Thüringer LM Feld Wald  & Feldbogenturnier Trier

07.06.2019 11:03

Jona Müller wird neue Thüringer Landesmeisterin Feld Wald 2019

Thüringer LM Feld Wald  & 41. Internationales Feldbogenturnier Trier

Neue Thüringer Landesmeister mit dem Compound & Langbogen: Jona Sophie Müller und Heiko Kirchner. Familie Klesmann und Philipp Räder punkten beim 41. Feldbogenturnier in Trier, landen auf den Plätzen 1 und 2 - super Leistung!

Jona Müller siegte auf der LM Feld Wald in Bad LangensalzaCompoundschützin Jona Sophie Müller - Thüringer Landesmeisterschaft Feld/Wald

Im nicht allzu weit entfernten Bogensportpark Bad Langensalza wurde am 18./19.05.2019 die Thüringer Landesmeisterschaft Feld/Wald ausgetragen, die vom Verein FSV Gotha nach Reglement des DBSV ausgerichtet wurde. Wir hatten diesmal richtig Glück mit dem Wetter, herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für ein fantastisches Wettkampfwochenende. Bei nur 17 km Anfahrtsweg konnte ich schön ausschlafen und startete an beiden Tagen jeweils um 10:00Uhr ausgeruht und gut gelaunt in den Wettkampf.

Zur Feldrunde am Samstag konnte ich in der Altersklasse U14 Compound Mädchen ein Ergebnis von 233 Ringen erzielen. Es hat richtig Spaß gemacht, ich hab mir nur einen extremen Sonnenbrand geholt, weil ich die Sonnencreme vergessen hatte. Auf der Heimreise sagte ich dann zu meinem Papa: "Ich will zu DM!" Er meinte: "Was, Du willst zur Deutschen Meisterschaft?" "Neeee, ich will zu DM - Sonnencreme und Zeckenschutz kaufen!"

Am Sonntag zur Waldrunde (diesmal gut eingecremt) konnte ich eine Ringzahl von 331 erzielen. Ich bin an beiden Tagen jeweils Thüringer Landesmeister Feld und Wald geworden. Es waren leicht verdiente Titel, denn ich war an beiden Tagen Einzelstarter. Allerdings hatte ich einen Riesenspaß dabei und konnte ganz entspannt das schöne Wochenende genießen. Vielleicht überlege ich mir das noch mit der DM... ;-)

Heiko Kirchner auf der Siegerehrung der LM Feld WaldLangbogenschütze Heiko Kirchner

Am 18. und 19.05.19 fanden in der Rosenstadt Bad Langensalza in diesem Jahr die Thüringer Landesmeisterschaften Feld und Wald statt. Der Veranstalter war mein Verein der FSV 1950 Gotha. Bei sommerlichen Temperaturen begann am Samstag pünktlich 10.00 Uhr die LM Feld.

Heiko's Amber Speed von Jackalope Achery schoss ihn zum ErfolgMeine Gruppe bestand komplett aus Langbogenschützen und die Stimmung war wieder sehr gut. Ich brauchte natürlich wieder 2-3 Ziele bis ich richtig im Turnier war, aber dann lief es wirklich wieder gut für mich. Mit fast einem 10er Schnitt pro Scheibe kam ich auf 239 Punkte und wurde Thüringer Landesmeister Feld 2019.

Sonntag in der Waldrunde wollte ich natürlich auch ein gutes Turnier schießen und war selbst überrascht wie gut es vom Anfang an lief. Ich war sehr sicher und hatte bei jedem Ziel ein super Gefühl. Ich muss auch mal ein Kompliment machen an den Bogen Jackalope Amber Speed, ein sehr gut zuschießender Bogen und wie ich finde sehr fehlerverzeihend. Bin mit der Ausrüstung mehr als zufrieden. Nun weiter zur Waldrunde, meine Treffer wurden mit jedem Ziel genauer und das Punktekonto stieg rasch an. Ich habe an diesem Wochenende meine beste Waldrunde geschossen und kann sagen, dass sie für mich perfekt war. 385 Punkte, ich musste auch zweimal hinschauen und das mit einem Langbogen. Thüringer Landesmeister Wald 2019 war auch geschafft. Es war ein schönes Wochenende mit super Verpflegung, schön gestellten Parcours und vielen netten Leuten.

Richard Klesmann hatte in Trier schwierige Schüsse zu meisternBlankbogenschütze Richard Klesmann - 41. Internationale Feldbogenturnier in Trier

Auch dieses Jahr fand in Trier das Internationale Feldbogenturnier bei den Schützen des St. Sebastianus Schützenbruderschaft Trier 1461 e.V. statt. Die Anreise am Freitag verlief ohne Probleme. Kaum Stau auf den Autobahnen und als Beifahrer bei der Tochter im Auto kann man das Wochenende einigermaßen entspannt angehen.

