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BSW dreifacher Europameister bei EBHC

10.07.2018 21:45 | Sponsoring

Philipp Räder und Annika Rennett konnten sich in Oberwiesenthal über ihre Goldmedaillen freuen

Das größte bisher in Europa ausgetragene Bogenevent – die European Bowhunter Championship 2018 in Oberwiesenthal/Bozi und unser BSW-Sponsoringteam war natürlich mittendrin in all dem Trubel. Unsere Schützen konnten sich sogar einige Treppchenplätze sichern: wir wurden 3x Europa- und 1x Vize-Europameister! Wir gratulieren unseren Schützen zu ihren Erfolgen und wünschen weiterhin alle in’s Kill!

Recurvebogenschütze Philipp Räder

Philipp hatte mit Papa und Vereinskollegen schon bei der Eröffnung der EBHC 2018 viel Spaß

Am 17. Juni 2018 fand - sehnsüchtig erwartet - im Kurort Oberwiesenthal (Erzgebirge) die Europameisterschaft im 3D Bogenschießen statt. Die Eröffnungsfeier der EBHC wurde mit dem klassischen „Marsch der Nationen“ eingeläutet. Alle teilnehmenden Nationen liefen in ihren Verbandstrikots in den Landesfarben durch die Stadt und ließen sich von den Ortsansässigen begrüßen. Der Marsch endete im Festzelt, wo die EBHC dann offiziell durch den Veranstalter (DFBV) und den Präsidenten der IFAA eröffnet wurde. Den Vormittag konnten die Teilnehmer nochmal nutzen, um sich anzumelden, Backup-Bögen abzugeben und die Infrastruktur zu erkunden. Die Abwicklung durch den DFBV war vorbildlich und lief reibungslos, trotz der hohen Meldezahlen von über 2000 Schützinnen und Schützen.

Medaillenregen: Zweimal Gold und einmal Silber für Philipp Räder auf der EBHC 2018

Wir sind bereits am Samstag angereist und haben auch die „Practice Range“ schon großzügig genutzt. Wir sind mit über 10 Leuten aus dem Krefelder SSK angereist. Besonders erfreut war ich darüber, dass mein Vater mitgefahren ist und wir uns somit eine tolle gemeinsame Bogenwoche machen konnten.

Dieses Jahr kam natürlich noch begünstigend hinzu, dass gleichzeitig die Fußball WM lief und im Festzelt jeden Abend auf Großbild gemeinsames „Rudelgucken“ angesagt war. Dies brachte die Bogenschützen aller Nationen abends und auch sonst außerhalb der Wettkämpfe noch näher zusammen. Das habe ich persönlich auf den letzten internationalen Meisterschaften etwas vermisst.

Philipp und Annika konnten sich bei der EBHC über Goldmedaillen freuen

Für meine Klasse, Freestyle Recurve Herren (FSR adult male), ging es erst ab Dienstag mit den Wettkämpfen los, so dass ich den Montag nochmal ganz entspannt im Schwimmbad, in der Sauna und auf der Practice Range verbringen konnte.

Mein erster Wettkampftag war direkt die „Hunter-Runde“. Wir wurden via Sessellift auf den Fichtelberg in den Parcours „Decathlon“ gebracht. Der erste Tag lief nach meinem Empfinden bescheiden. Ich brauchte wieder etwas zu lang, um in den Turniermodus reinzukommen und um mich auf das Gelände einzulassen. Mit 376 Ringen lag ich unter meinen Erwartungen und hatte einfach zu viele Körpertreffer und zu wenige Kills. Damit lag ich aber nach Tag 1 immerhin auf Platz 3.

In den nächsten beiden Tagen folgten die 3-Pfeil-Runden. Einmal ging es mit dem Bus in das Gebiet der „Siebensäure“, wo ich in dem von der „Bogensport Akademie“ gesponserten Parcours schießen durfte. Das andere Mal wurden wir mit dem Bus nach Bozi Dar (CZK) in den „Rathaus Parcours“ gefahren. Beide Runden schloss ich zufrieden mit jeweils 536 Punkten ab. An der Tabelle tat sich leider nicht all zu viel. Meine Mitstreiter schossen ähnliche Ergebnisse und ich konnte auf die Plätze 1 und 2 nur wenige Ringe gutmachen.

