Erfahrungsberichte

In dieser Rubrik finden Sie in Zukunft Erfahrungsberichte über unsere Produkte.

Wenn Sie auch einen Bericht geschrieben haben, dann senden Sie uns diesen doch zu an: kontakt@bogensportwelt.de

Die BSW Handels GmbH distanziert sich von allen Aussagen, welche in dieser Rubrik getroffen werden.

Der Inhalt stellt die persönliche Meinung der Autoren dar.

Inhalt:
Compoundbogen CHASER
Compoundbogen BLACK ICE
Compoundbogen RAZOR EDGE
Armbrust STRYKER
Bogenaufsatz AIROWGUN
Pistolenarmbrust COBRA

Compoundbogen CHASER

Als der Jugend-Compoundbogen meines Sohnes zu klein wurde und er deswegen langsam den Spaß an diesem Sport verlor, vermachte ich ihm meinen PSE Dakota und suchte nach einem preiswerten Compoundbogen, weil ich nicht wusste, ob er vielleicht diesen Sport nicht mehr lange ausüben würde - zwei teure Bögen wollte ich dann auf keinen Fall mein Eigen nennen.
Kurzum: meine Wahl fiel auf den "Blue Chaser" von Bogensportwelt. Warum ? Der Preis war für mich eine absolute Option und weiters schoss ein junger Compoundschütze bereits einen Jugendbogen dieses Herstellers - die Ergebisse reichten bei ihm sogar zu einem Meistertitel in seiner Altersklasse !
Nach prompter Lieferung war ich von Anfang an über die vielen Einstellmöglichkeiten in Bezug auf Auszug, Speed und Zuggewicht angenehm überrascht und nach einigen Camverstellungen, die anhand der beigelegten Beschreibung nicht schwer zu bewältigen waren, kam ich eigentlich von Anfang an mit diesem Bogen bestens klar.
Ehrlich: ich bereue den Kauf in keiner Weise und auch einige Vereinskollegen, die den Bogen anfangs wegen seiner unbekannten Marke eher belächelten, konnte ich mittlerweile eines besseren belehren: die Trefferquote kann sich bei diesem Bogen absolut sehen lassen - in der zweiten Hallensaison z.B. konnte ich im Turniertraining laufend bereits an die 290 Ringe mit ihm erreichen !
Mein Urteil: ein Bogen, der äußerst gutmütig zu schiessen ist, aber je nach Einstellung auch wahnsinnig schnell werfen kann, ein Griffstück, das bestens in der Hand liegt und nochmals: die Verstellmöglichkeiten der Cammodule sind wirklich eine Bereicherung, die ich von Anfang an zu schätzen wußte.
Ich werde diesen Bogen zukünftig wahrscheinlich ausschließlich für die Halle verwenden - für Outdoor habe ich schon einen anderen im Visier: das Nachfolgemodell - den Chaser II !

 

Compoundbogen Bowtech Diamond BLACK ICE

Meckern fetzt, das gilt besonders für einen Kunden wie mich, mit einem Hang zum Perfektionismus. Ein guter Verkäufer hat für einen Meckerkopf immer noch einen Joker im Ärmel. Solch ein Joker trumpfte bei mir, denn er regte mein schlechtes Gewissen an, aber auch meinen Ehrgeiz. Der Meckerjoker, das war das Angebot der Händler der Bogensportwelt Usedom, den Compound Bogen, Diamond Black Ice, in Ruhe zu testen. Und da lag er, auf meinem Sofa, neu und in voller Pracht. Der erste Eindruck – er ist extrem leicht, sehr filigran gearbeitet, formschön und das schwarzrote Design gefiel meiner verwöhnten Seele. Daraufhin stellte ich mir und später allen meinen Vereinskollegen, die Frage: nach welchen Kriterien kauft sich ein Schütze einen Bogen? Und tatsächlich, Schick und Eleganz liegen bei der Kaufentscheidung weit vorn, auch wenn die Schützen es zunächst nicht wahr haben wollen. Das Auge kauft mit. Dieser Punkt viel eindeutig zugunsten des Black Ice aus.

