DM 3D DSB und DFBV 2018

25.10.2018 11:00

Philipp Räder mit seiner Gruppe auf der DM Bowhunter (3D) des DFBV

Gold und 2x Silber auf den DM 3D

Ein erster und zwei zweite Plätze für unsere Schützen bei der DM 3D des DSB in Hinzweiler und der Bowhunter-DM des DFBV in Murrhardt – ein toller Ausklang der Outdoor-Saison. Selbst Thomas Sillmann musste sich unserem Richard an der Blankbogenfront geschlagen geben – Glückwunsch allen Schützen, auch zu zahlreichen Erfolgen abseits nationaler Meisterschaften!

Ein toller Saisonabschluss für Richard Klesmann: Gold bei der DM 3DRichard freute sich sichtlich über seinen 1. Platz auf der DM 3D in HinzweilerBlankbogenschütze Richard Klesmann - Deutsche Meisterschaft 3D DSB in Hinzweiler

Am zweiten Septermber-Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften im 3D- Schießen statt. Aufgrund dessen, dass sich kein Ausrichter für ein 2- Tagesturnier mit zwei Parcours fand, wurde der Deutsche Meister- 3D an einem Tag ermittelt. Den ersten Schreck bekam ich bei der Anreise im Hotel. Bei der Anmeldung fand die junge Dame meinen Namen nicht in dem Zimmerbelegungsplan. Ich teilte ihr mit, wann und um wieviel Uhr ich das Zimmer telefonisch gebucht habe. Bei der Suche nach einem Hotel hatte ich infrage kommende Hotels angerufen um die Frühstückszeit zu erfahren, da am Wochenende oftmals erst ab 8:00 Uhr Frühstück bereitgestellt wird. Das änderte die Sachlage leider nicht. Sie hat lediglich festgestellt, dass es der Chef persönlich war, der vergessen hat mich einzutragen. Da kein weiteres Zimmer mehr frei war begann die Suche. Die Dame rief mehrere Hotels in der Umgebung an, aber leider mit keinem Erfolg. Ich habe dann eine weitere Anfahrt in Kauf genommen und mir ein Zimmer in Miesenbach gebucht.    

Um 7:00 Uhr war die Anmeldung und das Einschießen vorgesehen. Ich kam mit knurrendem Magen pünktlich um 7: 00 Uhr an, baute meinen Bogen auf und ging dann erst mal Frühstücken. Das Einschießen war wie letztes Jahr größtenteils auf Scheiben mit WA- Auflagen möglich. Dazwischen waren 3 Hirsche und 2 Bären verteilt.

Auch unser Youtuber Thomas Sillmann musste sich Richard geschlagen geben

Ich durfte mit meiner Gruppe auf dem 4. Ziel beginnen. Wie letztes Jahr, am zweiten Tag, war Rüdiger, DM 2017 wieder dabei, zwei weitere Schützen die ich schon kannte und zwei „NEUE“ die ich kennen lernen durfte. Es herrschte ziemlich schnell eine gute Stimmung in der Truppe. Trotz vieler Einschiebegruppen ging es zügig voran und mir lief es gut. Auch der Schweiß, denn es war herrliches Wetter und für die Jahreszeit sehr warm. Nur Rüdiger kam nicht so gut in Fahrt wie letztes Jahr. Zur Hälfte des Tages gab er auch auf, weil er in der Nacht mit Schüttelfrost und Fieber überrascht wurde. Er wollte es versuchen, aber in der körperlichen Verfassung war die Anstrengung doch zu groß. Es tat uns sehr leid, aber man konnte es leider nicht ändern. Ich konnte in der Gruppe mir langsam aber sicher einen respektablen Vorsprung erarbeiten, den ich bis zum Ende halten konnte.

Durch die Fragen und Antworten der Mitschützen konnte ich schon damit rechnen, dass es eine gute Platzierung sein wird. Die Ergebnisliste bestätigte mein Gefühl und ich wurde mit 441 Ringe Deutscher Meister- 3D 2018. Nach dem Schreck mit der Hotelbuchung war es nun doch ein super Wochenende und ich freue mich auf die nächste Freiluftsaison.

