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BSW bei den WBHC 2017

30.06.2017 14:29 | Sponsoring

Willkommen zur WBHC 2017 in Florenz/Chianti, ItalienBSW wird dreimaliger Weltmeister bei den WBHC 2017 in Florenz

Lange haben unsere DFBV-Schützen darauf hin gearbeitet, lange haben sie trainiert und schon im Vorfeld viele, viele Turniere bei Wind und Wetter absolviert um sich und ihr Bogensetup auf Herz und Nieren zu prüfen.

Nach Abschluss all dieser Mühen und einer heißen und aufregenden Woche in Florenz und dem Chianti steht nun fest: die Mühe hat sich gelohnt, denn wir sind Weltmeister!!! Und das nicht nur einmal, nicht zweimal, nein - gleich drei Schützen unseres Sponsoring-Teams konnten den Weltmeistertitel für BSW nach Hause holen.

Wir gratulieren Annika Rennett, Hannes Hecht und Justus Poggensee ganz herzlich zum Weltmeistertitel ihrer Klasse, Mika Kochanowski zu seiner Bronzemedaille sowie Philipp Räder zu Silber mit der Mannschaft und Bronze im "Team of Nations" - ihr habt alles gegeben und euch diese Auszeichnungen wirklich mehr als verdient, wir sind sehr stolz auf euch!

Die talentiertesten Nachwuchsschützen aus aller Herren Länder trafen sich im Chianti zur WBHCAnnika Rennett mit Pfeil und Bogen auf der WBHC in Italien 2017Die gerade 13jährige Recurveschützin Annika Rennett über ihre erste Weltmeisterschaft:

Lange habe ich auf dieses Event hingefiebert und immer die News auf der WBHC Seite verfolgt. Dann war es endlich soweit, Material ein letztes Mal checken, Koffer packen und los. Am 15. Juni sind wir die erste Etappe bis kurz hinter Innsbruck gefahren mit einem kurzen Zwischenstopp am Alpsee um mit dem Alpsee-Coaster (Sommerrodelbahn) zu fahren. Ein Riesenspaß, richtig schnell und lang. Am Folgetag sind wir dann Richtung Florenz gefahren, um noch die Materialkontrolle und Anmeldung zu schaffen. Am Gardasee haben wir kurz für eine Pizza in Lazise angehalten. Rechtzeitig gegen 17:30 Uhr sind wir am Visarne Hippodrome angekommen und die Schlange an der Anmeldung und Bowcheck war erträglich, was man von den Temperaturen nicht behaupten konnte. Jetzt ging es weiter nach Lucolena in Chianti, wo wir mit Vereinskollegen vom BSC Düsseldorf eine große Villa angemietet hatten. Am Samstag hatten wir etwas Zeit, um uns von der Fahrt zu erholen und ein wenig die Toskana zu erkunden.

Sonntag stand das generelle Briefing an und nach einer kurzen Ansprache des IFAA Präsidenten Steve, wurden wir von unseren Länderrepräsentanten des DFBV über alle Notwendigkeiten unterrichtet. Im Anschluss fand der „Walk of nations“ in der Innenstadt von Florenz statt zum Piazza Duomo. Jetzt wurde es ernst, der erste Schießtag am Montag. Ab jetzt hat die Organisation der Italiener total versagt bzw. faktisch gab es keine mehr. Es fehlte an Betreuern für die Kindergruppen und so griff Suse vom DFBV kurzerhand ein und suchte Freiwillige aus den mitgereisten Elternteilen. Etwas verspätet konnten wir nun in den Parcours starten. Das vorher erwähnte Starthorn blieb dann auch aus und irgendwann fing eine Gruppe an zu schießen. Mein erster Tag fand auf dem gelben Parcours statt (5C), der Doppel Hunter Parcours. Trotz der Hitze und dem schwierigen Gelände kam ich gut ins Turnier rein und beendete den Tag mit 378 Ringen. Bereits hier hatte ich einen Vorsprung von 159 Ringen auf den zweiten Platz.

Annika Rennett präsentiert stolz ihre Goldmedaille der WBHC 2017

Annika Rennett traf auf der WBHC in Italien auch BSW-Teamkollegen Marten HechtAnnika Rennett mit BSW-Teamkollege Philipp Räder in Italien auf der IFAA WBHC

Am Dienstag ging es auf den roten Parcours (6C), der Hunter Parcours. Noch etwas steiler, aber dafür mehr schattige Bereiche. Ausnahmslos Bergauf- und Bergabschüsse. Zum Ziel rennen und wieder zurück. Selten ging der Weg am Ziel weiter. Auch hier lief es richtig gut, zum Glück hatten die Italiener die Wasserversorgung langsam im Griff und es gab genug zu trinken an den Wasserstationen. Mit dem Tagesergebnis von 446 Ringen war ich rundherum zufrieden und habe meine Führung weiter ausgebaut. Die beiden wichtigsten Runden schon mal erfolgreich absolviert.