Gold im Einzel - Glückwunsch an Europameister Philipp RäderEBHC-Silber mit der FSR Mannschaft für Philipp Räder

Entscheidend war der letzte Tag mit der Doppelhunter-Runde. Es ging für uns bei schlechter Wetterprognose wieder auf den Fichtelberg (1250 m). Vorhergesagt waren ab 8 Uhr morgens 2° C und Regen den ganzen Tag – und das im Sommer! Zum Glück war ich bestens ausgestattet mit aller notwendigen Outdoor-Kleidung. Um 9 Uhr fuhren wir mit dem Lift den Fichtelberg hoch. Pünktlich zum Turnierbeginn fing dann auch der Regen an. Das einzige, was mich nach ca. 14 Scheiben wirklich störte, waren die kalten Hände, denn mein Taschenwärmer war bereits nach 4 Std. leer.  Erst in der Pause konnte ich an einer Hütte meine Hände wieder auf Temperatur bringen. Ich fragte den Wirt, ob er mir meine Getränkeflasche mit kochendem Wasser auffüllen könne. Das war für die nächsten Scheiben meine persönliche Wärmflasche. Dazu nutzte ich noch die Wege zwischen den Scheiben, um ein bisschen zu joggen oder zu hüpfen. Trotz der miesen Bedingungen, ging es in unserer Truppe (Plätze 1-5) echt gut ab. Punktemäßig passierte weiterhin nicht viel. Wir schossen auf hohem Niveau und erst nach der Pause konnte ich mich durch Fehler meiner Mitstreiter langsam an die Spitze schießen. Etwa 5 Ziele vor Schluss lag ich an Position 1 und musste diese nun „nur“ noch verteidigen. Mental war das meine größte Herausforderung, da ich Schreiber war und genau wusste, welche Position ich nach jedem Ziel hatte. Vor einem Jahr in Florenz hatte ich an dieser Stelle die Nerven verloren. Dieses Mal konnte ich den Kampf mit mir selber gewinnen und ich hielt bis zum Ende durch… Mega stolz realisierte ich erst jetzt, dass ich es zum zweiten Mal geschafft hatte, den Europameister-Titel zu holen.

Insgesamt durfte ich nun 3 Medaillen mit nach Hause nehmen: Gold im Einzel, Silber mit der FSR Mannschaft (zusammen mit Engelbert Tschernitsch und Frank Möller) knapp hinter England und nochmal Gold mit dem „Team of Nations“ vom DFBV vor der Schweiz und Österreich. Es war eine tolle Woche mit vielen Eindrücken, die ich nie wieder vergessen werde. Der DFBV hat eine großartige Meisterschaft ausgerichtet und ich bedanke mich bei allen Funktionären und Helfern, die das ganze erst möglich gemacht haben. Ich gratuliere Manfred Sachse (AAE) und Chris Pleasants (ENG) zum 2. und 3. Platz. Es waren tolle Tage mit euch und es hat viel Spaß gemacht, mit euch zusammen zu schießen!

Auch Annika Rennett war auf der EBHC in Oberwiesenthal mehr als erfolgreich unterwegsJagdbogenschützin Annika Rennett

Am Samstag den 16.06.18 fuhren wir ins 647 km entfernte Oberwiesenthal,  um uns den Herausforderungen der diesjährigen EBHC zu stellen. Die Wetteraussichten lagen bei 18 °C  heiter, also perfektes Schießwetter. Ich freute mich riesig, dieses Jahr in der Juniorenklasse zu starten, da ich hoffte, hier auf ein paar gute Gegner zu treffen.  Wir kamen fast staufrei im kleinen Kurort an und konnten ganz entspannt noch die Registrierung und Bogenkontrolle im Festzelt hinter uns bringen, da sie noch bis 20:00 Uhr besetzt war. Den Reservebogen konnte man erst am Sonntag abgeben. Noch kurz die Einschießwiese an den Gondelbahnen begutachten und zum Tagesausklang noch ein paar Pfeile fliegen lassen.