Am frühen Morgen war es noch neblig in Hinzweiler

Philipp Räder wurde 2018 deutscher Vize-Meister 3D des DSBRecurvebogenschütze Philipp Räder

Am 8. September 2018, fand die 2. Deutsche Meisterschaft im 3D Bogenschießen des Deutschen Schützenbundes (DSB) statt. Ausrichtender Verein war, wie im letzten Jahr, Hinzweiler. Das Gelände war mir bereits bekannt, da Hinzweiler schon viele Meisterschaften in der Vergangenheit ausgerichtet hatte. Für die Anreise machten wir uns zu viert mit dem Auto am Freitagnachmittag auf den Weg und hatten uns ein gemütliches Hotel ca. 20 Minuten vom Turnierplatz entfernt gebucht. Ein paar Vereinskameraden wollten erst samstags morgens um 4 Uhr losfahren, um dann um 7 Uhr in Hinzweiler zu sein, aber das war uns zu stressig und wir wollten lieber entspannt und ausgeschlafen die Meisterschaft beschreiten.

Der Hotelier war von unserer frühen Abreise am nächsten Morgen zwar nicht so begeistert und wollte uns erst kein Frühstück machen, aber er hatte dann doch noch Mitleid mit uns und machte uns ein provisorisches Frühstück für 7 Uhr. Am Turnierplatz ging es dann ziemlich routiniert zur Sache. Aufbauen, Startnummern abholen, Dopingerklärung abgeben, Bogenkontrolle und Einschießen. Es war noch etwas nebelig und kühl, aber die Temperaturen stiegen von Minute zu Minute. Es sollte trocken bleiben! Pünktlich um 09:15 Uhr ging es zur Begrüßung und Eröffnung. Bereits um 10:15 Uhr flogen die ersten Pfeile.

Anders als sonst ging es diesmal in 6er Gruppen durch den Wald. Meine Truppe war sehr aufgeschlossen und wir hatten viel Spaß über den Tag. Für mich waren viele neue Gesichter dabei. David R. wurde uns als Compounder noch zugewiesen, da seine Gruppe aufgelöst werden musste. David kenne ich schon länger und wir haben schon ein paar Turniere zusammen geschossen. Wir waren alle sehr konzentriert bei der Sache, aber wir waren keine Truppe, die sich 24 Scheiben lang anschwieg. Das ist wichtig, da die Stimmung innerhalb der Gruppe ein nicht zu unterschätzender Faktor ist, wenn es darum geht, seine Bestleistung abzurufen.

Die Top 6 der Recurve Herren auf der DM 3D DSB in Hinzweiler

Leider erlaubte ich mir trotz guter Stimmung und besten Wetterbedingungen zwei Patzer: Einmal ordentlich um 7 Meter verschätzt und dann beim zweiten Pfeil auch noch zu wenig korrigiert und einmal ein Schießfehler, da ich mich zu wenig in den Hang gelehnt habe. Das Schlimme war dabei, dass der erste Pfeil schon in der 11 steckte. Den zweiten dann dennoch neben das Tier zu setzen, war schon sehr peinlich. Egal, Kopf aus und weitermachen. Ich war mit meiner Leistung soweit zufrieden. Insgesamt 15x 11er sprechen für sich und mein Flowgefühl war da. Das Schießen fühlte sich gut an.

Mit meinen 396 Ringen lag ich nur vier Ringe unter meiner Erwartung, aber da der Parcours auch deutlich schwerer war als auf der LVM war ich sehr zufrieden. Nur Volker K. hatte 5 Ringe mehr als ich und konnte sich damit den Deutschen Meistertitel sichern. Hinter mir auf Platz 3 landete Philipp S., den ich ebenfalls schon vom letzten Jahr kannte. In der Herrenklasse Recurve waren das erste Mal auf einer 3D Meisterschaft über 30 Teilnehmer qualifiziert. Insgesamt waren es 32, was eine tolle Entwicklung für unseren Sport ist.