Mittwoch und Donnerstag ging es für mich auf den weißen und blauen Parcours zur 3 Pfeil Runde. Es lief einfach hervorragend und ich war mit meiner Leistung mehr als zufrieden. Mittwoch mit 544 Ringen von 560 und am Donnerstag 518 Ringe. Somit konnte ich 1886 Ringe gesamt auf meinem Konto verbuchen und einen sehr komfortablen Vorsprung zum Nächstplatzierten. Da Donnerstag für mich der letzte Tag war und ich Freitag einen schießfreien Tag hatte, konnte mir niemand mehr den Titel streitig machen.

Freitagabend ging es dann zur Siegerehrung erneut nach Florenz zum Convento di Santa Maria Novella. Die Organisation der Siegerehrung war miserabel und wieder einmal mussten unsere Ländervertreter eingreifen, um Wasser für die Gäste  zu besorgen. An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an Susanne Kruschka und Walter Luksch für die vorbildliche Betreuung. Dann wurde ich aufgerufen und mein Herz klopfte wie wild. Erst jetzt wurde mir richtig bewusst: „Du hast es geschafft“.

Ein tolles Ereignis war vorbei und es war schön, dabei gewesen zu sein. 1680 Schützen in 110 Bogenklassen, Schützen aus 28 Ländern waren angereist. Auch wenn man die Schützen in der Masse nicht wahrgenommen hat, da man auf verschiedenen Parcours verteilt war die nicht miteinander verbunden waren, so hatte man doch immer ein Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein. Alle Parcours waren anspruchsvoll, aber wunderschön gestellt und es machte Spaß, dort zu schießen. Die Verpflegungsstationen hätten besser organisiert sein können aber ich würde jederzeit nochmal in der Toskana schießen wollen.

 

Justus Poggensee auf dem 3D-Turnier in Luxemburg

Justus Poggensee beim Walk of Nations der WBHC durch die florentinische InnenstadtBlankbogenschütze Justus Poggensee machte aus der WM gleich eine längere Europa-Rundreise

Am 09.06.2017 startete ich zu meinem „kleinen Abenteuer“. Es ging zu den Kiowas nach Luxemburg, ich kam dort nach einer 4,5 stündigen verregneten Autofahrt an. Vor Ort war bestes Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel. Ich traf dort viele Freunde und Bekannte wieder, am Abend haben wir unser Wiedersehen gefeiert. Am Samstag, den 10.06, ging es dann in den Parcours, die Parcoursbauer haben wieder einmal ihr Bestes gegeben um den Schützen Spaß zu bringen aber ebenfalls auch an den Rand der Verzweiflung. Am ersten Tag habe ich so schlecht geschossen wie schon lang nicht mehr. Ich konnte mir trotz der miserablen Leistung den 2. Platz sichern.

Am zweiten Tag wurde es dann richtig spannend. Ich ging mit einem sehr guten Gefühl in die Hunter Runde und konnte mir durch konstantes Schießen den 1. Platz bei den BHR Herren mit 1062 Punkten erkämpfen. Ich blieb noch bis Montags in Luxemburg und machte mich dann mit Freunden auf nach Pfunds (Österreich). Wir verbrachten dort drei Nächte in einem Archery Hotel, das nur zu empfehlen ist, und schossen dort zwei Parcours, die in der Nähe waren.

Eröffnungsfeier am Piazza della Signoria und Palazzo Vecchio in Florenz

Am Donnerstag machten wir uns dann auf den finalen Weg nach Florenz. Nach unserer angenehmen Ankunft am Donnerstagabend fuhren wir freitags zur Bogenkontrolle in‘s Hippodrome nach Florenz. Sonntags war dann die Eröffnungsfeier, die durch die Florenzer Innenstadt führte, ich traf dort viele bekannte Gesichter wieder. Es waren sehr viele Nationen vertreten wie z.B. Brasilien, Argentinien, Neuseeland, Australien und Süd Afrika.

Montagmorgens um 09:00 Uhr ertönte dann der Signal Ton zum Schießbeginn, dies wiederholte sich an allen 5 Tagen. Genauso wie Temperaturen von bis zu 35°C. Trotz aller Erschwernisse war es eine wundervolle Woche, die ich am Freitag dann noch mit einem 1. Platz in der Young Adult Male Bowhunter Recurve Klasse krönen konnte. Freitagabends ging es dann zur ersehnten Siegerehrung. Meine Teamkollegen Michael und Antonia konnten sich ebenfalls den Titel Weltmeister in ihrer Bogenklasse holen.

Nach den Einzelwertungen wurden dann noch die Style Teams geehrt. Ich wusste bis dahin noch gar nicht, dass ich in der 1. Mannschaft BHR vom DFBV bin. Ich wartete dann gespannt, ob wir einen Podestplatz erringen konnten. Und ja! Die Mannschaft Germany (Justus Poggensee, Michael Goerke und Maik Schrake) wurde für den 3. Platz aufgerufen, darüber habe ich mich sehr gefreut. Alles in allem war dies eine für mich gelungene Weltmeisterschaft. Es war meine erste Weltmeisterschaft, aber hoffentlich nicht meine letzte. In zwei Jahren steht in Amerika die nächste WBHC an. Ich hoffe, dort ebenfalls teilnehmen zu können.

