Bogen Grand Prix in Budapest: Hollas holt Gold mit Herren-Team

02.05.2019 15:25

Schwierige Wetterbedingungen, aber die deutschen Compound-Herren wussten sich durchzusetzen

Bogen Grand Prix in Budapest: Compoundschütze Leon Hollas holt Gold mit deutschem Herren-Team

Wunderschön: Grand Prix Medaille für Leon HollasDie Freiluftsaison startete für mich mit einem internationalen Wettkampf in der zweiten Aprilwoche. Natürlich ist es sehr früh und man hatte bis dahin nur ein paar wenige Male auf die 50 Meter trainiert. Dennoch konnten sich die Ergebnisse echt sehen lassen. Die Qualifikationsrunde startete direkt am Tag nach unserer Anreise und musste aufgrund des Regenwetters nach der ersten Hälfte abgebrochen werden. Grund war, dass sehr viele Schützen durch die Scheibe hindurch geschossen hatten. 

Somit war eine Änderung des Zeitplans vonnöten und unsere zweite Hälfte wurde am darauffolgenden Tag abends hintendran gehangen. Mit einem Ergebnis von 700 Ringen wurde mir der siebente Platz im Starterfeld von 82 Compound Herren zuteil. Unsere Mannschaft war nach der Vorrunde auf Platz Zwei gelistet. In den darauffolgenden Tagen wurden dann die Finale aufgetragen. Im Einzel musste ich mich leider im Achtelfinale geschlagen geben, mit der Mannschaft jedoch schossen wir uns ins Goldfinale, welches zusammen mit allen anderen Goldfinalen am Sonnabend, den 13.04., ausgetragen wurde.

Die ganze Woche war es schon kalt und hat geregnet, jedoch waren die widrigsten Wetterbedingungen am Finaltag vorzufinden. Nur sechs Grad Celsius und Dauerregen machten das Schießen nicht gerade angenehm. Im Mannschaftsfinale konnten wir uns gegen Großbritannien durchsetzen und anschließend über die Goldmedaille freuen. Alles in allem gelang damit ein hervorragender Start in die Freiluftsaison. 

Compoundbogenschütze Franz Reinprecht - Hermann Gedenkturnier in Hallwang

Am Freitag, den 05.04.19 packte ich unsere Bogensachen für‘s Turnier zusammen. Da diesmal auch meine Tochter zu diesem Turnier mit fuhr war um 17:00 Uhr Abfahrt nach Salzburg. In Greifenburg holten wir noch einen Kollegen ab, der auch mit fuhr. Auf der Autobahn Richtung Salzburg herrschte reger Verkehr. Um 19:20 Uhr kamen wir in Salzburg in der Schwarzenberg Kaserne an, ich ging zum Offizier vom Tag um unsere Zimmerschlüssel zu holen. Danach bezogen wir unsere Zimmer und gingen auch bald zu Bett, da wir ja schon wieder um 06:00 Uhr raus mussten.

Um 05:30 Uhr war Tagwache, wir packten unsere Sachen ins Auto und fuhren zum Parcoursgelände. Um 06:40 Uhr kamen wir dort an, bauten unsere Bögen zusammen und gingen zur Anmeldung, die war schon um 07:00 Uhr geöffnet. Um die Zeit war es noch sehr frisch. Dann gingen wir einen Kaffee trinken und etwas frühstücken, da wir in der Kaserne ja nur das Zimmer zum Schlafen hatten. Danach ging ich einen Pfeil einschießen. Um 08:30 Uhr war Begrüßung und danach Abmarsch zur Scheibe. Die Sonne war bereits am Parcoursgelände und die Temperatur wurde angenehm. Um 09:10 Uhr war Schussbeginn. Wir starteten bei Scheibe 26. Bei den ersten fünf Scheiben lief es einfach perfekt, daher hatte ich bis dahin schon einen kleinen Punkte Vorsprung auf meine Mitstreiter. Der Parcours war sehr knackig aufgestellt, sehr anspruchsvolle Schüsse und sehr weit. Beim vorletzten Ziel hatte ich einen Schussfehler und kassierte ein Out auf 42 Meter Entfernung, das mich am Ende einige Plätze kostete. Gegen 15:00 Uhr waren wir fertig. Am Ende des Tages belegte ich Platz 4 mit 16 Punkten Rückstand auf den Ersten.

WA 3D Sternturner in Hallwang am 07.04.2019Franz Reinprecht setzte sich in Hallwang am 07.04. auf den 3. Platz

So es ist so weit 05:30 Uhr Tagwache, zusammen packen und Abfahrt zum Parcoursgelände. Um 06:45 Uhr kamen wir an - Bogen zusammen bauen, ab zur Anmeldung und danach erst mal ein Frühstück. Alles am Parcoursgelände erhältlich, denn die haben immer eine Top Küche. Nach dem Frühstück ging‘s zum Einschießplatz, um sich ein gutes Gefühl für diesen Tag zu holen.

Um 08:30 Uhr war die Begrüßung und Abmarsch zur Scheibe. Da wir mit unserer Gruppe die Startnummer 31 hatten, aber nur 28 Ziele am Parcours waren sind wir als Einschub Gruppe bei Scheibe 9 gestartet. Ich war in unserer Gruppe der letzte Schütze, so hatte ich genug Zeit mir das erste Ziel genau anzusehen und zu schätzen. Dann war es so weit - die Schützen vor mir hatten ihre zwei Pfeile abgeschossen, ich ging zum Anschußpflock, sah mir das Ziel noch einmal genau an (ein liegendes Reh), stellte mein Visier noch einmal nach und schoss den ersten Pfeil. Der Pfeil lag knapp links neben der 11; Höhe perfekt, so schoss ich den zweiten Pfeil mit der gleichen Einstellung. So die ersten zwei Pfeile sind weg, danach fühlt man sich schon um einiges leichter, wenn das Ergebnis auch noch passt: 20 Punkte beim ersten Ziel.

Es ging an diesen Vormittag recht gut und locker von der Hand. Nach der Scheibe 28 kamen wir zur Labe Station, wo die Gruppe jedoch keine Pause machen wollte. Das war mir sehr recht, denn ich mag keine Pause beim Turnier. Bei der Labe Station wurden wir informiert, dass die  Scheibe 3 nicht zu schießen ist, da die Entfernung nicht stimmt. Da die Schiedsrichter vergessen haben, diese Scheibe um zu pflocken, daher stand sie über 45 Meter. Um 13:30 Uhr hatten wir unsere 27 Scheiben geschossen. Wir rechneten unsere Scorezettel ab und sie wurden von den Schützen unterschrieben. Der Parcours war noch etwas knackiger wie am Vortag gestellt, die Schüsse lagen immer fast beim Maximum. Jetzt kam das große Warten bis zum Finale. Da in den einzelnen Bogenklassen noch ein Finale geschossen wurden, das ich knapp verfehlt hatte. Aber im Großen und Ganzen war ich mit dem 3. Platz bei den Senioren zufrieden, es hätten ein paar Punkte mehr sein können.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.