Auch in der Damenklasse Recurve ging es ordentlich zur Sache. 10 Damen kämpften um den Titel. Meike hat es auch dieses Jahr wieder geschafft und konnte ihren Titel verteidigen. Letztes Jahr hatten wir noch die Doppelspitze geschafft, aber dieses Jahr war eben nicht mehr drin für mich. Meike hat zum letzten Jahr noch ordentlich draufgelegt und mich um 10 Ringe geschlagen. Das heißt für mich morgen Frühstück machen ;-) Sie ist aktuell wirklich unglaublich stark und hätte heute sogar bei den Herren gewonnen. Es war eine tolle Meisterschaft und es ist jammerschade, dass wir nun wieder nach Hause fahren. Ich hätte so gerne morgen noch einen draufgepackt…

Deutsche Meisterschaft Bowhunter (3D) in Murrhardt

Philipp Räder mit seiner Gruppe auf der DM Bowhunter in Murrhardt

Am Wochenende des 29. und 30. September 2018 ging die Freiluftsaison mit der Deutschen Meisterschaft Bowhunter (3D) des Deutschen Feldbogen Verbandes (DFBV) zu Ende. Austragender Verein war der TV Murrhardt. Unsere Anreise war bereits für Freitag geplant, da die Bogenkontrolle bis 20.00 Uhr abends abgeschlossen sein musste. Leider mussten wir Krefelder hier aus dem Rahmen fallen: Wir schafften es aufgrund vom Feierabendverkehr nicht mehr rechtzeitig und durften nach einigen Telefonaten dann doch am Samstagmorgen um 7:15 Uhr noch die Bogenkontrolle und Anmeldung hinter uns bringen.

Der Samstag startete also recht früh und beim Einschießen war es mit knapp über Null Grad noch sehr kalt. Nach dem ersten Anstieg auf den Berg im roten Parcours, den ich am ersten Tag schießen durfte, war aber wirklich jedem warm genug ;-) Der Turniertag beinhaltete 14 Scheiben einer 3-Pfeilrunde und 14 Scheiben Doppelhunter. Was wir beim Abmarsch noch nicht wussten, war, dass wir uns zusätzlich noch die „Goldene Wandernadel“ verdienen konnten. Ich startete auf Target 12 und brauchte ca. 1 Std. bis dorthin - um am ersten Ziel dann festzustellen, dass es der höchste Punkt des Parcours war.

Auch auf der DM Bowhunter des DFBV gewann Philipp in diesem Jahr die Silbermedaille

Die Targets waren klasse gestellt und es gab ordentlich viele Höhenmeter zu erklimmen und auch viel bergabzulaufen. Gott sei Dank hat es nicht geregnet. Wir hatten herrliches Kaiserwetter! Am Samstag schoss ich insgesamt 469 Ringe und war damit zufrieden, da der Parcours nicht einfach war und ich am Ende des Tages gefühlt einige Kilometer in den Knochen hatte. Mit dem Ergebnis lag ich für den nächsten Tag auf Platz 2 und Markus Z. lag mit 4 Ringen vor mir.

Tag 2 startete mit einer Hunterrunde und in der zweiten Hälfte gab es wieder eine 3-Pfeilrunde. Bis zur letzten Scheibe konnte ich mich wieder vor Markus setzen und führte mit wenigen Ringen. Es war somit noch alles offen zwischen uns. Lediglich Platz 3 ("Tschingo") stand schon ein paar Scheiben vorher fest und konnte ihm nicht mehr genommen werden.

An der letzten Scheibe kam es dann zum spannenden Shoot-Off und ein letzter Pfeil sollte alles entscheiden. Markus legte vor und schoss ein gutes Innenkill (20 Ringe). Damit hätte mir ein Außenkill (16 Ringe) gereicht, um gleichzuziehen und damit zu gewinnen, da ich bis dato mehr 20er geschossen hatte. Leider habe ich dabei völlig aus dem Fokus verloren, dass der Hang den Pfeil nach links ziehen würde und ich schoss leider wenige Millimeter links neben das Kill und erreichte nur 10 Punkte auf der letzten Scheibe.

Markus Z. ist daher neuer Deutscher Meister des DFBV und für mich gab es Silber. Leider gab es bei der Auswertung technische Probleme und die Siegerehrung verzögerte sich bis spät in den Abend. Da wir alle am nächsten Tag arbeiten mussten und noch ca. 5 Stunden vor uns hatten, entschlossen wir uns, doch noch vor der Siegerehrung abzureisen. Wir schossen daher unser Podiumsfoto vorher im kleinen Kreise unter uns Herren Recurve - ganz ohne Medaillen.