Justus Poggensee bekam mit der 1. Mannschaft BHR vom DFBV Bronze bei den WBHC 2017Gold für Justus Poggensee bei den WBHC 2017 in Italien - neuer Weltmeister YAMBHR!Justus Poggensee mit seinen Teamkollegen der Bogensport Akdamie

Hannes Hecht mit seinem Bruder Marten beim Bowcheck der WBHC in Florenz

Blankbogenschütze Hannes Hecht liefert sich hartes Duell mit niederländischem Kontrahenten

Vom 19.06. – 25.06.17 war ich zur WBHC in Italien in Castellina in Chianti in der Nähe von Florenz. Die Anreise gestaltete sich sehr langwierig, da wir eine Strecke von 1200 km zurückzulegen hatten. Wir fuhren mit unserem Wohnwagen ca. 15 Stunden, kamen aber ohne Komplikationen an.

Auf dem Campingplatz in Chianti angekommen, machten wir uns auch gleich weiter zum Bowcheck und Einschießplatz zum Hippodrom in Florenz (das von unserem Standort aus eine Stunde entfernt war). Der Bowcheck gestaltete sich glücklicherweise unkompliziert,  es waren auch noch nicht so viele Schützen dort. Nach der Anmeldung gingen wir weiter zum Einschießen, wo ich auch gleich meinen ersten Pfeil zerbrach 😕. Dort waren es ungefähr 36 Grad Celsius.

Die AAE Delegation beim Einmarsch der Nationen

Am Sonntag war die offizielle Eröffnung der WBHC 2017 in Florenz. Die Zeremonie dauerte etwa eine Stunde. Nach dem Briefing im Hippodrom trafen wir uns vor der Kathedrale Santa Maria del Fiore und begannen den Umzug zum Einzug der Nationen mit Trommlern, Fahnenschwingern und -werfern zur Piazza della Signoria, auf der der Palazzo Vecchio steht. Vor diesem Gebäude wurde nach dem Singen der italienischen Nationalhymne die WBHC offiziell eröffnet.

Am Montag, dem ersten Tag der WBHC, hatte ich schießfrei und ruhte mich noch einen Tag am Pool aus.

Am Dienstag schoss ich die Unmarked Animal Round 2, d. h. eine 3 Pfeilrunde. Ich startete in der Klasse Young Adult Male Barebow Recurve (YAMBBR). Ich stand um 6 Uhr auf, sodass wir gegen 7.30 Uhr auf dem Turniergelände waren. Dort angekommen stellte ich fest, dass ich keine Zeit mehr hatte zum dortigen Einschießplatz zu gehen, denn dieser war ca. 1000 m entfernt. So ging ich also ohne Einschießen in den Parcours. An diesem Tag waren es über 35 Grad heiß und keine Wolke am Himmel. So sollte es auch in den kommenden Tagen bleiben. Ich war auch von diesem Tag an bis zum Ende mit meinem direkten Konkurrenten und einem Freund aus meinem Verein, der auch für die AAE am Start war, mit jeweils 3 Weiteren zusammen in einer Gruppe. Mit meinem Gegner verstand ich mich gut, wir hatten viel Spaß und ein sehr faires Turnier auf Augenhöhe. Wir schossen auf 28 3D Tiere. Der Parcours war schwer gestellt war aber leicht zu gehen. Am Ende des Tages hatte mein Widersacher 474 Punkte und ich 472 Punkte.

Am Mittwoch schossen wir die Hunter-Runde. Ich schaffte zu meinem Glück diesmal das Einschießen und konnte so optimal in das Turnier starten. Ab der Hälfte des Tages merkte ich, dass ich immer über das Tier schoss, nach weiteren Zielen kontrollierte ich dann die Standhöhe meines Bogens und stellte fest, dass sie ganze 5 mm unter der eigentlichen Standhöhe war, was mein Problem erklärte. In dieser Runde schoss ich wieder 2 Punkte weniger als mein Gegner, was in der Gesamtwertung damit 4 Punkte weniger waren.

Am Donnerstag schossen wir die 3D Standard-Round oder auch Doppelhunter Runde. Ich war hochmotiviert an diesem Tag, meinen Konkurrenten die 4 Punkte abzujagen, was dann auch klappte. Am Ende hatte ich dann 29 Punkte mehr als er. An diesem Tag schoss ich 307 Ringe.

Am Freitag war der letzte Schießtag. Dort schossen wir dann die Unmarked Animalround 1. An diesem Tag blieb es bis zum Ende spannend, da ich jederzeit einen Fehler machen und nicht treffen könnte. Am Ende konnte ich dann mit 61 Punkten gegen meinen Gegner bestehen und schoss mein bisher bestes Ergebnis in der UAR 2 mit 512 Punkten.

