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    Der richtige Pfeil: Typen, optimale Länge und Spinewert kurz erklärt

    Pfeiltypen

    Pfeile werden in 5 Gruppen unterteilt:

    • - Holzpfeile
    • - Fiberglaspfeile
    • - Aluminiumpfeile
    • - Carbonpfeile
    • - Carbonfaserverstärkte Aluminiumpfeile

    Holzpfeile

    Holzpfeile bestehen meist aus Kiefern-, Fichten- oder Zedernholz. Holzpfeile gehören zu den günstigsten Pfeilen, wenn der Schaft nicht gespined ist. Das macht die Pfeile besonders bei Einsteigern im Hobbybereich zu beliebten Startpfeilen. Holzpfeile sind aufgrund der Ursprünglichkeit ihres Materials außerdem besonders bei traditionellen Schützen beliebt. Hier wird dann auf hochwertige Schäfte zurückgegriffen, die gespined und ausgewogen wurden. Das Naturmaterial Holz hat aber leider die Tendenz, sich zu verkrümmen. Dann hilft es, sie einige Tage auf eine gerade, stabile Unterlage, wie z.B. einen Tisch, zu legen. Holzpfeile sollten grundsätzlich nicht stehend gelagert werden.

    Fiberglaspfeile

    Der Fiberglaspfeil ist der ideale Pfeil für Einsteiger. Fiberglaspfeile sind haltbar und verbiegen nicht. Sie können aber zerbrechen. Deshalb sollte jeder Pfeil vor dem Schuss geprüft werden. Für fortgeschrittene Schützen, die ihr Trefferbild und ihre Technik kontinuierlich verbessern wollen, sind Fiberglaspfeile nicht geeignet.

    Aluminiumpfeile

    Aluminiumpfeile bieten ein breites Qualitäts- und Preisspektrum und sind damit sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene geeignet. Hochwertige Pfeile eignen sich auch hervorragend für Turniere. Leide tendieren Aluminiumpfeile aufgrund ihres Materials dazu, bei Fehlschüssen zu verbiegen. Sie sollten deshalb vor jedem Schuss geprüft werden. Auch ein nur leicht gekrümmter Pfeil sollte nicht mehr verwendet werden, da seine Flugbahn nicht mehr vorherzusagen ist. Außerdem können sie beim Auslösen komplett durchbiegen und zu schweren Verletzungen führen.

    Carbonpfeile

    Carbonpfeile eignen sich für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene aufgrund der breiten Qualitäts- und Preisstaffelung. Sie zeichnen sich durch eine bessere Haltbarkeit gegenüber Aluminium- oder Fiberglaspfeilen aus. Carbonpfeile können nicht verbiegen. Sie können aber zerbrechen. Deshalb sollte jeder Pfeil vor dem Schuss geprüft werden. Dies geschieht durch leichtes Biegen vor dem Ohr. Wenn knisternde Geräusche zu hören sind, sollte der Pfeil aufgrund beschädigter Fasern nicht mehr verwendet werden. Hochwertige Carbonpfeile eignen sich aufgrund ihrer hohen Genauigkeit hervorragend für Turnierschützen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Gradheit und einem nicht vorhandenen Gewichtsunterschied aus.

    Aluminium-Carbon-Pfeile

    Aluminium-Carbon Pfeile sind die besten Pfeile, die der Markt derzeit zu bieten hat. Sie bilden die perfekte Symbiose aus den Vorzügen von Aluminium- und Carbonpfeile. Sie eignen sich für erfahrene Schützen und Experten. Bereits günstige Pfeile weisen hervorragende Flugeigenschaften auf, wie beispielsweise der Cartel Striker. Es wird zwischen ACC und ACE unterschieden. Beide Pfeile bestehen aus einer Verbindung von Carbonfasern und einem Aluminiumkern. Der Unterschied zwischen beiden Typen liegt darin, dass ACE-Pfeile gebarreled sind. Das bedeutet, dass dieser Pfeil in der Mitte einen größeren Durchmesser hat als an den Enden. Dies hat ein geringeres Gewicht und einen geringeren Luftwiderstand zur Folge.

