Rangliste DSB und Landesmeister WA720

04.07.2019 14:34

Die erste Rangliste in Hamm: ein toller Bogenplatz!

Rangliste DSB, DBSV und Landesmeister WA720

Auch unsere Olympisch-Recurve-Schützen zeigten ihr Können und punkteten sowohl bei der 1. Rangliste DSB als auch bei den Landesmeisterschaften WA 720.

Recurvebogenschütze Alexander Ortler bei der 1. Rangliste in HammRecurveschütze Alexander Ortler – 1. Rangliste DSB in Hamm

Am Freitag, dem 14.06.2019 bin ich mit meinem Trainer und anderen Schützen zur Rangliste nach Hamm gefahren. Wir sind gut durchgekommen und kamen dann an dem wundervollen Platz in Hamm an. Dann begann das offizielle Training um ca. 15 Uhr. Ich bin in der Klasse Recurve Junior männlich angetreten. Es waren die perfekten Bedingungen: windstill, sonnig und ich hatte ein echt gutes Gefühl und war sehr motiviert.

Am nächsten Tag begann der Wettkampf um 9 Uhr, ich war sehr aufgeregt. Das Einschießen war sehr gut, dann begann um 9:30 die Qualifikationsrunde. Es war sehr windig und erst kalt und dann wurde es sehr warm, aber der Wind machte mir zu schaffen. Darum schoss ich in der 1. Hälfte nur 304 Ringe und in der 2. Hälfte etwas bessere 315 Ringe.

Ich war nicht so zufrieden, aber ich wusste, dass die Bedingungen schwierig waren. Ich war auf Platz 6 und bin in die Finals gekommen, aber ich hatte Schwierigkeiten mit der Technik, sodass ich nur 2 von 7 Matches gewinnen konnte. Es hing auch alles vom Mentalen ab. Ich war enttäuscht. Nach den Finals war ich immer noch 6. Platz.

Am nächsten Tag waren die Karten neu gemischt und ich war motiviert, das Ding zu rocken. Dann fing die Quali an und es fing gut an - das Wetter war 1a: kein Wind und sonnig. Ich war auf gutem Kurs und schoss in der 1. Hälfte ein super Ergebnis von 323 Ringen. Die 2. Hälfte war grauenvoll, nämlich war ich zu aufgeregt und kam nicht durch den Klicker mit meinem Pfeil. Trotz Schwierigkeiten hatte ich es noch geschafft 303 Ringe zu schießen. Ich musste das akzeptieren und ich kam noch ins Finale als 8. Platz. Ich schoss gegen den lieben Moritz Wieser, der in einer Top Verfassung war und ich kämpfte um alles, aber er war zu gut für mich und ich kämpfte nun um den 5. Platz, den ich aber auch verlor und dadurch 6. wurde. Zum Abschluss kann man sagen, dass ich sehr viel verbessern muss an der Technik und dem Mentalen, sodass ich bei der 2. Rangliste stabil schießen kann.

Compounder Leon Hollas auf der Rangliste in HammCompoundschütze Leon Hollas

Nachdem nun schon einige Turniere der Außensaison stattgefunden hatten, war auch wieder die Zeit für die erste Rangliste des DSB gekommen. Ausgetragen wurde jene diesmal auf dem Bogenplatz des Hammer Sportclub 2008 e.V., der genügend Platz und eine sehr angenehme Atmosphäre für ein solches Turnier bot. Das Wetter war das gesamte Wochenende über sehr wechselhaft. Von strahlendem Sonnenschein, über bewölkt mit kaltem Wind bis hin zu Regengüssen war alles dabei.

Aufgrund der gleichzeitig in den Niederlanden stattfindenden WM fiel das Starterfeld diesmal ein wenig kleiner aus. Neben dem großen Schießplatz ermöglichte uns dieser Umstand im Modus A/B zu schießen, was den Wettkampfverlauf natürlich allgemein beschleunigt und den Schützen einen nicht allzu frühen Schießbeginn am Morgen bescherte.

Am Samstag kam ich gut durch die Qualifikation und führte mit 698 Ringen die Klasse Compound Herren an. Aufgrund windiger Bedingungen verliefen die Matchrunden im Anschluss durchwachsen. Darauffolgend, am Sonntag, schoss ich trotz besserer Wetterbedingungen dasselbe Ergebnis nochmal. Beim Finalschießen konnte ich schließlich auch das Goldfinale für mich entscheiden und gewann damit die erste Rangliste in der Klasse Compound Herren.

Compounder Tim Krippendorf (r.) auf dem Siegertreppchen der Rangliste in HammCompoundschütze Tim Krippendorf

Die Anreise war wieder einmal etwas stressig. Wir sind um die Mittagszeit losgefahren und hatten vor, noch ca. eine Stunde vor Ort zu trainieren. Allerdings standen wir die fast ausschließlich in Baustellen oder Staus auf der Autobahn, sodass ich dann das Training wieder einmal nicht nutzen konnte. Wie immer bin ich in der Juniorenklasse Compound gestartet, in welcher insgesamt 9 Schützen am Start waren.

