicht. Er eignet sich nur für Schützen, die ihr Setup bereits genau kennen.

Als Erwachsener bist du mit 68 Zoll gut beraten. Entscheidend ist aber vor allem deine Auszugslänge, nicht die Körpergröße. Zwei Menschen mit gleicher Körpergröße können Auszüge zwischen 27 und 30 Zoll haben. Im Fachhandel oder Verein kannst du das unkompliziert messen lassen und verschiedene Längen ausprobieren.

Ja. Anders als beim Compoundbogen sollte ein Recurvebogen nach jeder Schießsession abgespannt werden. Das schont die Wurfarme und verlängert die Lebensdauer des Bogens erheblich. Verwende dafür immer eine Spannschnur, um die Wurfarme beim Spannen und Entspannen nicht zu verdrehen.

Der Recurvebogen hat keine mechanischen Hilfsmittel. Du ziehst und hältst das volle Zuggewicht selbst. Der Compoundbogen nutzt ein Flaschenzugsystem aus Rollen und Kabeln, das beim Vollauszug das Gewicht auf 60–80 % reduziert (sogenannter Let-off). Das macht den Compound stabiler im Anschlag und präziser auf große Distanzen. Recurve ist der Bogen für Technik, Körpergefühl und olympisches Schießen. Compound ist der Bogen für maximale Präzision und längeres Halten.

ILF steht für International Limb Fitting: ein weltweit genormtes System, mit dem Wurfarme verschiedener Hersteller in kompatible Mittelstücke passen. Das bedeutet: Du kannst ein Mittelstück von Marke A mit Wurfarmen von Marke B kombinieren. Für Einsteiger ist das besonders praktisch: Du kaufst ein günstiges ILF-Set und tauschst später nur die Wurfarme, wenn du stärker wirst oder mehr Leistung brauchst statt den ganzen Bogen zu wechseln.

Die wichtigste Kenngröße ist der Spine-Wert: die Steifigkeit des Pfeils. Er muss zu deinem Zuggewicht und deiner Auszugslänge passen. Für Einsteiger sind Carbonpfeile in der Spine-Klasse 500–700 die häufigste Empfehlung: günstig, robust, vielseitig. Aluminiumholz-Pfeile eignen sich für traditionelles Schießen. Zu weiche oder zu steife Pfeile fliegen seitlich weg. Orientiere dich an der Spine-Tabelle des Pfeils oder frag im Zweifelsfall unseren Support.

Strecke beide Arme seitlich aus, lass jemanden die Spannweite (Fingerspitze zu Fingerspitze) messen und teile diesen Wert in Zentimetern durch 2,5. Das ergibt deinen ungefähren Auszug in Zoll. Beispiel: 180 cm Spannweite ÷ 2,5 = 72 – also knapp 28 Zoll Auszug. Diese Methode ist eine gute Näherung; die genaue Messung erfolgt mit gezogenem Bogen. Die Auszugslänge ist wichtig für die Wahl des richtigen Spine-Werts deiner Pfeile.