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Compoundbögen

Compoundbogen: Modern, technisch und präzise

Der Compoundbogen ist der HighTech-Kandidat unter den Sportbögen, der dank seiner zahlreichen Extras eine besonders präzise Handhabung und Schusstechnik ermöglicht. Seit seiner Erfindung durch den US-Amerikaner Holless Wilbur Allen im Jahr 1966 ist der Compoundbogen zu einer der beliebtesten Bogenarten im Bogensport aufgestiegen und hat auch in Deutschland viele begeisterte Anhänger gefunden. Für alle Freunde von Compoundbögen gibt es hier bei BogenSportWelt die größte Auswahl an Bögen dieser Art innerhalb Europas von namhaften Herstellern.

Technische Vorteile von Compoundbögen

Wer das erste Mal einen Compoundbogen in der Hand hält, könnte von der komplizierten, technischen Konstruktion dieses Bogens glatt erst einmal überwältigt sein. Doch mit dem Abschuss der ersten Pfeile steht schnell fest, dass dank der Cams und der Ausstattung mit Visieren eine ganz besonders hohe Präzision und Schusskraft bei geringem Kraftaufwand und trotz hohem Zuggewicht erreicht werden kann. Außerdem sind Compoundbögen besonders kompakte Varianten fürs Bogenschießen. Die kürzeren Bogenarme sorgen nicht nur dafür, dass die Sehne weniger schnell verschleißt und beim Schießen weniger vibriert. Ebenso kann er wegen des geringeren Kraftaufwands länger in Position gehalten werden. Je nach Hersteller und Ausrichtung werden Compoundbögen mit verschiedenen Camwheels und Wurfarmen gebaut. Die Besonderheit der Wurfarme der Compoundbögen ist, dass sie aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt werden, der besonders zug- und druckfest ist.

Ausstattung und Extras für deinen Compoundbogen

Unter den Compoundbogen in der BogenSportWelt findest du den richtigen Bogen für deine Anforderungen von bekannten Qualitätsherstellern. Wähle zum Beispiel einen Compoundbogen von dem Traditionsunternehmen Hoyt, wo dein Bogen von anderen Bogenschützen entwickelt und gebaut wird. Auch Mathews und PSE sind Marken, bei denen du dich auf das Know-How der Entwickler verlassen kannst. Dabei findet sich natürlich nicht nur ein passender Rechtshandbogen für Rechtshändern, sondern auch ein großes Angebot an Linkshandbögen. Ebenso gehört sonstiges Zubehör zu unserem Sortiment: du erhältst bei uns auch eine Bogenpresse für die Wartung deines Compoundbogen sowie neue Sehnen und Kabel, um dein Sportgerät wieder auf Vordermann zu bringen. Für eine umfassende Ausstattung für Jagd und/ oder Sport können wir dir nur empfehlen, mal einen Blick in die Packages zu werfen: Hier gibt es verschiedene Sets zur Ergänzung und Verbesserung deines Compoundbogens.

Compoundbogen

Compoundbogen

Bei einem Compoundbogen handelt es sich einen Bogen, der an technischer Komplexität unübertroffen ist. An den Enden der Wurfarme besitzt der Compoundbogen drehbare Räder, im Bogensport als Cams bezeichnet. Diese sind exzentrisch angeordnet und verfügen je nach Modell über verschiedene Durchmesser. Die Cams wirken beim Auszug des Bogens wie ein Hebel. Im Gegensatz zu anderen Bogenarten ergibt sich daraus ein nichtlinearer Kraftaufwand beim Spannen: der Kraftaufwand steigt zunächst stetig an, bis er abrupt abnimmt. Man spricht hier vom sogenannten Let-off Effekt.

Der Schütze muss dann bei vollem Auszug nur noch einen Bruchteil der Zugkraft auf den Fingern halten, um den Auszug zu halten. Die Reduzierung der Zugkraft liegt je nach Modell zwischen 60 und 80 %. Das heißt bei einem Zuggewicht von 60lbs muss der Schütze nur noch zwischen 12 und 24lbs halten. Der Bogen kann trotz des hohen Zuggewichts deutlich ruhiger gehalten werden. Das Zielen wird dadurch enorm erleichtert. Die beim Auslösen auf den Pfeil übertragene Energie beträgt allerdings wieder 60lbs. Dadurch können Frauen und Männer Zuggewichte schießen, die sonst körperlich nicht oder nur mit viel Training zu erreichen gewesen wären.