Ich hatte im Wetterbericht schon gelesen, dass das Wetter eher durchwachsen sein sollte. Ich war trotzdem motiviert und wusste, was ich kann. Leider bin ich dann am Samstag nicht so richtig mit dem Wind klar gekommen und beendete die Qualifikation mit 665 und war Ringgleich mit dem Dritten. Aber auch hier hatte ich kein Glück und schon weniger 10er, sodass ich auf dem 4. Platz landete. Ich war unzufrieden mit mir selbst und meiner Leistung. Auch in den Match Runden wurde ich nicht so richtig warm und gewann nur vier von sieben. Am Ende des Tages stand ich dann auf Platz 4.

Die Sonne brannte vom Himmel und ein wechselnder Wind machte allen Schützen zu schaffenAm zweiten Tag war das Wetter etwas besser und ich konnte in der Qualifikation gute 688 Ringe schießen. Wie am Tag vorher war ich dann mit dem ersten Platz Ringgleich und er hatte mehr 10er. Im Finale konnte ich mich dann bis ins Goldfinale mit soliden Ergebnissen kämpfen. Im Goldfinale lag ich erst hinten, ging aber bis zur vierten Passe mit 2 Ringen in Führung. Ich wusste also, dass die letzten Pfeile nur noch ins Gold fliegen müssen. Beim letzten Pfeil wusste ich, dass eine 9 reichen würde. Als ich dann den letzten Pfeil schießen wollte, kam etwas Wind auf. Also habe ich abgesetzt um sicher eine 9 schießen zu können. Aber wider Erwarten wurde der Wind nicht schwächer, sondern immer stärker. Mir ging langsam die Zeit aus und ich musste schießen. Ich war der letzte an der Schießlinie und schoss meinen Pfeil, als noch zwei Sekunden übrig waren. Es glich eher einem Glücksspiel, da ich keine Ahnung hatte, wo ich gelöst habe. Am Ende habe ich eine 7 geschossen und das Match um einen Ring verloren. Ich hatte mich selten so geärgert.

Insgesamt bin ich aber relativ zufrieden. Momentan bin ich auf Platz 3 der Rangliste. Die Stimmung unter den ersten vier war allerdings sehr angespannt, da alle noch sehr nah beieinander sind und wir wissen, dass 3 von uns Mitte August zur WM fahren dürfen.

Auch Sebastian Siemandel trat mit dem Compound an - er wurde dritterCompoundschütze Sebastian Siemandel

Am 14. Juni bin ich zur Rangliste in Hamm angereist. Wir sind leider nicht früh genug losgekommen, um noch am Training teilzunehmen. Der ersten Wettkampftag war sehr windig und das Wetter war nicht optimal, deshalb war ich mit meinen 675 Ringen in der Quali, welche den 2. Platz bedeuteten, ganz zufrieden. Dafür habe ich dann 9 Punkte für die Gesamtwertung bekommen. Am Nachmittag ging es dann mit den Matchrunden weiter, hier habe ich 4 von 7 Matches gewonnen, was am Ende des Tages Platz 3 bedeutete.

Am zweiten Tag war das Wetter besser, weshalb ich meine Ringzahl steigern konnte, aber immer wieder schlechtere Passen dabei waren. Im ersten Durchgang konnte ich 346 Ringe erzielen, im zweiten waren es 342 Ringe, was am Ende für Platz 1 in der Quali gereicht hat. Im abschließenden Finalschießen wurde ich 3. Platz. In der Gesamtwertung konnte ich den 2. Platz mit einem Punkt Rückstand auf den 1. platzierten erreichen.

Compounder Domenic Kiehl auf dem Platz des Hammer BogensportvereinsCompoundschütze Domenic Kiehl

Am 14. Juni 2019 fuhr ich gegen Mittag mit meinen Eltern und meinen Kaderkollegen nach Hamm zum 1. Ranglistenturnier. Das Wetter war eher durchwachsen, aber die Fahrt war entspannt und die Laune gut. Die siebeneinhalb Stündige Autofahrt schlauchte uns alle sehr. Wir kamen dann um ca. 20.30 Uhr endlich in Hamm an. Leider konnten wir an diesem Tag alle nicht mehr zum Training an den Platz gehen, da dieses um 18.00 Uhr endete. Aber ich habe an diesem Tag noch bis Mittag gearbeitet, darum konnten wir nicht früher los und der Verkehr war an diesem Tag auch nicht auf unserer Seite.

Am nächsten Tag ging es nach einer nicht ganz ruhigen Nacht früh los. Leider hatte sich das Wetter in der Nacht sehr geändert. Es war noch durchwachsener und es ging richtig Wind. Aber das tat meiner Laune und Motivation nichts ab, ich wollte mein Bestes geben.

Am Platz angekommen, begann ich meine Bögen aufzubauen und mich herzurichten. An der Rangliste schieße ich zuerst mit den Junioren zusammen alles gemeinsam durch. Am Anfang schießen wir die Qualifikationsrunde und danach dann die Finals.