Am Sonntag habe ich noch kurz vor dem Marsch der Nationen den Reservebogen abgegeben und dann ging es zum Aufstellen für den Marsch durch den Ort. Hier habe ich auch schon viele bekannte Gesichter gesehen aus der großen Bogenfamilie und von meinen beiden Vereinen, dem BSC Düsseldorf und KSSK Krefeld. Dann ging es auch schon los in einer riesigen Prozession nach Ländern aufgestellt in Richtung Marktplatz, wo die Länder von den Offiziellen begrüßt wurden und dann weiter hoch zum Festzelt am Elldus Resort. Nach der offiziellen Eröffnung durch den IFAA Vizepräsidenten Stephen Kendrick  konnte man später noch beim Public Viewing dem ersten Länderspiel der deutschen Mannschaft beiwohnen.

Montag war der erste Schießtag für mich auf dem „Decathlon“ Parcours oben auf dem Fichtelberg. Nach dem Briefing fuhren wir mit dem Sessellift nach oben. Anfangen mussten wir mit der Hunter Round und es ging erstmal darum, gut ins Turnier rein zu kommen und nicht zu viele Punkte zu verlieren. Der Parcours hatte herrliche Aussichten, war aber auch mit den vielen Steigungen schwer zu gehen.  Ich schoss in einer Dreiergruppe mit der Tschechin Karolina Wognarová und meiner Schwester Melissa. Das erste Mal als Team Captain, hatte ich mich am Vorabend nochmals gut mit den Regeln vertraut gemacht.  Am Ende des Tages hatte ich einen Rückstand von 72 Punkten auf die führende Tschechin, was ich mir so eigentlich nicht vorgestellt hatte. Leicht geknickt aber mit dem Willen, dies wieder auszubügeln beendete ich den Tag.

2. Tag auf der EBHC. Wir waren wieder auf dem Fichtelberg, diesmal auf dem Parcours „Himmelsleiter“. Zu diesem wurden wir nach dem täglichen Briefing mit dem Bus gefahren. Da wir nun schon in Leistungsgruppen eingeteilt wurden, hatte man immer vor Augen, wo die anderen Schützinnen vor und hinter einem stehen.  Der Druck, nicht zu versagen steigt stetig, denn wir hatten die 3 D Standard Round vor uns (Doppelhunter), auf der man viele Punkte verlieren oder gewinnen kann.  Die Führung wechselte ständig, doch am Ende konnte ich 9 Punkte aufholen und mit 218 Punkten in der Klasse JFTR einen neuen Bowhunter Best Score aufstellen. Mental gesehen war ich als Jäger klar im Vorteil.

Annika erzielte mit einem neuen Bowhunter Best Score den Titel EuropameisterAm Mittwoch schossen wir die erste Unmarked Animal Round in Siebensäure auf dem Parcours „Elldus Resort“.  Auch hier wurden wir mit dem Bus hingebracht. Bei der 3-Pfeil Runde und der entsprechenden Wertung ist es fast unmöglich, bei gleichwertigen Schützen noch viel raus zu holen, doch mein Wille war ungebrochen, ich wollte den Sieg. Eine meiner Stärken sind die weiten Schüsse und so konnte ich mich relativ bald absetzen.  Auch wenn Wiebke Mense auf Platz 3 heute einen besseren Tag hatte, so war sie weit genug weg, um mir nicht gefährlich zu werden. Die Tschechin war dem Druck nicht gewachsen und so konnte ich unerwartet viele Punkte gut machen und am Ende des Tages war ich nur noch 11 Punkte zurück. Was für ein verrückter Tag. Jetzt erst recht dachte ich mir und freute mich auf Freitag zum letzten Kampf. Dazwischen lag noch ein schießfreier Tag für uns, an dem ich in einem nahegelegen Spaßbad neue Kräfte getankt habe.