Hannes am letzten Schießtag auf der Unmarked Animalround 1

Noch am selben Tag war die Siegerehrung in Florenz, wo ich mit insgesamt 1501 Punkten als Worldchampion geehrt wurde. Die Parcours waren, wie schon erwähnt, sehr gut gestellt und auch sehr anspruchsvoll, leider war alles Drumherum sehr unorganisiert. Sehr traurig war ich über die Siegerehrung, die zwar in einer wunderschönen Location stattfand, aber nicht koordiniert war. Die Verpflegung war leider auch nicht gut, denn es gab zwar Karten zum Erwerb von Essen, aber nicht auf allen Parcours Stände zum Einlösen. Zur Vorbereitung auf die EFAC in ca. 4 Wochen in Hohegeiß werde ich noch das ein oder andere Spassturnier besuchen.

Hannes Hecht mit seinem Gegner aus den Niederlanden, meinem Vereinskameraden Leiv und dessen Freund aus SüdafrikaHannes Hecht wird Worldchampion in der Klasse YAMBBR 2017

Wunderschön, aber anspruchsvoll gestellte Schüsse bei der WBHC in Italien 2017

Wie hat Blankbogenschütze Mika Kochanowski die WBHC erlebt?

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind meine Eltern und ich nach Italien zur Weltmeisterschaft nach Italien gefahren. Am Freitagmorgen waren wir in unserem Appartment angekommen. Zum Glück hatten wir einen Pool, wo ich mich immer abkühlen konnte, da es die ganze Woche über zwischen 29 und 34 Grad warm war und die Sonne brannte auf einen ein. Am Samstag bin ich mit meinen Eltern nach Florenz rein gefahren. Dort war die Bogenkontrolle und ich konnte dort noch ein paar Pfeile schießen.

Am Sonntagmittag war ich mit meiner Mutter in einen Übungsparcours zum Trainieren gefahren und gegen 15:00 Uhr ging es wieder nach Florenz rein zum Briefing im Visarno Hippodrome. Um 18:30 Uhr war dann die Parade der Nationen, wo wir aber nicht mit gelaufen sind, weil es mir zu heiß war und ich lieber noch mal in den Pool springen wollte. Am Montag hatte ich schießfrei, aber ich bin wieder mit meiner Mutter in den Übungsparours gefahren um wieder zu trainieren. Irgendwie lief es bei mir nicht so gut, ich war irgendwie nicht gut drauf. Und daher war ich für den kommenden Tag sehr nervös.

Am Dienstag früh ging es dann für mich los. Ich hatte in den Ricavo Parcouren geschossen und hatte am ersten Tag den weißen Parcours mit 28 Zielen à 3 Pfeilen vor mir. Meinen dritten Pfeil hatte ich nur zweimal benutzen müssen und das waren dann leider auch zwei M´s. Aber den Rest hatte ich dafür immer mit dem ersten oder dem zweiten Pfeil getroffen. Um 14:45 Uhr waren wir durch mit unserer 3 Pfeil Runde. Ich hatte an dem Tag 456 Punkte erschossen und lag bis dato auf Platz 2.

Am Mittwoch früh ging es wieder pünktlich um 9:00 Uhr los. Ich hatte die Hunterrunde vor mir im roten Parcours. Es lief bei mir leider nicht so gut. Irgendwie hatte ich ein Tief ;-( Am Ende hatte ich nur 158 Punkte erschossen und bin daher auf den ... Platz abgefallen.

Am Donnerstag hatte ich die 3D Standard Runde (Doppelhunter) vor mir im gelben Parcours mit 28 Zielen. Es war wieder so heiß und wir mussten bis 15:15 Uhr schießen. Meine Konzentration ließ nach und ich hatte wieder schlecht geschossen für meine Verhältnisse. Am Ende hatte ich nur 126 Punkte erschossen und belegte dadurch den 4. Platz. Aber der dritte hatte nur 5 Punkte Vorsprung, also wusste ich, dass ich den noch packen könnte, wenn ich am Freitag fit wäre.

Freitag war mein letzter Schießtag und ich wusste, dass ich alles geben musste, um noch was zu reißen. Um 9:00 Uhr war wieder Schießbeginn und ich war so schlecht drauf, weil ich wusste, was für ein Druck das für mich war. Wir schossen im blauen Parcours die 3 Pfeile-Runde auf 28 Ziele. Ich war sehr nervös, aber nachdem meine Mitkonkurrenten auch ein paar Pfeile danebengeschossen hatten, da lief es auf einmal wieder bei mir. Ich hatte noch richtig was raus geholt und hatte am Ende 440 Punkte geschossen und übernahm den 3. Platz. Ich war noch recht dicht an den zweiten ran gekommen, aber leider hat es dafür nicht mehr ganz gereicht. Um 14:40 Uhr war Schießende und es stand fest, dass ich bei der Weltmeisterschaft Bronze geholt hatte smiley Ich war mit meiner Leistung dann doch noch sehr zufrieden.