Ein weiteres Kaufkriterium ist das Image, der Name des Herstellers. Die Diamond Bögen sind neu auf dem Markt. Sie sind eng verknüpft mit der Firma Bow Tech und der Name Bow Tech steht für mich als Synonym für die High-Tech-Energieschleuder schlechthin. Die Pfeile meines Black Knight mit 72 #, liegen kurz unter Lichtgeschwindigkeit, wahrlich kein Spielzeug. Ein Blick auf die Kennziffern des Black Ice und da stand: 317fps – na also, wer sagt`s denn. Allein die parallele Stellung der Wurfarme verweist deutlich auf eine hohe Energieeffiziens für den Pfeil. Schock oder Vibrationswellen, konnte ich beim Black Ice nicht feststellen. Auch dafür wird die parallele Stellung der Wurfarme ein ausschlaggebender Faktor sein.

Dann ging es ans Eingemachte. Die Quik-Tune Pfeilauflage, war schnell montiert, Nockpunkt und Auflage grob justiert und schon hinterließ der erste Schuss einen leise schmatzenden, angenehmen Sound in meinen Ohren. Auf 10 m waren Abschuss und Aufschlag eins. Nur ein scharrendes Geräusch beim Auszug irritierte mich. Der Grund war schnell gefunden. Der Abstandhalter für die Kabel (Kabelschlitten) war noch nicht eingeschliffen. Seine Jungfräulichkeit wollte ich ihm nicht nehmen und deshalb tauschte ich ihn gegen den „Hyper-Glide“ von Saunders aus. Von da an schnurrte der Bogen wie ein Kätzchen.

Ein weiterer Umstand ließ mich nachdenken. Neue Bögen werden stets voll aufgedreht verkauft aber kaum jemand schießt seinen Bogen mit Volllast. Um einen praxisnahen Eindruck zu bekommen, stellte ich den Black Ice auf 55#. Sound und Geschwindigkeit waren danach immer noch beachtlich und ich liebe schnelle Bögen. Mein nächstes Ziel war ein „sauberes Loch“. Mit Hilfe des Papiertestes verstellte ich den Nockpunkt und die Pfeilauflage, bis die Pfeile zwischen 2 und 18 m, sauber durchs Papier schossen. Zunächst nutzte ich meinen Winterpfeil, einen Beman 9.3 – 340. Nach 5 Minuten war das Ziel erreicht, ein sauberes Loch. Welch glücklicher Zufall dachte ich, da meine anderen Bögen stets sehr viel Zeit für das Feintuning forderten. Da mir das Ganze zu schnell ging, nahm ich meinen „Wald und Wiesen Pfeil“ den Ted Nugent von Gold Tip. Die ungewöhnliche, schwarzweiße Zebra-Farbe des Pfeils, zieht stets magisch alle Blicke auf sich. 5 Minuten, dann schoss auch er sauber durch das Papier. Okay dachte ich, dann mache ich die Probe aufs Exempel. Mein Sommerpfeil, Easton Vector 530, alt, schnell, unzerstörbar aber dickköpfig und damit schwer zu justieren. 5 Minuten dann zog selbst der Vector sauber seine Bahn. Ich musste es eingestehen, der Black Ice lässt sich leicht und schnell tunen. Auch der Auszug und das Lett-off, lassen sich mit Hilfe der großen Stellschraube am unteren Cam, problemlos an die individuellen Wünsche des Schützen anpassen.

Fazit: der Black Ice erfüllt alle geforderten Eigenschaften für einen modernen, schnellen und präzisen Sport- und Wettkampfbogen. Bliebe nur noch der Preis, welcher sich durchaus sehen lassen kann.

 

 

Der Razor Edge

 

Razor heißt „Rasierklinge“ und Edge „Rand“. Wer kann das geschickter übersetzen?