Es war ein toller Saisonabschluss und ich freue mich jetzt riesig auf neue Wege in der Hallensaison. Ich werde ja wie schon angekündigt in dieser Hallensaison nicht mehr das Setup wechseln, sondern mit meinen X10ern die ersten Meisterschaften und die Liga schießen. Ich bin gespannt….

Das Apfeltunier des S.F.T. St. Tönis: ein tolles Naturschauspiel

Annika Rennett übertraf ihr Vorjahresergebnis um glatte 20 PunkteDie Siegerinnen Schüler Recurve des Apfelturnieres 2018Recurvebogenschützin Annika Rennett – 6. Tönisvorster-Apfelturnier

Am Samstag, den 25. August fuhren wir zum 6. Tönisvorster Apfelturnier, welches auf 80er Auflage und 30 Meter Entfernung geschossen wird. Die Anfahrt  war nicht weit.  Als wir auf dem Schießgelände des S.F.T  St. Tönis 1926 e.V. ankamen trafen wir auch schon ein paar Vereinskollegen vom KSSK an. Ich war gespannt, wie ich wohl mit den neuen Pfeilen  zurechtkommen werde, diese habe ich erst an den Vortagen ausgeschossen. So wie es sich in den Einschusspassen herausstellte, sollte es ein wenig feuchter werden. Die Einschusspassen liefen erstaunlich gut und so ging ich echt positiv in das Turnier rein, da ich es als einen schönen Abschluss der Draußen-Saison sah und dadurch keinen Druck verspürte.

Ich kam gut mit den neuen Pfeilen zurecht. Ich war nach dem ersten Durchgang und 311 Ringen auf Platz 2 mit einem Punkt Rückstand zur Ersten. Ich wusste, so kann ich das nicht stehen lassen und ging mit dem Willen zu gewinnen in den zweiten Durchgang. Bis zum Schluss konzentrierte ich mich auf meine Schüsse.

Am Ende bei Betrachtung des Schusszettels war meine Leistung doch recht konstant. So beendete ich den zweiten Durchgang ebenfalls mit 311 Punkten. Somit hatte ich am Ende 622 Ringe was für den Sieg reichte. Ebenfalls übertraf ich mein Vorjahresergebnis beim Apfelturnier um ca. 20 Punkte. Nun, das war dann wohl der Saisonabschluss  mit dem olympischen  Recurve in der Schülerklasse. Die folgende Hallensaison kommt für mich der Wechsel in die nächsthöhere Jugendklasse Recurve.

Auch auf dem Freilichtbühnen 3D Turnier konnte sich Annika Rennett über den Sieg freuen - und das in der Damenklasse!Freilichtbühnen 3D Turnier

Zum 7. Mal fand nun das Freilichtbühnen 3D-Turnier der Bogensport Akademie Mülheim a.d. Ruhr unter der Leitung von Maik Schrake statt. Dieses Turnier ist für mich jedes Mal ein Highlight im Turnierkalender und nun war ich schon zum dritten Mal dabei. Nachdem ich letztes Jahr bereits etwas großspurig den Sieg in der Damenklasse angesagt habe, wollte ich jetzt Taten folgen lassen.

Die Sonne schien bereits früh am Morgen und es versprach, ein wunderbares 3D-Turnier zu werden. Die Location in Mülheim an der Ruhr rund um die Freilichtbühne ist einfach wunderschön. Wie jedes Jahr hat Maiks Team es geschafft, die Tiere perfekt und publikumswirksam in den Park zu integrieren. Das Besondere an diesem Turnier ist wohl auch, dass sich jeder Bogeninteressierte das Geschehen aus der Nähe von den zahlreichen Spazierwegen, die durch das Gelände führen, ansehen konnte. Die Entfernungen waren moderat nach WA gestellt, so dass man meistens Schütze und Ziel gut beobachten konnte.

Da ich mittlerweile überwiegend mit dem olympischen Recurve schieße, brauchte ich eine Weile, um mich wieder an den Jagdbogen zu gewöhnen, was man auch am Ergebnis der ersten Runde sah. Mit 245 Ringen in der skandinavischen 3-Pfeil Runde landete ich auf Platz 4 mit guten 50 Ringen Abstand zu Platz 1.