Domenic Kiehl stellte sein Talent mit dem Compoundbogen unter BeweisDas Einschießen lief nicht so gut! Gleich beim ersten Pfeil, ist bei unserer Nachbarscheibe ein größerer Unfall passiert. Einer Schützin brach beim Abschuss der Pfeil und Teile von diesem trafen Ihre Hand. Das machte mir ganz schön zu schaffen und dann noch der Wind, der uns allen zu schaffen machte. Leider habe ich dann noch gleich in der ersten Wertungspasse ein M geschossen. Ich versuchte mich wieder zu sammeln und trotzdem mein Bestes zu geben. Dies gelang mir dann immer besser.  Am Ende der Quali hatte ich dann trotzdem 657 Ringe und stand auf Platz 6.

Nach der Mittagspause ging es dann in die Finals. Ich freute mich richtig darauf, denn ich liebe es, Finale zu schießen. Es ging an diesem Tag Mann gegen Mann. Es standen sieben Matches vor mir und ich war voll motiviert, so viele wie möglich zu gewinnen. Und das gelang mir super: Ich habe sechs von sieben Matches gewonnen und ich fühlte mich richtig gut. Der Tag hatte schlecht begonnen, aber gut geendet.

Domenic Kiehl freute sich über den 1. Platz bei der RanglisteAm zweiten Tag wollte ich nochmal alles geben. Es ging nach einem guten Frühstück wieder früh los und das Wetter hatte sich wieder beruhigt, es war bewölkt und sehr angenehm und eigentlich kein Wind mehr. Das Einschießen lief richtig gut und dies ging auch so im Wettkampf weiter. Es machte mir richtig Spaß zu schießen. Das merkte man auch am Ergebnis. Im ersten Durchgang der Quali erreichte ich 347 Ringe und im zweiten lief es dann nicht mehr ganz so rund, aber ich schoss dann nochmal 339 Ringe. Ich war ganz zufrieden mit mir.

In den heutigen Finals ging es im K.O. System weiter. Mein erstes Match habe ich sehr gut geschossen und gewonnen. Im zweiten Match ging es um Gold- oder Bronzefinale! Mein Gegner Tim Krippendorf und ich schenkten uns nichts und wir kämpften hart, aber fair. Leider hieß es am Ende 144/145 für meinen Gegner Tim.  Also ging es um Platz drei. Leider lief es in der ersten Passe nicht gut. Ich ging mit 5 Ringen in Rückstand. Ich kämpfte zwar weiter und holte noch einen Ring auf, aber es sollte nicht sein. Am Ende erreichte ich Platz vier im Finale. Aber ich bin trotzdem stolz auf mich, denn ich habe ja mit den Junioren gekämpft und da kann ich gut mithalten.

Am Ende der Rangliste war ich erster in meiner Klasse. Denn die Kadetten werden ja extra gewertet. Wir schießen nämlich bei den Junioren mit, damit wir auch Finale schießen können, sonst wären wir zu wenig. Ich freue mich schon auf die 2. Rangliste vom 12./13. Juli 2019 in Berlin.

Nächster Wettkampf für Compounder Domenic: Wanderpokalturnier EbersbergWow! Was für ein Trefferbild von Domenic Kiehl27. Wanderpokalturnier BSG Ebersberg

Am Sonntag den 23. Juni 2019 fuhr ich mit meinem Verein dem BSV Pfaffenhausen e.V. zum 27. Wanderpokalturnier nach Ebersberg. Es ging schon sehr früh für uns alle los, da wir ja ein gutes Stück fahren mussten, aber das war egal.

Das Wetter in der Früh war nicht so gut, es regnete leicht aber es war warm. Zur Hälfte des Turnieres wurde das Wetter immer besser und es kam sogar noch die Sonne raus. Ich war heute sehr motiviert und gut gelaunt, denn ich  hatte mir nämlich für heute vorgenommen, mein letztes Ergebnis einer 1440er-Runde  von Ismaning mit 1373 Ringen zu toppen. Ich ging bei den Kadetten Compound an den Start. Leider war ich an diesem Tag nur als einziger in meiner Klasse gemeldet.

Am Platz angekommen bauten wir erst mal unsere Bögen auf. Danach habe ich mir ein kleines Frühstück gegönnt. Wie immer habe ich mich dann auf den Wettkampf vorbereitet. Aufwärmen, nochmalige Visier, Pfeil und Bogenkontrolle.

Dann konnte es auch schon losgehen. Das Einschießen auf 70m lief gut und die anfängliche Nervosität ließ auch schnell wieder nach. Nun ging es in den Wettkampf und ich hoffte, dass es gut losging. Das tat es auch, Pfeil um Pfeil flog nach vorne und ich hatte richtig Spaß zu schießen und ich fühlte mich immer wohler. Am Ende des ersten Durchgangs hatte ich 333 Ringe. Die anschließenden 60m liefen auch gleich ganz gut, ich fand immer mehr in den Wettkampf und schloss diese Runde mit 345 Ringen ab.

Die Stimmung war gut und Domenics Ergebnisse in Ebersberg ebenfalls1. Platz für Domenic Kiehl beim Wanderpokalturnier in EbersbergNun ging es auf die 50m und die Spots. Nun stieg nochmal das Adrenalin kurz an, ich hoffte den Umstieg auf die kleine Auflage gut zu meistern und dies gelang mir richtig  gut. Ich schoss 344 Ringe. Leider habe ich zwei Ringe zu wenig geschossen, sonst hätte ich einen Deutschen Rekord geschossen. Aber egal, dann klappt es beim nächsten Mal. Trotzdem freute ich mich riesig und nun ging es noch in die letzte Distanz den 30m.