Erster Eindruck: Den hätte ich im Alter von 12 Jahren gern gehabt. Und tatsächlich, er hat nur eine Länge von knapp über 80cm, er ist sehr zierlich und er wiegt kaum etwas. Man kann ihn in Tarnfarben oder in Pink erhalten. Ich hatte natürlich einen pinkfarbenen Bogen in Händen. Letztendlich sollte ihn ja eine Frau schießen und ich wollte ihn lediglich tunen. Zunächst einmal musste  ich mein neues Spielzeug einmal ausziehen. Aber Teufel auch, der Edge setzte sich zur Wehr und erstaunt musste ich feststellen, dass ich gerade 60# auf der Hand hielt, d.h. ein untrainierter Bogenschützen, auch männlichen Geschlechts, wird froh sein, das Kampfgewicht reduzieren zu können. Als nächstes schaute ich dann doch lieber in die Werksangaben. Dort konnte ich dann lesen, dass er von 30-60# in der Kraft variabel ist und sich in der Auszugslänge von 19-29 Zoll einstellen lässt. Ja, wirklich, alles an ein und demselben Bogen ohne neue Cam´s oder Extrateile – beeindruckend.

Das Auszugsgewicht sollte bei „Pinki“ zunächst bei 30#  liegen. Dazu brauchte ich nur die Bolzen an den Wurfarmtaschen um einige mm herausdrehen und die kleine Giftnatter war von 60 auf 30# entschärft.  Der Tiller, gemessen an den Wurfarmtaschen, stand sauber auf Null. Der Auszug sollte 28“ betragen. Für diese Aufgabe brauchte ich  nur jeweils 2 Schrauben an jedem Cam  lösen und das Stellmodul auf 28“ einstellen. Auf den Cam´s ist dafür eine Kerbe vorgesehen auf die die gewünschte Zahl deckungsgleich eingestellt wird. Das waren 5 Minuten Arbeit, ein Kinderspiel. Als nächstes schraubte ich eine Quiktune Pfeilauflage mit Auflagefinger an das Mittelteil. Geschossen werden sollte ein Carbon Pfeil, Easton Redline 750 mit giftgrünen G-Nocks. Schaft und Nocke wurden gemessen, verrechnet und der Nockpunkt so gesetzt, daß der Pfeil zur Sehne 90 Grad betrug und auf Höhe der Bohrungen im Mittelteil stand. Schnell noch den Centerschuß gesetzt und los ging’s.  Die Schützin setzte den ersten Probeschuß und nutzte dabei ein Schlaufenrelease von Spigarelli. Sie kam auf Anhieb mit dem Bogen klar und strahlte bis über beide Ohren. Jetzt ging es an den Papiertest. Angefangen bei 2m schossen wir abwechselnd durchs Papier.  Egal wer schoß, daß Ergebnis war immer das gleiche und es war erschreckend, erschreckend schlecht. Risse von über 10cm und links/rechts Ausbrüche des Pfeils vom Feinsten. Daraufhin habe ich alle Register gezogen, Nockpunkt rauf/runter,  Pfeilauflage härter/weicher/links/rechts nichts half, es wurde nur noch schlimmer und ich konnte neben mir das erste, lange Gesicht sehen. Aus der Not heraus nahm ich einfach eine andere Pfeilauflage, die „Quiktune Flipper“, eine neue Fallpfeilauflage. Ich justierte sie und war gespannt auf den ersten Schuß. Der kam und zu meiner Überraschung sah ich im Papier ein fast perfektes Loch mit jedem Schuß und jedem Schützen. Da war die Freude groß.

Auf 20 m schoß die junge Dame mit dem Edge eine tolle Passe nach der anderen, aber auf 50m steckten die Pfeile wie auf der Perlenschnur von oben nach unten, fast über die ganze Scheibe. Die Freude wich ein zweites Mal. Mechanisch war alles o.k. und auch mein Schußbild wies auf 50 m die gleiche Macke auf - das Perlenschnursyndrom. Zum Glück kamen wir dann auf die Idee, die neuen Pfeile zu kennzeichnen und siehe da, jeder Pfeil steckte in jeder Passe immergleich im selben Fleck. Da war alles klar, es musste mit der Nocke zu tun haben und das hatte es auch. Die neuen G-Nocks saßen alle unterschiedlich fest auf der Sehne. Je fester, desto tiefer lagen die Pfeile. Wir nahmen uns mit Sorgfalt jede Nocke vor und weiteten oder verengten die Flügel ganz vorsichtig, so daß am Ende alle Nocke gleich fest auf der Sehne saßen. Der Erfolg war umwerfend. Der Pfeilflug, von hinten betrachtet, war perfekt und die Pfeile wiesen dichte Gruppen auf, ohne „Perlschnursyndrom“.  