Kann es kaum glauben: Mika Kochanowski mit Bronze bei der WM in Italien

Die Siegerehrung sollte um 19:30 Uhr in Florenz stattfinden, aber bis endlich alles wirklich losging, war es schon 20:45 Uhr. Die Italiener hatten es mit Planen nicht wirklich gut drauf. Nach der Siegerehrung (21:30) sind meine Eltern und ich dann direkt wieder nach Hause  gefahren. Am nächsten Morgen um 10:00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Es war ein anstrendendes Turnier für mich. Die Hitze und die schweren Parcours haben mich zeitweise an meine Grenzen gebracht, aber es hat sich gelohnt. Ich habe Bronze geholt smiley

Recurveschütze Mika Kochanowski holte am letzten Turniertag noch mal alles rausMika Kochanowski wurde für seine Leistung auf der WBHC in Italien mit Bronze belohnt!

Recurvebogenschütze Philipp Räder spielte für die Anreise Bogenkoffer-Tetris

In der Woche vom 17. Juni bis zum 23. Juni fand nahe Florenz in der Provinz Chianti (Toskana) die World Bowhunter Championship (WBHC) 2017 statt. Drei Vereinskollegen und ich wollten auf diese Reise gehen. Unsere Vorbereitungen dafür liefen schon seit August des letzten Jahres: Flug buchen, Pension suchen und buchen und einen Mietwagen für 4 Personen inkl. Gepäck organisieren. Wir freuten uns alle riesig auf das Großevent. Um etwas entspannter auf die Reise zu gehen, entschlossen wir uns zur Gepäckaufgabe am Vorabend. Ich reiste ohne Zusatzgepäck - nur mit meinem Bogenkoffer und meinem Sitzrucksack. Alles Nötige war gut und sicher im Koffer verstaut. Die Klamotten erwiesen sich als ideal zum Polstern des Equipments und im Sitzrucksack war genug Platz für das Handgepäck. Zum Glück ist das Gepäck am gleichen Flughafen wie wir angekommen und hat bei uns allen den Flug von Düsseldorf nach Florenz gut überstanden... Nur bei meinem Kollegen, Uli, war das Scope verbogen, wobei wir nicht wussten, ob es einfach an seiner Packweise lag oder am Umgang mit dem Gepäck durch das Flughafenpersonal.

Später kam eine neue Mammutaufgabe auf uns zu. Wir nahmen unseren Mietwagen in Empfang. Ein FIAT Tipo stand vor uns. Meine Schießkameraden flogen jeweils mit zwei Gepäckstücken, so dass wir nun einen Tetris-Profi brauchten, um nicht zweimal fahren zu müssen. Wir konnten es selber nicht glauben, aber mit viel hin und her und nach dem 5. Mal Ein- und Ausräumen fanden wir eine Kombination, die tatsächlich passte (und fotografiert wurde, damit wir sie beim nächsten Mal auch wieder so hinkriegen würden...). Ich musste auf dem Beifahrersitz noch einen Bogenkoffer auf den Schoß nehmen und die beiden anderen Mitfahrer jeweils einen Sitzrucksack.

Die Fahrt zum Hippodrome (Pferderennbahn), wo Registration und Bogenkontrolle stattfinden sollten, dauerte laut Navi ca. 45 Minuten. Bei italienischen Straßen und der Verkehrslage wurden leider unangenehme 60 Minuten daraus. Registration und Bogenkontrolle waren schnell und zügig abgearbeitet. Wir schossen im Anschluss noch ein paar Pfeile in der brütenden Hitze, auf einer riesigen Einschießwiese inmitten des Hippodromes, wo gerade im Hintergrund eine Riesenbühne aufgebaut wurde. Leider stellte sich heraus, dass diese nicht für uns, sondern für ein Aerosmith-Konzert sein würde. Natürlich war das Konzert für Freitag angesetzt, wo ja parallel unsere Siegerehrung nur wenige Meter von hier stattfinden sollte. Ein gewisses Chaos war bereits an dieser Stelle vorherzusehen. Jetzt ging es ab ins Hotel. Bei den Vorbereitungen haben wir darauf geachtet, dass unser Hotel eher in der Nähe der Parcours liegt, als hier in Florenz. Schließlich konnten von Florenz bis zum eigentlichen Austragungsort gut und gerne 60-90 Minuten Autofahrt liegen. Wir vier waren Gott sei Dank alle auf den Parcours „Ricavo 1-4“ eingeteilt und keiner von uns musste separat weiter in den Süden zu den anderen Parcours fahren.