Der Anfang gelang mir gleich super, 59 von 60 möglichen. So konnte es weiter gehen und das tat es auch. Runde um Runde flogen die Pfeile ins Gold. 58/60/60/60. Leider ging mir in der letzten Passe das Release einmal zu früh auf und es wurde „nur“ eine 59 aber egal ich freute mich über 356 Ringe. Wieder zwei Ringe am Deutschen Rekord vorbei.

Insgesamt schoss ich an diesem Tag 1378 Ringe, was mich riesig gefreut hat. Mission Ergebnis toppen erfolgreich beendet. Und das tolle war, dass ich insgesamt das Tagesbestergebnis aller Klassen geschossen habe. Und das ich mit unserer gemischten Mannschaft noch auf den ersten Platz mit 4042 Ringen kam.

Es war wieder ein toller und lustiger Tag. Ich freue mich schon auf die nächste 1440er-Runde, aber jetzt heißt es sich wieder auf die nächste WA Runde zu konzentrieren. Das ist die Bayerische Meisterschaft in Hochbrück.

Strahlend blauer Himmel und ein ordentliches Lüftchen - die Bayerische Meisterschaft WA 720 2019

Ein flotter Wind machte es den Bayerischen Meistern nicht leichtBestes Equipment für Bestleistungen - Domenic Kiehl ist offizieller Hoyt ShooterBayerische Meisterschaft WA 720

Am 29. Juni 2019 ging es für mich wieder recht früh los. Ich fuhr zur Bayerischen Meisterschaft nach Hochbrück. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir los. Es sollte heute ja richtig heiß werden. Ich fühlte mich an diesem Tag sehr gut, mein Tagesziel war es 685 Ringe zu schießen.

Wir kamen an der Schießanlage in Hochbrück an und ich bewunderte erst mal den neu umgebauten Schießplatz, denn dieser ist sehr schön geworden. Heute trat ich in der Jugendklasse Compound mit fünf Teilnehmern an. Das Wetter war super und auch heiß, leider hatten wir einen starken Wind am Platz. Das schlimme an diesem Wind war, das er aus allen Richtungen kam.

Wie immer bereitete ich mich akribisch vor: Beide Bögen aufbauen, Bogenkontrolle und dann Aufwärmen. Nach der allgemeinen Begrüßung begann das Einschießen. Aber heute merkte ich schon wärend dem Einschießen, dass es  ein schweres Turnier für mich werden wird. Da ich ja ein Back-Tension Schütze bin, musste ich mich sehr konzentrieren.

Domenic Kiehl sicherte sich den Landesmeistertitel mit dem CompoundIm ersten Durchgang ging es eigentlich relativ gut zu schießen, da der Wind noch einigermaßen ok war. Ich gab mein bestes, versuchte mich voll zu konzentrieren und den Wind zu fühlen. Das gelang mir mal mehr, mal weniger. Am Ende des ersten Durchgangs war ich Ringgleich mit 338 Ringen auf Platz eins mit meinen Mitstreiter.

Der zweite Durchgang lief dann nicht mehr so rund. Der Wind frischte immer mehr auf und kam von allen Seiten. Ich kämpfte und kämpfte aber ich lag immer so vier Ringe hinter meinem Mitstreiter.

Recurveschütze Moritz Wieser auf der Bayerischen Meisterschaft WA720 in HochbrückZum Schluss habe ich dann noch ein Paar ordentliche Passen zusammen gebracht. Am Schluss hatten wir beide dann noch 328 Ringe geschossen. Wir hatten am Ende beide 666 Ringe, aber ich hatte einen Zehner mehr und somit wurde ich erster.

Irgendwie konnte ich mich aber nicht richtig freuen über den Sieg, ich hatte mein Tagesziel von 685 Ringen nicht erreicht. Aber egal, ich schaue nach vorne auf die zweite Rangliste in Kienbaum. Dort versuche ich es besser zu machen.

Auch Moritz Wieser konnte sich über die Titelverteidigung des Bayerischen Landesmeister freuenRecurveschütze Moritz Wieser

Am 29.06.2019 fand die Bayerische Meisterschaft im Wettbewerb Bogen Recurve WA720 mit Finale vom Bayerischen Sportschützenbund statt. Der Wettkampf wurde auf dem neu errichteten Bogenplatz in Hochbrück ausgetragen. Mir gefällt der Platz sehr gut und es hat Spaß gemacht dort zu schießen.

Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrtzeit, waren wir gegen 8.30 Uhr am Wettkampfplatz. Nach der Gerätekontrolle und Begrüßung begannen gegen 9 Uhr die Trainingspfeile und gegen 9.30 Uhr war Wettkampfbeginn.

In meiner Recurveklasse Junioren waren 12 Schützen am Start. Wir hatten schönes Wetter, allerdings sehr heiß und etwas böiger Wind. Nach erfolgreichen Trainingspfeilen kam ich gleich gut in den Wettkampf rein. Die Qualifikationsrunde schloss ich mit 317 und 316 Ringen und damit dem 1. Platz ab.