Der letzte Tag auf dem Fichtelberg wurde kalt, nass und sehr windig. Wir schossen auf dem Parcours „Jens Weißflog“. Eine weitere Stärke von mir ist, dass mir das Wetter eigentlich völlig egal ist. Durch die jahrelange Turniererfahrung Sommer wie Winter habe ich gelernt, unter diesen Bedingungen zu schießen. Die Tschechin hatte allerdings auch einen guten Tag und so gelang es mir erst an den letzten 6 Zielen die Führung an mich zu reißen. Aus den 11 Punkten Rückstand konnte ich eine komfortable Führung von 23 Punkten machen und hatte die EBHC gewonnen. Überglücklich und durchgefroren beendete ich die 2. Unmarked Animal Round und fuhr zum letzten Mal vom Fichtelberg runter ins Tal.

Die Award Ceremonie war gigantisch, es war ein tolles Gefühl als ich aufgerufen wurde und oben auf´s Treppchen stieg. Die Aussicht auf das gefüllte Zelt mit der jubelnden Menge war einfach unbeschreiblich und nicht vergleichbar mit anderen Turnieren. Ein schönes Erlebnis neigt sich dem Ende. Nach vielen schönen Gesprächen und geselligen Runden im Zelt beendeten wir den Abend, da wir am nächsten Morgen wieder eine lange Heimreise antreten mussten.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch beim ganzen Team der Bogensportwelt bedanken für den großartigen Support und bei meinem Unterstützer dem Bodyisland für die tolle Trainingsgelegenheit. Meine Familie die mich immer fördert, unterstützt und in jeder Situation für mich da ist. Bei allen Vereinskollegen und Bekannten die mir in dieser Woche Mut gemacht haben und an mich geglaubt habe. Danke, ohne Euch wäre ich nicht so weit gekommen.

Mika Kochanowski lieferte sich mit seinem Gegner ein hartes Gefecht um den TitelBlankbogenschütze Mika Kochanowski

Am Samstag den 16. Juni ging es mit meinen Eltern morgens um 4:30 Uhr los nach Oberwiesenthal zur EBHC 2018. Um 10:30 Uhr kamen wir in Oberwiesenthal an. Wir waren nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten gleich zur Anmeldung und Bogenkontrolle gegangen. Danach haben wir den Tag noch schön in Tschechien verbracht.

Am nächsten Tag ging ich gegen 10:30 Uhr zum Einschießplatz und schoss ein paar Pfeile. Um 12:00 Uhr war dann Sammlung und erstes Briefing am Sammelplatz für den Marsch der Nationen. Um 13:00 Uhr ging der Marsch der Nationen durch das kleine Dorf Oberwiesenthal und endete am Festzelt. Wir hatten viel Spaß mit den anderen Bogenschützen.

Am Montag den 18. Juni war mein erster Schießtag. Morgens um 7:45 Uhr war ich einschießen und um 8:30 Uhr war Briefing. Danach ging es mit der Gondel und dem Sesselliften hoch auf den Fichtelberg (1214 m). Ich hatte den roten Decathlon Parcours mit 28 Zielen mit einer Hunterrunde vor mir. Um 10:45 Uhr war endlich Schießbeginn. Die Ziele waren recht nah gestellt und der Parcours war recht angenehm zu laufen. Man musste zwar viel Berg auf und ab laufen, aber im ganzem war es in Ordnung. Wir hatten es zum Glück auch nicht zu heiß gehabt. Die Sonne kam zwar immer mal raus, aber es waren auch dicke Wolken mit dabei. Aber hauptsache trocken. In meiner Gruppe war noch ein Deutscher Blankbogenschütze, ein Slowenischer und ein Irländischer Blankbogenschütze, es war mit denen sehr nett. Ich hatte am Ende bei der Hunterrunde 290 Punkte erschossen und ging damit bei den Junioren in Führung aller Blankbogenschützen.