Und die Moral von der Geschicht: Ein kleiner Fehler wird umso größer, je geringer die kinetische Energie des Bogens ist. Noch etwas ist mir aufgefallen. Je stärker ein Bogen ist, desto mehr Achtung oder Aufmerksamkeit schenke ich ihm. Bei 30# bin ich nachlässiger und ich kann deutlich spüren warum der Pfeil nicht ins Gold ging.

 Bevor ich es vergesse, der Edge verschießt bei 60# einen Standartpfeil bereits mit 308 feet/s. Werksangaben werden aber immer auf 70# Bögen bezogen. Die kleine Giftnudel ist also irre schnell unterwegs.

Erklärtes Ziel der Schützin war es, mit dem Edge die 70m locker schießen zu können. Mit dem Redline hat sie dann auch die 80m Marke erfolgreich in Angriff genommen, wobei der Pfeil seine besten Eigenschaften vielleicht doch bis 50 oder 60 m hat. Deshalb schießt sie jetzt einen passenden, sehr dünnen, preiswerten Pfeil, den Nano Force von Victory-Archery. Auch habe ich die Zugkraft des Bogens etwas erhöht und letztendlich hat sie die 90m jetzt locker im Griff.  

Zusammenfassend kann ich sagen: der Edge hat eine enorme Vielfalt an Einstellmöglichkeiten. Etwas Ähnliches konnte ich bisher bei keinem anderen mir bekannten Bogen finden. Ja, und die Farbe pink sieht erst richtig scharf aus, wenn man auch den Stabi, die Sehne, das Scope und den Griff in der Farbe liebevoll anpasst und dann fällt der „Pinki“, nebst der Schützin, auch den Männern mehr als angenehm auf. 

  

Nachtrag: Wer sich eine Airow-Gun, samt Bogen  kaufen möchte, für den gibt es 3 Gründe den Edge näher ins Kalkül zu ziehen.

  1. Extrem variabel in Auszugslänge und Kraft (für alle Schützen die sich nicht selbst einschätzen  können)
  2. Kurze und leichte Wurfarme, deshalb wird viel Energie übertragen.
  3. Der Preis 

 

 

 

Stryker Armbrust

 

Wenn Du sie zum ersten Mal siehst, sie ist vollendet schön, sie ist rank und schlank und sie ist schwarz wie eine Mamba, dann spricht sie zu dir. Sie sagt:“ Fass mich nicht an, es sei denn, du bist dir in deiner Absicht ganz sicher und du willst und du kannst mich beherrschen!“ Ihr Name „Stryker“, ihr Titel „Schnellste Armbrust der Welt“, ihre Warnung – berechtigt. Ich besitze eine Stryker. Ihre Geschwindigkeit wird mit 416 f/s werkseitig angegeben

Die Stryker hat nur 185# maximales Zuggewicht. Das ist der gleiche Betrag, der für viele andere Armbrüste, die man noch gut mit der Hand spannen kann, auch angegeben wird. Das „Aber“ versteckt sich in diesem Vergleich jedoch in 3 Dingen. Die 185# werden aufgrund der Struktur der Cam´s, vom Start an bis zur Arretierung gleichmäßig gezogen. Die Strecke beträgt flotte 90 cm und die Wurfarme sind kurz und sehr effizient! Die Stryker absorbiert dadurch eine irre Kraft. Du wirst erleben, was diese Kraft mit einem Bolzen anstellt. Ich nutze vorsichtshalber immer gleich 2 Dämpfer hintereinander. Falls der Bolzen sich mit nur einer Zielscheibe zufrieden gibt,