Nach der Pause ging es mit den Finals weiter. Nach einem Sieg im ¼ -Finale gegen Schmölz Richard  6:0 und einem weiteren im 1/8-Finale mit 6:0 gegen Jahn Florian zog ich ins Goldfinale ein. Hier konnte ich mit 6:2 das Match gegen meinen Vereinskollegen und Freund Richter Noah für mich entscheiden.

Es war ein toller Wettkampf mit starken Finals und ich freue mich sehr, dass ich meinem Titel Bayerischer Meister von 2018 erfolgreich verteidigen konnte.

Recurveschütze Jakob Hetz in Hochbrück auf der LMRecurveschütze Jakob Hetz

Am 28.-30. Juni fanden auf der umgebauten Olympia Schießanlage in Hochbrück die bayerischen Meisterschaften im Bogenschießen statt (DSB). Ich startete am Samstag in den Wettkampf.

Das Einschießen verlief den Bedingungen entsprechend gut. Der Wind war relativ stark und änderte von Pfeil zu Pfeil die Richtung. Ich hatte sehr zu kämpfen, überzeugt und mutig zu schießen, da ich in letzter Zeit sehr selten bei solchen Wind trainieren konnte. Dementsprechend kostete das Zögern viel Kraft und Selbstbewusstsein. Zur Pause hatte ich nur 304 Ringe und stand auf Platz 8. Im zweiten Durchgang ging es weiter, nur der Wind wurde noch stärker und schneller drehend, dennoch konnte ich mit 107 in den ersten 12 Pfeilen in den Durchgang starten, anschließend spielte mir der Wind wieder Streiche (anscheinend nicht nur mir). Zum Ende des zweiten Durchganges konnte ich mich auf Platz 3 mit 611 Ringen kämpfen.

Nach einer Pause ging es in die Finals, hier musste ich gegen den fünft Platzierten antreten. In einem spannenden Match über fünf Sätze konnte ich den Sieg für mich entscheiden. Im Halbfinale musste ich gegen den neuen Bayerischen Meister ran, ich fand jedoch kein vernünftiges Mittel bei dem Wind, weshalb ich 6:0 verlor. Im kleinen Finale um Platz 3 kam ich wieder besser mit dem Wind zurecht und konnte das Match in vier Sätzen gewinnen.

Talida Chrubasik auf der LM WA720 in HochbrückMit 611 Ringen habe ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Quali für die deutsche Meisterschaft in Berlin, und hoffe dort einen guten Saisonabschluss hinlegen zu können.

Recurveschützin Talida Chrubasik

Am 29.06.19 ging es für mich auf den ersten richtigen Wettkampf mit Finale in der Juniorenklasse. Die Bayerische Meisterschaft. Der erste Durchgang lief relativ gut mit 304 Ringen. Im zweiten Durchgang wurde der Wind sehr heimtückisch und es kamen somit einige Ausreißer dazu. Nach der Qualifikation landete ich mit 599 Ringen auf Platz 2.

Im Finale kam ich endlich richtig in den Rythmus und schoss mich somit nach zwei sehr guten Matches ins Goldfinale gegen Elisa Tartler. Mit 6:4 verlor ich jedoch gegen sie. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden und werde meine Technik bis zu Deutschen Meisterschaft weiterhin verbessern.

Tim Krippendorf auf der Bayerischen Meisterschaft in HochbrückCompoundbogenschütze Tim Krippendorf

Tim Krippendorf wurde neuer Landesmeister BayernDie Anreise war wieder einmal recht entspannt. Ich bin mit der Compound Mannschaft meines Vereins am Vortag angereist und hatte somit keinen Stress, pünktlich am Schießplatz zu sein. Dieses Jahr hat die Bayerische Meisterschaft seit langem einmal wieder in der Olympiaschießanlage in Hochbrück stattgefunden. Am Sonntag hatte es ca. 35 °C ohne eine einzige Wolke am Himmel. Zudem war es weitestgehend windstill. Nur im zweiten Durchgang kamen ein paar stärkere Böen auf.

Ich bin wie immer in der Juniorenklasse Compound angetreten. Insgesamt starteten an diesem Tag sieben Schützen in dieser Klasse. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass ich mit der Hitze nicht klar komme. Allerdings habe ich schon beim Einschießen gemerkt, dass es gar nicht so schlimm war. Ich konnte mich gleich nach der ersten Passe an die Spitze setzen und habe diese Führung bis zum Schluss nicht mehr abgegeben. Den ersten Durchgang habe ich mir 347 Ringen abgeschlossen. Im zweiten habe ich dann einen Fehler gemacht und einen Pfeil direkt in einer Böe gelöst, während ich absetzen wollte. Ich schoss mit diesem Pfeil eine 5. In der darauffolgenden Passe habe ich mich noch so geärgert, dass ich auch in der Passe danach nur 54 geschossen habe. Trotz der zwei 54er Passen hat es für 340 im zweiten Durchgang gereicht. Also Insgesamt 687 Ringe und der erste Platz.