Annika Rennett in Aktion auf dem Freilichtbühnen 3D-Turnier in Mühlheim a. d. RuhrDieser hübsche Otter fand seinen Weg auf Annika's heimischen Parcours

Nach dem Mittagessen ging es auf zur Hunter-Runde. Wer mich kennt weiß, dass dies meine Disziplin ist. Ich fand immer besser in meinen Schussablauf, jedoch war der Abstand zur Spitze recht hoch. Nachdem wir auch den zweiten Durchgang mit 23 wunderschönen Zielen der Marke „ASEN Sports“ geschossen hatten, hieß es warten bis zum Aushang der Ergebnislisten, um zu sehen, ob es gereicht hat. Überglücklich entdeckte ich dann eine gute halbe Stunde später meinen Namen ganz oben auf der Liste in der Damenklasse. Ich hatte es geschafft, mit den 310 Ringen in der Hunter-Runde den Sprung nach oben zu schaffen und einem schönen Otter den Weg zu unserem Heim-Parcours zu zeigen.

Die Schüsse beim Freilichtbühnenturnier waren wirklich gut gestellt

Annika Rennett auf dem Jugendbezirksvergleichscup RSB in DortmundJugendbezirksvergleichscup RSB in Dortmund am 29./30.09.2018

Am Abend des 25. Septembers bekam ich über meinen Verein die Anfrage vom Bezirk 03, ob ich am Wochenende beim Bezirksvergleichscup einspringen könnte, da eine Schützin kurzfristig ausgefallen ist. Da ich am Wochenende keinen Wettkampf hatte und eh nur etwas entspannen wollte, habe ich zugesagt. Diese Entscheidung sollte sich noch ein wenig rächen, da mich zum Wochenende eine Erkältung erwischte. Am Samstag ging es also mit Hals-, Kopf- und Ohrenschmerzen Richtung Dortmund zum Landesleistungszentrum des WSB. Dort angekommen waren die meisten anderen Schützen schon beim Frühstück. Es gab noch ein T-Shirt vom Bezirk 03, das nachher noch zeigen sollte, wie groß unsere Truppe war. Nachdem wir die Teamtaktik kurz besprochen hatten, ging es auch schon in die Bogenhalle zum 1. Match.

Die Beteiligung der Bezirke im Bogenbereich war sehr gering, was ich überaus schade fand da ich mich auf ein ausgiebiges Kräftemessen gefreut habe mit spannenden Duellen. Von den ca. 17 Bezirken, waren gerade mal 5 vertreten. Leider kann ich dies auch ein bisschen verstehen, da auch ich nichts von diesem CUP erfahren hätte. Hier sollte in Sachen Jugendarbeit auf jeden Fall nachgebessert werden. Einen Großteil der anwesenden Schützen kannte ich bereits vom Landesjugendkader des RSB und konnte so schon einschätzen, was mich erwartete.

Da ich zur Hallensaison in die Jugendklasse wechseln werde, hatte ich mich mental schon komplett auf die 40er Auflage eingestellt, umso mehr war ich überrascht, dass dieser Wettbewerb, obwohl in der Halle geschossen, noch zum Wettkampfjahr 2018 zählte und ich somit noch auf eine 60er Auflage in der Schülerklasse schießen musste. Beim Einschießen habe ich noch ein paar verschiedene Blendeneinsätze für meinen Beiter Visiertunnel ausprobiert, um den Richtigen für die größere Auflage zu finden.

Wegen der geringen Beteiligung und der damit verbundenen hohen Anzahl von Freilosen bei den Matches, konnte ich die Gelegenheiten nutzen, um ohne Wertung mitzuschießen. Ansonsten wäre die Veranstaltung durch die langen Warte- und Pausenzeiten sehr langweilig geworden. Am Ende des Tages konnte ich mit dem Ergebnis meines ersten Matches von 173/180 Ringen die Qualifikationsrunde in der Einzelwertung für mich entscheiden. In der Mannschafts-wertung gewann der Bezirk 03 mit großem Vorsprung gegenüber den anderen Bezirken. Sonntag, am Finalschießen in der Einzelwertung, konnte ich krankheitsbedingt leider nicht mehr teilnehmen, um mein gutes Qualifikationsergebnis in einen Sieg zu verwandeln.