Das „willst du“, in der Frage der Stryker, bezieht sich unter anderem auch auf deine Leidensfähigkeit. Fletch und Spitzen müssen einmal häufiger als sonst eingeklebt werden. Das „kannst Du“ bezieht sich auf dein Geschick, denn ein Strykerbolzen muss auch wieder aus der Scheibe herausgezogen werden. Das „bist du dir ganz sicher?“ fragt sie dich, weil sie genau um ihren Charm weiß, dem du unwiderruflich verfallen wirst, wenn du sie nur einmal in die Hand nimmst.

Die Stryker ist sehr treffsicher. Sie wird mit einem 3-Punkt-Rot-Dot ausgeliefert und sie ist bereits auf 18, 36und 54 m eingeschossen. Sie ist primär für die Jagd ausgelegt. Dafür ist das mitgelieferte Visier perfekt geeignet. Anhand des Abstandes der 3 Leuchtpunkte im Visier erkennt man Eines ganz genau – der liebe Gott hat die ballistische Kurve nicht für die Stryker erfunden. Wer jedoch auf größere Distanzen schießen möchte braucht bestimmt ein 0ptisches Visier, das unter dem Fadenkreuz weitere Markierungen besitzt, denn die Visierschiene der Stryker lässt sich nicht kippen. Um ehrlich zu sein, das ist auch nicht notwendig. Bezeichnend für die Stryker ist ihre Eleganz. Diese Aussage wird unterstrichen durch ein ausgeklügeltes Spannsystem. Im Inneren der Stryker und damit unsichtbar, läuft eine Kette. Durch sie lässt sich die Stryker spielend leicht mit einer kleinen Kurbel spannen oder auch entspannen. Sie darf nicht mit der Hand gespannt werden! Zwei mechanische Sicherheitssysteme verhindern zuverlässig einen Leerschuss oder auch ein unbeabsichtigtes Lösen. Für die Stryker empfehle ich Carbon Bolzen in guter Qualität. Alu-Bolzen sind mit Vorsicht zu genießen denn bei ihnen besteht die Gefahr, dass sie sich schon beim Abschuss irreversibel, bananenförmig verformen und dann weit ab vom Ziel einschlagen.

Die Mitarbeiter der Bogensportwelt haben sich bereits Gedanken gemacht, wie man der Energie der Stryker gerecht werden kann. Sie haben eine unkonventionelle aber geniale Möglichkeit gefunden, durch die auch bei der Stryker die Inserts samt Spitze, bei jedem Schuss im Bolzenschaft verbleiben. Außerdem gibt es neue Schaumstoffscheiben, neue 3 D-Tiere und spezielle Dämpfer für Armbrüste, die für die Stryker geeignet sind. Eine neue und damit harte Stramitscheibe (Stroh) ist bereits für einen Compoundpfeil eine Zumutung und für den Strykerbolzen erst recht.

Noch ein Wort zur Sicherheit. Auf Usedom hast du die Chance, die Stryker mal zu schießen. Wenn du es getan hast, dann wirst du die elementare Kraft der Stryker ewig und andächtig in Erinnerung behalten und du wirst vielleicht auch verstehen, warum ich immer eine Schießbrille aufsetze auch wenn das noch so albern aussieht. Jetzt wünsche ich dir viel Spaß mit deiner Stryker und ich sage es zum letzten Mal: „Zolle der Stryker Respekt“!