Die Stimmung auf meiner Scheibe war ziemlich entspannt, da wir mit der Hitze ganz gut klar gekommen sind. Aber insgesamt war die Stimmung aufgrund des Wetters etwas gedrückt.

Sebastian Siemandel wurde Dritter in HochbrückAuf dem neuen Olympia-Trainingsplatz in HochbrückCompoundschütze Sebastian Siemandel

Am 29. Juni habe ich mich bereits am Vorabend auf den Weg nach Raubling gemacht, die Anreise gestaltete sich sehr angenehm. Die Wettkampfbedingungen waren ganz gut, genauso wie die Stimmung.

In dem 30minütigen freien Einschießen habe ich leider schon nicht meinen Rhythmus gefunden und konnte mich nicht wirklich konzentrieren, was sich leider auch durch den kompletten ersten Durchgang gezogen hat. Durch einen Pfeil, den ich auf die falsche scheibe geschossen habe, war mein Ergebnis mit 326 Ringen nicht zufriedenstellend. Auch im 2. Durchgang wurde es nicht besser, wodurch ich mit 329 Ringen leider nur 655 Ringe erzielen konnte, was zwar für den 3. Platz gereicht hat, aber trotzdem kein gutes Ergebnis war.

Ich konzentriere mich jetzt auf die 2. Rangliste und hoffe, dass die Ringzahl für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft reicht.

Was für ein Bogensport-Panorama bei der LM SSB in Chemnitz!

Leon Hollas wurde neuer Landesmeister Compound Herren SSBCompoundschütze Leon Hollas – LM SSB in Chemnitz

Die Landesmeisterschaft des Sächsischen Schützenbundes wurde am 22. Juni auf dem Vereinsgelände des Bogensportclubs Chemnitz-Rabenstein ausgetragen. Insgesamt 58 Schützen starteten um neun Uhr in den Wettkampf. Das Wetter war zwar sonnig, aber extrem windig.

Der erste Durchgang verlief durchwachsen. Es waren sehr gute Passen, aber ebenso auch sehr schlechte dabei. Mit 339 Ringen lag ich nach der Halbzeit vor den anderen sieben Startern meiner Klasse. Leider konnte ich das Ergebnis in der zweiten Hälfte nicht verbessern, die Führung blieb mir trotzdem erhalten.

Nach einer kurzen Unterbrechung starteten die Finals. Dabei gelangte ich bis ins Goldfinale, welches ich mit 147 Ringen für mich entscheiden konnte. Nun bleibt es zu hoffen, dass ich mich für die Deutsche Meisterschaft, die dieses Jahr in Berlin zusammen mit neun weiteren Deutschen Meisterschaften anderer Sportarten stattfindet, qualifiziere.

Elsa Neumann auf der LM DSB in VielankRecurveschützin Elsa Neumann - LM DSB in Vielank

Und schon war es wieder so weit: die beiden Landesmeisterschaften der Draußensaison standen wieder an.

Los ging es am Samstag den 22.06. gegen 9 Uhr in Vielank. Der Wetterbericht hatte uns vorab um die 24 °C und Sonne satt versprochen und das Wetter hatte auch vor, sich dieses eine Mal an die Vorhersage zu halten. An diesem Tag erwarteten mich 2 Runden auf 60 Meter, die ich aufgrund meines letzten Jahres in der Altersklasse U 17 weiblich Recurve genießen durfte. Während die Sonne beschlossen hatte uns allen Sonnenbrand zu bescheren, schoss ich in der ersten Runde 294 und in der zweiten Runde exakt 300 Ringe, was zusammen gerechnet 594 Ringen entspricht und für den ersten Platz reichte. Wegen der langen Anreise waren wir aber erst abends gegen 18 Uhr zu Hause.

Auch in Rostock nahm Elsa Neumann Glückwünsche zum neuen Landesmeister-Titel in EmpfangLandesmeisterschaft DBSV in Rostock

Bereits am nächsten Tag klingelte der Wecker wieder sehr früh, denn es ging auf nach Rostock. Hier erwartet uns jedes Jahr ein 4-Runden-Turnier, und wer vom Vortag noch keinen Sonnenbrand oder keinen Muskelkater hatte, bekam jetzt noch einmal die Möglichkeit dazu, denn das Wetter hatte beschlossen, uns mit Temperaturen um die 26 °C zu ärgern.

Ebenfalls um 9 Uhr ging es für mich abermals auf 60 m mit einer 290-Ringe-Runde los, worauf ein Durchgang auf 50 m mit 314 erreichten Ringen folgte. Nach einem leckeren Mittagessen aus dort angebotenen IKEA-Hotdogs ging es mit nur noch drei Pfeilen pro Passe auf 40 und 30 Meter, welche ich einmal mit 301 und einmal mit 305 Ringen abschloss. Insgesamt waren das also 1210 Ringe und wiederum der 1. Platz in der Altersklasse U 17 weiblich Recurve.

Elsa Neumann auf dem Bogenplatz in DiedrichshagenSommerturnier und Pokalschießen am 29.06.19 in Diedrichshagen

Ich startete dieses Wochenende beim Sommerturnier mit angehängtem Pokalschießen meines Vereins auf unserem Platz in Diedrichshagen. Bereits vor dem Start trugen alle ca. 25 Starter kurze Klamotten, denn die Temperatur sollte im Laufe des Tages auf etwa 27 °C ansteigen.