Compoundbögen werden vorwiegend sportlich geschossen, also unter Verwendung von Pfeilauflagen, Visieren und anderem Zubehör. Der Let-off Effekt wird außerdem bei der Bogenjagd geschätzt. Da zur Jagd hohe Pfeilgeschwindigkeiten und somit ein hohes Zuggewicht erforderlich ist, der Schütze allerdings auch sehr genau zielen muss, ist der Compoundbogen prädestiniert für die Jagd. In Deutschland ist die Jagd auf Schalenwild und Fische verboten. Andere Tiere dürfen mit entsprechender Lizenz geschossen werden.

Ein Compoundbogen muss bzw. darf auch bei längerer Gebrauchspause nicht entspannt werden. Ohne entsprechende technische Geräte wie Spannhilfen und Spannvorrichtungen ist es meist nicht möglich, einen Compoundbogen zu zerlegen. Ein Sehnenwechsel sollte nur von Fachkundigen mit entsprechender technischer Ausrüstung vorgenommen werden, Unsere versierten Mitarbeiter nehmen einen Sehnenwechsel oder eine Camumstellung kostengünstig für Sie vor.

Grundstellung bei Compoundbögen

Die Füße werden leicht versetzt mit einem ungefähren Abstand von 30 bis 40 cm so platziert, dass sie mit der Schusslinie einen Winkel von ca. 90° bilden (siehe Abbildung). Bei Linkshandschützen ist dies spiegelverkehrt. Schultern und Hüfte werden nicht gedreht. Nur der Kopf blickt Richtung Ziel. Die Beine werden nicht durchgedrückt, sondern sollten locker gehalten werden.

Grundstellung beim Compoundbogen

Auszug und Auslösen beim Compoundbogen

Die Grundstellung wird eingenommen. Der Pfeil wird auf die Pfeilauflage aufgelegt und mit der Leitfeder (diese ist meist andersfarbig) entsprechend der Pfeilauflage entweder nach links oder unten eingenockt. Compoundschützen verwenden meist ein Release. Das Release wird unterhalb der Nocke auf die Sehne geklickt. Bei Verwendung eines Loops wird das Release hinter die Nocke angesetzt. Vor dem Auszug wird der Blick Richtung Ziel gelenkt. Die Schultern werden zurückgenommen. Dann werden Pfeil und Bogen auf Schulterhöhe abgehoben.

Ein Vorspannen ist bei Compoundbögen nur unter enormem Kraftaufwand möglich. Deshalb wird der Bogen gleich zu Beginn bis zum Let-off ausgezogen. Der Bogen lässt sich dann viel ruhiger halten. Die Kraft für den Auszug und das Halten kommt allein aus der Schulter- und Rückenmuskulatur. Der Bogen sollte dabei nicht zu verkrampft gehalten werden. Oft wird von Compoundschützen eine Bogenschlinge benutzt, so dass der Bogen mit der offenen Hand gehalten wird. Das Griffstück wird nicht umklammert, sondern ruht nur auf der Daumenwurzel. Zum Zielen wird bei Compoundbögen oft ein Peep-Sight verwenden. Dieses kleine Teil wird in die Sehne integriert. Durch das kleine Loch in der Mitte zielt man über das Visier auf das Ziel. Das Band verbindet Peep-Sight und Kabelsystem miteinander und richtet das Peep in Richtung Ziel aus. Nur erfahrene Schützen sollten zu Peeps ohne Gummi greifen.

Wird ein Visier benutzt, wird die Nadel zwischen Auge und Ziel gebracht. Wird ein Scope benutzt (Visier mit Vergrößerung), so wird der mittlere Punkt zwischen Auge und Ziel gebracht. Das Ziel wird dabei fokussiert, dadurch erscheint das Visier leicht verschwommen. Die Spannung der Schulter- und Rückenmuskulatur wird konstant gehalten. Wenn das Ziel sicher anvisiert wurde, wird der Schuss über das Release ausgelöst. Wichtig ist das Nachhalten nach dem Auslösen bis der Pfeileinschlag wahrgenommen wurde. Erst dann ist der Schuss beendet und die Haltung wird entspannt. Dies dient der Analyse des gesamten Schussablaufs. So können etwaige Fehler schnell erkannt und korrigiert werden.