Wir erfuhren, dass uns ab San Donato in Poggio ein Bus abholen sollte, der uns morgens zu den Ricavo Ranges bringen sollte. Kurzum entschlossen wir uns, diesen Ort einmal anzufahren und uns ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Unser Fazit: Parkplätze gab es genug – jedoch machte nur ein kleines Hinweisschild an der Einfahrt darauf aufmerksam – und die Anfahrt dauerte vom Hotel ca. 15-20 Minuten. Wir fuhren ebenfalls nach Ricavo zu den Parcours, um uns auch hier ein Bild zu machen. Und wieder: Es gab weder Schilder noch ließ hier irgendetwas darauf hindeuten, dass hier eine Weltmeisterschaft stattfinden sollte. Lediglich ein paar Flatterbänder zur Parcoursführung waren zu sehen. Nebenbei haben wir am Sonntag den Übungsparcours (Poderi val Verde) gefunden, der ebenfalls in der Nähe der Ricavo Parcours lag. Dieser Parcourstipp wurde uns ein paar Tage vor Beginn des Events vom DFBV per Mail zugeschickt. Die Familie und Inhaber des wunderschönen Hotels Poderi Val Verde sprachen Deutsch und hatten ein tolles Gelände und einen tollen, fast das ganze Jahr über beschießbaren Parcours nach IFAA Regeln erstellt. Hier wäre auch eine perfekte Unterkunftsmöglichkeit gewesen, aber das konnten wir vorher nicht wissen. Wir trafen hier schon auf einige bekannte Gesichter und das Flair war perfekt. Leider mussten wir den Parcours auf der Hälfte wieder verlassen, da wir ja abends wieder 40 km zurück nach Florenz fahren mussten, um pünktlich beim Briefing, Einmarsch der Nationen und der Eröffnungsfeier dabei sein zu können.

Briefing und Aufklärung des Verbandes waren gegen 16:00 Uhr und das Briefing brachte fast mehr Fragen auf, als dass es Licht ins Dunkle brachte. Der Einmarsch der Nationen mitten in der Innenstadt war für 18:00 Uhr angesetzt. Ein straffer Zeitplan! Leider gab es nur wenige Infos, wie man dort hinkommen würde. Heutzutage, mit Smartphone und Apps in der Tasche, ging es zum Glück ganz gut und wir schafften es nach dem Briefing pünktlich zur Innenstadt und somit zur Eröffnungsfeier. Dieser mangelte es leider sehr an Organisation und ich war persönlich recht enttäuscht. Von einer Eröffnungszeremonie bei einer Weltmeisterschaft hatten sich die meisten Teilnehmer sichtlich mehr erhofft.

Am ersten Tag ging bereits um 5:30 Uhr der Wecker. Nun hieß es, schnell fertigmachen, ab ins Auto und - ohne Frühstück - zum Shuttle. Wir waren zu diesem Zeitpunkt fest davon überzeugt, dass es sicherlich am Parcours etwas Frühstück geben würde... wurden jedoch leider eines Besseren belehrt. Ansonsten lief alles reibungslos und wir kamen ohne große Probleme um 7:30 Uhr am Parcoursgelände an. Die Scheibeneinteilung und Sammelstelle für unseren Parcours war ausgehangen. Perfekt, alles lief nach Plan! Die Parcours innerhalb der Woche waren alle wirklich lobenswert und schwer gestellt und somit einer WM würdig. Ich war daher froh, dass ich die Woche vorher noch in Siegburg im Parcours war, der auch dafür bekannt ist, sehr anspruchsvoll zu sein. Ich startete an Tag 1 mit einer Doppelhunter-Runde im gelben R1 Parcours. Dieser Tag war mein stärkster der 4 Tage. Ich schoss bei 33°C ein zufriedenstellendes Ergebnis, konnte mich gut konzentrieren und meine Leistung abrufen. Es gab Wasser im Parcours und das auch noch umsonst. Top!

Ich schloss Tag 1 auf Platz 2 ab und ging zufrieden in den nächsten Tag. Tag 2 und 3 waren jeweils 3-Pfeil-Runden. Mittwoch hatte ich frei, sodass man sich etwas im Schwimmbad erholen konnte. Ich fiel leider bereits Dienstag auf Platz 4 herunter, da ich mit der Konkurrenz nicht mithalten konnte. Innerhalb meiner Leistungsgruppe lagen wir alle sehr dicht zusammen und mich trennten am Donnerstagabend – einen Tag vor der entscheidenden Hunterrunde – nur 2 Ringe zu Platz 3 und nur 19 Ringe bis Platz 1. Natürlich hatte ich aber auch bis auf 5 Ringe den 5. Platz im Nacken sitzen. Es war noch alles drin und ich wusste, es geht am letzten Tag um alles. Der Hunterparcours am Freitag war sehr schwer und wir hatten alle keine super Ergebnisse für eine Hunterrunde. Unsere Truppe blieb die ganze Woche über gleich, da sich an unserer Platzierung recht wenig verändert hatte. Ich schoss die ganze Woche mit Chris Pleasants (GB), Scott Stanbury (GB), Engelbert Tschernitsch (D), Wolfgang Pirmann (AT) und Rene Führer (CH).