 

Airowgun

Rattus rattus, diabolisch hast du gelebt, durch einen Diabolo bist du gestorben. Doch warum sind deine Zähne so groß und warum sind sie so grau? Bist du ein Kind deiner Art? Die Ratte fand ich auf Usedom, am Schuppen, am Historischen Bahnhof und ein Spielzeug für große Jungs fand ich im Laden, im Historischen Bahnhof. Liebe Sportfreunde des Bogensports, es gibt jetzt eine endorphinträchtige, neue Variante in der Nutzung der kinetischen Energie eines Bogens – die Airowgun von Bow Tech. Die Airowgun ist eine gelungene Kreuzung zwischen Luftgewehr und Pfeil und Bogen. Geschosse vom Kaliber 22, das sind 5,5 mm Diabolo, werden über die Kraft der Wurfarme durch einen gezogenen Lauf geschossen. Damit nicht genug, die Airowgun ist noch steigerungsfähig. Wer seinen Freunden oder Nachbars Katze, nicht gleich ans Leben will, ihnen aber gern mal eins auf`s Fell brennen möchte, der Lauf ist austauschbar und dann verschießt die Airowgun bunte Paint Ball Kugeln.

Ich habe mir die Airowgun gekauft, weil ich viel auf Dienstreisen bin. Ein geeigneter Schießplatz für Pfeile ist dann normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit. Mit der Airowgun wird jetzt jeder freie Platz ein Trainingsplatz und einem verschossenen Diabolo trauert niemand hinterher. Rattus rattus, mein Gumminager, ist jetzt mein treuer Begleiter.

Diese Ratte nimmt es mir nicht übel, egal ob ich das linke oder das rechte Ohr erwische. Meistens stirbt sie jedoch den Herztod. Denn die Airowgun ist bis 40m fast so präzise wie ein Pfeil und 70m werden mühelos erreicht. Aufgrund der geringen Masse hat die Airowgun bei weitem nicht die Durchschlagskraft eines Sportpfeils. Dafür sind die Projektile mit Geschwindigkeiten bis 655 f/s doppelt so schnell, wie der schnellste IBO-Pfeil. Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Die Airowgun ist zwar leicht, aber sie verlagert das Gewicht des Bogens nach vorn. Die Schultermuskeln werden es zu spüren bekommen; dieser Trainingseffekt ist garantiert! Zum Glück bietet die Airowgun viele Bohrungen für die Befestigung am Mittelstück des Bogens. Man hat dadurch die Chance, die Masse mehr in Richtung der Sehne zu verlagern. Allerdings begrenzt, denn 5cm Sicherheitsabstand zwischen dem Druckzylinder und der Sehne müssen unbedingt eingehalten werden. Auch die Mündung würde naher an die Sehne rücken. Dadurch fallen Schwingungen und Verwacklungen an der Mündung etwas geringer aus.

Da sich jede Bewegung des Bogens im Schussbild bemerkbar macht, erfordert ein guter Schuss mit der Airowgun weit mehr Ruhe und Aufmerksamkeit als ein Pfeil. Die Airowgun verzeiht nicht. Sie zwingt den Schützen zur Perfektion und das ist nicht unbedingt die schlechteste Eigenschaft für einen Bogenschützen, oder? Insbesondere fiel mir auf, dass sich leichte Veränderungen in der Stellung der Bogenhand sofort bemerkbar machen. Meine Airowgun schieße ich mit 55# und ich bin begeistert. Ich möchte nicht wissen, was da so bei 70# abgeht. Na ja, o.k., ich will es wissen und demnächst werde ich es wissen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich bei einem höheren Zuggewicht das Trefferbild verbessert. Je schneller das Projektil den Lauf verlässt, umso weniger Zeit bleibt für träge Bewegungen des Laufs.

Es lohnt sich, den Sehnenstopper (wenn vorhanden) zu entfernen. Er beeinflusst die Pfeilauflage und die Airowgun möglicherweise unterschiedlich. Das Durchschwingen der Sehne wird ja bereits durch den Sicherheitsabstand von 5 cm berücksichtigt.