Ich ging in meiner Altersklasse U 17 weiblich Recurve leider alleine an den Start. Weil das ganze Turnier als Spaßturnier ausgelegt war, schoss ich auf verkürzte Entfernung mit größeren Auflagen. So erlangte ich auf 40 m mit einer 122er Auflage 323 Ringe und mit einer 80er Auflage auf 20 m 317 Ringe, was mich auf einen Endstand von 640 Ringen brachte.

Beim Pokalschießen denken sich die Organisatoren meines Vereins immer etwas Besonderes aus. Letztes Jahr z.B. wurde die Auflage geviertelt. Dieses Jahr schossen alle Bogenklassen gegeneinander. Es ging darum, wer von allen Startern jeweils die meisten 10en, 9en, 8en, 7en, 6en und 5en hatte und diese Leute gewannen den Pokal. Ich entschied mich für die sieben und traf diese 20 mal, was für einen weiteren Sieg an diesem Tag reichte.

Auch Recurveschütze Kilian Düwel freute sich über seinen 1. Platz bei der LMRecurveschütze Kilian Düwel - Landesmeisterschaft NBSB Rostock

Am Sonntag dem 23.06.2019 machten wir uns bereits um 7:00 Uhr auf in Richtung Rostock zur diesjährigen Landesmeisterschaft des NBSB. Ausgerichtet wurde das Turnier vom ESV Rostock auf der dortigen Anlage. Das Wetter war spitze, sehr wenig Wind und Temperaturen knapp über 20 Grad.

Es wartete meine erste 144-er Runde auf mich. Die Distanzen waren 2x30m und 2x20m. Da ich noch nie so viele Pfeile in einem Turnier geschossen habe, war ich leicht angespannt. Ich wusste nicht, ob meine Kraft ausreicht, um über das komplette Turnier eine konstant gute Leistung zu bringen. Deshalb hatte ich mir auch kein Ringeziel gesetzt. Nach den letzten Trainingsergebnissen wären 1000 Gesamtringe schon ein super Ergebnis.

Insgesamt starteten 34 Schützen in diversen Bogen- und Altersklassen. Von meinem Verein starteten 10 Schützen und wir stellten damit das größte Teilnehmerfeld.

Mit etwas Verspätung ging es dann in den ersten Durchgang auf 30 m. Mit meinen neuen Pfeilen von der Bogensportwelt J kam ich richtig gut ins Turnier und ich konnte den 1. Durchgang mit 302 Ringen beenden. Nach einer kurzen Pause ging es in den 2. Durchgang. Auch hier war die Distanz wieder 30 m. Es lief ähnlich gut und ich beendete den Durchgang mit 298 Ringen. Zur Halbzeit standen somit bereits 600 Ringe auf meinem Konto und ich freute mich jetzt auf die kürzere Entfernung im dritten und vierten Durchgang. Vorher nutzte ich die etwas längere Pause, um mich beim Mittagessen etwas zu stärken und mir die Beine zu vertreten.

Gestärkt und etwas ausgeruht ging es in den dritten Durchgang. Auf einmal hatte ich große Probleme und meine Pfeile landeten teilweise in ungewohnten Regionen auf der Scheibe. Ich traf zwei Pfeile der Passen ins Gold, dann aber immer wieder einen ins Blau oder noch schlechter. Ich wusste nicht so recht, woran es lag und quälte mich etwas durch den kompletten Durchgang, den ich mit nur 273 Ringen abschloss.

In der anschließenden Pause ließ ich den einen oder andren Schuss noch einmal Revue passieren und schien meinen Fehler ausfindig gemacht zu haben. Da ich kraftmäßig an meine Grenze kam, habe ich unsauber gelöst und damit die Pfeile nicht sauber ins Ziel gebracht. Für den letzten Durchgang hatte ich mir dann vorgenommen, das wieder besser zu machen.

Die letzten 36 Pfeile kosteten dann noch einmal richtig Kraft. Da ich aber meine Technik wieder in den Griff bekam, waren auch die Ringzahlen wieder besser. Am späten Nachmittag, fast mit der letzten Sekunde setzte ich den letzten Pfeil auf die Scheibe und war glücklich es geschafft zu haben. Mit dem letzten Durchgang war ich sehr zufrieden, standen doch 295 Ringe auf dem Schießzettel.

Mit der Siegerehrung gegen 19 Uhr ging dann ein schöner, aber auch sehr anstrengender Tag zu Ende und ich nahm meine Medaille und die Urkunde in Empfang. Da ich in meiner Bogenklasse Schüler B Recurve als Einzelstarter angetreten war, bedeutete dies auch den Landesmeistertitel. Darüber freute ich mich riesig. Noch etwas mehr freute ich mich über die erzielten 1168 Gesamtringe, die weit über meinen Erwartungen lagen. Nach einer ruhigen Heimfahrt fiel ich zufrieden, aber k.o. ins Bett.