Das Anmelden und Einschreiben in die Startgruppen war dieses Jahr super. Thomas hatte mich bereits in eine Gruppe eingeteilt. Mit einem Engländer und einem Niederländischen Paar durfte ich an der Scheibe 15 auf dem roten Parcours starten. Das bedeutete einen kurzen Weg zur ersten Scheibe.

Ob bergauf oder bergab - langweilig wurde es nicht in Trier auf dem 41. FeldbogenturnierDen Start hatte ich ein wenig verschlafen. Die Stressfreie Anfahrt und die gelungene Anmeldung schien sich doch nicht so zu bewähren. Den Ärger darüber musste ich runterschlucken und schauen, dass ich vorankam. Die Highlights blieben zwar aus, aber ich konnte mich langsam aber sicher steigern. Leider kam dann noch der erwartete Regen und wandelte das Gelände in eine Rutschbahn. Das Grödel, dass ich mit mir herumgetragen habe, kam nun zum Einsatz. So konnte ich die Steigungen und Gefälle einigermaßen meistern. Alles in allem konnte ich den Tag auf dem zweiten Platz beenden.

Der Wetterbericht für den Sonntag war grauenhaft - Regen von morgens bis abends. Die erste Überraschung kam morgens beim ersten Blick aus dem Fenster des Hotels. Es gab zwar leichte Nässe vom Nebel, aber vorerst kein Regen. Das Wetter besserte sich zur Überraschung aller gewaltig bis zum Sonnenschein. Da sieht man mal wieder, Natur bleibt Natur und lässt sich von niemand beeinflussen bzw. ändern. Dem lehmigen Boden tat das Wetter zwar gut, aber da am Vortag so viele Leute den Parcours bewältigt hatten, war mit einer Rutschpartie und einigen schmutzigen Hosen zu rechnen.

Richard Klesmann freute sich sichtlich über seinen Sieg in TrierMein Grödel tat daher wieder gute Dienste. Manche Scheiben konnten nur einzeln beschossen werden, da man froh sein konnte auf einer Seite des Pflocks einen einigermaßen sicheren Stand zu finden. Ich konnte trotz des rutschigen Geländes leistungsmäßig an das Ende des Vortages anschließen und mein Ergebnis noch ein wenig steigern. Ob es am Ende für den Sieg reichen wird oder ob sich noch jemand nach vorn gearbeitet hat, stellte sich erst später heraus, da mein direkter Gegner vom Vortag auf dem anderen Parcours unterwegs war. Auf diesem war das Gelände nicht ganz so steil und sollte besser begehbar sein.

Letztendlich waren wir alle froh, dass alle gesund und munter, wenn auch vereinzelt mit Lehmspuren auf der Hose, aus dem Gelände kamen. Zu meiner Freude reichte es auch noch zum Sieg in meiner Klasse. Für mich war es in diesem Jahr wieder ein Schritt nach vorne, da mir doch meine Gesundheit zeitweise so manchen Streich gespielt hat.

Steil, steiler, Trier - da kommt es auf eine sichere Technik an!Auch diese Scheibe hieß es in Trier zu treffenRecurvebogenschützin Daniela Klesmann

Auch dieses Mal ging es freitags wieder auf die Autobahn. Dieses Mal in Richtung Trier, denn Trier ist die zweite Station des 5-Nation Turnieres. Vorm Einchecken ins Hotel, gab‘s noch einen kleinen Zwischenstopp am Gelände um uns in die Gruppen einzuteilen. Hier darf man sich die Gruppen aussuchen und so verbrachte ich die nächsten zwei Tage unter anderem mit zwei meiner Kaderkollegen.

Früh am nächsten Morgen ging‘s schon im Nieselregen los. Dennoch war auf dem kleinen Einschießplatz viel los. Die Parcours waren gemischt gestellt. Je 12 Scheiben am Stück unbekannt und die anderen 12 bekannt. Wir starteten an Scheibe 16, welche im unbekannten Teil war. Gleich an der ersten Scheibe hab ich mich mit der Entfernung richtig vertan und startete den Wettkampftag mit einer 1. Kein schöner Start… Das beschäftigte mich auch ein Weile und ich brauchte etwas, bis ich mir wieder vertrauen konnte :-)