Interessant – die Airowgun kann sowohl auf Compound- als auch auf Recurvebögen montiert werden. Das Scope des Bogens und der Lauf müssen in der Richtung und in der Höhe exakt aufeinander abgestimmt werden, es sei denn, man montiert eine Schiene samt Visier direkt auf die Airowgun. Die Schiene und das Visier müssen extra gekauft werden. Einmal justiert, dauert dann der Umbau Pfeilauflage gegen Airowgun wenige Minuten und alle Einstellungen bleiben dauerhaft erhalten. Besonders genau und leicht, lässt sich die Airowgun auf Bow Tech oder Diamond Bögen befestigen, denn beide Marken bieten für die Pfeilauflage und damit auch für die Airowgun, je 2 Befestigungslöcher im Mittelstück. Für Bögen mit nur einem Befestigungsloch existieren 6 zusätzliche kleine Schrauben. Geladen wird die Airowgun wie ein 8-schüssiger Trommelrevolver. Ich habe versehentlich 2 Diabolo (Flachkopf) in eine Kammer gesteckt. Das geht, wirklich kein Problem. Ich hörte 2 Aufschläge und ich fand dann ein höhenversetztes Zwillingsloch in der Zielscheibe. Die Munition bekommt man in jedem Jagdwaffenladen. Es lohnt sich, alle verfügbare Munition durchzutesten. Der Flachkopfdiabolo ist leicht (0,82-0,89g), er ist schnell, er knallt beim Aufschlag und er stanzt saubere, runde Löcher. Der Spitzkopfdiabolo (0,94-1,37g) ist schwerer, er reißt nur unscheinbare Löcher und er ist leiser. Ich würde ihn für sehr starke Bögen favorisieren. Von Hersteller zu Hersteller variiert nicht nur der Preis und das Gewicht der Munition, auch die Festigkeit, mit der das Geschoß in der Trommel steckt, ist unterschiedlich.

Wer nicht bis 8 zählen kann, für den ist die Gefahr eines Leerschusses gegeben. Keine Angst, der Kolben und damit die Wurfarme, werden durch die komprimierte Luft immer ausgebremst, ob mit oder ohne Diabolo. Hab ich schon erwähnt, mein Kellerflur ist 13m lang und rattenfrei, leider… Aber er gibt jetzt einen super Schießstand ab. Wettkämpfe mit der Airowgun bieten sich an. Auf das erste ausgeschriebene Tournier lauer ich schon heute und ich werde dabei sein.

Nachtrag: Jetzt habe ich die Ratte mehrfach als Metapher missbraucht und siehe da, die Amis tun es auch. Nur, die erschießen die armen Tierchen wirklich (was ich nicht unterstützen möchte). Siehe Animation unter

www.BowTech.com oder www.airowgun.com

 

 

Kleiner Erfahrungsbericht zur Armbrustpistole Cobra 80lbs:


Zunächst war ich, von diversen Forenbeiträgen zum Thema Cobra gewarnt, etwas in meiner Erwartung gedämpft. Doch nach dem Auspacken(übrigens: der Versand durch BSW sehr flott!) Freude über die Verarbeitung und den einfachen Zusammenbau. Die in Foren angesprochene Gratigkeit der Aluteile war nicht feststellbar.Der Spannhebel ist genial, sehr schnelles Spannen,aber etwas kraftaufwendig. Der Abzug selbst ist sehr schwer zu betätigen(zudem etwas unergonomisch positioniert),ohne jeglichen Druckpunkt,beim Abschuss jedoch merkt man, dass die Cobra ziemliche Power hat. Hat man sich an diese Eigenarten gewöhnt, ergibt sich, auf nachgemessenen 15Metern Abstand ein Einschusskreis von etwa 20cm. Wohlgemerkt einhändig geschossen. Da könnten 20m durchaus im Bereich des Möglichen sein. Größere Entfernungen werde ich,aus Sicherheitsgründen,erst nach Installation eines Pfeilfangnetzes angehen. Die Visiereinrichtung musste nicht eingestellt werden, vermutlich vom Hersteller auf 10m oder 15m sauber eingeschossen. Besonderheit: Das BSW-Set enthält als Beipack 3 BSW-Pfeile mit
durchgehenden Aluschäften, die ich für besser halte, als die zweiteiligen Kunststoff-Alu-Schäfte, die normalerweise in den Cobra-Sets beiliegen. Alles in allem ein Spassgerät mit relativ guter Qualität,hoher
Treffsicherheit, mächtig Dampf, aber definitiv nichts für kleine Hände.


Hersteller

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