Auch bei Wind und Wetter wurde sich am Fichtelberg nichts geschenkt

Dienstag früh ging es wieder los. 7:45 Uhr Einschießen, 8:30 Uhr Briefing und um 10:00 Uhr war schon Schießbeginn im gelben Himmelsleiter Parcours auf dem Fichtelberg mit 28 Zielen Doppelhunterrunde. In meiner Gruppe war jetzt noch ein Tschechischer Blankbogenschütze reingekommen und dafür war der andere Deutsche in eine andere Gruppe gekommen, da seine Punktzahl zu gering war. Nun waren wir vier Blankbogenschützen, die weiter um den Titel kämpfen mussten. Es lief bei mir an dem Tag nicht ganz so gut, aber ich hatte immer noch 280 Punkte erschossen und konnte daher meine Führung noch weiter ausbauen. Um 14:15 Uhr waren wir mit der Doppelhunterrunde schon durch. Abends haben wir uns mit den anderen Schleswig-Holsteinern noch im Festzelt getroffen und einen lustigen Abend verbracht.

Am Mittwoch früh ging es los zur 3 Pfeilrunde mit 28 Zielen im weißen Elldus Resort Parcours bei trockenen, sonnigen 25 Grad. Um 7:45 Uhr wieder Einschießen, 8:15 Uhr Briefing und um 10:00 Uhr war Schießbeginn. Es lief bei mir an dem Tag gar nicht gut und ich habe meinen ganzen Vorsprung dadurch verringert. Ich hatte nur 448 Punkte geschossen, das war für meine Verhältnisse nicht gut. Dadurch hatte ich am Ende des Tages nur noch 2 Punkte Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Nun hieß es für mich kämpfen. Schießende hatten wir an dem Tag schon um 14:30 Uhr. Der Parcours war aber ein entspannter flacher Parcours. Am Donnerstag hatte ich meinen freien Tag und ich habe mich erstmal ordentlich ausgeruht. Meine Eltern und ich haben einen Wellnesstag eingelegt. Das tat gut smiley

Freitag früh war ich schon um 7:15 Uhr beim Einschießen und um 8:15 war Briefing, danach ging es gleich mit dem Bus in den blauen Jens Weißflog Parcours zu einer 3 Pfeilrunde mit 28 Zielen. Wir hatten über Nacht einen reinsten Temperatursturz bekommen - es war SAU kalt geworden. Wir hatten nur noch 5 Grad und es war grau und später auch regnerisch. Das war nicht so schön, aber ich hatte zum Glück Handschuhe und dicke Klamotten mit. Am Tage zuvor hatten wir noch Sonne und 25 Grad.

Um 9:45 Uhr war schon Schießbeginn. Es lief bei mir am Anfang noch recht gut, aber die letzten Ziele habe ich leider etwas verhauen, da es so bitter kalt und nass war. Daher hatte ich am Ende nur 462 Punkte und landete damit ganz knapp auf dem 2. Platz sad Der Tscheche hatte mich am Ende dann doch noch gepackt, so das ich mit insgesamt 1480 Punkten Vize-Europameister wurde. Ich war erst ein wenig traurig, da ich alle anderen Tage führte, aber ich wusste am letzten Tag musste ich richtig kämpfen, da ich am Vortag nicht ganz so einen guten Tag hatte. Leider hat es zum Sieg nicht ganz gereicht aber ich bin jetzt doch sehr zufrieden mit meiner Leistung.