Silke Müller mit ihrem Recurve auf dem 4. BöhmenturnierBlankbogenschützin Silke Müller - 4. Böhmenturnier

Nach dem heißen Sommer sollte es für mich endlich wieder zu einem 3D Turnier gehen. Die neuerlichen Beschwerden mit meiner Schulter haben mich zu einer längeren Pause gezwungen. Nun wollte ich aber endlich mal wieder los. Nach Genehmigung vom Arzt, mit dem Hinweis, nicht übertreiben, habe ich mich entschieden, vorerst nur 3D zu schießen, um die Überbelastung durchs Scheiben schießen zu vermeiden. 

Noch am Morgen des ersten Turniertages zweifelte ich, aber ich wollte doch endlich mal wieder schießen. So ging es frühs auf nach Bad Langensalza, das ist von unserem Wohnort nicht ganz so weit weg. 

Dort angekommen, meldeten mein Mann und ich uns an, und konnten uns die Gruppe selbst aussuchen, in welcher wir starten wollten. Gruppe 10 war noch frei und so trugen wir uns ein, mit einem weiteren Vereinskollegen. Dazu gesellten sich dann noch zwei Bogensportler aus der Halleschen Bogengilde. Eine tolle Truppe, wie sich nach zwei Turniertagen herausstellte. Hatten wir einen Spaß. Aber von Anfang.

Nach kurzer Begrüßung wurden wir aufgeführt zu unserem Startziel. Und schon ging es los. Das Gelände ist überwiegend hügelige Wiese mit einem kleinen angrenzenden Waldstück, welches für das Turnier mitgenutzt wird. Ein Krokodil in einem, naja jetzt ausgetrockneten Tümpel, war das erste Ziel. Beim ersten Auszug, oje Schmerzen - werde ich in den Anker kommen? ...ziehen ...zielen ...loslassen, getroffen!

Silke konnte sich (ebenso wie ihr Mann) als Preis für den 1. Platz über einen wunderschönen Rosenstrauch für den Vorgarten freuenOb meine Schulter hält? So ging es von Ziel zu Ziel und es wurde immer besser. Meine Haltung war nicht die Beste, aber ich traf. Hatte ich doch erst ein paar Tage vorm Turnier auch neue Pfeile bekommen und vorher nicht mal geübt. Schnell war ich wieder drin und wusste, wie viel Knötchen ich als Blankbogenschütze abzählen musste. Die Pfeile flogen gut, die Linie stimmte und so traf ich mehr ins Kill. Auch, dass die Gruppe so gut schoss und mich ermutigte, brachten mir am Ende 304 Ringe und somit den ersten Platz ein. Ich war sehr zufrieden. Wir saßen bei Sonnenschein, leckerem Essen und Trinken noch ein Weilchen zusammen. 120 Bogenschützen waren gekommen und alle bestätigten, der FSV Gotha hat einen schönen Parcours gestellt und es war ein gelungener erster Turniertag.

Am Sonntag, dem zweiten Turniertag, waren etwas weniger Bogenschützen am Start. Dies tat der Atmosphäre aber keinen Abbruch. Heute hieß es Doppelhunter - auf jedes Tier einen Pfeil. Ich mag ja, wie ihr wisst, die Hunterrunden nicht so. Aber noch das gute Gefühl vom Vortag in mir, lief auch dieser Tag für mich super. Nur fünf Mal nicht getroffen. Am Ende des Tages 445 Ringe und in der Gesamtwertung mit 749 Ringen den ersten Platz. Ich freute mich und noch mehr, als es zur Siegerehrung wieder einen Rosentopf gab. Da mein Mann auch den ersten Platz belegte, können wir nun unseren Vorgarten mit zwei Rosenbüschen verschönern. Eine schöne Idee, ist Bad Langensalza doch auch die Rosenstadt. Im nächsten Jahr kommen wir garantiert wieder.

Auf dem 8. Juniperus-Turnier - Silke Müller in Aktion8. Juniperus-Turnier

Am 08.09. fand im schönen Werratal das  8. Juniperusturnier statt. Bei schönstem Sonnenschein starteten wir in das 30 km entfernte Schwebda. Dort allerdings hing der Frühnebel noch im Tal. Die Anmeldung und Begrüßung findet immer an einer Jagdhütte am Waldesrand statt. Dort befindet sich auch die Verpflegungsstation. Und man kann nur eines sagen, die Verpflegung ist immer ein Genuss, helfen hier doch die Frauen eines befreundeten Vereins aus Schwebda.