Kilian Düwel auf dem Sommerturnier in DiedrichshagenSommerturnier Diedrichshagen

Am  29.06. hatte der SV 2000 Diedrichshagen zum traditionellen Sommerturnier geladen. Der Einladung waren 32 Schützen gefolgt, die bei bestem Wetter den Ferien- und Urlaubsbeginn mit einem nicht ganz so ernsten Turnier einläuten wollten.

Geschossen werden immer 2 Durchgänge auf unterschiedliche Entfernungen und ein Durchgang als Pokalschießen auf ganz speziellen Auflagen oder mit besonderen Punktewertungen. Auch in diesem Jahr hatte sich die Turnierleitung wieder etwas Besonderes einfallen lassen.

Ich startete wieder in der U12 Recurve und musste im ersten Durchgang auf 25m schießen. Noch die Anstrengungen der Landesmeisterschaft von der Vorwoche in den Knochen, wollte ich trotzdem ein gutes Ergebnis erzielen. Schon bei den Einschießpassen merkte ich, dass ich gut drauf war. So startete der erste Durchgang auch gleich mit 4 Zehnern. In den weiteren Passen konnte ich meinen Ringeschnitt halten und so standen am Ende 331 Ringe auf dem Zettel. Damit war ich sehr zufrieden, weil es mein bestes Ergebnis auf 25m war.

Nach einer kurzen Pause ging es an den 2. Durchgang. Jetzt stand die Scheibe auf 15m mit einer 80-er Auflage. Eine für mich ungewohnte Entfernung, die ich so schon länger nicht geschossen habe. Ich war trotzdem gespannt, ob ich mein Ergebnis aus dem ersten Durchgang vielleicht noch toppen könnte. Auch auf der kürzeren Entfernung saßen die Pfeile und das Schießen ging mir leicht von der Hand. Nach den 36 Pfeilen schloss ich den Durchgang mit 339 Ringen ab. Damit standen für den Turnierteil 670 Ringe auf der Habenseite und ich war super happy.

Jetzt stand eine etwas längere Pause an. In der warteten Würstchen vom Grill, Salate, Kuchen, Obst und Gemüse auf die Teilnehmer. Bei Temperaturen um die 30 Grad gehörte natürlich auch reichlich Flüssigkeit dazu. Gut gestärkt warteten alle Teilnehmer auf das Pokalschießen. Die Auflagen wurden in diesem Jahr nicht verändert, also waren alle gespannt, nach welchem Modus das Pokalschießen abläuft.

Und der Pokal für die beste Leistung ging an: Kilian Düwel!Die Turnierleitung teilte dann mit, wie die Pokale zu ergattern seien. In zwölf Passen zu je drei Pfeilen ging es darum, so viele Treffer in einem Ringwert zu landen wie möglich. Der Schütze mit den meisten Treffern einer Ringzahl  hatte dann gewonnen. Zur Auswahl standen die Ringzahlen von 5 bis 10. Die Teilnehmer begannen gleich zu taktieren und sich eine vielleicht nicht so stark frequentierte Ringzahl auszusuchen. So versuchten einige nur die 5 zu treffen, andere setzten eher auf die 7 oder 8.

Ich überlegte auch. Da die Wertung über alle Alters- und Bogenklassen gemacht wurde, war es gar nicht so einfach sich festzulegen. Unsere Compoundschützen schossen auch auf etwas kürzere Entfernung und die sind immer sehr Treffsicher ins Gold. Trotzdem entschied ich mich und wollte versuchen, das Maximum an Zehnern zu erreichen.

In der ersten Passe landete ich gleich dreimal die Zehn. Als ich in der zweiten Passe wieder drei Zehnen geschossen hatte, schien es zu laufen. Ich war voll begeistert und wollte unbedingt nachlegen. Das gelang mir auch richtig gut. Nach 18 Pfeilen hatte ich bereits 16 Mal die 10 getroffen. Jetzt ließ meine Kraft etwas nach und die Zehner machten sich etwas rar. Am Ende des Durchgangs hatte ich 343 Ringe geschossen. Das war aber ja nicht die Aufgabe. Jetzt kam es zur Abrechnung. Ich war echt stolz auf meine 25 Zehner, sowas war mir noch nie gelungen. Leider hatte sich Janine, eine Compoundschützin aus meinem Verein, auch auf die 10 eingeschossen und ebenfalls 25 Treffer auf ihrem Zettel. Die Entscheidung fiel im Stechen. Janine schoss eine 9, ich leider nur eine 8.

Ich war etwas traurig, weil es trotz meiner guten Leistung nicht zum Pokalgewinn gereicht hat. Bei der anschließenden Siegerehrung wurde ich in meiner Altersklasse für den Turnierteil Erster. Bei der Pokalübergabe ging ich dann leider leer aus. Zu meiner Überraschung gab es aber noch eine Ehrung für den besten Schützen des Turniers. Meine Traurigkeit war verflogen, als mein Name aufgerufen wurde und ich den Pokal überreicht bekam.

Jetzt sind Ferien und Trainingspause. Ich werde aber trotzdem mein Training fortsetzen, weil ich hoffe, die Qualinorm für die DM in Karlsruhe geschafft zu haben. Dort möchte ich dann gerne, nach der Teilnahme an der DM Halle in Oberhausen, weitere Wettkampferfahrungen sammeln.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.