Sein tschechischer Konkurrent konnte das Rennen knapp für sich entscheidenDoch auch über den Vize-Europameister konnte sich Mika sichtlich freuenMika mit seinen Eltern auf der EBHC

Das war ein harter Wettkampf, aber auch ein sehr schöner. VizeEuropameister ist ja auch schon was Tolles smiley Wir haben am Freitagabend noch ordentlich gefeiert und richtig viel Spaß. Am Samstag war dann die Siegerehrung um 15:00 Uhr und danach ging es gegen 18:00 Uhr mit meinen Eltern wieder nach Hause. Die EBHC 2018 war ein ganz tolles Erlebnis und es hat mir riesigen Spaß dort gebracht. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr auf die WBHC 2019 in Nordamerika smiley

Schon der Marsch der Nationen war bei der EBHC 2018 ein tolles ErlebnisEs mussten in Oberwiesenthal einige Höhenmeter überwunden werdenBlankbogenschütze Hannes Hecht

Vom 18.06.18 bis 22.06.18 war ich bei der EBHC 2018 in Oberwiesenthal. Unsere Anfahrt gestaltete sich sehr entspannt und ereignislos. Wir fuhren ca. 3 Stunden mit dem Wohnwagen zu unserem Campingplatz in Crottendorf. Ausrichter war in diesem Jahr der DFBV. Wir schossen dort insgesamt 4 Tage, denn an einem Tag in der Woche war schießfrei. 

Das AAE Starterfeld der EBHC 2018

Am Sonntag war die offizielle Eröffnung und Einmarsch der Nationen. Wie im letzten Jahr startete ich für die AAE in der Bogenklasse Young Adult Barebow Recurve. Ich hatte einen Gegner. Circa 2300 Schützen wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Insgesamt gab es 12 Parcours rund um den Fichtelberg mit einer Länge von ca. 9 km, von denen ich 4 zu bewältigen hatte. Die Parcours waren sehr schön, jedoch aufgrund des auf und abs oft schwer zu schießen. Insgesamt für mich als Schützen sehr interessant. Die Gegend war toll.

Am 18.06.18 war für mich dann endlich der erste Schießtag, aufstehen war gegen 6.30 Uhr. Um 7 Uhr fuhren wir dann bei gutem Wetter zum Einschießplatz in Bózi Dar, denn dort verbrachte ich 3 von 4 Tagen. Leider verspätete sich die Ansprache um ca. 1 Stunde. Dadurch konnten wir dann auch erst um 11.15 Uhr mit dem Schießen anfangen. An diesem Tag fing ich mit der Hunterrunde an, was ich nicht so toll für den Einstieg in eine solche Meisterschaft fand, da man ja für jeden Schuss nur einen Pfeil hatte. Deshalb legte sich auch erst nach den ersten paar Schuss meine Anspannung. Das Gruppenklima war recht gut, auch wenn mein Konkurrent mit von der Partie war. Am Ende des Tages hatte ich dann 320 Punkte zusammen und lag an diesem Tag schon satte 200 Punkte vor meinem Gegner. Wir waren dann gegen 15.40 Uhr mit dem Schießen fertig, mussten aber noch bis 18.20 Uhr auf den Bus warten.

Geschafft: Hannes Hecht ganz oben auf dem Siegertreppchen der EBHCBei der Siegerehrung war im Festzelt der EBHC 2018 ordentlich Stimmung!Am Dienstag fing für mich dann wieder der Tag um  6.30 Uhr an. Dieses Mal schossen wir die Doppelhunterrunde, wieder in Bózi Dar. Dieses Mal starteten wir, nach dem neuen Zeitplan, pünktlich. Wir fingen trotzdem erst um 11.15 Uhr mit dem Schießen an. Das Wetter und das Gruppenklima an diesem Tag waren sehr gut. Am Ende hatte ich 321 Punkte. Die Abfahrt aus dem Parcours klappte aber an diesem Tag sehr schnell.

Am Mittwoch war ich dann auf dem Fichtelberg auf dem weißen Parcours. An diesem Tag starte ich mit dem Sessellift auf den Fichtelberg. Im Laufe des Tages liefen wir dann den Fichtelberg von oben nach unten, wieder nach oben, dann nach unten und zum Schluss wieder nach oben. Am Ende des Tages war ich geschafft und fuhr mit 484 Punkten wieder zum Veranstaltungsplatz. Am Donnerstag hatte ich schießfrei. Den Tag verbrachten wir mit verschiedenen Aktivitäten rund um den Fichtelberg.