Philipp Räder bekam mit Recurvekollege Engelbert Tschernitsch Silber bei der WBHCFür das deutsche

Es war eine tolle Atmosphäre und es hat einen riesen Spaß gemacht. Alles lief fair und sportlich ab, aber trotzdem war die Stimmung nie steif. Es gab immer etwas zu lachen und trotzdem war der nötige Ernst dabei. Am letzten Tag passierte wirklich noch eine Menge. Am Anfang konnte ich mich auch das ein oder andere Mal auf Platz 1 setzen, aber Chris Pleasants aus England war einfach zu stark. Er holte sich eine Scheibe vor Schluss den Sieg und Scott und Engelbert machten an der letzten Scheibe noch Plätze 2 und 3 unter sich aus. Ich musste mich 3 Scheiben vor Schluss mit Platz 4 zufriedengeben. Resümierend muss ich sagen, dass ich meine Leistung leider nicht zu 100% abgerufen habe, aber mehr ging einfach nicht. Ich gratuliere an dieser Stelle meinen Scheibenkollegen Scott und Engelbert zu Platz 2 und 3 und natürlich ganz besonders Chris zum Weltmeistertitel 2017. Es war wirklich toll mit so guten Schützen zusammen zu schießen.

Im Anschluss an die letzten geschossenen Pfeile musste es wieder schnell gehen, schließlich war für 19:30 Uhr bereits die Siegerehrung angesetzt. Und da war ja noch das Aerosmith-Konzert... Also schnell duschen, das Event-Shirt anziehen und wieder 40 km Richtung Norden nach Florenz fahren. Die Siegerehrung fand in einem Innenhof nahe dem Bahnhof statt und es gab noch ein paar freie Parkplätze in einem nahegelegenen Parkhaus. Hier fand parallel zur Siegerehrung auch das Bankett statt, welches wir im Vorfeld gebucht hatten. Während die Location wirklich schön war, ließ die Organisation leider wieder zu wünschen übrig. Sportlich war es insgesamt eine sehr tolle Veranstaltung, die ich jederzeit nochmal mitmachen würde. Von der organisatorischen Seite her möchte ich mich dazu lieber nicht weiter äußern.

Wunderschöne Landschaftseindrücke aus Italien schon während der Anfahrt

Compoundschütze Marten Hecht erlebte in Italien ebenfalls Höhen und Tiefen

Nach ca. 15-stündiger Fahrt mit unserem Wohnwagen sind wir am 17.06.2017 morgens um 9 Uhr wohlbehalten auf dem Luxor Chianti Village-Campingplatz in Castellina in Chianti angekommen. Dieser Campingplatz war sehr schön. Unser Wohnwagen stand unter Pinienbäumen, alles war sehr sauber und es gab auch einen Pool, welchen ich in den kommenden Tagen noch mehr zu schätzen lernen sollte.

Nach kurzer Ruhepause ging es dann auch schon wieder nach Florenz ins Hippodrom zum Bowcheck und zum practice range. Also wieder 1 Stunde Autofahrt zurück nach Florenz. Alles ging glatt, bei über 35 Grad habe ich auch ein paar Pfeile geschossen. Auf der Autofahrt konnte ich auch erste Eindrücke von der sehr schönen Landschaft gewinnen. Überall Berge, Olivenhaine und Weinberge. Es sah ganz toll aus.

Am nächsten Abend fuhren wir wieder nach Florenz, um am Briefing teilzunehmen und beim Einmarsch der Nationen dabei zu sein. Während des Briefings dämmerte mir, dass viele organisatorische Dinge noch unklar sind. So z. B. der Transport in die Parcours, Verpflegung usw. Aber ich hoffte, dass sich die Sachen am nächsten Tag aufklären würden. Vom Hippodrom fuhren wir dann ins Zentrum, um uns am Ausgangspunkt des Einmarsches an der Kathedrale Santa Maria del Fiore mit allen Teilnehmern zu treffen.

Kaum angekommen, ging es auch schon los. Den Einmarsch führten Trommler und Fahnenschwenker aus Florenz an. Ich trug die Fahne für die Organisation, für die ich am Start war, die AAE ( Archery Association Europe). Es ging bis zum 400 Meter entfernten Piazza della Signoria und dem darauf stehendem Palazzo Vecchio. Hier sammelten sich alle Nationen, um der offiziellen Eröffnung beizuwohnen. Nachdem die Fahnenschwenker und Trommler dort noch einmal ihr Können unter Beweis stellten, wurde u.a. die Nationalhymne Italiens gesungen. Dann gab es Begrüßungsreden verschiedener Personen, bis schließlich die WBHC als eröffnet galt.

Marten mit seinem Bruder Hannes vor dem Hippodrom zum Bowcheck der WBHCSammelplatz an der Kathedrale Santa Maria del FioreIch war sehr aufgeregt, da es für mich gleich am nächsten Tag losging. Mein schiessfreier Tag war der Freitag. Neu war für mich auch die Reihenfolge der einzelnen Runden. So startete ich am Montag mit der 3D-Runde anstelle mit der UAR1. Das hat mich ganz schön aus dem Rhythmus gebracht. Aber egal, die Bedingungen waren ja für alle gleich.

Montagmorgen hieß es um halb 6 aufstehen, um 7 Uhr stand ich auf dem Einschießplatz. Dieser war nicht sehr praktisch ausgewählt, da man gegen die tief stehende Sonne schoss. Ich machte mich dann mit meiner Mutter auf zum Treffpunkt. Ein Briefing für alle gab es nicht, alle Schützen mussten selbst im Parcours ihre Ausgangsposition finden. Wir Cups standen erst ziemlich unentschlossen an der Seite, bis sich Susanne Kruschka vom DBSV um uns kümmerte.