120 Bogenschützen waren gekommen. Das Turnier wird eigentlich für alle traditionellen Bogenschützen ausgerichtet. Wir als Blankbogenschützen dürfen jedoch seit vielen Jahren mit starten. 34 3D Tiere - in einem sehr schönen, aber auch zum Teil anstrengenden Wald/Wiesengelände. Und am schönsten ist die Aussicht auf die Seen im Werratal, wenn man an der hochgelegenen Verpflegungsstation angekommen ist. Wir starteten diesmal jedoch gleich weit oben. Was eigentlich ein schwieriger Aufstieg gewesen wäre, wenn da nicht... ja, wir wurden mit einem Traktor oder wie man jetzt sagt Schlepper mit Anhänger an unseren Startpunkt gefahren. Was für ein toller Service und Spaß gemacht hat es auch.

Der Preis für den 2. Platz: ein leckerer FresskorbPünktlich, 10:30 knallte es zum Schießbeginn. Gut gelaunt, motiviert, noch vom letzten Wochenende trat ich an mein erstes Ziel, eine Bergziege ca. 25m entfernt. Pfeil einlegen, Knötchen zählen, an der Sehne abgreifen, ausziehen, ankern und loslassen. Juchu, schon der erste Treffer saß. Und so lief es dann auch weiter. Keinerlei Anspannung. Wunderschöne Gruppen von Tieren und liebevoll gestellt.

Auch beim traditionellen Weitschuss ging Silke an den StartNach 6 Stunden hatten wir es geschafft. Nun mussten wir noch die Ergebnisse zusammenrechnen. Bis zur Auswertung hatten wir Gelegenheit mit vielen befreundeten Bogenschützen ein gemütliches Schwätzchen zu halten. Ein Höhepunkt war dann noch der traditionelle Weitschuss auf einen Büffel. Entfernung unbekannt, aber sehr weit, Schätzungen 100-120m. Immer 3 Schützen schossen gleichzeitig. Die 2 €, diesmal schon in der Startgebühr enthalten, werden alljährlich für einen guten Zweck gespendet. Ich war zwar nah dran, aber mein Bogen ist dann doch zu schwach für solche Weiten. Anschließend ging es zur Siegerehrung. Mit 381 Ringen lag ich schon im Vergleich weit vorne. Nur knapp verpasste ich den ersten Platz und landete auf Platz 2. Der Gewinn, ein leckerer Fresskorb. Zufrieden und etwas erschöpft fuhren wir dann nach Hause. Wir freuen uns auf alle Fälle schon aufs nächste Jahr. 

Compoundbogenschütze Domenic Kiehl – 43. Krautskopfturnier

Am Sonntag den 09. September 2018 fuhr ich mit meinem Verein dem BSV Pfaffenhausen zum 43. Ismaninger Krautskopftunier. Ich freute mich riesig auf das Turnier, denn es war eine „große Fita“. Es ging schon sehr früh für uns alle los, da wir ja ein gutes Stück fahren mussten. Aber das war egal.

Das Wetter war super und meine Laune und Motivation auch, ich wollte das letzte Turnier für diese Außensaison gut meistern. Ich brauchte mal wieder ein Erfolgserlebnis nach der Deutschen Meisterschaft. An diesem Tag durfte ich mit meinen zwei Freunden und Kaderkollegen Fabian Mühlbauer und Kilian Raab zusammen auf eine Scheibe schießen. Das würde bestimmt eine gute Motivation sein, denn die beiden schießen auch sehr gut. Ich ging bei den Kadetten Compound an den Start.

Domenic Kiehl holte den 2. Platz beim 43. Krautskopfturnier in Ismaning

Domenic in Ismaning mit seinem Compoundbogen an der Schießlinie

Das Einschießen auf 70m lief sehr gut und die anfängliche Nervosität lies auch schnell nach. Der Wettkampf konnte beginnen und das tat er auch sehr gut, so dass ich nach 36 Wertungspfeilen 339 Ringe hatte. Auch auf 60m lief es immer besser und ich fand immer mehr in den Wettkampf und schloss diese Runde mit 344 Ringen ab.