Nach etwa einem halben Parcours und einer hammerharten Scheibe: 10 Meter Spots 40 Grad bergauf (ich war mit meinen 15 Ringen sehr zufrieden, aber der Körper tat weh :-) ), hörte man schon ein lautes Grummeln am Himmel. Kein gutes Zeichen. Es ließ auch nicht lange auf sich warten und es kam ein ordentliches Gewitter mit jeder Menge Regen. Die Wege wurden immer schwieriger zu laufen und es war ziemlich ungemütlich. Das zeigte sich hin und wieder auch beim Schießen. Gegen Ende wurde alles wieder trocken und die letzten drei Scheiben, welche wieder der unbekannte Teil waren, hatte ich ein unglaublich super Schießgefühl und ich gab noch mal richtig Gas. Den ersten Tag beendete ich mit 326 Ringen und einem 2. Platz. Allerdings Ringgleich mit Platz 1 :-D

Auch das Wetter machte den Schützen in Trier mit feuchten Wegen zu schaffenAm zweiten Tag ging alles schon eine Stunde früher los, der Einschießplatz war genauso voll und die Gruppen auch noch gleich besetzt. Allerdings regnete es nicht. Es wurden nur die Parcours getauscht und wir starteten nun im bekannten Teil zuerst. Heute startete gleich viel besser als der Vortag und ich kam richtig gut in den Wettkampf rein und schoss für mich eine schon sehr starke bekannte Runde. Schießgefühl und Trefferbild passten mal überein :-)

Daniela Klesmann siegte beim 41. Feldbogenturnier in Trier 2019Aber auch zwei kurze Dämpfer gab es an dem Tag, als es wieder mit dem Rausfinden der Entfernung nicht klappte. Wieder eine 1. Davon ließ ich mich aber nicht beirren und beendetet den Wettkampf mit 17 Ringen. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. 339 Ringe hatte ich noch nicht allzu oft und das Gesamtergebnis von 665 Ringen brachte mir auch den Sieg in der Damenklasse Recurve, hier Damen Freestyle genannt.

Nun geht’s fleißig weiter trainieren bis zur dritten Station der 5-Nations. Da muss ich wohl noch mal meine Messbilder üben :-D

Recurvebogenschütze Philipp Räder

Eigentlich hatten wir uns auf ein verregnetes Wochenende in Trier eingestellt, aber die St. Sebastianus Schützen hatten glücklicherweise einen guten Draht zu Petrus und wir haben am Samstag alle fleißig unsere Teller leer gegessen. Somit hatten wir beim 41. internationalen Feldbogenturnier am 18./19.05.2019 lediglich am ersten Tag zeitweise mit Regen zu kämpfen und am Sonntag gegen Ende sogar Sonnenschein. Da dies angekündigt war, waren wir aber gut darauf vorbereitet und ließen uns davon nicht aus der Ruhe bringen. Ich war an beiden Tagen mit meiner Frau zusammen in einer sehr netten Gruppe mit zwei weiteren Recurve Schützen der TG Konz.

Auch Philipp Räder war in Trier erfolgreich am StartLetztes Jahr machte Trier noch den Auftakt in die Feldsaison für mich. In diesem Jahr hatten wir jedoch schon die erste Rangliste in Altenkirchen hinter uns und somit wertvolle Erfahrungen sammeln können, die ich dieses Jahr in Trier umsetzen wollte. Dies ist mir bis auf wenige Ausnahmen sehr gut gelungen, so dass ich am 1. Tag 321 Ringe geschossen habe, was mich zunächst auf Platz 2 hinter Karsten Sprenger und vor den Franzosen Cyril Vanhamme brachte. Mein Ziel für Tag 2 war, eine konstante Leistung abzurufen und meinen aktuellen Schießablauf zu reproduzieren, was mir weitestgehend gelang. Mit 319 Ringen an Tag 2 war ich durchaus zufrieden, auch wenn noch Luft nach oben ist.

Philipp Räder (l.) erzielte den 2. Platz der Freestyle Recurve HerrenInsgesamt waren in der Klasse Herren Freestyle Recurve 15 Schützen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden am Start. Erfreulicherweise konnte ich, ebenso wie Plätze 1 und 3, meine Platzierung des Vortages halten. Somit landete ich mit 640 Ringen auf Platz 2 - ringgleich mit meiner Frau, Meike Räder, die jedoch das interne Familienduell aufgrund einer höheren Anzahl an 5ern und 6ern gewonnen hat.

Hervorzuheben ist das insgesamt hohe Niveau in der Damenklasse, wo Daniela Klesmann (ebenfalls Bogensportwelt) mit 665 Ringen, gefolgt von Bianca Speicher mit 655 und Meike Räder mit 640 Ringen gewann. Es war ein sehr gut organisiertes Turnier mit hochklassigen Schützen und einer tollen Atmosphäre, so dass unsere Teilnahme im nächsten Jahr wieder fest eingeplant ist.


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