Am Freitag standen wir wie gewohnt um 6.30 Uhr auf, jedoch sank die Temperatur auf 0 Grad. An diesem Tag fingen wir sogar schon eine gute Stunde früher mit den Schießen an. Leider war ich nicht richtig auf das Wetter vorbereitet, denn ich hatte eine nicht schießfreundliche Jacke an, an der ich ständig hängen blieb. Ab der Hälfte des Parcours konnte ich meine Finger auch nicht mehr richtig öffnen, was das Lösen sehr spannend machte. Dem entsprechend war das Klima in der Gruppe auch eher ruhig. Am Ende hatte ich gerade so 408 Punkte erreicht.

Am Samstag war dann die Siegerehrung. Dort wurde ich mit 1533 Punkten zum Europameister gekürt. Mein Konkurrent war leider nicht anwesend. Nach der Siegerehrung traten wir dann den Heimweg an, wo wir dann auch schon die Sachen für den Urlaub in Dänemark 🇩🇰packten, wohin es am nächsten Tag ging.

Landschaftlich waren die Parcours wirklich unbeschreiblich sehenswertCompoundbogenschütze Marten Hecht

Marten und Hannes Hecht in Oberwiesenthal

Vom 18.–22.6.2018 fand in Oberwiesenthal/ Bozi Dar die European Bowhunter Championship 2018 (EBHC) statt. Ich hatte 9 Gegner in meiner Altersklasse JMFU (Junior Male Freestyle Unlimited).

Es gab 12 Parcours, die auf drei Gebiete aufgeteilt waren.

  • Bozi Dar: Parcours „Bogensportwelt“ ,“Beier Distribution“ , „Franzbogen“ und „Bogensportakademie“
  • Fichtelberg: „Himmelsleiter“ , „Decathlon“ , „Jens Weissflog“ und „Ford Besico“
  • Siebensäure: „Eldus Resort“ , „Ahorn Hotels“ , „Rathaus Hotels“ und „Sparkasse“.

Alle Parcours waren ca. 9 km lang und landschaftlich gut gelegen.

3 Pfeile - dort wo sie hin gehören!Am Sonntag fand die Eröffnungsveranstaltung statt. Es ging mit dem Einmarsch der Nationen durch Oberwiesenthal. Der Einwohner des Ortes waren sehr gastfreundlich und haben die Schützen mit Schaufensterdekorationen bzw. gestalteten Vorgärten willkommen geheißen. Am ersten Tag hatte ich die Hunter (Standard Round) auf dem Decathlon Parcours zu schießen. Das Wetter war gut und der Parcours am Fichtelberg war etwas anstrengend. Ich wurde mit 297 Ringen 9.

Am 2. Tag war ich auf dem Parcours Himmelsleiter, auf dem ca. 300 Höhenmeter zu überwinden waren. Dort war die Doppelhunterrunde zu absolvieren, ich schoss 341 Ringe und blieb bei meiner Platzierung. Am 3. Tag schoss ich auf dem Parcours Eldus Resort die Dreipfeilrunde (Unmarked Animal Round) und ich wurde mit 522 Ringen 8. Am Donnerstag hatten wir schießfrei.

Freitag gab es die 2. UAR Runde im Jens Weißflog Parcours. Das Wetter war sehr schlecht, es waren 0 Grad kalt und es hat in Strömen geregnet bzw. sogar geschneit. Ich hatte nur 484 Ringe,  konnte meinen 8. Platz aber halten. Am Sonntag gab es die Siegerehrung und am Abend fuhren wir nach Haus und am Sonntag in den Urlaub nach Dänemark.

Franz Reinprecht hatte bei der EBHC leider einen schlechten StartCompoundschütze Franz Reinprecht

In der Gruppe kam der Spaß aber trotzdem nie zu kurz

Am Samstag den 16. 06. gegen 18:00 Uhr machte ich mich auf den Weg. Da wir an diesem Wochenende noch eine Veranstaltung der Feuerwehr (Bezirksjugendbewerb mit 325 Startern), konnte ich erst um diese Zeit abreisen. Mit einer 4 stündigen Pause kam ich um 07:00 Uhr in Oberwiesenthal an. Danach ging ich erst mal Frühstücken und bereitete meine Bögen zur Bogenkontrolle vor, ich hatte auch meinen neuen Bogen mit zur Kontrolle.