Gott sei Dank! Dann wurde festgestellt, dass entgegen der vorherigen Organisation zwei Betreuer für die Cup-Gruppen fehlten. Nach ewigen hin und her wurden dann schnell Personen gefunden, die eigentlich gar nichts damit zu tun hatten und auch nicht wussten, in welchen Parcours wir heute eigentlich müssen. Bei der Unsicherheit der Erwachsenen floss auch bei dem einen oder anderen Kind mal eine Träne. Und wir waren noch nicht einmal unterwegs! Ich schoss mit meinen drei Gegnern in der Bogenklasse Cup male Freestyle unlimited. Wir wurden dann in den Parcours geführt und los ging es. Im meiner Gruppe waren auch zwei deutsche Schützen, die ich schon von vergangenen Turnieren kannte. Das fand ich gut.

Hier kommt Marten am ersten Tag ziemlich erledigt aus dem ParcoursMarten Hecht beim Einschießen für die WBHC 2017 in ItalienDie Temperaturen kletterten im Laufe des Tages wieder auf über 35 Grad, so dass man sehr viel trinken musste. Die Tiere waren gut gestellt, die Gegend toll. Entgegen meiner bisherigen Auffassung über die Regeln waren Familienangehörige eines meiner Gegner den ganzen Tag bei uns. Manchmal hat es ziemlich gestört und ich habe mich aus meinem Konzept bringen lassen. Mit einem Abstand von 39 Punkten ging ich als 4. aus dem ersten Wettkampf. Schade, denn es war auch noch die so wichtige Doppelhunterrunde. Aber es blieben ja noch 3 weitere Tage, um wieder aufzuholen. Unsere Betreuerin ließ uns dann im Laufe des Tages auch einfach ohne vorherige Ankündigung im Wald stehen. Als letzte Gruppe waren wir dann halb fünf ziemlich geschafft wieder am Sammelplatz. Zu essen gab es da nix mehr, wir kamen auch den ganzen Tag nicht mehr an der Verpflegungsstelle vorbei. So sollte es auch in den nächsten Tagen bleiben. Gut, dass ich Essen mithatte. Ich freute mich nur noch darauf, die Schuhe auszuziehen und auf dem Campingplatz in den Pool zu hüpfen.

Am nächsten Tag ging es wieder in den Castagneto Range. Ich war gut drauf, denn ich hatte Geburtstag. Nachdem die Betreuerfrage geklärt war (es fehlten wieder zwei), starteten wir in anderen Gruppen in die Hunterrunde. So habe ich mich auf mich konzentriert und konnte 6 Punkte zum Drittplazierten aufholen. Am 3. Tag schoss ich mich mit 550 Punkten in der Unmarked Animal Round wieder 4 Punkte näher ans Ziel, am Donnerstag in der UAR2 verringerte ich den Abstand mit 554 (meine persönliche Bestleistung) von 560 Punkten noch einmal um 14 Punkte. Leider war die WM für mich damit vorbei, es hat leider nicht gereicht. Der Bronzemedaillengewinner hatte noch 15 Punkte Vorsprung. Darüber war ich ein wenig traurig, habe aber meinem Freund die Bronzemedaille gegönnt. Ich war halt am ersten Tag zu weit hinten. An allen Tagen war es mit ca. 35 Grad sehr heiß.

Marten Hecht beim Start am letzten Tag der WBHC 2017 in Italien

Am nächsten Tag hatte ich frei. So konnte ich mit meinen Eltern am Pool liegen, Castellina in Chianti erkunden und leckeres Eis essen. Nebenbei drückte ich meinem Bruder Hannes und seinem Freund Leiv die Daumen, denn für die beiden ging es im Ricavo Range um Gold.

Gegen 15 Uhr kam dann die Nachricht, dass sie es geschafft haben! Super! Nun hieß es wieder nach Florenz zur Awards und Closing Ceremony ins Santa Maria Novella Covenant. Die Location war sehr schön. Die Siegerehrung sollte 19:30 Uhr beginnen, gegen 21 Uhr ging es dann los. Sitzmöglichkeiten und Essen und Trinken gab es nur für diejenigen, die das Bankett gebucht hatten. Alle anderen Teilnehmer konnten sich auf die Grünflächen setzen, es gab auch keine Möglichkeit, wenigstens Wasser zu kaufen. Für alle Schützen, die den ganzen Tag über noch im Parcours waren und schnell nach Florenz fuhren, war dies nicht schön.

Gegen 23 Uhr fuhren wir dann zum Campingplatz zurück. Ab dem nächsten Tag hieß es dann Urlaub! Für mich beginnt jetzt die Vorbereitung auf die EFAC in Hohegeiss im Juli. Vorher fahre ich noch mit meinen Freunden von der Jungendfeuerwehr an die Ostsee.

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