    Neben diesen Pfeilarten findet Ihr bei uns auch noch Flu-Flu-Pfeile.

    Die richtige Pfeillänge

    Die richtige Pfeillänge zu bestimmen ist überaus wichtig. Bei einem zu kurzem Pfeil kann es passieren, dass der Pfeil beim Ausziehen von der Pfeilauflage rutscht und zu Verletzungen führt. Ein zu langer Pfeil kann dazu führen, dass der Bogen überspannt wird. Das führt vor allem bei Holzbögen im Hobbybereich zu Problemen, da der Bogen dann häufig durch die Überlastung bricht.

    Die richtige Pfeillänge ist relativ simpel zu bestimmen. Der Arm wird ausgestreckt und mit der Hand eine Faust gebildet. Es muss dann nur noch der Abstand zwischen Kinn und Faustvorderseite bestimmt werden. Dieser Wert ergibt für den Erstkauf die passende Pfeillänge. Es gibt auch Maßpfeile zur genauen Bestimmung des Auszuges. An diesem lässt sich ablesen, wie weit die jeweilige Person den Pfeil auszieht. Gemessen wir in der Regel am vorderen Punkt des Bogens. Da die Länge eines Pfeils üblicherweise in Zoll angegeben wird, muss dieser Wert noch umgerechnet werden: 1 cm entspricht 0,39 Zoll, 1 Zoll entspricht demnach 2,54 cm (siehe auch Tabelle).

    Zoll (Inch) Zentimeter Zoll (Inch) Zentimeter
    22,00 55,88 28,50 72,39
    22,50 57,15 29,00 73,66
    23,00 58,42 29,50 74,93
    23,50 59,69 30,00 76,20
    24,00 60,96 30,50 77,47
    24,50 62,23 31,00 78,74
    25,00 63,5 31,50 80,01
    25,50 64,77 32,00 81,28
    26,00 66,04 32,50 82,55
    26,50 67,31 33,00 83,82
    27,00 68,58 33,50 85,09
    27,50 69,85 34,00 86,36
    28,00 71,12 34,50 87,63
    Einsteigern wird empfohlen, die ersten Pfeile ca. 2cm länger zu wählen, als in der Tabelle angegeben. Fortgeschrittenere Schützen können sich dann nach und nach an ihre Minimallänge annähern.

    Der richtige Spinewert

    Als Spinewert wird der Durchbiegegrad eines Pfeils bezeichnet. Er gibt also an, wie steif ein Pfeil ist. Beim Abschuss des Pfeils werden verschiedene Einflüsse auf den Pfeil übertragen. Zum einen erfolgt beim Auslösen der Sehne eine leichte Seitwärtsbewegung. Zum anderen wird der Pfeil durch die Sehne gestaucht. Dadurch schwingt der Pfeil. Der Spinewert sollte also auf Auszugslänge und Zuggewicht abgestimmt sein, damit der Pfeil den Bogen sauber verlässt. Je höher das Zuggewicht, desto steifer sollte der Pfeil sein.

    Bei Aluminiumpfeilen gilt vereinfacht ausgedrückt, je höher der Spine, desto steifer ist der Pfeil. Dies gilt allerdings nicht herstellerübergreifend. Der Spinewert setzt sich bei Aluminiumpfeilen aus 4 Ziffern zusammen. Die ersten beiden geben den Pfeildurchmesser in 64stel Zoll an, die letzten beiden stehen für die Wandstärke in 1000stel Zoll. Bei Carbonpfeilen gilt, je niedriger der Spine, desto steifer der Pfeil. Auch dies gilt nicht herstellerübergreifend. Bei Holzpfeilen gibt der Spinewert nahezu direkt Aufschluss darüber, für welches Zuggewicht der Pfeil optimal ist.

    Gerade für Einsteiger erscheint die Spine-Problematik äußert komplex. Langfristig ist es natürlich wichtig, sich damit auseinander zu setzen. Viele Hersteller bieten verschiedene Schemata an, aus denen relativ einfach herausgelesen werden kann, welcher Pfeil der Passende ist. Unsere fachkundigen Mitarbeiter helfen natürlich auch sehr gern weiter.