Um 13:00 Uhr war die Eröffnungsfeier für die EBHC, es waren ca. 300 Starter aus Österreich dabei. Nach der Eröffnungsfeier bezog ich mein Zimmer. Am Montag war für mich ein Ruhetag, somit hatte ich noch Zeit mich auf dem Einschießenplatz ein zu schießen, der für 2 Stunden am Vormittag geöffnet war. Am Dienstag ging es dann los mit der ersten Runde und das war gleich die Hunterrunde. Wie schon gesagt - das war ein Rabenschwarzer Tag. Es ist an diesem Tag einfach nicht gelaufen, obwohl ich beim Schätzen keine Probleme hatte. Aber es passte einfach der Schussablauf nicht. Ich kann sowieso nicht verstehen, warum sie die Hunterrunde am ersten Tag und die 3 Pfeilrunde am zweiten und dritten Tag durchgeführt haben. Da die 3 Pfeilrunde ja dazu da ist, sich für die Hunterrunde warm zu schießen.

Mit dem zweiten und dritten Tag bin ich zufrieden, da ich 552 und 554 Punkte von 560 geschossen habe. Für den letzten Tag war der Wetterbericht schon sehr schlecht angesagt mit Temperarturen von max. 6 Grad im Laufe des Tages. Wir hatten auch noch das Pech, dass der letzte Tag auf dem Parcours am Berg lag - auf 1200 Meter. Den ganzen Tag Regen, Wind und Nebel war nicht gerade besonders zuvorkommend. Die 10 Tiere am Berg waren eine Katastrophe: keine Sicht,  Windgeschwindigkeiten von ca. 80 km und 2 Grad Minus dabei konnte man den Bogen einfach nicht ruhig halten. Ich war heilfroh, dass ich Handschuhe im Rucksack hatte. Man musste immer den richtigen Moment abwarten, wenn der Wind Luft holen ging. Aber im Großen und Ganzen lief es nicht so schlecht für mich, da ich mich bei der Doppelhunter Runde um 8 Plätze nach vorne schießen konnte.

Um ca. 16:00 Uhr waren wir fertig und alle zusammen heilfroh, dass es vorbei war. Das Wasser ist mir nicht mehr in die Schuhe, sondern aus den Schuhen geronnen, so war ich durchnässt.  Anschließend fuhr ich meine Unterkunft und ging unter die heiße Dusche. Am Samstagmorgen trat ich die Heimreise an. Nach 10 Stunden Fahrtzeit kam ich zu Hause an, da sehr viel Stau auf der Autobahn war.

Hier noch weitere Foto-Eindrücke der EBHC 2018:

Foto-Galerie mit freundlicher Genehmigung vom Deutschen Feldbogen Sportverband DFBV:

Der Einschießplatz wurde rege genutztEs war ein breites Starterfeld in OberwiesenthalDer Sessellift half zumindest, den größten Höhenunterschied zu überwinden

Auch Justus Poggensee war mit von der PartieDie 3D Ziele mussten einiges aushaltenMarten Hecht wurde ebenfalls von der Kamera eingefangen

So manch tolle Ausrüstung war zu bestaunenAuch BSW war vor Ort - als Sponsor und vertreten durch SchützenteamDie putzigen EBHC-Maskottchen waren ebenfalls am Start

Gruppenwanderung durch die Berge...Der Ausblick vom Fichtelberg ist wirklich unschlagbarDie internationalen Teilnehmer hatten viel Spaß miteinander

Annika Rennett mit ihren MitstreiterinnenSie konnte sich den Titel Europameisterin mit einem neuen Europarekord sichernAuch Hannes Hecht errang die Goldmedaille und ist damit Europameister 2018

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