Nun ging es auf die 50m und die Spots. Nun stieg nochmal das Adrenalin kurz an, ich hoffte den Umstieg auf die kleine Auflage gut zu meistern und dies gelang mir recht gut. Ich schoss 340 Ringe auf 50m. Ich freute mich riesig und nun kamen nur noch die 30m. Leider ging der erste Pfeil in die fünf. Ich hatte mich mit dem Einstellen des Visieres etwas vertan, aber das war nicht schlimm die nächsten fünf Pfeile gingen wieder ins Gold. Und am Ende schoss ich 350 Ringe auf 30m.

Insgesamt schoss ich an diesem Tag 1373 Ringe das mich sehr freute, denn ich habe mich zum letzten Jahr um 15 Ringe gesteigert. Am Ende kam ich bei den Kadetten Compound auf Platz 2 und ich durfte ja noch bei der gemischten Mannschaft mit schießen. Wir kamen mit 4033 Ringen auch auf Platz 2. Es war ein toller und lustiger Tag. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und die nächste Saison.

Recurveschützin Elsan Neumann gewann den DEVA Herbstpokal in Berlin-WannseeRecurvebogenschützin Elsa Neumann - DEVA Herbstpokal in Berlin-Wannsee am 16.09.

Zum Ausklingen der Draußensaison startete ich letztes Wochenende beim Kampf um den Herbstpokal. Der Wettkampf fand dieses Jahr zum ersten Mal statt, sodass ich nur durch eine Einladung dorthin gefunden hatte. Der Schießplatz liegt auf einer Lichtung im Wald, ist sehr groß und gehört eigentlich 2 Vereinen.

Früh um 10 Uhr ging es mit der ersten Runde los. Es gab ein paar Anfangsschwierigkeiten, weil die Sonne anfangs direkt von vorne kam. Trotzdem startete ich mit 298 Ringen. In der 2. Runde konnte ich mich noch um drei Ringe steigern, sodass ich auf ein Endergebnis von 599 Ringen kam, was mir den ersten Platz sicherte. Das Turnier war super organsiert. Es lohnt sich, nächstes Jahr wieder vorbei zu schauen!

Blankbogenschütze Mika Kochanowski - Vereinsmeisterschaft des SV HU Ulzburg ArchersMika Kochanowski war auf der Vereinsmeisterschaft nicht nur mit Schießen & Treffen beschäftigt

Am Sonntagmorgen, dem 02.09. ging es bei Sonnenschein zur Vereinsmeisterschaft nach Mönkloh. Wir hatten uns alle zu um 8:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück getroffen, wo leider auch schon die Hälfte fehlte.

Um 9:00 Uhr hatten wir uns alle gemeinsam aufgewärmt und dann wurde sich mit nur 2 Passen eingeschossen. Ich und einige andere fanden das zwar viel zu wenig. Um 10:00 Uhr war Schießbeginn und wir hatten 32 Ziele vor uns. Der Anfang lief ganz gut bei mir und in der Mitte hatte ich ein paar kleine Probleme, aber zum Schluß lief es zum Glück wieder.

Bei herrlichem Wetter konnte Mika mit 60 Punkten Vorsprung gewinnen

Gegen 14:30 Uhr war ich mit den Parcours durch und im Anschluss hatten wir zu viert den Parcours abgebaut, während die Auswertungen liefen. Als wir aus dem Wald wieder zurückkamen, war die Hälfte der Leute schon weg und die Siegerehrung war auch schon gewesen. Daher war ich mit drei anderen leider während der Siegerehrung im Parcours abbauen und daher nicht bei der Siegerehrung mit dabei, da es wohl Mißverständnisse unter den Einzelnen gab.

Ich hatte aber am Ende 351 Punkte erschossen und siegte mit einem Vorsprung von über 60 Punkten. Meine Urkunde und die Pokale wurden mir dann zwischen Tür und Angeln noch gegeben. Wir sind dann gegen 16:00 Uhr etwas angesäuert nach Hause gefahren. Das war ein etwas chaotisches Turnier und ich war irgendwie froh, als es vorbei war. Zum Glück weiß ich, dass es auf anderen Turnieren wesentlich besser ablaufen kann. Ich war etwas enttäuscht von meinen Verein.


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